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	<title>Über-Ich - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=%C3%9Cber-Ich&amp;diff=1258&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=%C3%9Cber-Ich&amp;diff=1258&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-07T21:44:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das so genannte &amp;quot;Über-Ich&amp;quot; ist ein Konstrukt der [[psychoanalytischen]] Strukturtheorie der [[Psyche]], durch die alle Formen der Selbstbeherrschung so erklärt sein sollen, wie sie sich aus den [[erzieherischen Beziehungen]] der bürgerlichen [[Familie]] ergeben und in einer angeblich allgemein kulturnotwendigen psychischen Struktur verfestigen sollen. Sigmund Freud befand die Überwindung der &amp;quot;triebhaften Bestrebungen des ES&amp;quot; als Kulturleistung eines &amp;quot;Über-Ichs&amp;quot; und sah darin seine Strukturtheorie der [[Psyche]] abgeschlossen. Viel adäquater als diese Herkunft ist hiergegen allerdings der [[Charakter]] der bürgerlichen [[Familie]] als eine [[Lebensburg]] [[ausschließlicher]] Geborgenheit, welche die Kindheit der meisten Menschen bestimmt und sie mit einem langlebigen [[Familien-Ego]] ausstattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich besteht nämlich diese &amp;quot;Kulturleistung&amp;quot; aus einer Flucht, einer Überhöhung der [[Selbstwahrnehmung]], die sich übermenschlich gibt und ihren [[Edelmut]] mit allerlei Residuen ihrer [[Selbstverwertung]] ausstattet. Deren [[Geltungsstreben]] überwindet die Selbstbeschränktheit ihrer [[Egozentrik]] in einem Übermut der [[Selbstverwirklichung]] durch die Herabsetzung der [[Selbstbeziehungen]] unter deren Funktionalität. Das Über-Ich lässt sich daher eher aus einer allgemeinen [[Theorie]] der [[zwischenemscnschlichen Verhältnisse]] erklären, wo sie gegenüber ihre [[Lebenswerte]] disfunktional werden. Es stellt nichts anderes dar als das Gebot einer [[Lebenspflicht]], die sich aus den Bestrebungen der [[Selbstverwirklichung]] und der ihr entsprechenden [[Egozentrik]] erst im Scheitern ihrer [[Selbstbehauptung]] ergibt, dieser also nicht vorausgesetzt sein kann. Hieraus wird sich der besondere [[Charakter]] einer [[Persönlichkeit]] dadurch herausschälen, dass sie ihre [[Beziehungen]] zwischen ihren [[Empfindungen]] und ihren [[Selbstgefühlen]] aus dem bestimmen muss, für das sie sich pflichtschuldig fühlt, um als eine [[zwischenmenschliche]] [[Persönlichkeit]] in den [[Verhältnissen]] egozentrischer [[Beziehungen]] zu gelten (siehe auch [[autoritärer Charakter]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede [[Egozentrik]] hat nämlich einen gewaltigen &amp;quot;Pferdefuss&amp;quot;. Sie betreibt in ihren wirklichen Verhältnissen einen Teufelskreis der [[Selbstwahrnehmung]]. Denn sie enthält schon vor aller Erfahrung das gröbste Prinzip der Relativierung ihrer wesentlichen Bestrebungen. Weil [[Selbstverwirklichung]] nur dadurch zu betreiben ist, dass man die [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] hiernach bestimmt, muss man andere von sich abhängig machen, dass sie sich dem auch beugen. Ein jeder dient dem anderen, um sich selbst zu dienen, um eigene Wirklickeit dadurch zu erlangen, dass aich alle diesem Prozess der [[Selbstverwirklichung]] verpflichtet fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 An sich steht der Bezug dieser [[Egozentrik]] schon über dem, worunter er sich beugt. Denn ein Selbst gibt es nicht wirklich und in der Verpflichtung der Selbstgefühle steht alles, was von daher nicht wirklich sein kann. Es entsteht Liebesschuld durch Dienstbarkeiten, die keinen anderen [[Gegenstand]] haben, als sich selbst. Doch gerade dadurch, dass jeder dem anderen dient, konkurriert er auch gegen ihn, dient er einem [[Prinzip]], dem beide zu folgen haben. Es ist ein PrInzip wechselseitiger Pflicht, die einzelne Selbstbehauptungen gültig zu machen, ihnen einen höheren Selbstwert zuzuweseisen, als ihnen durch sich und ihre Selbstwahrnehmung zukäme. [[Selbstverwirklichung]] hat sich in eine Selbstverpflichtung verkehrt, die wie eine allgemeine [[Lebenspflicht]] wirksam wird: wer ihr nicht Folge leistet, verliert seine zwischenmenschlichen Lebensgrundlagen. Es geht aber zugleich um die Veredlung der [[Selbstbehauptungen]] im [[Allgemeinen]], ihrer Verwirklichung, der jedes einzelne Verhältnis dieser [[Wirklichkeit]] unterworfen, damit dem [[Begriff]] nach beherrscht und zugleich beherrschend ist. Im Grunde bestrebt und betreibt in diesem Verhältnis jeder eine höhere Selbstwertigkeit als der andere und bestreitet mit der Anerkennung seiner allgemeinen [[Selbstbehauptung]] von daher zugleich auch notwendig dessen [[Selbstwert]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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