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	<title>Bürgerliche Kultur - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2025-11-02T16:20:30Z</updated>

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		<updated>2025-05-07T21:36:21Z</updated>

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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Der vollendete politische Staat ist seinem Wesen nach das Gattungsleben des Menschen im Gegensatz zu seinem materiellen Leben. Alle Voraussetzungen dieses egoistischen Lebens bleiben außerhalb der Staatssphäre in der bürgerlichen Gesellschaft bestehen, aber als Eigenschaften der bürgerlichen Gesellschaft. Wo der politische Staat seine wahre Ausbildung erreicht hat, führt der Mensch nicht nur im Gedanken, im Bewußtsein, sondern in der Wirklichkeit, im Leben ein doppeltes, ein himmlisches und ein irdisches Leben, das Leben im politischen Gemeinwesen, worin er sich als Gemeinwesen gilt, und das Leben in der bürgerlichen Gesellschaft, worin er als Privatmensch tätig ist, die andern Menschen als Mittel betrachtet, sich selbst zum Mittel herabwürdigt und zum Spielball fremder Mächte wird. Der politische Staat verhält sich ebenso spiritualistisch zur bürgerlichen Gesellschaft wie der Himmel zur Erde. Er steht in demselben Gegensatz zu ihr, er überwindet sie in derselben Weise wie die Religion die Beschränktheit der profanen Welt, d.h., indem er sie ebenfalls wieder anerkennen, herstellen, sich selbst von ihr beherrschen lassen muß. Der Mensch in seiner nächsten Wirklichkeit, in der bürgerlichen Gesellschaft, ist ein profanes Wesen. Hier, wo er als wirkliches Individuum sich selbst und andern gilt, ist er eine unwahre Erscheinung. In dem Staat dagegen, wo der Mensch als Gattungswesen gilt, ist er das imaginäre Glied einer eingebildeten Souveränität, ist er seines wirklichen individuellen Lebens beraubt und mit einer unwirklichen Allgemeinheit erfüllt.&amp;quot; [[(MEW 1, Seite 354f)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[bürgerlichen Gesellschaft]] [[erscheint]] ihre [[Kultur]] der Menschen als ein [[Gemenge]] von [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]], welche die [[Beziehungen zwischen ihnen]] an Ihnen und ihren [[Gegenständen]] von ihrem [[Leben]] [[wahrnehmen]] und [[wahrmachen]] – was sie in ihren [[Sitten]], [[Bräuchen]] und [[Stimmungen]] sich [[angewöhnt]] haben (siehe [[Gewohnheit]]). Ihre [[Wahrnehmung]] und [[Selbstwahrnehmung]] ist die [[Elementarform]] ihrer [[Kultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[bürgerliche]] [[Kultur]] ist eine [[Kultur]] eingebürgerter und von da her verbürgten [[Existenzen]], heute in unseren Breiten also einer [[Kultur]] der [[Geldbesitzer]]. Darin ist [[Geld]] als [[allgemeines]] [[Kaufmittel]] [[objektiv]] zum [[gesellschaftichen Subjekt]] geworden. [[Subjektiv]] [[bestimmt]] sie sich daher aus dem [[Bedürfnis]] nach dem [[Verkauf]] einer unverkauften [[Warenmenge]] über den [[Warentausch]] (siehe hierzu [[subjektiver Objektivismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eine bloß [[objektive]] [[Form]] [[verstanden]] wird [[Kultur]] oft mit einer bestimmten Art des [[Lebens]], einer Lebensart (siehe hierzu [[Mode]]) gleichgesetzt, wie sie in allen gesellschaftlichen [[Verhältnissen]] sich durchsetzt und auch durch öffentliche [[Medien]] und [[Bildung]] [[veranstaltet]] wird. Aber Kultur ist vor allem das [[Gedächtnis]] der [[Geschichte]]. Für sich hat [[Kultur]] nämlich einen [[Sinn]], der nicht nur [[strukturell]] zu [[begreifen]] ist, weil er die ganze [[Sinnbildung]] einer [[Gesellschaft]] betrifft, sondern die [[Verhältnisse]] seiner Entstehung, seiner [[Geschichte]] selbst dokumentiert. Die [[Bürgerliche]] [[Kultur]] ist das [[Dasein]] der [[Selbstwahrnehmungen]] in einem Lebenszusammenhang [[vergegenständlichter]] [[Gefühle]], in einer Welt voller [[objektiver Gefühle]], in der sich vor allem [[objektive Selbstgefühle]] aufeinander [[beziehen]]. Es ist die [[Kultur]] &amp;quot;burgherrlicher&amp;quot; Verhältnisse, die [[Logik einer Kultur]] der [[Selbstgefühle]], wie sie sich in abgeschotteten Existenzformen, der [[Privatform]] [[gesellschaftlicher]] Sinnhaftigkeiten [[bilden]] (siehe [[bürgerliches Subjekt]]), als Gesellschaftsform einer sinnlichen [[Selbstbezogenheit]] in den Verhältnissen des [[Geldbesitzes]] (siehe hierzu vor allem [[&amp;quot;Skizzen zu einer Kritik der politischen Kultur&amp;quot;]]), wie sie zwischen den Menschen existiert (siehe auch [[Dazwischensein]]. Dieses vermittelt sich in [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], worin sie die [[Elementarform]] ihrer [[gesellschaftlichen]] [[Beziehungen]] durch ihre [[Zwischenmenschlichkeit]] einnehmen und sich darin äußern, [[veräußern]]. und auch [[entäußern]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihnen finden die [[Persönlichkeiten]] der [[Marktwirtschaft]] [[den Sinn]] für ihr einzelnes und vereinzeltes, ihr an und für sich isoliertes [[Leben]], soweit sie ihre Existenz, die [[Reproduktion]] ihres [[Daseins]] bezahlt haben (siehe [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]]) und sich darüber hinaus ihre Kultur erkaufen können (siehe [[Geld]] als [[Kaufmittel]]), soweit sie ihre [[Freizeit]] leben und genießen können, also auch [[Geld]] hierfür zum [[Leben]] haben (siehe hierzu auch [[Geldbesitz]]). Geld verwirklicht sich gesellschaftlich als [[allgemeines]] [[Privateigentum]] im [[Warentausch]] durch das [[egoistische]] Interesse des Eigennutzes, das zugleich das Allgemeininteresse eines [[Geltungsstreben]] der [[Konkurrenten]] in der Geldform zur Folge hat, wodurch ihnen die [[Freiheit]] ihrer [[Selbsverwirlichung]] gewährt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Freiheit des egoistischen Menschen und die Anerkennung dieser Freiheit ist ... die Anerkennung der zügellosen Bewegung der geistigen und materiellen Elemente, welche seinen Lebensinhalt bilden. Der Mensch wurde daher nicht von der Religion befreit, er erhielt die Religionsfreiheit. Er wurde nicht vom Eigentum befreit. Er erhielt die Freiheit des Eigentums. Er wurde nicht von dem Egoismus des Gewerbes befreit, er erhielt die Gewerbefreiheit. &amp;quot; [[(MEW 1, Seite 369*f)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Verhältnisformen des [[Privateigentum]]s bespiegelt sich das [[bürgerliche Subjekt]] in[[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] als Mensch, lebt also im Widerschein des Menschlichen durch andere, durch die es sich in seinen [[Erlebnissen]] als [[Zwischenmensch]] an und für sich [[narzisstischer]] [[Beziehungen]] [[wahrhat]], während es ihm frei steht, was es von diesen [[wirklich]] [[wahrnimmt]], weil durch seinen [[Geldbesitz]]seine subjektive [[Freiheit]] von den objektiven [[Notwendigkeiten]] seiner [[Gesellschaft]] getrennt erscheint und es von daher nur eine [[ästhetische]] [[Wahrheit]] kennt (siehe auch [[Selbstgefühl]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Geld erwirbt man im [[Warentausch]] nur durch den [[Verkauf]] nützlicher Dinge, welche andere benötigen oder haben wollen. Wer Geld für seine [[Freizeit]] ausgeben kann, hat eine überschüssige Nützlichkeit zur Hand, die [[abstrakt allgemeine]] [[Nützlichkeit]] des Geldes für den [[Kauf]] beliebiger Dinge (siehe [[Geld]] als [[Kaufmittel]]) und [[Dienstleistungen]], die jenseits