Buchstabe A Im Kontext

Erdöl

s.a.

=> Petrodollar

=> Bodenschätze

quelleup5a1a1a US-Ölgeschäfte imperial
quelleup5a1a1a Petrodollars - Ölwährung & Krieg
quelleup5a1a1a Der Fossilismus als Falle der US-Wirtschaft

Ereignis

Ereignis ist ein Lebensmoment, das wie ein Zufall auftritt, also ohne Herkunft und Grund, ohne Geschichte, reine Existenz eines Zusammentreffens von Umständen des Erlebens. Im Ereignis werden die Folgen ebenso unabsehbar begriffen, wie der Zusammenhang seiner Bedingungen. Insofern ist das Ereignis der Begriff eines herausgesetzten Lebens (siehe Erleben), eines herausragenden Lebens, Existenz für sich, die auf der Bühne genauso bestehen kann wie in der Isolation jeglichen Auftretens von etwas, das geschieht, ohne einen Zusammenhang zu zeigen, sei es in einem schöpferischen Akt oder in einem Akt, dessen Zusammenhang nicht begriffen sein will.

Von da her ist Ereignis ein zentraler Begriff des Existenzialismus. Bei Heidegger ist ein Ereignis dasjenige Geschehen, das Mensch und Sein einander übereignet. Die Nähe des Menschlichen erschließt sich ihm aus dem Teilwort Eigen, das ihm als Wesensbegriff nutzt. Überhaupt kreist sein ganzes Denken um die Nähe von Sein und Menschenwesen und dessen Herkunft aus dem »Ereignis«, das ihm die Vereinigung von Zeit und Sein als »Anwesen« erbringt. Doch gerade diese bloße Anwesenheit macht ja die Abstraktion jeder sinnlichen Beziehung aus (siehe abstrakt menschlicher Sinn). Folgerichtig kommt Heidegger dahin, den Sinn des Seins in der Zeit zu verstehen, also das Sein selbst als zeitbestimmt, als Wissen um die Endlichkeit des Daseins, um das Sein im Antlitz des Todes zu begreifen: Als Sein im Begriff seines Untergangs, als wertbestimmtes Sein. Von daher ist er eben auch ein moderner Vertreter der Event-Kultur (Ereigniskultur), der für die "Überwinder" des Marxismus (Foucault, Derrida, Hellinger usw) von großer Bedeutung war und ist. Im "Ereignis" lässt sich auf wundersame Weise alles zusammenfügen, was nicht zusammenpasst: Bedeutung, Sprache und Sein, wie auch Macht, Ohnmacht und Schicksal. Ereignis ist die logisch erscheinende Aufhebung der Logik - eben Zufall, der Zusammenhänge stiftet (bei Heidegger: Seinsgeschick, Schicksal): Genealogie.

Ein Ereignis ist die Objektivität eines Einfalls. Es mag zufällig erscheinen, es verlangt aber den Aufwand von Kraft und steht schon von daher in einer Beziehung, in welcher der Aufwand für nötig anerkannt oder als Moment des Ereignisses selbst Genugtuung hat. Ereignisse erscheinen unbedingt, also nicht von sachlicher Gegenständlichkeit bestimmt; sie treten aber nur auf, wenn die Sache es zulässt oder sogar verlangt. Für sich werden sie als Wirklichkeit zwischen den Menschen erzeugt. Von da her befriedigen sie keine Bedürfnisse nach Lebensreichtum, sondern nach der Bereicherung zwischenmenschlicher Beziehungen.

Ereignisse entstehen von daher unmittelbar subjektiv durch eine gesellschaftlich wirksame Tat, welche unmittelbare Geschichte ausmacht, ohne Geschichte zu haben. In dieser Unmittelbarkeit haben sie nicht mehr die Form von stofflichen Gegenstönden, wiewohl sie Produkte von Arbeit sind. Ereignisse resultieren aus einer Art von Tätigkeit, die nicht unbedingt als materielle Sache existieren muss (z.B. künstlerische Tätigkeit). Sie sind dadurch unmittelbar gesellschaftlich, also auch ohne den Gebrauch von Produktionsmittel, dass sie - wie auch ihr Einfall - nur in Beziehung auf Menschen, also zwischenmenschlich entstehen und vergehen - nicht weil wir sie so wahrnehmen, sondern weil wir sie so wahrhaben, so wir in zwischenmenschlicher Beziehung hierzu stehen. Wir können einem Ereignis nur entgehen, wenn wir unsere Wahrnehmung und damit die Möglichkeiten unserer Erkenntnis beschränken. Wenn wir es bezweifeln, so bezweifeln wir unser Erkenntnisvermögen. Im Ereignis wird der Einfall und seine Tat erst tatsächlich, wird wirklich und tritt in Beziehung zum Dasein, bis sie faktisch geworden oder verschwunden ist. Zu einem Fakt werden Ereignisse, welche ihre Geschichte verlassen haben, welche sich erhalten, obwohl sie nicht mehr geschichtlich sind, für sich tot (vergl. z.B. tote Arbeit als Substanz des Kapitals) und dennoch mächtig im Sosein.

Ganz im Unterschied hierzu ist für Heidegger das Ereignis ein "Zuwurf" des sich in seiner Wahrheit in permanentem geschichtlichen Wandel befindlichen Seins an das Dasein. Der für ihn wesentliche Begriff ist ein beredtes Zeugnis seiner Ontologie der Wahrheit, die sich jenseits menschlicher Existenz in diese hinein "lichte" und das Ereignis mit ihrem Sinn fülle. Dies findet so vielleicht in der katholischen Lithurgie statt, nicht aber unbedingt wirklich. Deshalb wohl ist für Heidegger das Ereignis die Wirklichkeit schlechthin.

s.a.

=> Ereignisproduktion

=> Fakt

=> Erlebnis

webup Ereignis im Philosophischen Lexikon
Systemup11a2 Erleben

Ereignisproduktion

Ereignisproduktion ist eine Arbeit, die sich von der stofflichen Produktion darin unterscheidet, dass sie von der Notwendigkeit des Stoffwechsels enthoben, dass sie Kulturarbeit ist und Kulturgüter erzeugt. Sie hat ihre eigenständige Form in der Kultur, solange die Kultur eine eigenständige Form zur gesellschatlichen Arbeit überhaupt hat, ihre selbständige Geistesform ist. Ereignisse waren zunächst nur Taten, die zwischen Menschen und auf der Grundlage ihrer stofflichen Welt ohne sonstige gesellschaftliche Welt waren. Erst in Verhältnissesn, die sich nicht mehr stofflich begründen und im Stoffwechsel bezogen sind, wiewohl sie stoffliche Existenz voraussetzen, besteht Ereignisproduktion (z.B. als Event) selbstständig und gleichgültig gegen ihrer Voraussetzung. Es sind Verhältnisse des reinen Erlebens, welche die freie Zirkulation von Geld voraussetzen und sich im Maße seiner Expansion frei machen oder wieder zurückgenommen oder auf die Welt der Eliten reduziert werden, wenn die Mittel knapp sind (z.B. in Krisenzeiten). Alleine in Massenveranstaltungen (siehe z.B. Sport) ist die Ereignisproduktion wirklich rentabel im Sinne von Kosten und Nutzen, und nimmt deshalb zugleich auch die Funktion einer gesellsschaftlichen Prothese und Befriedung ein ("Brot und Spiele").

