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	<title>Einzigartigkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Einzigartigkeit&amp;diff=10219&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<updated>2025-11-04T18:47:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
&lt;a href=&quot;https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Einzigartigkeit&amp;amp;diff=10219&amp;amp;oldid=268&quot;&gt;Änderungen zeigen&lt;/a&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:37:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Das Dasein steht als alltägliches Miteinandersein in der Botmäßigkeit der Anderen. Nicht es selbst ist, die Anderen haben ihm das Sein abgenommen. Das Belieben der Anderen verfügt über die alltäglichen Seinsmöglichkeiten des Daseins. ... In dieser Unauffälligkeit und Nichtfeststellbarkeit entfaltet das Man seine eigentliche Diktatur. Wir genießen und vergnügen uns, wie man genießt; wir lesen, sehen und urteilen über Literatur und Kunst, wie man sieht und urteilt; ... wir finden empörend, was man empörend findet. ... Jeder ist der Andere und Keiner er selbst.&amp;quot; (Heidegger in &amp;quot;Sein und Zeit&amp;quot; S. 126f &amp;quot;§27. Das alltägliche Selbstsein und das Man&amp;quot;&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin Heidegger]] hat bis in unsere Zeit hinein durch seine [[phänomenologische]] Beschreibungen des &amp;quot;alltäglichen Selbstseins&amp;quot; die [[Selbstwahrnehmung]] seiner [[Klasse]] [[vermitteln]] können und trifft von daher immer noch die Sofaecken der besonders kritischen [[Kulturbürger]], die vor allem eines fürchten: Das [[Diktat]] des [[gewöhnlichen]] Alltags, des &amp;quot;Man&amp;quot;, wie Heidegger es nannte. Es ist eine [[Gewohnheit]], die der [[Selbstveredelung]] dieser Schicht, mit deinem wohnlichen [[Dasein]] der [[Mittelschicht]] einer [[bürgerlichen Gesellschaft]] entgegentritt. Dem will der philosophische Glaubensbruder unbedingt entkommen, weil er sich von dem [[Gott]] der Besonderheit seiner [[Heilserwartungen]] verlassen fühlt. In der Gemeinschaft einer besseren Gesellschaft soll die wahre [[Einzigartigkeit]] des [[bürgerlichen]] [[Individuums]] allgemein auferstehen. So lässt sich in den Gepflogenheiten der [[bürgerlichen Gesellschaft]] eine einzigartige [[burgherrlichen]] [[Subjektivität]] als Stigma seines [[objektiven Subjektseins]] erkennen, das der Meute der [[Seinsvergessenheiten]] zukommen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch das ist nichts anderes als der [[gesellschaftliche]] [[Schein]] (siehe [[Scheinwelt]]), der jeder [[einzelnen]] [[Persönlichkeit]] auch als [[Privatperson]] anhängt, weil sie in einer [[Gesellschaft]] der [[Fetische]] (siehe auch [[Tittytainment]]), in einer [[Scheingesellschaft]] lebt. Und das ist dem Bürger ein Trost für die [[Perversionen]] seiner [[Vereinzelung]], die er zu ertragen hat. Es sei ja schließlich die Einzigartigkeit eines &amp;quot;eigentlichen Menschseins&amp;quot;, die sich in den Zeitströmungen und [[Gepflogenheiten]] (siehe [[Sitte]]) zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer [[reaktionären]] [[Kulturkritik]] aufgebläht hat und sich mit dem [[Übermenschen]] von [[Friedrich Nietzsche]] und dem [[Zynismus]] eines [[allgemeinen]] &amp;quot;[[politischen Subjekts]]&amp;quot; (frei nach [[Martin Heidegger]]) ebenso leicht vereint verstehen konnte, wie auch im Anarchismus des [[verallgemeinerten]] &amp;quot;Einzigen&amp;quot; von Max Stirner und der &amp;quot;heiligen Familie&amp;quot; der Frühsozialisten verstehen konnte und wie von selbst sich auch heute noch im [[politischen Subjekt]] einer linken [[Subjektkritik]] in der Abgrenzung zur &amp;quot;Faschisierung des Subjekts&amp;quot; einfinden kann (siehe hierzu auch [[reaktionärer Marxismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich hat jeder einzelne Mensch durch seine [[private Persönlichkeit]] ein besonderes [[Wesen]]. Er hat schließlich wie Jedermann und Jedefrau eine [[Seele]], die