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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Nun ist es zwar leicht, dem einzelnen Individuum zu sagen, was Aristoteles schon sagt: Du bist gezeugt von deinem Vater und deiner Mutter, also hat in dir die Begattung zweier Menschen, also ein Gattungsakt der Menschen den Menschen produziert. Du siehst also, daß der Mensch auch physisch sein Dasein dem Menschen verdankt. Du mußt also nicht nur die eine Seite im Auge behalten, den unendlichen Progreß, wonach du weiter fragst: Wer hat meinen Vater, wer seinen Großvater etc. gezeugt? Du mußt auch die Kreisbewegung, welche in jenem Progreß sinnlich anschaubar ist, festhalten, wonach der Mensch in der Zeugung sich selbst wiederholt, also der Mensch immer Subjekt bleibt. Allein du wirst antworten: Diese Kreisbewegung dir zugestanden, so gestehe du mir den Progreß zu, der mich immer weitertreibt, bis ich frage, wer hat den ersten Menschen und die Natur überhaupt gezeugt? Ich kann dir nur antworten: Deine Frage ist selbst ein Produkt der Abstraktion. Frage dich, wie du auf jene Frage kömmst; frage dich, ob deine Frage nicht von einem Gesichtspunkt aus geschieht, den ich nicht beantworten kann, weil er ein verkehrter ist? Frage dich, ob jener Progreß als solcher für ein vernünftiges Denken existiert? Wenn du nach der Schöpfung der Natur und des Menschen fragst, so abstrahierst du also vom Menschen und der Natur. Du setzest sie als nichtseiend und willst doch, daß ich sie als seiend dir beweise. Ich sage dir nun: Gib deine Abstraktion auf, so gibst du auch deine Frage auf, oder willst du an deiner Abstraktion festhalten, so sei konsequent, und wenn du den Menschen und die Natur als nichtseiend denkend, denkst,so denke dich selbst als nichtseiend, der du doch auch Natur und Mensch bist. Denke nicht, frage mich nicht, denn sobald du denkst und fragst, hat deine Abstraktion von dem Sein der Natur und des Menschen keinen Sinn. Oder bist du ein solcher Egoist, daß du alles als Nichts setzt und selbst sein willst?&amp;quot; [[(MEW 40, 545f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der sich selbst entfremdete Mensch ist auch seinem Wesen, d.h. dem natürlichen und menschlichen Wesen entfremdeter Denker. Seine Gedanken sind daher außer der Natur und dem Menschen hausende fixe Geister. Hegel hat in seiner Logik alle diese fixen Geister zusammengesperrt, jeden derselben einmal als Negation, d.h. als Entäußerung des menschlichen Denkens, dann als Negation der Negation, d.h. als Aufhebung dieser Entäußerung, als wirkliche Äußerung des menschlichen Denkens gefaßt; aber da – als selbst noch in der Entfremdung befangen – ist diese Negation der Negation teils das Wiederherstellen derselben in ihrer Entfremdung, teils das Stehnbleiben bei dem letzten Akt, das Sichaufsichbeziehn in der Entäußerung, als dem wahren Dasein dieser fixen Geister, teils insofern diese Abstraktion sich selbst erfaßt und über sich selbst eine unendliche Langweile empfindet, erscheint bei Hegel das Aufgeben des abstrakten, nur im Denken sich bewegenden Denkens, das ohne Äug&amp;#039;, ohn&amp;#039; Zahn, ohn&amp;#039; Ohr, ohn&amp;#039; alles ist, als Entschließung, die Natur als Wesen anzuerkennen und sich auf die Anschauung zu verlegen.