Die Ereignisproduktion ist eine besondere Arbeit, welche nur als zwischenmenschliches Ereignis besteht: Kulturarbeit. In ihren Produkten treffen sich Menschen, die darin ihre Empfindungen und Gefühle aufeinder beziehen. Doch dieser Bezug ist im Unterschied zu dem, wo Ereignisse entstehen, inszeniert. Er beginnt mit der Ästhetik (z.B. Mode), geht über in einen ästhetischen Willen und endet in der Volksbeseelung. Ereignisproduktion ist das in Szene setzen von Wahrnehmung, findet also auf Bühnen (z.B. Kulturveranstaltungen, Hochkultur oder in den Medien) statt. Die Ereignisproduktion setzt voraus, dass die Menschen sich dadurch wahrhaben, dass sie Empfindungen durch die Darbietung von Ereignissen bekommen. Dieses Verhältnis ist um so nötiger, wenn die stoffliche Existenz sinnlos erscheint und zwischenmenschliche Beziehungen sich aus ihrer unmittelbaren Geschichte heraussetzen, also die Geschichtslosigkeit ihrer Beziehungen, worin sie sich unmittelbar nur noch Umstände sind, durch die Inszenierung von Ereignissen beleben. Die Menschen beziehen sich auf Wahrnehmungen, deren Wirklichkeit sie nicht mehr unter sich, sondern nur über ein Medium, über eine Bühne, ein Bild, eine Musik oder ähnliches haben, in dem nicht ihr Leben aufgeht, sondern den sie konsumieren und hierbei selbst konsumierbare Wahrnehmungsgegenstände sind. Darin trifft sich die Subjektivität der Einfälle mit der Objektivität ihrer Notwendigkeit. In diesem Zusammenschluss erzeugt die Ereignisproduktion, wofür sie dient: Wirklichkeitsverbrauch. Hierin wird jede Kulturarbeit, gleich wie sie gemeint ist, zur Selbstentfremdung und bestätigt diese (vergl. z.B. den Fankult). In dem Maß, wie die Wahrnehmung von ihrer eigenen Beziehung frei wird, wird sie dem Kulturkonsum verfallen. Auf den Veranstaltungen der Eventkultur verfüllt sie sich mit der Körperlichkeit von Eindrücken, der sie sie selbst keine Beziehung mehr hat.

Je armseliger die wirklichen Beziehungen, desto reichhaltiger muss die Show sein. Das Kapital-Management weiß dies und hat die Ereignisproduktion selbst längst als Teil ihrer Kalkulation mit einem Begriff bedacht: Tittytainment. Darin wird ein Teil der Verwertungsprobleme geregelt, indem das Tittytainment einen Konsum aus dem Mehrwert so verbraucht, das es gegen die Krisen des Kapitalismus ökonomisch wirksam werden kann. Ökonomisch bestimmt sich die Ereignisproduktion aus dem Mehrwert, von welchem eine Dienstleistungsgesellschaft lebt.

s.a.

=> Kulturarbeit

=> Ereignis

Erfahrung

Erfahrung ist der Prozess der Wahrnehmung oder ihre Geschichte. Sie besteht in Empfindungen und Gefühlen als Wissen in Sinn und Tätigkeit des Wahrnehmens, nicht aber als Erkenntnis fort. Daher kann auch keine traumatische Erfahrung (Grundkonstrukt der Psychoanalyse) die Erkenntnis bestimmen, wohl aber ihre Wahrnehmungstätigkeit.

Erfahrung ist immer Lebenserfahrung. Wissen und Erkenntnis können sich darin unterscheiden, dass ich meine Erfahrung weiss, ohne sie zu erkennen. Zum Beispiel hat jeder ein Wissen über seine Erfahrungen, ohne dass seine Erkenntnistätigkeit sich dadurch verändert . Sie ändert sich nur in der Gewissheit von Wahrnehmungen.

 

Ergebenheit

Ergebenheit äußert der ergebene Mensch, der sich ergebende, der resultierende und der verlorene Mensch. Ergeben kann sich ein Mensch aber nur in der Masse, denn ohne sie gibt es keine wirkliche Bedrängung gegen das Menschsein überhaupt (wenn auch vielerlei Bedrängung der menschlichen Existenz). Die Ergebenheit der Menschen für Idole, Führer oder jedwedem Kult ensteht alleine aus der Masse, die die dem veranstalteten Dasein zugeordnet gilt. Soweit die Ereignisse der Kultur in solchen Veranstaltungen aufgehoben werden, bleibt darin die Masse als Träger des Kultes, der Ergebenheit zu erzeugen vermag.

s.a.

=> Masse

Erhabenheit

Was man hat, über das ist man erhaben. Erhabenheit kommt von der Erhebung aus dem Dunkel der Masse, das Herausgestellte, das zugleich vorgestellt ist. Im Grunde ist schon jede Existenz erhaben: ex-istent.

s.a.

=> Ergebenheit

Erkenntnis

Erkenntnis ist die auf sich rückbezogene Kenntnis einer Beziehung, die Wahrheit der Wahrnehmung darin. Sie ist die aus der äußern Begegnung gebildete Verinnerlichung eines Gegenstands durch dessen Subjektivierung im wahrnehmenden Menschen. In der Erkenntnis wird dessen subjektive Bestimmtheit zugleich als objektive Beziehung gewiss, die Beziehung wird darin selbst zur subjektiven Identität eines Gegenstands, zum Sinn für sich in der Beziehung auf anderes, zur Sinnbildung des Menschen. In der Erkenntnis wird sich der Mensch selbst gegenständlich und als Gegenstand der Erkenntnis hat er sich zugleich außer sich, objektiv wahr. In ihr vollzieht sich das Wahrwerden seines Wesens. Erkenntnis reduziert sich nicht auf ein Organ oder auf einen Sinn. Sie ist das Ganze aller Sinnlichkeit in der Beziehung auf einen Gegenstand oder Menschen, das theoretisch und praktische Einssein aller Sinne und Geschichte, konkrete Aufhebung aller Kenntnis, aller Gewissheit und allen Wissens. In der Erkenntnis kommt Sinn und Geist, alles Lebendige, zu sich. Erkenntnis macht menschliche Identität aus.

Reichtum und Vielfalt der Erkenntnisse, welche die Menschen in der bürgerlichen Kultur haben, besteht aus einer ungeheuren Aufsammlung von Wahrnehmungen. Jede Wahrnehmung ist eine Beziehung zu ihrem Gegenstand, Element der Erkenntnis im Erleben. Sie ist deren allgemeine Elementarform.

Im Unterschied zu einer ökonomischen Beziehung auf einen Gegenstand hat Erkenntnis keinerlei Nutzen. Sie ist die lebendige Gewissheit der Menschen, in der sie eins sind mit sich und ihrem Gegenstand, unmittelbare wie mittelbare Wahrheit ihres Lebens, Lebensidentität, Lebensäußerung und Lebensgenuss in einem: Sinnlichkeit und Leidenschaft.