ihres [[Nutzens]] für die [[Reproduktion]] der Menschen [[Mehrwert]] [[veräußern]] (siehe auch [[Luxus]]) kann, der die [[Sinne]] der [[Geldbesitzer]] auch in ihrem bloßen [[Erleben]] ausfüllt, [[reizt]] oder [[befriedet]], sie in ihrem [[Verhältnis]] zu sich, in ihrer [[Selbstwahrnehmung]] bestärkt (siehe auch [[Ästhetik]]) und fortbildet (siehe auch [[Sinnbildung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgerliche Kultur gründet daher zum Einen auf den [[Verhältnissen]] der [[Nützlichkeit]]sbeziehungen des [[Warentauschs]], zugleich aber auch jenseits dieser [[Beziehungen]], welche die bürgerlichen Existenzverhältniss ausmachen, als [[Sinn]] für sich (siehe [[abstrakt menschlicher Sinn]]), als ein Sinn, der in ihren [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] getrennt hiervon vermittelt wird. Weil diese [[Kultur]] vor allem dort selbständig existiert, wo ihre Gegenstände keinen [[Nutzen]] für den Markt haben können und als [[Sache]] nicht unbedingt verkäuflich sein müssen, spiegelt Bürgerliche Kultur nicht einfach nur Marktverhältnisse wieder. Ihre [[Sinnbildungen]] und [[Bedeutungen]] existieren als [[Kulturgüter]] und Sinngestalten, die in der [[Bürgerlichen Gesellschaft]] auch schon vor ihrer Produktion und ihrem Dasein auf den Märkten zwischen den Menschen durch die geschichtlichen Verhältnisse ihrer [[Wahrnehmungen]] und [[Selbstwahrnehmungen]] entstanden sind. Wenn und wo sie (z.B. im Tourismus) vermarktet werden richtet sich ihr [[Preis]] wie der jeder Ware nach der Nachfrage, ihr [[Wert]] jedoch ist wesentlich unveräußerlich, weil er im Grunde unvergänglich ist, also nicht in die [[Reproduktion]] der Menschen eingehen kann, sondern nur durch die Rechtsform von [[Eigentumstitel]] vermittelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgerliche Kultur gründet also einerseites auf den [[Verhältnissen]] der [[Marktwirtschaft]] und des [[Warentauschs,]] worin Menschen aus ihrer existenziellen [[Isolation]] hervortreten, um als Subjekte ihrer Besitztümer aufzutreten. Zugleich jedoch verhalten sie sich auch als deren Sinnesgestalt in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]], worin sie sich als [[Subjekte]] ihrer Kultur unmittelbar [[gesellschaftlich]] begegnen. Während ihre Beziehung auf dem Markt nach dem [[Wert]] ihres [[Besitzes]] aus den Produkionsverhältnissen bestimmt ist, wie er sich im [[Kauf]] und [[Verkauf]] von [[Waren]] in deren [[Zirkulation]] auf den verschiedenstenen Märkten realisiert, ergibt sich aus ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] eine [[Selbstwahrnehmung]], in der sie ihre [[Selbstachtung]] für einen [[Selbstwert]] [[veräußern]] und darin [[erfahren]], was und wodurch sie sich gegenseitig zwischenmenschlich erhalten, brauchen und verbrauchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es herrscht von daher ein reziprokes Verhältnis von Sachwerten und Selbstwert: je [[mehr Wert]] [[Sachen]] und [[Geld]] transportieren, desto wertloser wird das Leben der Menschen in und für den [[Kapitalismus]] und desto notwendiger wird ihre Selbstbestätigung in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]]. In dieser Reziprozität vereint sich die [[Entfremdung]] des Menschen von sich und seinem Produkt, wie sie zwischen [[Arbeit]] und [[Bedürfnis]] in der [[bürgerlichen Gesellschaft]] existiert, mit der [[Entfremdung]] des Menschen vom Menschen zwischen [[Selbstachtung]] und [[Selbstwahrnehmung]] und wird durch deren [[Ästhetik]] zu einer mit sich einigen [[Selbstentfremdung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bürgerliche Kultur ist von daher eine [[Kultur]], worin sich der allgemein gültige [[Selbstwert]] [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] darstellt. Dieser erzeugt sich aus der [[Selbstverwertung]], aus dem [[Gebrauch]] und Verbrauch der [[Selbstachtung]] von Menschen, die den [[ästhetischen]] Erfordernissen ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]] genügen müssen, um als deren objektives Subjekt in ihrer [[Selbstwahrnehmung]] [[subjektiv]] zu sein, um sich also als [[bürgerliches Subjekt]] anzuerkennen und sich als solches zu [[reproduzieren]] und fortzubilden, solange sie sich als dieses noch [[leiden]] können. Ihnen droht immer der Verlust menschlicher [[Beziehung]] überhaupt durch den Verlust ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]], durch die [[Abwesenheit]] menschlicher Sinnlichkeit, durch Vereinsamung. Von daher ist die zwischenmenschliche Entfremdung die letztliche [[Entfremdung]] des Menschen überhaupt. Der Rückhalt der bürgerlichen Kultur ist die äußerste Sphäre des [[Kapitalismus]], besonders da, wo er selbst überhaupt keinen [[Sinn]] mehr macht. Von daher kann sie selbst zur unmittelbaren politischen Macht werden, wenn und wo die bürgerliche Gesellschaft an ihren ökonomischen Widersprüchen zusammenbricht. Was dann als Rückhalt bleibt, ist der faschistische Staat als Gewalt einer Staatskultur, als [[Kulturstaat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher beruht die Bürgerliche Kultur im [[Allgemeinen]] auf dem Sinnverlust der [[Selbstwahrnehmung]], auf dem Mangel selbstbezüglicher Wahrnehmungsverhältnisse, die sich als [[Geltungsbedürfnis]] der sich darin verwirklichenden Menschen durchsetzen muss, und ihre Substanz aus dem Sinnverhältnis von Warenbesitzern bezieht, die als [[bürgerliche Subjekte]] nicht nur [[Gebrauchswerte]] für ihre Existenz, sondern zugleich auch [[Selbstwert]] gegen den Verlust an Sinn für ihre [[Leben]] beziehen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher begründet sich dieser [[Wert]] aus der [[Selbstachtung]] von Menschen, die den Sinn für sich in einem [[Selbstwert]] aufheben, der ihrer gesellschaftlich [[wirklichen]] Beziehung an Wert für ihr [[Leben]], an [[Lebenszeit]] abgeht. So vermittelt sich in dieser entfremdeten Form der [[Selbstachtung]] zugleich die den Menschen fremde [[Wertform]] ihrer sachlichen Verhältnisse. Indem sie sich praktisch aus der existenziellen [[Entfremdung]] durch den [[Nutzen]] fremder Ware und der Unnützigkeit des Eigenen gewinnen, sich also wechselseitig den Überschuss ihrer Waren zum jeweiligen fremd begründeten Eigennutzen, für ihren bloßen [[Konsum]] aneignen, bestärken sie einen allgemeinen [[Selbstwert]] aus ihrer Selbstwahrnehmung in den für sie immer sinnloser werdenden Verwertungsverhältnisse der [[Marktwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]] gewinnen sie je nach dem Ausmaß ihres [[Geldbesitzes]] eine [[menschliche Identität]], durch die sie sich als Menschen, die durch den [[Besitz]] von [[Waren]], die an und für sich beziehungslos, also [[gleichgültig]] nebeneinander auf dem Markt [[angeboten]] und je nach [[Nachfrage]] getauscht werden, unmittelbar menschlich erscheinen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geld]] ist dabei die einzige Form ihrer wirklich gesellschaftlichen Vermittlung, in der sich diese [[Gleichgültigkeit]] als allgemein gleiche [[Geltung]] der gesellschaftlich gegenwärtigen [[Dinge]] durch ihren [[Wert]] als [[Tauschwert]] darstellt und mitteilt und bedarf von daher an und für sich keiner eigenständigen Kultur. Der [[Geldbesitzer]] kann sich praktisch auf alles als [[Käufer]] im Rahmen der für ihn rein quantitavi verfügbaren Geldmenge beziehen, weil er über das gesellschaftliche Faustpfand, das [[abstrakt allgemeine]] Tauschmittel