&amp;quot; [[(MEW 40, 586f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An sich ist Denken ein unmittelbares Besinnen auf [[Wesentliches]], eine sich vertiefende [[Erkenntnis]], die nicht für sich sein und bleiben kann. In der [[Kunst]] ist es selbst das erkennbar machen, ihre Vergewisserung, bezogen auf die [[Wahrnehmung]] der Menschen. In der [[Philosophie]] auf ihr [[Sein]] im [[Dasein]], das seine [[Gewissheit]] außer sich gelassen hat. Doch dies ist dann eher schon ein Nachdenken, ein Denken im Nachhinein einer [[geschichtlichen]] [[Bildung]], Nachvollzug einer Bildungsgeschichte ihrer [[Zivilisation]], der sich in ihren [[Interpretationen]] [[totalisiert]], aus den vielen [[Eigenschaften]] des [[Daseins]] ein [[Ganzes]] macht, das nur im Rückschluss auf ihre Gedanken erkennbar ist, weil es lediglich die [[Formen]] seiner [[Existenz]] im [[Widerspruch]] ihrer [[Tatsächlichkeit]] [[begreifen]] und [[kritisieren]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Nicht nur Marx und Hegel, sondern auch die mit der Bestimmung ihres Verhältnisses zueinander beschäftigten Theoretiker der verschiedensten Richtungen, stimmen darin überein, daß die philosophischen Wissenschaften seit ihren frühesten Anfängen die Wirklichkeit als Einheit von Sein und Denken, Natur und Geist, Körper und Seele, Substanz und Subjekt, Notwendigkeit und Freiheit usw. begreifen. Die Marxsche Theorie stellt innerhalb der Geschichte der Theorien einen epochemachenden Umbruch dar. Wenn dieser in einer Untersuchung des Verhältnisses von Marx zu Hegel näher bestimmt werden soll, muß gezeigt werden, daß Marx die Einheit von Natur und Geschichte prinzipiell anders faßt als die vorangegangenen Philosophen von Descartes bis Hegel.&amp;quot; (Dieter Wolf, &amp;quot;Hegels Theorie der bürgerlichen Gesellschaft. Eine materialistische Kritik&amp;quot;. Hamburg, 1980; Online zugänglich unter http://www.dieterwolf.net)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher steht das Denken jenseits der [[Kritik]] [[widersprüchlicher]] und also [[ungewisser]] [[Verhältnisse]] in einem [[hermeneutischen Zirkel]], in dem nur [[begriffen]] wird, was ihm schon vorausgesetzt ist, weil nur nachvollzogen werden kann, was in der [[Trennung]] von ihrem [[Gegenstand]] [[bewusst sein]] kann, also nur ein [[abgetrenntes]] und daher unvollständiges [[theoretisches Bewusstsein]] ist (siehe hierzu [[bürgerlichen Wissenschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Nachdenken über die Formen des menschlichen Lebens, also auch ihre wissenschaftliche Analyse, schlägt überhaupt einen der wirklichen Entwicklung entgegengesetzten Weg ein. Es beginnt post festum und daher mit den fertigen Resultaten des Entwicklungsprozesses. Die Formen, welche Arbeitsprodukte zu Waren stempeln und daher der Warenzirkulation vor- &amp;lt;90&amp;gt; ausgesetzt sind, besitzen bereits die Festigkeit von Naturformen des gesellschaftlichen Lebens, bevor die Menschen sich Rechenschaft zu geben suchen nicht über den historischen Charakter dieser Formen, die ihnen vielmehr bereits als unwandelbar gelten, sondern über deren Gehalt.&amp;quot; [[(MEW 23, 89f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Menschen in ihren verschiedenen Sinnesformen denken, in Bildern, in Klängen, in Worten, in Gerüchen oder in Berührungen, so mögen sie sich zwar sehr in ihren [[Fähigkeiten]] und [[Eigenschaften]] unterscheiden. Aber sie alle gehen einem Zusammenhang nach, der sinnlich [[wahrgenommen]], [[empfunden]] wurde und der auch den Sinneszusammenhang der Menschen wie in jedem einzelnen Menschen, im [[Gefühl]] für sein [[Leben]], seine [[Sinnbildung]] im [[Ganzen]] ausmacht, sich dafür begeistert (siehe auch [[Geist]]) und von daher über seine bloß [[körperliche]] Kognition hinausgreift. Wenn sie sich hierin frei einfinden, sich nicht [[ausschließen]] (siehe auch [[Privateigentum]] und [[Konkurrenz]]) sondern [[ergänzen]] (siehe auch [[Ergänzungswirtschaft]]), so wird sich jeder Mensch auch im &amp;quot;Ensemble seiner [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnisse]]&amp;quot; (Marx) und [[Beziehungen]] begreifen können. Er [[selbst]] ist darin [[tätig]], dass er