Die Grundlage aller Erkenntnis ist die Sinnbildung des Lebens. Der Sinn ist selbst eine Erkenntnis, indem er sich von der toten Materie wesentlich unterscheidet als Sinn für sie, wie er auch die erste Erkenntnis für sich dadurch ist, in dieser Unterscheidung die Fähigkeit zu haben, Totes von Lebendem zu scheiden und auszuscheiden, sich darin zu bilden und tätig zu sein und als wirkliches, also Wirkung habendes Leben herauszubilden. Die ursprünglichste Erkenntnis ist somit schon durch die Selbstunterscheidung des Lebens gegeben, durch die Naturempfindung. Doch erst durch den Menschen wurde sie zu seinem Verhältnis zur Natur, zu einer lebendigen Beziehung im Verhalten zu ihr als Naturmacht, welche ihre Elemente für sich hat, weil es diese erkannt hat.

Davor sollte die Drohung Gottes stehen, vom Baume der Erkenntnis zu essen. Die Metaphorik enthält eine tiefe Wahrheit: Solange die Menschen dieses Gottesgebot befolgen, ist ihr Leben paradiesisch, Moment allseitiger Gottheit und nur durch ihn, Gott gegeben und Gott ergeben in der absoluten Bejahung der Gegebenheiten. Aber ohne jede Erkenntnis und also ohne wirkliches Leben.

Erkenntnis gründet auf der Gewissheit des Lebens, das sich gegen das Tote bestimmt, begründet sich also auch im Zweifel über das Leben, wenn es tot empfunden wird. Sie ist die Sensibilität des Lebens, alle Empfindung, alle Gewissheit, Tätigkeit und Leiden als Wahrheit in einem, Leidenschaft. Nicht die Frage nach Sinn macht Erkenntnis aus, sondern das erkennende Fragen, das schon dadurch Sinn hat, dass es die Beziehung eines Subjekts auf einen Gegenstand, auf ein Objekt formuliert. Die Antwort auf diese Frage ist die Kenntnis dieser Beziehung und ihre Bestätigung, die sich fragend fortbestimmt und ihre Wahrheit in ihrem Fortgang immer wieder erneut finden, empfinden muss. Erkenntnis hat Wahrheit nötig.

Es gibt zwar keine Wahrheit des Seins (siehe Ontologie), aber es gibt eine Wahrheit der Erkenntnis darin. Wahrheit ist die Einheit der Erkenntnis im Sein mit ihrem Gegenstand. In Wahrheit ist alles eins. Das Unwahre gibt es nicht (siehe Kritik an Adorno).Das Resultat der Erkenntnis ist das bewusste Sein als Bewusstsein.

Erkenntnis ist nicht nur lebendig, sie erzeugt auch Leben, wenn Menschen sich selbst zum Gegenstand haben, sich der Mensch im Menschen erkennt. Von daher ist sie der Gehalt der Menschenliebe, die in der Selbstbildung des Menschen tätig ist. Er selbst kann nur wirklich Mensch und also auch auch nur er "das höchste Wesen für den Menschen" (Marx) sein - nicht in der Anschauung, Anbetung, Selbstbeziehung, Nächstenliebe usw., sondern in der Gewissheit seiner selbst im anderen Menschen. Ohne ihn kann ein Mensch nicht erkennen und auch sich selbst nicht kennen.

Die Seligpreisungen der Bergpredigt des Neuen Testaments sind eine rührende Ermahnung daran, dass Menschen für sich nicht sein können, aber eben auch nur als Glaube, dass sie dann Menschen sind, wenn sie einander lieben würden. Vor allem dies dürfte die Heuchelei des Christenmenschen ausmachen, den in der Liebe die Gotteskindschaft anmutet. "Selig sind die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen." Natürlich ist damit nicht das Recht der wirklichen Menschen gemeint, sondern Gottes Recht, das zugleich Gottes Gebot ist. Und somit ist auch klar, wen diese Seligkeit überkommt: Dem Gotteskind, das seinem Hirten folgt, das dem Übermenschen folgende Tier, das sich in seiner Schafsnatur wie das Lamm Gottes verhält

Was ich kenne, das muss ich nicht erkennen; es ist mir eine Gegebenheit, selbstverständliches Dasein als alltägliche Form, schlichte Gegenständlichkeit als äußere, d.h. subjektlose Objektivität. Menschen, auf die ich mich beziehe, können mir nicht gegeben sein. Menschen, die sich als Gegebenheit erscheinen, haben keine Beziehung zu einander. Aber sie kennen sich. Menschen, auf die ich mich beziehe, kenne ich nicht vollständig. Erkenntnis ist die vollständige Beziehung des Menschen zum Menschen, in jeder Form menschlicher Gegenständlichkeit: in Ereignissen oder Sachen, zwischen Menschen oder in den Dingen, die von ihnen und für sie sind. Sie ist der Entwicklungsstand ihrer Bildung und Selbstbildung als wirkliche Beziehung zu einander in ihrer Welt, als Kenntnis der Menschen in ihrem geschichtlichen Gegenstand, also im Werden und Vergehen ihres Seins, als Selbsterkenntnis des Menschen im Anderssein, in der Veränderung seines Lebens, als Wahrheit des Subjekts in objektiver Evidenz (s.a. Beweis). Der Fortschritt der Menschheit ist der Fortschritt der menschlichen Erkenntnis, die Bildungsgeschichte menschlicher Sinne als menschlicher Reichtum, menschliche Gegenständlichkeit als menschliche Eigentümlichkeit. Darin ist alles eins, ununterschieden in Geist und Sinn, Mensch und Sache, Geschichte und Begriff. In der Erkenntnis ist die Gewissheit und Gegenwärtigkeit alles Seins, ohne dass darin Zeit wäre. Erkenntnis ist zeitlos. Sie setzt Geschichte als Bildungsgeschichte voraus, ist aber nicht in der Geschichte selbst gegenständlich; nur in ihrer vollständigen Geschichtslosigkeit ist sie geschichtlich. Sie selbst kennt keinen Verlauf, das heißt: Sie gründet nicht hierauf, verläuft nicht als werdende Erkenntnis - wenn schon als Bildung, so doch nicht als objektive Bildungsgeschichte, sondern als Geschichte ihrer Vergegenständlichung. In der Erkenntnis fügt sich nichts (siehe hiergegen Verstand).

Erkenntnis kennt kein Werden, weil sie es ist. Sie hat kein Sein, weil sie es ist, und sie ist nichts, was nicht sein kann. Nichts ist für die Erkenntnis nichts; nur Anderes kann sein (siehe hierzu die Kritik an Hegel). Alles ist nur darin beschränkt, dass es nicht sein kann (siehe Logik). Die Grenze der Erkenntnis ist sie selbst, ihre Beschränkung ist der Raum, der Körper ihrer Tätigkeit. Sie kennt nur den endlichen und den unendlichen Raum, hat nur konkreten oder abstrakten Sinn oder im Zweifel beides in einem, nicht aber den Augenblick oder die Ewigkeit. Erkenntnis der Ewigkeit, die Erkenntnis Gottes, kann keine menschliche Erkenntnis sein, nicht mal als Gedanke, weil Denken selbst schon evident menschlich ist (Descartes) und Unendlichkeit nur ein in diesem Sinne schlechter Gedanke sein kann (schlechte Unendlichkeit). So hat Gott auch weder einen konkreten, noch einen abstrakten Sinn: Er ist Nichts, weil er alles ist, was nicht Mensch ist: Eine Ewigkeit ohne Augenblick.

