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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Das wahre Leben, das ewige Leben ist gefunden, _ es wird nicht verheißen, es ist da, es ist in euch: als Leben in der Liebe, in der Liebe ohne Abzug und Ausschluß, ohne Distanz. Jeder ist ein Kind Gottes&amp;quot; (Friedrich Nietzsche, WW IV, Der Antichrist, S. 1190).&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Eventkultur]] besteht aus einer [[Ereignissproduktion]], die einen Kulturkonsum der unterschiedlichsten [[Erlebnisse]] beschert und eine [[Scheinwelt]] voller selbstsüchtiger [[Gefühle]] erzeugt (siehe auch [[Egomanie]]), die sich aus völlig weltlos gewordenen [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] nähren und ihre Bildung aus bloßen [[Vorstellungen]] und Erinnerungen des [[Erlebens]] beziehen. Hierin erzeugen und vermitteln sich [[Selbstgefühle]], die ihren [[Sinn]] aus der Selbstbestärkung [[isolerter]] Menschen und Gruppen erfahren und [[entäußern]], die überhaupt nur noch über [[Kulturkonsum]] sich wahrhaben können, indem sie ihre [[Langeweile]] vergesellschaften und sich im Kollektiv [[selbstloser]] Arrangements aufheben. Und weil sich darin jeder Mensch wiederfinden soll, herrscht dann auch eine im [[Allgemeinen]] sehr [[widersinnige]] [[Wahrheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulturkonsum ist vor allem die [[Einverleibung]] von [[Kultur]], von [[Wahrnehmungen]], [[Erlebnissen]] oder [[Vorstellungen]] durch [[Ereignisse]], worin Kulturprodukte [[erlebt]] und über das darauf gründende [[zwischenmenschliche]] [[Erlebnis]] als [[objektive Gefühle]] angeeignet werden. Der &amp;quot;Hunger&amp;quot; nach solchen [[Erlebnissen]] kommt aus der [[Erfahrung]] von Sinnentleerung in einem an und für sich unglücklichen [[Leben]], aus Arbeitswelten und [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]], deren [[Selbstgefühle]] sich durch die Hereinnahme [[objektiver Gefühle]] auffrischen, durch die sich die [[Befriedung]] einer hintergründigen [[Lebensangst]] ereignet. In der &amp;quot;[[Freiheit]]&amp;quot; dieser [[Erfahrung]] wird der &amp;quot;Frieden&amp;quot; (siehe auch [[heile Welt]]) in seinem Unglück erlebt, erneuert und somit die [[Abtrennung]] von seiner [[Wirklichkeit]] vertieft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer solch heilen Welt wird die Befriedung selbst gesellschaftlich tragend, sobald sie sich durch die [[Masse]] von [[Ereignissproduktionen]] duchsetzt, durch deren [[Kulturkonsum]] die Menschen [[befriedet,]] in der [[Masse]] von [[Erlebnissen]] zugleich auch [[befriedigt]] werden. In einer hieraus bestehende [[zwischenmenschlichen]] [[Masse]] ist alles nurmehr Gefühl, das jede seelische Regung zum Kult befördert, Kultur zur Hofschranze einer Scheinwelt von Befriedigungn werden lässt. Vergangene [[Selbstachtung]] erscheint jetzt objektiv auf den Altären der [[Selbstwerte]] als [[Gefühlsmasse]] der [[Selbstgefühle]], die gegen ihre [[Empfindung]] nicht nur blind, [[tote Wahrnehmung]] sind, sondern [[politische]] [[Erregung]] formulieren. Denn darin geht die einzelne [[Selbstbezogenheit]] als [[Empfindung]]eigener [[Ohnmacht]] unter, wenn sie sich darin bestärkt und sich selbst in der [[Masse]] der [[Gefühle]] als [[Massengefühl]] verliert. In der [[Abwesenheit]] von [[Massenkultur]] ist es für sich das leere Verlangen