neue [[Bildungen]] aus den darin möglichen [[Erkenntnissen]] bezieht um neue Gegenstände zu schaffen (siehe hierzu auch [[Kultur]]). In der [[Ausschließlichkeit]], der [[gesellschaftlichen]] [[Isolation]], wird sein Denken auch vom Ausschluss des Zusammenhangs bestimmt, [[gleichgültig]] gegen sein [[wirkliches]] [[Leben]], zwanghaft, flüchtig, ohnmächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken ist als Erstes und praktisch vor allem [[Sinnbildung]], ist die [[Bildung]] von [[Sinn]] in der Vermittlung von [[Empfindungen]] zu [[Gefühlen]], die Erzeugung von [[Sinn]] durch das [[Denken]] im [[Sinn]]. Als dieser entsteht es in [[Gesellschaft]] und kehrt darin auch zurück, findet sich in allen anderen nur, wo es seinen Sinn auch [[empfinden]] kann. Es kann nicht bei sich bleiben, sich seiner selbst nicht bewusst, nicht [[selbstbewusst]] werden, wenn es sich nicht mitteilt, keine [[Sprache]] und durch sie zu ihrem [[Gedanken]] in den [[Verhältnissen]] finden kann, worin sich ihr [[Sinn]] mitteilt und sich auch in der Mitteilung als Teil einer gesellschaftlichen [[Naturmacht]] un ihrer [[Kultur]] bewährt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken ist zum einen der [[subjektive]] Vorgang des Gestaltens, der [[Sinnbildung]], zum anderen auch Reflexion über das was ihm [[objektiv]] vorausgesetzt ist, was ihm bewusst wird, sich zum [[Bewusstsein]] entwickelt. Es ist der Prozess des [[Erkennens]] und [[Begreifens]], weil es seinen [[Gegenstand]] in der Weise erkundet und bildet, wie er sein und werden kann, wie er [[empfunden]] wird und welche [[Gedanken]] sich in den [[Gefühlen]] hierzu mitteilen und vermitteln. Denken setzt also die Möglichkeiten einer gegenständlichen Welt voraus, wie sie sich im der schöpferische Reflexion eines [[Gedankens]] in der Einheit von [[Erkenntnis]] und [[Begriff]] bewegen, also sich auch verändern lässt und darin selbst als [[Geschichte]] des gesellschaftlichen [[Lebens]] ebenso gegenwärtig ist, wie als Lebensgeschichte der einzelnen Menschen im [[Allgemeinen]]. Es ist die [[Beziehung]] von [[Gedächtnis]] und [[Bildung]], letzlich die [[Subjektivität]] des In-der-Welt-seins überhaupt, die ihr Objektsein unentwegt aufhebt, weil Objektivität immer zugleich subjektiv ist und [[Geschichte]] darin verläuft, dass nichts so bleiben kann, wie es ist. Aus diesem Grund kann Denken selbst kein Gegenstand des Denkens sein, keine objektive oder subjektive [[Logik]] befolgen, ohne sich unmittebar als Tautologie aufzuheben (siehe [[hermeneutischer Zirkel]]). Es bleibt immer auch die Lebensgeschichte des [[Zweifels]], [[Sinn]] und [[Grund]] einer jeden [[Kritik]], die nach einem [[Begriff]] ihrer [[Geschichte]] verlangt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher [[Begriff]]f macht aber nur [[Sinn]], wenn er Zusammenhänge von verschiedenen [[Eigenschaften]] aufklärt, wo diese nicht unmittelbar wahrgenommen werden können, soweit sie also eine der [[Wahrnehmung]] [[fremde]] Vermittlung enthalten, die nur durch [[schlussfolgerndes]] [[Denken]] der [[wissenschaftlichen]] [[Erkenntnis]] zugänglich werden. Wissenschafliche [[Begriffe]] (bzw. Kategorien) sind daher nötig, wo dieser Zusammenhang aufgeklärt werden muss, weil dessen [[Erscheinungen]] als [[Eigenschaften]] eines [[Gegenstandes]] von seinem [[Wesen]] getrennt, ihm also [[entfremdet]] sind und durch den theoretischen Rückschluss auf seine [[Beziehungen]] im [[Ganzen]] einbegriffen werden müssen. Nicht eine [[Theorie]] macht also den Begriff (siehe hierzu auch [[Strukturalismus]]), sondern der Begriff [[bestimmt]] die [[Theorie]]. Dies hierdurch begrifflich werdene Denken setzt allerdings die Erkenntnis eines [[abstrakt Allgemeinen]] voraus, die in der Lage