Der Augenblick ist keine Erkenntnis, aber er hat Erkenntnis. Er ist ihre Form, wo keine andere Wahrheit sein kann: Wahrnehmung. Im Augenblick ist die Erkenntnis für sich genommen das, was sie wahr hat; aber dieses Wahrhaben ist nur in ihrer Wahrnehmung, also als anderes Sein der Wahrheit. In dieser Form ist die Wahrheit der Erkenntnis gebrochen und daher bestimmt durch ihr Anderssein, formbestimmt. Darin wird sie zum Inhalt einer Kultur, welche nur in der Wahrnehmung ist. Die Augenblicke dieser Kultur machen den zwischenmenschlichen Lebenszusammenhang als das aus, was die Menschen darin von ihrem Leben wahrhaben.

Zugleich ist Erkenntnis auch ein Prozess - und dieser ist umgangssprachlich meist mit dem Wort gemeint. So heißt z.B. eine Gefahr zu erkennen, sie in umfassenden Sinne, voll und ganz im Bezug auf das eigene Leben zu erfassen (im Unterschied zu verspüren, bemerken, verstehen, begreifen). Erkenntnis ist das subjektive Einssein mit einem Gegenstand, die Gewissheit mit dem Wissen aller Sinne, wissende Selbstgewissheit, unzweifelhafte Wahrheit der Wahrnehmung in dem, was sie wahr hat. Sie setzt einen Gegenstand, und somit die Prozesse der Welterfahrung voraus, Wahrnehmung und die Beziehung auf die Welt, die sie darin wahrhat. In der Wahrnehmung ist Erkenntnis Form von Empfindung und Gefühl, die sich im Wissen um ihren Gegenstand gewiss werden und darin erkannt sind. Solange sie im Widerspruch zu einander stehen, verharren sie in ihrer Form von Erkenntnis.

Von daher gibt es auch entfremdete Erkenntnis, in welcher Menschen den Prozess ihre Selbstentfremdung in einer bestimmten Gesellschaft leben, wenn und solange sie darin kein gegenständliches sondern nur zwischenmenschliches Leben haben.

In der bürgerlichen Gesellschaft ist das Leben allgemein nur im Zwiespalt des Menschen, seine Erkenntnis nur in seinem Schmerz wahr. Man kann mit Hegel auch sagen, dass die Aufhebung dieses Schmerzes die Emanzipation des Menschen überhaupt ausmacht. Marx hat dem die Selbsterkenntnis des Menschen im Menschen entgegengehalten, den sich äußernden Menschen, der in seiner Äußerung sich als anderer Mensch wahr hat, wie er auch in allen anderen Menschen sich selbst bejaht. Dass diese Bejahung noch nicht wirklich ist, macht den Stand der Geschichte aus. Es ist die Befangenheit des Menschen an seine unmittelbar konkrete Existenz, die sich daher nur jenseits von ihm abstrakt gesellschaftlich zusammenschließt. Die Überwindung dieser Befangenheit beginnt in der Erkenntnis seiner als natürlich gegenständlicher

Mensch, der sein Selbstbewusstsein darin findet, dass er sich als Erzeuger seiner Welt erkennt und daher auch sein gesellschaftliches Wesen erst wirklich vollbringt, indem er es gesellschaftlich vergegenständlicht.

s.a.

=> Geist

=> Sein

siehe hierzu auch den Themenabend
"Lebensangst und Kapitalismus"

quelleup5a11a Erkenntnis
zitatup5i3c
Erkenntnis
zitatup5i3 Erkenntnis und Liebe
zitatup Selbstbewusstsein bei Hegel (Marx)

Erkenntnisinteresse

s.a.

=> Interesse

zitatup Selbstbewusstsein bei Hegel (Marx)

Erkenntnistheorie

s.a.

=> Sein

=> Erkenntnis

=> Wissen

=> Theorie

zitatup5i3c1 Erkenntnis
zitatup5i3a Erkenntnis und Liebe
zitatup Selbstbewusstsein bei Hegel (Marx)

Erkenntnisvermögen

Das Erkenntnisvermögen ist die Gesamtheit der Sinnestätigkeit, welche sich als sinnliches Vermögen des Erkennens für die Erkenntnis im Laufe eines Lebens gebildet hat. Es hängt nicht vom Vermögen der Sinne selbst ab, sondern von den wirklichen Möglichkeiten, mit denen sie sich vergegenwärtigen und zu eigener Anwesenheit bringen können (siehe auch Selbstvergegenwärtigung).

Das Erkenntnisvermögen ist durch ausgeschlossene Sinne bedrängt (siehe auch Verdrängung), die den Grund ihrer selbständigen Kraft gegen die Erkenntnis aus einem Widerstreit von Vergegenwärtigung und Selbstvergegenwärtigung gewinnen. Dies ist die entäußerte Form der Absichten, die in einem abstrakt bestimmten zwischenmenschlichen Verhältnis (siehe Scheinwelt) beherrscht sind.

s.a.

=> Erkenntnis

Erklärung

Eine Erklärung macht klar, was hinter dem steckt, was so nicht sein kann, wie es da ist. Wenn sich das Sosein nicht im Dasein selbst, also subjektiv klärt, etwa als Auflösung eines Irrtums oder Verrücktheit, muss begriffen werden, was es wesentlich objektiv ist. Zur vollständigen Erklärung muss dann also ein Begriff erarbeitet werden, welcher das so Seiende, wie es da ist, erklärt. Im Unterschied zur praktischen Klärung ist die Erklärung durch eine Theorie eine begriffliche Erklärung (siehe auch theoretisches Bewusstsein).

Eine theoretische Erklärung muss in sich schlüssig sein, bevor sie wahr sein kann. Ihre Schlussfolgerungen müssen im erklärenden Begriff also aufgehen und das Urteil, das darin sich ergibt, muss in der ganzen Wirklichkeit des Begriffenen sich bewahrheiten und bewähren. Nur dort kann es bewiesen sein (siehe Beweis), weshalb nur das Ganze des Begriffs seine Wahrheit ausmachen kann.

Eine Erklärung hat nichts mit Aufklärung zu tun. Sie klärt nicht durch ein wissendes Subjekt Unwissende auf und stellt auch keine moralischen Anspüche an die Objekte des Wissens, sondern macht sich selbst klar, was ist.

s.a.

=> Urteil

Erleben

Erlebnisse unterscheiden sich vom Leben zunächst darin, dass dieses sich im Erleben reflektiert, dass es eben er-lebt wird. Von daher ist das Erleben dessen Widerschein, ist also selbst nur ein lebender Reflektor, der Leben verkörpert. Das Erleben ist also nicht substanzielles Leben. Es bezeugt zwar Leben, ist aber selbst kein Lebenserzeugnis und zeugt auch nicht Leben. Es bringt nichts anderes hervor als eine Art und Weise, worin Leben sich darstellt.