ihn [[persönlich]] ausfüllt und begeistert. Doch die Besonderheit des [[bürgerlichen]] [[Individuums]] äußert sich schließlich auch als ein [[Dasein]]allgemeines [[Dasein]]Wesen, das nicht sein will, was es ist, das gerne im Eskapismus einer einzigartigen [[Freiheit]], vor allem durch die [[Beliebigkeit]] der Unterwerfung an die [[Verhältnisse]] betrieben wird. Wie soll aber dann die damit inbegriffen scheinende &amp;quot;Diktatur des Man&amp;quot; ([[Martin Heidegger]]), der schlichte [[Charakter]] des [[Massenmenschen]] die [[Gewalt]] begründen können, welche dem [[Lebensraum]] eines [[Nationalstaates]] zu eigen ist? Es ist das eigentliches [[Dasein]], das seine [[Existenz]] ausmacht, seine &amp;quot;Eigentlichkeit&amp;quot;, die durch eine [[faschistische Ideologie]] zu begründen wäre, weil es in seiner &amp;quot;Gottverlassenheit&amp;quot; ([[Friedrich Nietzsche]]) eine Führung nötig hat. Was aber soll sich darin als &amp;quot;kritische Philosophie der Einzigartigkeit&amp;quot; ([[Martin Heidegger]]) des Menschen im 20. Jahrhundert [[gebildet]] und [[entwickelt]] haben? Mit der [[existenzialistischen]] [[Phänomenologie]] [[Heideggers]] wird dann eben mal &amp;quot;kurz und bündig&amp;quot; alles auf den Kopf gestellt, was [[sinnliche Gewissheit]] ausmachen könnte. Im [[Einzelnen]] wird sie zu einem verschwindenden Moment einer [[massenhaften]] Einzigartigkeit, zu einem Je-Seinigen eines allgemeinen Lebensverständnisses (siehe [[Gesinnung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Resultat einer solchen [[Entwicklung]] herrscht das [[Selbstverständnis]] eines in sich schon [[widersprüchlichen]] [[Bewusstseins]], die [[Selbstgewissheit]] einer [[politischen]] Einzigartigkeit der [[allgemeinen]] [[Persönlichkeit]] als [[politisches Subjekt]] des [[Bürgers]], das schon in der Aussonderung seiner individuellen [[Wahrheit]], also nicht durch sich, sondern durch die Abgrenzung von Anderen, durch eine [[negierte]] [[Beziehung]] sich das [[ausschließlich]] [[Eigene]] erkennen lasse. Mit dem Heraustreten aus dem &amp;quot;man&amp;quot; kann sich dann allerdings auch nur ein finsteres &amp;quot;[[Wissen]]&amp;quot; um den &amp;quot;Sinn des Seins&amp;quot; entfalten, das die &amp;quot;erd- und bluthaften Kräfte&amp;quot; der Menschheit bewahrt, deren [[Wesen]] dem profanen Menschen entgangen sein muss. Dem könne sich schließlich der erst im Angesicht des Todes &amp;quot;[[eigentlich]]&amp;quot; werdende Mensch in seiner Authentizität seine &amp;quot;eigentliche Wahrheit&amp;quot; erkennen könne, indem er sich gegen das &amp;quot;man&amp;quot; einer [[Massenkultur]] besondert, sich als einzigartiger Mensch erkennen und seiner [[Lebensangst]] entgegtreten könne. Das macht nun die Grundlage des &amp;quot;Je-Seinigen&amp;quot; Menschen der [[Phänomenologie]] (siehe hierzu auch [[kritische Psychologie]]), das bis heute den [[Edelmut]] vieler Intellektuellen begeistert, die nicht unbedingt den &amp;quot;Sinn des Seins&amp;quot; begreifen müssen, sondern sich endlich ihr [[reaktionäres Bewusstsein]] mit einem derart [[abstrakt menschlichen Sinn]] erfassen können (siehe hierzu auch [[Linksfaschismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher erhebt [[Martin Heidegger]] die [[spießige]] Borniertheit des [[Glaubens]] an das Wesen und Verwesen der [[Tatsachen]] des [[Lebens]] zu einer [[Philosophie]] der &amp;quot;wissenden Entschlossenheit zum [[Wesen]] des [[Seins]]&amp;quot; und [[begründet]] damit sein akademisches [[Wirken]] für den höchsten und zugleich unendlichen Anspruch &amp;quot;im Wissen um den Sinn des Seins&amp;quot;. Das so gewonnene [[Selbstverständnis]] wurde schließlich zur Losung einer hoch [[veredelten]] [[Elite]] des [[Kulturbürgertums]], die durch ihre einzigartige Erkenntnis aus dem Wesen des [[Todes]] eine Triebkraft des [[Bewusstseins]] verstanden haben wollte, um diesen [[Begriff]] als [[Wesen]] eines [[Selbstbewussten]] &amp;quot;[[Volkes]]&amp;quot;, als [[Bewusstsein]] seiner Endlichkeit zum