ist, in seine Wirklichkeit einzudringen, deren Gründe aus ihren Folgen zu erschließen, auch wenn sie nicht mehr in der Kontinuität ihrer inhaltlichen Geschichte von Ursachen und Wirkungen (siehe [[Genealogie]]) wahr sein können (vergleiche hierzu [[Poststrukturalismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken unterscheidet sich aber wesentlich vom Reflektieren, das immer nur sich in seinem [[Gegenstand]] spiegelt, also immer nur objektiv sein kann. In selber Weise unterscheidet sich [[Wissen]] von [[Information]]. [[Wissen]] ist gebildet durch das Denken von Gewissheiten, also auch im Ungewissen [[Gedanken]] zu finden, die zu einer Gewissheit gelangen - nicht in der Anschauung von anwesenden Verhältnissem oder Gegenstände, sondern im Zusammenhang, in der Sinnfindung von dem, was nicht [[anwesend]] ist, was aber in der [[Abwesenheit]] von [[Empfindungen]] gefunden wird. Von daher ist Denken zuerst eine zum [[Wissen]] erhobenen [[Empfindung]]. Aus ihm entwickeln sich die [[Gefühle]], die Menschen mit ihren Gegenständen verbinden und daraus auch neuen Sinn und neue [[Fähigkeiten]] bilden können (siehe auch [[Sinnbildung]]). Das Medium dieser Vermittlung sind [[Bilder]], die neuen [[Sinn]] in ihrer Komposition finden und auch [[Empfindungen]] für [[Gefühle]] ermöglichen, die weit über die [[Wahrnehmung]] hinausgreifen und von daher zu einem neuen [[Inhalt]] der [[Arbeit]] im Entstehungsprozess der [[Kultur]] werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Tiere können denken und hierdurch [[intelligentes]] Handeln entwickeln. Doch wenn Menschen denken, so suchen sie vor allem nach einer [[Erkenntnis]], nach einem Schlüssel, einer [[Schlussfolgerung]] oder einer Gestalt, einem [[Bild]], das [[Sinn]] erkennen lässt. Und zugleich erfolgt Denken aus [[Erkenntnissen]], die zum Material des Denkens geworden sind. Auch wenn es objektive Verhältnisse reflektiert, in sich selbst bewegt, so ist es doch immer [[subjektiv]], zunächst eine innere Beziehung der Erkenntnis auf die Wahrnehmungen, die sie im [[Sinn]] hat. Sie ist von daher die [[Tätigkeit]] einer [[Intelligenz]], die sich aus der unmittelbaren [[Erfahrung]] als [[Vorstellung]] von dieser heraussetzt und sich mit dem befasst, was sie aus ihren [[Empfindungen]] zu beziehen und also zu gestalten vermag (siehe auch [[natürliche Intelligenz]]). Dies findet bereits vorsprachlich statt und lässt [[Gedanken]] über Zusammenhänge entstehen, die nicht nur sich auch [[gegenständlich]] verwirklichen, sondern die auch [[Trennungen]] überwinden und [[Wahrheit]] [[verdichten]] und [[Täuschungen]] erfühlen können (siehe auch [[Traum]]). Im Denken wird erwogen und abgewogen, was [[wirklich]] [[wahr]] ist oder wirklich wahr werden kann. Darin wird [[Fremdes]] im [[Eigenen]] und Eigenes in Fremdem erkannt und also aufeinander im [[Bewusstsein]] bezogen und zu einem [[kritischen]] [[Wissen]] gebracht, das sich auch in seiner [[Erkenntnis]]not [[begreifen]] kann (siehe auch [[Schmerz]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hannah Arendt hatte Gedankenlosigkeit als [[Gleichgültigkeit]] gegen sich und die Welt herausgestellt, wodurch sich jede [[Güte]] in ihr Gegenteil verkehrt, sich politisch bestärkt, indem sie ihre darin [[abwesend]] gemachte Bosheit [[kulturalisiert]]. Sie nannte es die &amp;quot;Banalität des Bösen&amp;quot;, das sich in der reinen Funktionalität gleichgültiger [[Verhältnisse]] ergibt, wie sie es auch im Prozess gegen Eichmann an diesem beobachatet hatte. In der Feststellung, dass er einfach nur &amp;quot;nicht denken&amp;quot; könne, fasste sie ihre [[Kritik]] am [[Populismus]] der Empörung, der Funktionalität der bürgerlichen [[Medien]] zusammen. Im Vorwurf, dass ein