Das Erleben ist eine Lebensform, worin Leben reizvoll erfahren wird, wo in ihm Reize geschaffen werden die Anreize für die Selbstwahrnehmung sind, erregend und füllend, weil sie ohne dies leer erscheint. Wer etwas erlebt hat, hat sicher dabei auch gelebt, aber als Erlebnis ist Leben nur abstrakt gefasst und wird unter Absehung jeglicher Zusammenhänge und Geschichte, also ohne Grund und unbegründet erfahren. Im Erleben sind die Sinne wie im Leben beteiligt, aber sie reagieren nur auf das, was sie reizt. Das Erleben verhält sich in den Reizen des Lebens selbständig. Es ist die Reaktion des Lebens auf die Regungen, die es wahrnimmt. Von daher ist es die Form, worin die Wahrnehmung lebt, ästhetische Form des Lebens. Im Erleben vollzieht sich Ästhetik praktisch und sinnlich als Form erregter Regungen.

Wer aus seinem Leben erzählt, wird nichts anderes erzählen als Geschichten, eine Folge von Taten, welche Ursachen und Wirkungen haben, ohne dass sie notwendig der Reflexion bedürften. Erst als Erlebnisse gefasst bekommen sie eine eigene Substanz, welche die Wahrnehmung selbständig macht, welche sie also von ihrer unmittelbaren Geschichte isolieren. Erleben reflektiert immer Selbstwahrnehmung, also die Hinzufügung einer Bewertung der Geschichte durch die Art und Weise, in der sei gelebt, also vom Subjekt der Wahrnehmung erllebt wurde, durch die Weise oder Form, in welcher Leben sich durch seine Vermittlung in seiner Form bestimmen lässt (siehe Formbestimmung).

Erleben ist Leben in abgeschlossener Substantivierung als Erlebnis, also nicht durch sich selbst, durch Lebensäußerung und in der Geschichte des eigenen Werdens und Eigenwerdens, sondern durch Ereignisse, die in den Gegebenheiten des Lebens sich zutragen und zugetragen werden. Erleben ist Reflexion des Leben als anderes Leben, wie es wahrgenommen und wahrgehabt wird, Leben in der Gegenständlichkeit der Erfahrung, Leben als Wahrnehmungsgegenstand des Erlebens. Erleben ist Lebensausdruck, der auf Lebenseindrücken gründet und als solche durch das Subjekt der Wahrnehmung bewertet und bestimmt werden, Mittel seines Selbstwertes sind.

Die Selbstwahrnehmung, die sich im Erleben gestaltet, gestaltet das Leben zugleich so, wie es für den wahrnehmenden Menschen Wert hat, wie es also seiner Selbstverwirklichung, seiner abstrakten Identitaet als Wert für sich dient. Im Erleben ist die Wahrheit des Lebens, wie sie für die Wahrnehmung selbst ist, wie die Wahrnehmung für sich Leben erfährt. Als Wahrnehmung seiner selbst ist das Erleben die Subjektivität einer Wahrheit, die genommen wird, um abgetrennte Identitaet jenseits ihres Gegenstandes zu bekommen, zu haben und zu erhalten: Selbstwahrnehmung an und für sich. Wahrheit wird hierdurch zum Umstand der Wahrnehmung, zu einer Sache, wie sie für die Wahrnehmung schon wahr ist, bevor sie erkannt wird. Sie muss gar nicht mehr erkannt werden, weil sie für sich selbst schon ist, einfache Wahrheit von Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen usw., wie dies für sich ist, Selbstgefühl als Wahrheit seiner selbst. Es ist eine Wahrheit der Umstände, die im Grunde umständlich, aber zugleich auch ganz einfach ist, abstrakte Wahrheit für Vieles: So wie die Welt für die Wahrnehmung ist, so ist sie überhaupt auch als Selbstwahrnehmung wahr, als Umstand, der zugleich in ihr geborgen ist, Wahrheit, die sich von selbst versteht, die gar nicht sein muss, weil sie sich selbst in der Wahrnehmung erweist, als Gefühl für das Wahre seiner selbst, Weltgeborgenheit der Sinne, aber auch Verborgenheit der Welt, wie sie in Wahrheit ist.

Im Erleben scheint vor allem der Unterschied von Subjekt und Objekt aufgelöst. Die Bedingung des Erlebens erscheint als Notwendigkeit des Lebens selbst, als Bereicherung der Wahrnehmung, die sich objektiv selbst wahrhat, weil sie in den Reizen, die ihr begegnen und nach denen sie verlangt, nicht sich selbst als Gegenstand weiß, sondern die Welt als Gegenstand der Selbstwahrnehmung sich ihr auftut, als wäre sie die ihre. Es ist eine Kinderwelt, in welcher alles geborgen ist, was ohne dies außer sich wäre, Fremdheit nicht mehr erkennbar ist und an ihrer Stelle Selbstgewissheit als Eigenwelt geboten ist – heile Welt der Selbstbezogenheit. Das Fremde dient als Reiz und ist gerade durch seine eigentümliche Nähe reizvoll. Die Wahrnehmung verhält sich wie ein Tourist, dem allein schon dadurch alles vertraut ist, weil er es erlebt hat, in räumlicher Nähe und Anwesenheit sich verdichten konnte, Dichtung für sich selbst ist..

Die Wahrnehmung ist damit aber doppelt: Sinnestätigkeit des Auffassens und Erkennens, wie auch Selbstbestätigung des wahrnehmenden Subjekts, Maß und Allgemeinheit seiner Selbstbezogenheit. Die Umstände der Wahrnehmung, die Form ihrer Anwesenheit und Dichte, betreiben ihre Wahrheit, werden zum Trieb der Selbstwahrnehmung. Was sie Erleben, das sind sie dann auch. Die Wahrnehmung wird zum Objekt ihres Erlebens, zur Erfüllung des eigenen Lebens darin, was dem Leben Anreiz bietet. Was die Menschen erleben, das macht sie dann auch aus, weil es sie mit Ereignissen ausfüllt, die jede Eigenheit ersetzen. Die Gegebenheiten werden zu Begebenheiten, zu Ereignissen, die Geschichte machen, ohne dass diese Geschichte durch die Menschen bestimmt ist. Die Ereignisse sind Events, die den Anschein von Geschichte haben, die in Wahrheit nichts anderes erzeugt, als was schon da ist. Es entsteht hieraus die im Ereignis bestimmte Geschichte, die sich alleine in der Beziehung der Menschen zu sich selbst, also jenseits ihrer Wirklichkeit ereignet, Sinnesgeschichte ohne wirklichen Sinn. Die Menschen sind getrieben, sich den Reizen zu überlassen, die ihr Leben anzeizen. Alles, was sie auf diese Weise belebt, erscheint unmittelbar als ihr Lebensakt. Die Selbstwahrnehmung erfüllt Leben, das selbst nicht sein kann. Gleich, ob durch Medien, Kunst, Konzert oder Disko, das Selbsterleben darin ersetzt jede Frage, die Leben aufwerfen kann. Das Idol macht das Leben, wie es der Ideo-Logie entspricht. Die als musikalische Anmache erlebten Lebensweisheiten wiegen schwerer als tausend Fragen, welche im Denken arbeiten. Das Leben wird in dem Maße gedankenlos, wie es im Erleben sich erfüllen und ausfüllen lässt.