Überlebenskampf anzustacheln, zu lehren, anzugewöhnen und politisch zu [[erziehen]]. Und daraus begründete sich schließlich seinerzeit ein [[totaler]] [[Moralismus]] bei den [[politischen]] Intellektuellen und Studenten, die schließlich im Dienst einer &amp;quot;ursprünglich gestimmten, wissenden Entschlossenheit&amp;quot; zusammen mit ihren Professoren eine [[Bücherverbrennung]] der &amp;quot;artfremden Literatur&amp;quot; in Gang gesetzt hatte, der sich die [[Faschisten]] bequem zugesellen und diese [[nutzen]] konnten. Denn nichts kann ein Kleinbürger besser verwirklichen als einen [[&amp;quot;Wissenschaftlichen Scharlatanismus und politische Anpassung&amp;quot; (Marx, MEW16, S.31f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Kleinbürger ist ... zusammengesetzt aus ein Einerseits und Andererseits ... Er ist der lebendige Widerspruch. .... Wissenschaftlicher Scharlatanismus und politische Anpassung sind von solchem Standpunkt unzertrennlich. Es bleibt nur noch ein treibendes Motiv, die Eitelkeit des Subjekts ...&amp;quot; [[(Karl Marx, Über Proudhon, MEW 16, 31f)]].&amp;quot; [[(siehe auch MEW Band 23 Seite 189f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur kleinbürgerlichen Scharlartanerie gehört, dass sie die Hinterhältigkeit einer individualisierten [[Angst]] in ihrer [[Allgemeinheit]] für sich zu [[nutzen]] versteht (siehe hierzu auch [[Psychokratie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Hineingehaltenheit des Daseins in das Nichts auf dem Grunde der verborgenen Angst macht den Menschen zum Platzhalter des Nichts.&amp;quot; (Heidegger in seiner Freiburger Antrittsvorlesung &amp;quot;Was ist Metaphysik?&amp;quot; 1929)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche &amp;quot;[[Erkenntnis]]&amp;quot;, die aus einem &amp;quot;Vorlauf zum Tode&amp;quot; begründet wäre, ist fantastisch und entfaltet die [[geltungssüchtige]] Pädagogik eines jeden [[Spießers]], dem sein paternalistisches [[Selbstverständnis]] [[allgemein]] [[politisch]] zu einer Glaubenstatsache wird. Doch jeder [[Verstand]] kann nur das [[wissen]], was er im [[Sinn]] seiner [[Erkenntnisse]] auch [[wirklich]] [[wahr hat]] und für [[wahr nimmt]], sein [[Erkenntnisinteresse]] aus der [[Wahrnehmung]] seiner [[persönlichen]] [[Wirklichkeit]] entwickelt, die schnell und leicht in den [[hermeneutischen Zirkel]] einer [[Selbstwahrnehmung]] gerät. Und die [[Existenz]], die in jeder [[bürgerlichen]] [[Familie]] als [[wirkliche]] Allgemeinform einer [[bürgerlichen]] [[Selbstbezogenheit]] zur [[Lebensangst]] ihrer impliziten [[Selbstbeschränkung]] wird, kehrt diese in eine [[radikale]] Allgemeinverständigkeit über [[Leben]] und [[Tod]] um, und verwandelt sie in eine [[Religion]] des Überlebens durch die &amp;quot;Härten des Lebens&amp;quot;, die zu einer allgemeinen [[politischen]] [[Bewegung]] gegen die &amp;quot;Platzhalter&amp;quot; des [[Todes]] wird, indem sie sich schließlich gegen die &amp;quot;[[Seinsvergessenheit]]&amp;quot; des [[bürgerlichen Bewusstseins]] wendet (siehe hierzu auch [[Psychokratie]]). So befördert diese &amp;quot;[[Seinsvergessenheit]]&amp;quot; schließlich auch die Hochstimmung eines Wahnsinns, der sich schließlich in der [[esoterischen]] Tiefe des [[Kulturbürgertums]] exzesshaft ausbreitet (siehe hierzu auch [[Anthroposophie]]) und die extensiven Kräfte der [[Reaktion]] beflügelt (siehe hierzu &amp;quot;[[Martin Heidegger]]&amp;quot;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Geist ist die ursprünglich gestimmte, wissende Entschlossenheit zum Wesen des Seins. Und die geistige Welt eines Volkes [...] ist die Macht der tiefsten Bewahrung seiner erd- und bluthaften Kräfte als Macht der innersten Erregung und weitesten Erschütterung seines Daseins.&amp;quot; (Martin Heidegger in seine Freiburger Rektoratsrede im Mai 1933 unter dem Titel: &amp;quot;Die Selbstbehauptung der deutschen Universität&amp;quot;)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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