Funktionär barbarischer [[Verhältnisse]] ein Monster und der ganze [[Nationalsozialismus]] lediglich ein mysteriös bleibendes Zusammenwirken böser Menschen wäre, bewahrt sich eine Anerkennung und Verstetigung dieser [[Gleichgültigkeit]], ihre Freisprechung und Bestärkung, dass alles bleiben kann, wie es ist, obwohl es nur dadurch ist, dass sich die Menschen selbst gleichgültig geworden sind, sich im Prinzip selbst schon abschaffen oder geistig abgeschafft haben. Sie küren eine [[Selbstgerechtigkeit]] ihrer [[Beziehungen]], indem sie ihr Denken durch eine psychologisierte [[Moraltät]] ihrer [[Selbstbezogenheit]] [[aufheben]] und darin ihr [[Bewusstsein]] verstümmeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das [[Bewusstsein]] beruht Denken schon auf [[Wissen]] in einer [[Beziehung]] zum [[Sein]], auf [[Gewissheit]]. Und wo die nicht möglich ist, wo also [[Zweifel]] herrscht, wird Denken zu einer Frage über das, was nicht [[wirklich]] sein kann, wie es ist, was nicht [[wahr]] sein kann und was einen Gedanken darüber erfordert, wie es das sein kann, als was es [[erscheint]] und wie es werden soll, um zu sein. Es wird so zu einem begrifflichen Denken, zu einer [[Arbeit]] am [[Begriff]], die eine [[Analyse]] ihres [[Gegenstands]] erfordert und somit immer [[objektiv]] sein muss. Die Diskussion ob Denken noch subjektive Vorstellung sei oder wirklich stattfindet und [[Wirklichkeit]] betrifft, ist selbst so virtuell, wie sie sich mit ihren [[Positionen]] befasst, weil diese für sich gestellt, also im [[Grunde]] nicht diskutierbar sind, sich nicht als [[wahr]] erweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukommt, ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, i.e. Wirklichkeit und Macht, Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit des Denkens - das von der Praxis isoliert ist - ist eine rein scholastische Frage&amp;quot; [[(Marx-Engels-Werke Bd.3, S. 5)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Gedanke]] bewegt sich durch das [[Subjekt]] hinein in das ihm äußerliche [[Objekt]], um es gedanklich zu subjektivieren - nicht, weil es sein [[wirklicher]] [[Gegenstand]] wäre (das wäre tautologisch), sondern weil es ihm [[entäußert]] (siehe [[Entfremdung]]), also unwirklich ist. In einer [[Gesellschaft]] voller äußerlicher Gegenstände ([[Waren]]gesellschaft) ist daher Denken [[Not wendig]] [[kritisch]] - wenn es wirkliches Denken ist. Doch dies weiß es erst im fertigen Gedanken - im [[Beweis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken ist von daher eine kreisende geistige Bewegung im Schöpfungsakt der [[Erkenntnis]]. Es beginnt in der Erneuerung des Verstehens, meist in der [[Kritik]] von [[Gegebenheiten]], in der Selbstunterscheidung, der Selbsterzeugung gegen die Objektivität der [[Vernunft]]. Es ist von daher der [[Kunst]] näher als dem [[Verstand]] (siehe [[Aufklärung]]). Es ist die innerste Tätigkeit der [[Erkenntnis]], das für sich sein als [[Sein]] für sich, als sich selbst erklärendes und klärendes, durch sich als Tätigkeit evidentes Sein. Die Formen und Gebärden des Denkens, z.B. das Fühlen, Träumen, Sehnen, Musizieren, Malen usw. sind zunächst reine Tätigkeitsformen des Menschen, einfache und unmittelbare Gestaltung von sinnlichen Beziehungen in ihm selbst, die nicht notwendig äußere oder gegenständliche [[Wirklichkeit]] haben muss. Erst im praktischen Verkehr der Menschen entsteht die Notwendigkeit der Gestaltung des Denkens, die Erkenntnis von [[Gedanken]]. Der Streit darum, ob solcher Verkehr vor dem Denken war und es also begründet hat oder nicht, ist rein scholastisch. Es wäre die Behauptung, dass z.B. die Kunst aus praktischen Bedürfnissen entstanden sei (z.B. die Hölenmalerei als Mitteilungs- und