Geld verfügt und von daher als Subjekt gegen alle [[Verkäufer]] auftreten kann. [[Kultur]] kann sich darin nicht verwirklichen - im Gegenteil. Sie verschwindet in jedem Kaufakt, weil darin bloßer Nutzen die Hände wechselt, aus der Hand des Besitzers, dem die Ware unnütz und Geld nützlih ist, in die Hande des Konsumenten übergeht, indem sein Geld aus seiner Tasche verschwindet, um im Verzehr dieser Ware unterzugehen. Solche Kultur bliebe die bloß (für sich) unsinnige [[Erscheinung]] dieser Vermittlung (siehe [[Widerspiegelungstheorie]]), wie sie als [[Glaube]] an das Geldverhältnis, dem [[Warenfetischismus]] auftritt. Dadurch wäre schon kulturell von allen Lebensinhalten abgesehen - ein Widersinn in sich, wodurch ja lediglich die [[Lebensmittel]] und Werkzeuge ([[Produktionsmittel]]) als Produkte einer sogenannten Realökonomie ausgetauscht werden, wodurch sich zwar die [[bürgerliche Gesellschaft]] fortbildet, aber in dieser Fortbildung ihre Kultur nur [[nichten]] könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kultur]] ist aber Ausdruck und Inhalt eines bestimmten Lebensverhältnis, wo es selbst nicht mehr unbedingt nützlich ist. Von daher kann sie auch inhaltslosigkeit des wirtschaftlichen Nutzens ausgleichen oder sogar ersetzen (z.B. Kulturevents zum Ausgleich von [[Entfremdung]]sgefühlen oder als Unikat, das als dieses Geldwert in den Tresoren von Banken speichert). Sie wird aber erst zu einem [[wirklich]] eigenständigen Moment der [[bürgerlichen Gesellschaft]] unter der [[Bedingung]] von [[Geldbesitz]], der über den Bedarf an Produktions- und [[Lebensmittel]] hinausreicht, also als reiner [[Mehrwert]] politischer Macht durch den Geldumlauf unrealisierter Arbeit oder staatlicher Verfügugungsmacht (siehe [[bürgerlicher Staat]]) über den [[Lebensraum]] der Menschen (siehe [[Grundrente]]) vermittelst der Funktion des Geldes selbst bestimmt (siehe z.B. auch [[Feudalkapital]]). Die Menschen können damit Möglichkeiten des [[Erlebens]] finanzieren, denen keine andere [[Wirklichkeit]] entspricht, als die von [[Ereignissen]] der [[Selbstwahrnehmung]]. Die hierdurch gewonnenen [[Reizungen]] und [[Erregungen]] bestimmen auch das unmittelbare [[zwischenmenschliche Lebensverhältnis]], welches die [[Isolationen]] der bürgerlichen Wirklichkeit, der Tauschverhältnisse vermittelst des [[Ware]]nbesitzes und der [[Konkurrenz]] der [[Arbeitskräfte]], dadurch aufhebt, dass Geld eine unendliche [[Selbstbeziehung]] im Reich unendlicher gesellschaftlicher [[Möglichkeiten]] ermöglicht. Bürgerliche Kultur ist das Verhältnis dieser Selbstbezogenheiten der [[Zwischenmenschlichkeit]] schlechthin zum [[Nutzen]] aller im [[Sinn]] für sich: das gesellschaftliche [[Verhältnis]] von [[Selbstwahrnehmungen]], wie es sich im Umgang miteinander darstellt und ausdrückt und vergemeinschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In dem Maße, wie der gesellschaftliche [[Reichtum]] in seiner bloßen [[Geld]]form zunimmt, verarmt die [[gegenständliche]] [[Beziehung]] der Menschen. Es scheint, als ob der Reichtum der Menschen in dieser Form eine gewaltige Kraft (siehe [[fremde Kraft]]) gegen sie enthält, so dass sie sich - soweit möglich - auf ihre [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] zurückziehen. Die [[bürgerliche Kultur]] ist eine Reflex auf diese [[Entfremdung]] und wird hiervon im Nachhinein zu ihrer [[gesellschaftlichen]] Form wesentlich bestimmt (siehe [[Formbestimmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierdurch wird der Lebenszusammenhang der Menschen zu einem eigenen [[Lebensraum]] in diesen [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]]n, in welchen die gesellschaftliche Kultur