Indem das Erleben die Wahrnehmung nun bemisst, ist es auch eine Anmaßung gegen sie. Es macht sich zum Maß der Ereignisse, welche für sie sein sollen und wird damit zum Agens ihrer Interesssen. Jedes Erlebnis geschieht somit schon aus Anmaßung an die Wahrnehmung, als ihre Herrichtung zu einem bestimmten Sein, worin die Beziehung der Wahrnehmungen nicht mehr ist, wie sie „aus Leib und Seele“ und ihren natürlichen Gegenstängen wird, sondern wie sie für das Erleben sein muss, damit Wahrnehmung auch hierin bestimmt ist. Das Erleben macht das Sollen der Wahrnehmung aus und bestimmt sie zum Wahrmachen von Ereignissen, zu einer Aufmerksamkeit für das, was sie außer sich wahr hat.

Die Menschen bemessen sich nun an dem, was sie in ihrer Wahrnehmung füreinander sind, nicht mehr, was sie empfinden und fühlen, sondern was sie für ihre Empfindungen und für ihre Gefühle sind, was sie hierfür haben und brauchen. Ihre Wahrnehmung wird damit zu ihrer Lebensform.

s.a.

=> Leben

=> Erlebnis

=> Ereignis

Erleben in der kulturkritischen Systematik

Systemup11a3a Erleben

Erlebnis

Im Erlebnis ist Leben für sich genommen in seiner isolierten einzelnen Form, in welchem es für sich selbst ausgeschlossen, entäußert ist. Das Erleben ist das vom Leben herausgesetzte Wahrnehmen eines Lebensereignises, dessen Sinn alleine im Moment steckt, ohne Grund und Folge, ohne Geschichte und Erkenntnis, ganz für sich als etwas, das die Selbstwahrnehmung belebt. Darin zeigt sich die passive Form eines widerscheinenden Lebens, die noch als Moment der Wahrnehmung. vom Leben zehrt und es auch auszehrt, konsumiert. Im Erlebnis fließen Ereignisse zusammen, die aus ihrer Geschichte herausgenommen sind, noch ganz in der Erlebensweise lebendig geworden sind durch das Leben, das sie reflektieren und das sie als ihr Produkt vorgeben können, weil es vorgegeben ist: Es ist die Affirmation der Lebensform als solche (siehe Lebensraum), die im Erlebnis ihre Güte erfährt. Im Erlebnis wird Leben selbst gegenständlich und greifbar - wenn auch oft unbegreifbar.

Das Erlebnis ist ein Augenblick des Lebens in seiner Leidensform, also passiv: Leben, wie es wahrgenommen und für die Wahrnehmung als Ereignis der Selbstwahrnehmung genommen wird. Aktiv wird solches Erleben als Überlebensform in der Erzeugung eines stellvertretenden Lebens, worin Ereignisse zur Bühne des Lebens werden, auf der die Menschen ihre Rollen spielen, um sich am Leben zu erhalten. Sie stellen sich als Stellvertreter ihres Lebens dar, für ein Leben, wie es für sie lebenswert erscheint und was in den Ereignissen der Kultur als Erfahrung erwünscht und also als Erlebensform für zwischenmenschliche Verhältnisse der Selbsterfahrung entwickelt wird.

Das macht zunächst auch die einfachste Ereignisproduktion aus, z.B. ein Spaziergang in der "freien Natur". Es besteht kein Zweifel, dass der ein Erlebnis ist und er muss auch hieraus nicht anders erwogen werden. Und doch setzt er schon die Abtrennung von Natur voraus, die durch ihn quasi überbrückt wird, das im Zusammenhang Verlorene zumindest wieder für die Wahrnehmung gewonnen wird. Das Glück des Erlebnisses steckt in der Restauration von Entzweiung, im Wiederfinden des Ausgeschlossenen, wenn auch in einer selbständigen Form.

Jeder Erlebnispark will das ebenso herbeiführen, allerding mit dem Unterschied, dass hierin alle Ereignisse nicht gebildet, sondern inszeniert werden. Hier wird Leben schon nach seinem Erlebniswert bemessen und für eine bestimmte Kulturauffassung hergerichtet (siehe Event-Kultur). Eine Erlebniskultur macht Lebensereignisse zu Gegenständen des Kulturkonsums und entleibt darin die Ereignisse von ihrem Sinn, den sie ihrer Herkunft nach als Einfälle von Menschen haben. Als Eventkultur, als Kultur der Ereignisproduktion verschafft sie bürgerliche Kultur über Bühne und Medien die Erlebnisse, die ihnen eine Identität ihrer Wahrnehmung als Selbstwahrnehmung übermittelt.

Von daher ist die ganze Politik dieser Kultur darauf ausgerichtet, Erlebniswerte zu verschaffen, welche Identität stiften, wo vom wirklichen Leben der Menschen her keine mehr sein kann. Solche Politik vollzieht sich aber meist nicht durch politische Formationen (siehe Propaganda), sondern in den Absichten der Menschen selbst. Das macht die Verfänglichkeit der bürgerlichen Kultur aus und ihre reaktionäre Substanz, sobald sie populistisch in den Dienst des Staats gerät (siehe Kulturstaat).

s.a.

=> Leben

=> Ereignis

=> Erleben

Systemup11a3 Erleben

 

Erlebniswert

Erlebniswerte sind Bewertungen von Erlebnissen nach Maßgabe ihrer Eindringlichkeit, also im Maß des Eindrucks, den sie hinterlassen. Da dieser das Belebende ausmacht, das Erlebnisse sind, vermittelt er die Wahrnehmungen als kulturelle Maße der Selbstbezogenheiten. Ihre Grundlage ist deren objektive Erlebnisform, also das, was den Eindruck abstrakt menschlicher Sinnlichkeit quantitativ bestimmt: Die Dichte der Anwesenheit, welche die Erlebnisse ausmacht, die Masse ihrer visuellen Macht.

In der bürgerlichen Kultur macht dieses Maß die Kultur-Ereignisse zu Events, zu eindrücklichen Erlebensweisen, um deren Produktion es darin geht, um die Ereignisproduktion. Darin wird alles Erregende und Belebende für sich zum Ausdruck des Gefühls gebracht, so dass es in der Abgrenzung zur Empfindung Wirkungen hat, die für sich keinen Eindruck machen könnten. Es ist die Dramaturgie der Ausdrücklichkeit, welche die abstrakt gewordenen Sinne belebt. Deren Material sind letztlich die Körperwelten, die Stoffe der Wahrnehmung selbst (s.a. Körperfetischismus).

Die Kultur, welche sich nur noch nach Erlebniswerten ausrichtet, ist die konkrete Oberfläche der bürgerlichen Kultur überhaupt, das, worein alles mündet, was darin gebildet wird, und was das Tittytainment der späten Bürgerkultur ausfüllt und die Grundlage ihres Kulturkonsums und Faschismus ausmacht (siehe hierzu Logik der Kultur Teil 3)

s.a.