Beziehungsform) und von daher genauso sinnlos, wie die gegenteilige, dass Kunst alleine der [[Religion]] (z.B. der Huldigung der Naturgötter) zu verdanken sei. Das ist die scholastischer [[Nominalismus]], der von vorneherein davon abstrahiert, dass beides keine unterschiedliche [[Substanz]] haben kann. Beides ist Denken, menschliche Sinnlichkeit und Sestbestärkung als Sinn für sich. Und Denken wiederum kann sich nur dadurch von sich unterscheiden, dass es sich an einem Gegenstand scheidet und sich von sich durch begriffliches Denken abstoßen muss. Dieses ist dann der Fortgang des Begriffs und seiner [[Logik]], die allerdings aus den Substanzen des Denkens gespeist ist, also auch aus der Gewissheit seiner [[Selbstentfremdung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken ist die Selbstevidenz des Menschen, die einfache Gewissheit seiner selbst als Seiendes [[Wesen]]. Indem er denkt ist er sich selbst gewiss als etwas anderes, als seine [[Gegebenheit]], etwas anderes als seine Geburt und existenzielle Verworfenheit. Denken ist das Fühlen des Seins als Selbstgewissheit eines Gedankens, damit also einzeln wie allgemein, privat wie öffentlich, individuell wie gesellschaftlich. Darin ist nichts, was nicht auch außer sich sein kann, [[subjektiv]] wie [[objektiv]]. Es ist eine Subjektwerdung der Gefühle, welche darin [[Erkenntnis]] werden, dass sie sich ihrer Gegenständlichkeit, ihrer Objekte gewiss sind, sich zu einem Gedanken fügen, der in der Welt ist wie im Menschen. Auch wenn Mensch und Welt entzweit sind und einander nicht wirklich bedürfen, also bloße [[Positionen]] oder [[Ideologien]] sind und daher [[abstrakt]] für sich bleiben, ist Denken notwendig in sich [[identisch]] und wendet sich umgekehrt auch in seiner Not an die Gedanken, die in der Welt sind. Denken allein kann ihre Abstraktion erkennen, indem es sich seiner Unmöglickheit und Grenze in seiner Wirklichkeit bewusst wird und die als den [[Schmerz]] seiner [[Identität]] hat. Es muss ich darin vom einfachen Denken zum begrifflichen Denken aufheben, die [[Wahrheit]] des Begriffs von [[Wirklichem]] erkennen, das sich nicht mehr denken lässt, weil es eigene und ausschließliche [[Logik]] hat: Fremder [[Gedanke]], [[Entfremdung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglichster Gegenstand des Denkens ist eine Wirkung, die etwas hat. Eingedenk dieser Wirkung entsteht das [[Gedächtnis]], das zunächst deren Reflektion im Menschen ist, nicht als Fakt oder Datum der Wahrnehmung, sondern als [[Beziehung]] zu einem Gegenstand, als unmittelbar sinnliches [[Wissen]]. Ohne Denken entsteht kein Gedächtnis; zugleich ist Gedächtnis immer ein Gedenken und enthält also auch Gedanken, ohne hierfür notwendig [[Bewusstsein]] zu haben (siehe [[Unbewusstes]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Wirkllichkeit]] ist alles mannigfaltig und vieldeutig. In der [[Kunst]] ist das Ineinandergehen der [[Wahrnehmung]] und ihrer [[Bedeutungen]] komplexer Lebensausdruck als Lebensverarbeitung. Es ist dies vielleicht die ursprünglichste Denktätigkeit. Indem das Denken fortschreitet, geht es ihm zunehmend um Eindeutigkeit, wo sie nötig wird, auch um [[Abstraktion]], wo Reduktion selbst eine [[Lebensform]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken kann nicht affirmieren, weder konkret noch abstrakt. Es wäre keine Verarbeitung, sondern Abstumpfung. Es erhebt sich darum aus dem Gemenge von Sinn und Bedeutung durch das Begreifen ihrer Reflektion, durch Hinterfragung ihres [[Seins]], sofern und weil das Ein- oder Vieldeutige fragwürdig geworden. Die Fragwürdigkeit ist einzig [[subjektiv]], also durch den Menschen selbst erzeugt, durch sein [[Arbeiten]] oder [[Leiden]], auch wenn sie