vor allem [[Gegenstand]] ihrer [[Wahrnehmung]] und [[Selbstwahrnehmung]] ist (siehe [[Kulturkonsum]]). Solche Verhältnisse beruhen darauf, was Menschen voneinander wechselseitig [[wahrhaben]] und worin sie die Lebenserfahrung ihrer [[Empfindungen]] und [[Gefühle]] austauschen. Selbständig von ihrer gesellschaftlichen Existenz verabsolutiert diese Kultur die [[Wahrnehmung]] auf der Grundlage dessen, was die Menschen von sich [[wahrmachen]] gegen die [[Erkenntnis]] des gegenständlichen Lebens, also gegen menschliche Äußerung und Außenwelt, [[Gegenständlichkeit]] schlechthin. Von daher wird die bürgerliche Kultur Form menschlicher Erkenntnis, die bestimmt ist durch das zwischenmenschliche Verhalten, in welchem sich Menschen zur [[Tatsache]] einer Lebensform werden. Die bürgerliche Kultur wird so zum [[Dasein]]einer [[formbestimmten]] Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgerliche Kultur ist somit entäußerte menschliche Kultur (siehe [[Entfremdung]]), die Form eines kulturellen [[Widerspruchs]], Existenzform widersprüchlicher menschlicher [[Identität]], die sich als äußere [[Notwendigkeit]] einer Identitätsfindung zusammenfügt - eine Art Identifizierungssystem für die Menschen, die darin [[leben]] (siehe [[Logik der Kultur]]). Sie entfaltet sich als [[Sinn]], den Menschen füreinander haben und den sie nötig haben, um sich als Mensch zu fühlen. Was Menschen für sich erkennen, die [[Wahrheit]] ihres Verhältnisses, existiert im Gegensatz von dem, was sie Wahrnehmen und dem, was sie wahrhaben. Der Sinn, den Menschen darin füreinander haben, ist abstrakt vermittelt und breitet sich in diesem [[Begriff]] aus als [[abstrakt menschlicher Sinn]] aus. Er begründet Wahrnehmungsverhältnisse, die aus dem [[Verhältnis]] von [[Empfindung]] und [[Gefühl]] bestehen, sich zu [[Selbstgefühlen]] zusammenschließen und hieraus in jedme Einzelnen eine [[Psyche]] gründen, die als innere [[Wesen]] der [[Individuen]] wie ihre [[Seele]] erscheint. Ihre Gesellschaftlichkeit begreifen sie daher auch erst im Nachhinein aus ihrem psychischen Zusammenwirken als beseelte Individuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein treibt sich das, was die Allgemeinheit des Geldverhältnisses als Gefühl für sich gegen den Sinn der Wahrnehmung bestimmt ist, zu einem [[Selbstgefühl]], das gegen die Empfindung selbst [[gleichgültig]] ist. Darauf gründen die Beziehungen einer politischen [[Ästhetik]], der bürgerlichen [[Persönlichkeit]], der bürgerlichen [[Familie]] und schließlich die Entwicklung einer [[Volk]]sgemeinschaft, die sich wie eine bevölkerte Seelengemeinschaft ([[Volksseele]]) versteht. Das Ganze der bürgerlichen Kultur ist dann die [[Volksgemeinschaft]], in der sich der [[Volkskörper]] beseelt verhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Kris]]enzeiten des Kapitalismus werden die substantiellen gesellschaftlichen Beziehungen durch den Niedergang ihrer Geldform ([[Deflation]]) zerstört. Der [[Staat]] geht bankrott ([[Staatsbankrott]]) und kann seine sozialen Sicherheiten und Gewährleistungen nicht einhalten. Von daher verbleibt ihm wie auch der niedergegangen Wirtschaft nur eine Schuldenwirtschaft, für die er die Bevölkerung unter Druck setzten muss. Er fördert die Kultur der Volksgemeinschaft, die er zur Selbstrettung nutzt und als seine Kraft einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wählbar wird er innerhalb der bürgerlichen Demokratie als Heilsversprechen und Heilsgründer aus der [[Ursprungssehnsucht,]] die sich in der Bevölkerung ausbreitet und als Wähler[[meinung]] etabliert ([[Faschismus]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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