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	<title>Erinnerungsbild - Versionsgeschichte</title>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Nach S. Freud entstehen Erinnerungsbilder (siehe auch Bild) in der [[Psyche]] aus einer [[Sehnsucht]] nach der Wiederherstellung von [[Erlebnissen]] der [[Befriedigung]], welche einem natürlichen [[Wesen]] durch eine [[allgemeine]] [[Bedürftigkeit]] zur [[Befriedigung]] seiner [[Natur]] durch &amp;quot;fremde Hilfeleistung&amp;quot; zugeführt wird (siehe auch [[Befriedung]]). Und hierfür wird zur Begründung seiner [[Theorie]] der [[Psyche]] ein [[System]] von [[bewussten]] und [[unbewussten]] [[Erinnerungen]] hergenommen, womit sich das komplexe System der psychischen Phänomene und Symptome als [[allgemeine]] Antriebe erklären lassen sollen. Doch diese Ableitung kann nur das [[Bild]] von einem rein passiven Menschen vermitteln, dem alle wesentlichen [[Erfahrungen]] durch fremde Hilfeleistungen, durch eine [[fremde Kraft]] zu einem [[konsumtiven]] [[Erleben]] zugeführt werden (siehe hierzu auch [[Pfreundschuh 1975: &amp;quot;Zur Kritik des Freudschen Systems der Psychoanalyse&amp;quot;]]). Von daher versteht Freud die [[Vorstellung]] von [[Erinnerungen]] an vergangenes [[Erleben]] als [[Antrieb]] aller [[Gefühle]], als [[Triebkraft]] der [[Psyche]], als ihre Konserve aus vergangenem [[Erleben]], die [[Vorstellungen]] aus vergangenem [[Leben]] als [[wesentliche]] [[Ressource]] der [[Selbstverwirklichung]], – einer [[persönlichen]] [[Emanzipation]] gegen die [[Verdrängung]] [[schmerzhafter]] [[Ereignisse]] in den [[Nöten]] des [[Lebens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;In der Form der großen Körperbedürfnisse [des menschlichen Individuums] tritt die Not des Lebens zuerst an ihn heran. Die durch das innere Bedürfnis gesetzte Erregung wird sich einen Abfluss in der Motilität suchen, die man als ‚Innere Veränderung‘ oder als ‚Ausdruck der Gemütsbewegung‘ bezeichnen kann. Das hungrige Kind wird hilflos schreien oder zappeln. Die Situation bleibt aber unverändert... Eine Wendung kann erst eintreten, wenn auf irgendeinem Wege, beim Kinde durch fremde Hilfeleistung, die Erfahrung des Befriedigungserlebnisses gemacht wird, das den inneren Reiz aufhebt. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Erlebnisses ist das Erscheinen einer gewissen Wahrnehmung, deren Erinnerungsbild von jetzt an mit der Gedächtnisspur der Bedürfnisbefriedigung assoziiert bleibt. Sobald dies Bedürfnis ein nächstesmal auftritt, wird sich …eine psychische Regung ergeben, welches das Erinnerungsbild jener Wahrnehmung wieder besetzen und die Wahrnehmung selbst wieder hervorrufen, also eigentlich die Situation der ersten Befriedigung wiederherstellen will“ (Freud GW II/III, 471).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erinnerungen]] sind die [[Inhalte]] des [[Bewusstseins]]. Allerdings überdauert das [[Verdrängte]] das [[Bewusstsein]] und kehrt in Modifikationen von [[Erinnerngsbildern]] wieder. Im Erinnerungsbild ist die [[Psyche]] zeitlos und ihrem [[Lebensraum]] entkörpert, ihrem [[Körper]] enthoben, als ein entwirklichtes Körpergedächtnis, ein [[Erinnerungsbild]] von [[unbewussten]] [[Selbstgefühlen]] und [[Erregungen]] in der [[Wahrnehmung]] wirksam werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für ein [[Bild]] ist, dass es in einer bloßen Fläche [[Raum]] und [[Zeit]] ohne eine nötige Tiefe zusammenführen kann. Es kann seine [[Wirklichkeit]] daher nur in seinem zweidiemsionalen [[Verstand]] [[interpretieren]], [[Bilder]] nur in der Flache, nur flach [[vermitteln]]. Nur durch [[Mittel]], die