sich als objektiv erweisen kann, nämlich dann, wenn ein [[objektiver]] [[Grund]] für die Fragwürdigkeit [[begriffen]] ist. Dann kann Denken in [[Bewusstsein]] übergehen und hebt sich darin als [[Wissen]] auf, das [[Gewissheit]] bekommen hat und solche [[Wirklichkeit]] sein lassen kann oder ändern muss. Denken ist also der Erzeugungsprozess von Bewusstsein jedweder Art und verschwindet und bewahrt sich und verwirklicht sich darin. Denken wird von Bewusstsein aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu planen oder konstruieren ist Denken der Fortgang einer Fragegestellung. Es entsteht meist dort, wo für einen Menschen etwas ist, was für ihn nicht [[wahr]] sein kann. Allein der [[Zweifel]] selbst macht die Bewegung im Denken aus und kann hierüber zur [[Erkenntnis]] werden, dass der Zweifel falsch war oder dass er berechtigt ist, weil er von zwei Fällen in einem ahnte, und diese Zweifälligkeit hierdurch erkannt ist, z.B. als [[Widerspruch]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Vernunft]] oder [[Verstand]] hat dies unmmittelbar nicht viel zu tun. Denken kann so vernünftig oder unvernünftig sein, wie eine Fragestellung es sein kann. Sie kann vernünftig sein, wenn sich ihr Gegenstand als widersinnig erweist. Sie kann aber auch unvernünftig sein, weil sie den Gegenstand in seinem Sein bezweifelt, weil sie selbst also nur subjektiv ist und Objektivität hinterfrägt, ohne hierfür Sinn zu haben (ohne [[Empfindung]] zu sein). In beiden Fällen ist sie Tätigkeit eines [[Subjekts]], das in der Frage seine Beziehung auf ein [[Objekt]] hat. Daher kann sie sein, was sie will, solange sie ihren [[Gegenstand]] hat, ob der nun frei oder aufgezwungen sich ergeben hat. Ein zweifelndes, sich wunderndes, sich fragendes Subjekt hat seinen einfachen [[Sinn]] in der Frage und sein einfaches Selbstbewusstsein in seinem Gedanken. Somit ist Denken nicht untätig, aber als ein selbstbewusster Akt ohne unmittelbare Tat, weil es in [[Erkenntnis]] mündet, sobald das Denken seine [[Substanz]] begriffen hat und hierdurch [[Bewusstsein]], [[Wissen]] und [[Begriff]] des [[konkreten]] [[Seins]] wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken kommt zu einer Erklärung, welche seinen Gegenstand erst in der [[Form]] möglich zeigt, in der er ist ([[Logik]]). Darin ist also die [[Wahrheit]] der [[Beziehung]] eines Subjekts auf einen ihm an und für sich unmöglichen Gegenstand ausgearbeitet. Ohne Denken bliebe diese Beziehung selbst unmöglich, bzw. nur als Beziehung, die durch [[Ideologie]], [[Moral]], [[Glaube]] oder ähnlichem bewahrt wäre, ohne sich bewähren zu können. Denken ist die Rückführung menschlicher Selbstgewissheit durch die Erkenntnis einer Gegenständlichkeit, welche sich nicht selbst erklärt, weil sie z.B. Unsinn, [[Geist]], Gespenst, Metapher usw. ist. Insofern klärt es auch auf und setzt sich gegen [[Mystifikation]] und Mythos. In der [[Aufklärung]] jedoch wurde es zu einem objektiven Prinzip der Vernünftigkeit verselbständigt, worin die Rückführung auf den Menschen ausgeschlossen war. Der [[Verstand]] kann Vernunft verstehen, ohne zu ihr in Beziehung zu treten; in der Erkenntnis jedoch wird das Vernünftige radikal und kann im [[Zweifel]] an seiner Vernünftigkeit zu [[Kritik]] oder [[Reaktion]] werden. Erkenntnis muss diesen Zweifel lösen, um das Objektive zu begreifen und sich als [[Subjekt]] des [[Begriff]]enen zu gewinnen. Solche [[Subjektivität]] macht den ganzen Menschen aus und kann in keiner Trennung (etwa von [[Geist]] und [[Sinn]]) verbleiben. Sie [[schmerz]]t und verlangt nach einer Aufhebung, in welcher [[Leiden]] [[Tätigkeit]] ist: Leidenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Denken wurde von [[Marx]] in der Kritik an [[Hegel]] und Feuerbach begründet. Bei Hegel ist Denken die nur in der Notwendigkeit des erscheinden Geistes verstanden, der sich vom Äußerlichen der Sache, von ihrer Anschauung abwendet: &amp;quot;Es läßt das Zufällige einer Sache weg&amp;quot; (Hegel Studienausgabe Bd. 3, Enzyklopädie, §6 und §54) und &amp;quot;nimmt die Sache nicht, wie sie als unmittelbare Erscheinung ist&amp;quot;. Es bezieht in einem Akt geistiger Freiheit seine einzelnen Gegenstände aufeinander oder vergleicht sie und abstrahiert sie zu einer allgemeinen Vorstellung. Aber &amp;quot;der Inhalt des allgemeinen Gegenstands kommt ihm als Abstrahieren nicht zu, sondern ist dem Denken gegeben und unabhängig von ihm für sich vorhanden&amp;quot; (ebd.). Denken ist so nur objektiv: Es findet &amp;quot;einen Zusammenhang zwischen den mannigfaltigen Erscheinungen, welcher allgemein und notwendig ist. Diesem Denken &amp;quot;gehört der bestimmte Inhalt der Erfahrung an, aber das Allgemeine darin ist die Form, die vom Geiste herkommt. Diese Form ist also die eigne Bestimmung des Geistes&amp;quot; (ebd. §7). Hegel ist mit dieser Auffassung ein Rationalist des Geistes, der den Menschen im Nachvollzug des Geistigen als Geist habenden versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz im Gegensatz hierzu ist Denken und Erkennen für [[Nietzsche]] linstinkthafte Rückbeziehung des Menschen. Es sei &amp;quot;der Instinkt der Furcht, der uns erkennen heißt&amp;quot; (Nietzsche &amp;quot;Die fröhliche Wissenschaft&amp;quot; WW III S.222). Nietzsches Denken hat seine Logik daher im Psychologischen und &amp;quot;sucht im Grunde nur die Metamorphose der Welt in den Menschen, ... ringt nach einem Verstehen der Welt als eines menschenartigen Dinges&amp;quot; (Wahrheit als Lüge WW V S.316). Es ist die Philosophie der Psychoanalyse, in welcher der Mensch letztlich nur aus Seelennot heraus sich verhält und bildet. &amp;quot;Alles, was den Menschen gegen das Tier abhebt, hängt von dieser Fähigkeit ab, die anschaulichen Metaphern zu einem Schema zu verflüchtigen, also ein Bild in einen Begriff aufzulösen.&amp;quot; (ebenda) Das menschliche [[Begriff]]sgebäude ist in seinem Sinne ein Produkt einer Übertragungsleistung von höchstem künstlerischem Rang, Denken ein Wesensakt des Individuums, das darin aber lediglich seine Instinkte forttreibt und nach innen und außen abführt. Damit aber wird Denken selbst zur [[Reaktion]], die nur auf die Natur der Instinkte zurückkommen kann - eben das, was die gesamte Freudsche Theorie ausmacht. Nietzsches Ausführungen zeigen weit besser als Freud den im Grunde reaktionären Charakter der [[Psychonanlyse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Freud ist Denken eine &amp;quot;Verschiebung seelischer Energie auf dem Wege zur Handlung&amp;quot; (Studienausgabe III, &amp;quot;Das Ich und das Es&amp;quot;, S.291), indem es Wortvorstellungen als Mittel nimmt. &amp;quot;Durch ihre Vermittlung werden die inneren Denkvorgänge zu Wahrnehmungen gemacht&amp;quot; (ebd. S. 292). Das Denken folgt bei ihm also den Notwendigkeiten der [[Seele]], Erinnerungsbilder sich so zu vergegenwärtigen, dass sie zu einem Handeln führen, die sie wirklich werden lassen (Seele als Streben zur Wiederholung eines &amp;quot;Befriedigungserlebnisses&amp;quot;). Hierdurch wird Denken durch nichts anderes bewahrheitet, als durch die Einlösung eines Nutzens, den die Welt einem Menschen bieten soll. Es ist das typische Bewußtsein eines Bürgers, der von seinem [[Geldbesitz]] aus dem Rest der Welt gegenübertritt (siehe [[Utilitarismus]]) und sie in die Pflicht nimmt, seinen Bedürfnissesn zu dienen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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