=> Ereignis

=> Erlebnis

Systemup11a1 Erleben
 

Erlösung

Erlösung ist Hoffnung, die einer schmerzhaften Existenz enspringt. Für sich aber reagiert sie auf diese nur in der Reflexion eines Andersseins mit das Ziel der Menschen, ihre Befreiung und Emanzipation durch ein Subjekt außer ihnen zu haben. Das Gefühl und Wissen um ihren Schmerz kommt über seine Selbstreflexion als Verletzung, als beschädigtes Leben nicht hinaus und wird zum Bewusstsein reiner Negation (siehe Negative Dialektik). Es ist so nicht nur philosophierte Spekultaion auf Positives irgendwelcher Art, also auf gleichgültige Position, sondern abstrakt positiv bestimmt als spekuliertes Subjekt, als abstrakter Mensch, und ist also die Grundlage von Religion.

Der Erlösungsglaube ist nicht immer offen religiös. So verbirgt er sich beispielsweise oft als Vorstellung einer Utopie, bei Adorno alleine im Prinzip seines Denkens, in der negativen Dialektik, die den Glauben an ein ganz anderes Leben als Vorstellung einer Wahrheit im Anderssein verfolgt. Bei ihm kommt die Erlösung als Grundlage seines Denkens in einer philosophischen Verzweiflung vor: „Philosophie, wie sie im Angesicht der Verzweiflung einzig noch zu verantworten ist, wäre der Versuch, alle Dinge so zu betrachten, wie sie vom Standpunkt der Erlösung aus sich darstellen. Erkenntnis hat kein Licht, als das von der Erlösung her auf die Welt scheint (...). Perspektiven müssten hergestellt werden, in denen die Welt ähnlich sich versetzt, verfremdet, ihre Risse und Schründe offenbart, wie sie einmal als bedürftig und entstellt im messianischen Lichte daliegen wird.“ (Minima Moralia")

Jede Form von Erlösungsglaube enthält eine Heilsnotwendigkeit, welche die Existenz als rein negative Bedingung einer Änderung hat und erscheint sich von daher schon befreit von dieser Welt, indem sie vom Heil einer anderen überzeugt sein will und muss. Die Kritische Theorie ist implizit in diesem Dilemma, das allerdings ausdrücklich nur von Horkheimer so formuliert wurde. Er ist daher auch gegenüber sich selbst konsequent zu einem wirklich gläubgen Menschen geworden; Adorne hat sich hierin nur verdeckt gehalten.

s.a.

=> Heilsversprechen

Ermächtigungsgesetz

s.a.

=> Nationalsozialismus 

Erregung

Die Erregung ist die Selbständigkeit der Regung, in welcher Empfindung und Gefühle ihre Vermittlung durch sich selbst haben, in welcher alleine ihre Absicht sich unabhängig von ihrem bestimmten Sinn entfaltet. In der Erregung hat der Geist seine Aufregung außer sich und verliert sich in dem Sinn, in dem er von Sinnen ist. Die Erregung erzeugt daher die Notwendigkeit, Gefühl für die eigenen Regungen, Selbstgefühl zu bilden. Sie ist darin aufgehobenes Geistiges, das sich für sich fortbestimmt. Von daher ist sie die auch die Substanz des Triebs, durch den sich die Selbstgefühle entwickeln und schließlich an ihrer Ästhetik aufgehen. Darin setzt sie sich als Wille fort, sich die Welt als Form des Selbstgefühls zu entwickeln: ästhetischer Wille.

s.a.

=> Regung

=> Trieb

Systemup12a Erregung

 

Erscheinung

Eine Erscheinung kündet immer von einem Wesen, das erscheint, aber nicht selbst dies ist, denn sonst würde es nicht scheinen sondern sein. Das besagt, dass solches Wesen nicht selbst in Wirklichkeit ist, nicht wirklich identisch mit sich ist (siehe Identität), sondern in der Entzweiung von Wesen und Erscheinung seine ausschließliche Wirkung hat, ohne wirklich zu sein.

Eine Erscheinung ist daher eine Wirkung von etwas, das nicht wirklich sein kann und daher nur wirklich scheint, nur zum Schein wirklich ist. Sie selbst ist wesentlich nicht das, als was sie erscheint. Sie hat eine Substanz, die zwar wirksam ist, aber nicht wirklich. Diese Substanz scheint durch eine andere, worin sie sich reflektiert. Die Erscheinung ist der Widerschein einer unwirklichen Substanz.

Wiewohl sie in der Wirklichkeit gründet, hat ihre Ursache nicht die Wirkung, die sein kann, also eine unwirkliche Wirkung. Ihr Grund muss also in der Unwirklichkeit eines substanziellen Zusammenhangs sein, eine Abstraktion (siehe hierzu auch Realabstrakltion). Weil und sofern dieser Zusammenhang seine Natur nicht verwirklicht, erscheint er als etwas anderes, als was er ist, hat er ein ihm selbst fremdes Wesen (siehe Entfremdung), ein Wesen außer sich, das sich im Unwesen ihrer Natur, als Wesen ihrer Abstraktion verwirklicht. Dies macht das Wesen ihrer Entfremdung aus (vergleiche hierzu z.B. den Wert, der substanziell verunwirklichte Produktivität der gesellschaftliche Arbeit, abstrakt menschliche Arbeit ist). Karl Marx hat dies am Anfang seines Hauptwerks, dem "Kapital" im ersten Satz trefflich zusammengefasst:

“Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ungeheure Warensammlung“ (MEW 23, S. 49)

Solange sich selbst fremde Zusammenhänge existieren, haben sie durch ihre Wirkung, durch die Befriedigung, die sie in ihrem Fremdsein durchaus verschaffen, weil sie ja die Natur ihres Zusammenhangs - wenn auch in einem fremden Wesen - verwirklichen, eine Faszination, die eine mystisch Ästhetik mit sich sich bringt, einen Fetisch ihres Glücks. Darin wendet sich die Not am einzelnen, die allgemein zu sein scheint. Der notwendige Schein der Verhältnisse verschafft ihnen daher auch zunächst schiere Unendlichkeit, die abstrakte Fortbestimmung ihrer Abstraktion. Hieran bildet sich zunächst das praktische Bewusstsein (siehe auch Warenfetischismus), das nichts anderes kennt, als das, was ihm notwendig so zu sein scheint, wie es ist. Zu durchdringen ist dies alleine durch die gedankliche Reflektion, welche die praktische umzukehren vermag, also durch theoretisches Bewusstsein.

s.a.

=> Schein

=> Wesen

=> Oberfläche

Erziehung

Erziehung unterscheidet sich von den Lern- und Entwicklungsgeschichten der Menschen darin, dass sie die Gebotenheiten eines isolierten Lebens als Notwendigkeiten des Lebens überhaupt mitteilt und darin zugleich vermittelt. Es geht also wesentlich nicht um das, was hierfür gerne vorgegeben wird: wirkliche Bildung, Moral- und Wissensvermittlung. Es geht schlicht um die Mittel und Möglichkeiten einer Einpassung von abhängigen Menschen in ein Lebensverhältnis, das zunächst meist als Familie, aber auch als Schule oder Ausbildungsstätte besteht.