solche [[Beziehungen]] in ihrer reinen [[Form]] im [[Raum]] darstellen können. Und sie müssen dies, um ihnen gerecht zu werden, ohne ihre [[Wirklichkeit]] preis zu geben, sie zu [[vergegenwärtigen]], ohne sie [[inhaltlich]] [[aufzuheben]] und dennoch ihre [[Wahrheit]] darzustellen. In [[Wahrheit]] kann eine Fläche aber nur das Flache abbilden. Es muss seine Tiefe aus einer [[Interpretation]] beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnern kann man eigentlich nur, was im [[Empfinden]] schon durch sich selbst innerlich bestimmt, inhalt von [[bewussten]] [[Gefühlen]] ist. Es setzt voraus, dass eine [[Wahrnehmung]] zum Inneren kam und als deren [[Bildnis]] [[gegenwärtig]], Bestandteil der [[subjektivem]] [[Bildung]] und also nicht [[verdrängt]] ist. Das [[Bildnis]] einer [[Erinnerung]] ist daher auch nicht die bloße Reproduktion einer [[Wahrnehmung]] oder eines [[Erlebens]] ihrer [[Wirklichkeit]], wie es Sigmund Freud verstanden hatte. Sie ist die Vermittlung der Rückstände im Körpergedächtnis einer [[toten Wahrnehmung]] von [[Empfindungen]], aus deren [[Träume]] sich [[Gefühle]] einer [[verdrängten]] Wahrnehmung zu einem [[objektiven Selbstgefühl]] verbinden und [[bilden]]. Sie ist das ursprünglichste [[Denken]] indem sie das [[Gedächtnis]] bildet, worin sie sich als [[Bild]] aus vergangener [[Wahrnehmung]] als ihrem gedanklichen Zusammenhang [[vergegenwärtigt]]. Meist handelt es sich dabei um einen Bildungsprozess der [[Wahrnehmung]], wie sie sowohl in [[Träumen]] als auch über [[Informationen]] oder [[Medien]] verarbeitet werden können. Was ein [[Bild]] von der rein [[reproduktiven]] oder kognitiven Erinnerung (siehe auch [[Haptik]]) des Körpergedächtnisses unterscheidet, ist ihre Kombination, die Komposition von [[Empfindungen]], die sich darin subjektiviert, - und auch das [[ästhetische]] Verhältnis, das es hierdurch sinnlich einnehmen kann. Die [[Erinnerung]] mag sich in vielen Bildern darstellen können; aber sie erfährt nur über ihre [[bewusste]] oder [[unbewusste]] [[Wahrheit]], durch die [[Wirkungen]] ihrer [[Geschichte]], worin sie sich [[wahrhat]], worin ihre gegenständlichen [[Empfindungen]] sich subjektivieren, sich als das hinterlassen, was über ihr [[Denken]] für [[wahr]] befunden wird, auch wenn es aus der [[Wahrnehmung]] ihrer [[Wirklichkeit]] [[verdrängt]] ist. Aber gerade darin kann sie sich in ihrer [[Wahrheit]] auch [[täuschen]],wenn ihre Gefühle die Verarbeitung der [[Empfindungen]] bestimmen, ihnen also als [[Selbstgefühle]] vorausgesetzt werden, die sie [[hörig]] gemacht haben (siehe hierzu [[Ästhetik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erinnerung ist zunächst eine Gedächtnisleistung, die aber für sich genommen ohne [[Gegenwart]] ist und alle Zusammenhänge der [[Wahrnehmung]], des [[Empfindens]] und [[Fühlens]] außer sich lässt. Sie reduziert diese auf die Wahrnehmungsform von [[Ereignisen]] und betreibt hierbei eine [[Abstraktion]] von ihren wahren Inhalten, auf eine Körperform, die auf die [[Wahrnehmung]] zurückwirkt und ihre [[Haptik]] bestimmt (siehe [[Körperfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ereignis]] wird von den [[Bedingungen]] abstrahiert, welche das Erinnerte erst wahrgemacht hatten. Insofern unterscheidet sich die Erinnerung vom [[Gedächtnis]] als [[Begriff]] einer herausgesetzten Wahrnehmung (siehe [[Erleben]]), eine [[Existenz]] für sich, die auf der Bühne genauso bestehen kann wie in der [[Isolation]] jeglichen Auftretens von etwas, das geschieht, ohne einen Zusammenhang zu zeigen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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