Der Zweck des Lernens läge in den Menschen selbst und nichts treibt z.B. Kinder mehr an, als ihre Neugierde. Aber wo lernen nicht sich hieraus begründen kann, weil es etwas gibt, was gelernt werden muss, da erst setzt Erziehung ein. Nur aus Liebe tun die Abhängigen, was ihnen hier geheißen wird, aus Liebe folgen Kinder ihren Eltern und oft auch Schüler ihren Lehrern usw. - obwohl sie zugleich dies müssen, weil ihre Existenz darin gegeben ist. Die Einpassung in solche Existenz vollzieht sich daher als Unterordnung des einzelnen Menschen unter die Vernunft einer Gesellschaft, wie sich in diesem Lebensraum bietet. Und diese Vernunft ist von vielerlei Tücken geplagt: Deren hauptsächiche ist die Liebesschuld, unter welcher nur Erziehung funktionieren kann. Solche Vernunft ist also immer doppelbödig, weil dat Nötige zugleich als das Geliebte geboten wird.

Wieweit die Erziehung der wirklichen Lebensgestaltung der Zöglinge wirklich widerspricht hängt davon ab, wie weit sie sich in dem gebotenen Lebensraum selbst verwirklichen können oder nicht. Wesentlich ähnlich sind zumindest die Lebensbedingungen von Eltern und Kiondern, soweit sie sich in demdselben Haushalt befinden. Hier könnte Erziehung daher am ehesten funktionieren, wenngleich sie dabei vor allem ihren doppelten Grund entwickelt. In der Schule ist der Ort der Erziehung schon wesentlich komplizierter, weil hier mehr auf die Zukunft der einzelnen Persönlichkeit verwiesen werden muss, denn auf eine liebevolle Gemeinschaftsexistenz. Aber auch hier besteht noch beides. In der Berufsausbildung stehen demgegenüber die Fähigkeiten und Wissensinhalte im Vordergrund, wodurch die eigentliche Erziehung eher zurücktritt. Wir kümmern uns hier aber nur um diese.

Erziehung betreibt das Hineinziehen von Menschen in eine Lebenswelt, in welcher sie sich nicht frei entfalten, also weder ihre Freiheiten noch ihre Notwendigkeiten sich entsprechend gestalten können. Hierdurch entwickeln sie keinen wirklichen Sinn füreinander, sondern einen Sinn, in welchem sie seelisch gebeugt sind, um ihrer Beziehung Seele zu verleihen. Erziehung entwickelt Gefühle, die als Gemeingefühligkeit nötig ist, um in der Lebenspflicht auch mit voller Seele füreinander da zu sein. Es ist das wirkliche Verhältnis einer Lebensschuld, die als Liebesschuld gegeben und nötig ist. Nur hierdurch kann Liebe als Lebensnotwendigkeit erscheinen, denn Erziehung vermittelt Lebensnotwendigkeiten als Liebesbeweis. Sie setzt damit außer Zweifel, dass es solche Lebensnotwendigkeiten gibt und macht sie hierdurch unhinterfragbar.

Erziehung ist eine Beziehung, in welche Menschen durch Lebensverhältnisse versetzt sind, zu denen die nachfolgende Generation von der ihnen vorangegangen gezogen werden muss. Eine Gesellschaft, in der sich Leben nur abstrakt vermittelt, kann keinen Sinn für den Unterschied der Generationen haben außer dem, welcher sich in der Existenzform ihrer Zwischenmenschlichkeit verhält. Diese ist vor allem die Familie, die sich als Lebensburg dieser Verhältnisse errichtet, worein das in Liebe verschworene Leben durch deren Verträglichkeit geborgen erscheint (siehe auch Lebensbergung).

Hierdurch wird der Unterschied der Generationen zu Positionen des "richtigen Lebens" als Unterschied von Subjekt und Objekt eines Familiensinns, der wie ein Lebensrecht wirkt. Zur Lebensvermittlung einer solchen Gesellschaft wird der so gegründete Lebensraum zu einem Zweck, der keine anderen Mittel hat, als die darin bestimmten Menschen. So werden Eltern und Kinder zueinander als Mittel für ihr Leben in diesem Raum bestimmt. In der Erziehung wirkt der gesellschaftliche Zweck in der Familie als menschliche Beziehung, in der sich Menschen mit ihrem ganzen Leben selbst zu vermitteln haben.

Daher ist Erziehung der Begriff für ein Verhältnis, in dem Menschen von einer Seite, meist die ältere Generation - und das ist die Seite existenzieller, kultureller und seelischer Notwendigkeiten der Ausbildung - andere Menschen dahin zieht, zu werden, was sie sein müssen. Damit wird von dieser Seite eine Notwendigkeit gegebener Existenzform absolut, die der anderen relativ hierzu. Erziehung ist der Relativierungsprozess des Lebens, nicht notwendiger Bestandteil eines Verhältnisses von Generationen; ebenso wenig wie Kinder notwendiges Mittel ihrer Eltern sein müssen. Sie ist durch das Kulturverhältnis der Generationen gegeben, durch die Getrenntheit der Lebensräume (siehe Lebensburg, Familie).

Im Verhältnis zur Jugend ist die Erziehung die Überordnung der bisherigen Lebensweise über sie und dadurch übersinnlich, dass das gesellschaftliche Verhältnis, welche Lebensburgen nötig hat, nicht gegenwärtig ist. So herrscht der Raum des geborgenen und verborgenen Lebens im Heim der unmittelbaren Lebensproduktion, ein Übersinn über die werdende, - der darin geronnene Sinnlichkeit über die zukünftige, heimlich odert unheimlich. Um dies zu vollziehen ist Erziehung immer mit Erziehungsmacht verbunden, die mit der existentiellen Lebensmacht der Älteren über die Jüngeren (z.B. durch Haushalt, Seele und Rechtsform) identisch ist. Alle Verhältnisse darin sind in dieser Macht bestimmt, ob sie sich nun liebevoll ereignen oder durch pure Gewalt. So auch der Streit darin, die Verweigerung und Symbiose, die Übererregtheiten und Depressionen,

Andererseits ist im Erziehungsverhältnis auch eine Art Wegbegleitung, in welcher die Älteren ihrer Verantwortung für Jüngere entsprechen. Zwar enthält der Begriff als solcher vorwiegend reaktionäre Anteile, die von Ziehen und Zucht künden, ist aber umgangssprachlich nicht von der Fürsorge der Älteren zu trennen. Schließlich vermittelt Erziehung auch die Seinsweise einer Gesellschaft, die sich nicht unmittelbar erschließen lässt, weil sie abstrakt vermittelt und doch menschliche Gegenwärtigkeit ist. Um sie zu erkennen und in ihr die Wege zur Bildung eines angemessenen Gedächtnisses zu finden, entspricht Erziehung auch dieser Abstraktion.

Es zeigt sich darin das doppelte Verhältnis, was Erziehung ausmacht: Ziehen als Moment einer Fremdbestimmung, und mitziehen als Moment der Wegbegleitung. Es sind beides die Momente der bürgerlichen Kultur, in welcher sich die Wahrnehmung des Lebens ausdrückt als Sorge um die Existenz und Fortbestimmung zwischenmenschlicher Beziehung.

quelleup5a1a1a Erzeugung von Gedächtnis bei Nietzsche
Systemup13a
Erziehung