einer [[erregten]] [[Abstraktionskraft]]. Weil es durch sich selbst bodenlos und grundlos ist, beteibt es die Dämonie enes [[Selbstbewusstseins]], das nur im [[Selbstverlust]] [[wahr]] sein kann, sich in der Selbstverlorenheit eines [[Massengefühls]] an ihr messen und bestärken muss, um Masse als eigene Größe zu ersetzen. Es wird für sich notwendig größenwahnsinnig, um [[Geltung]] zu finden, sich überhaupt in seiner [[Einsamkeit]] massenhaft gültig, in seiner [[Selbstwahrnehmung]] als Moment einer [[Gefühlsmasse]] [[wahr zu nehmen]] und [[wahr zu machen]]. Als Maß und Mittel seiner [[Selbstermächtigung]] sucht es jedwede [[Masse]] seiner verlorenen [[Selbstwahrnehmng]] in einer besonderen Art seiner Gruppenzugehörigkeit, an der sein [[Selbstwert]] bemessn und [[empfunden]] wird. Im [[Massengefühl]] findet und empfindet der [[vereinsamte]] Mensch sich allerdings nurmehr in einer ihm fremden Zugehörigkeit, also im [[Selbstverlust]] (siehe auch [[Depression]]) und wird sich selbst entsprechend [[fremd]], weil er sich in in der Selbstverlorenheit seiner Selbstbegründung verachtet (siehe auc[[h tote Wahrnehmung]]). Denn er gewinnt sich [[psychisch]] nurmehr in der Zugehörigkeit zu einem fiktionalisierten Gruppengefühl, wie er sich darin zugleich als lebendiger Mensch verliert und in seinem Verlust autoritattiv bestärken muss, sich aus seiner Verachtung für sich, aus seiner [[Selbstverachtung]] gegen andere [[emanzipiert]] (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]), &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Politische Kultur]]bezieht sich daher nun auf Kultur überhaupt durch das, was sie durch einen [[ästhetischen Willen]] geworden ist (siehe [[Kritik der politischen Ästhetik]]), was sie also nicht nur sittlich zur [[Religion]] gebracht hatte, sondern was sie nun in der Eigenwelt der Gewohnheiten, besonders des [[Wohnens]] und Sorgens als öffentliches Medium der politischen Kultur darstellt. Über die [[Medien]] der Kultur war der subjektivierte Geist zur [[Prominenz]] seiner Kulturmächtigkeit gelangt, ist von daher selbst zu einer allgemeinen Kulturmacht kultureller [[Subjektivität]] geronnen, die sich nicht nur [[populistisch]] von der [[Politik]] verwerten lässt. sondern selbst in der Wahrnehmung und [[Meinung]] der Bevölkerung vergegenwärtigt ist. Sie ist zu einer formierten [[Subjektivität]] der kulturellen [[Prominenz]] geworden, die sich nicht nur öffentlich, sondern nun auch in den eigenen [[Räumen]] bestärkt und sich [[schön und gut]] finden kann, weil sie sich darin heil gegen alles [[Unheil]] erscheint. Alle gesellschaftlichen Inhalte der Kultur zwischen den Menschen werden hierdurch in ihrer formellen Gegenwärtigkeit eines geschlossenen [[Lebensraums]] in der [[Form]] der [[Wahrnehmung]], der [[Information]] absolut bestätigt und bestärkt, ohne dass sie noch irgendeinen Bezug haben müssen zu dem, was Menschen darin wahrgehabt haben oder [[wahrhaben]] werden. Die [[Erinnerung]] der Menschen ist damit entsubjektiviert und hat die Form einer allgemeinen [[Gegenwärtigkeit]] eingenommen indem sie sich in ihren objektiv gewordenen [[Wahrnehmungen]] selbst konsumiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Eventkultur ist eine [[Kultur]], die durch fortwährende [[Ereignisproduktion]] betsteht und sich durch ihre [[Reize]] und Anreizungen zu erhalten versteht, indem dadurch die [[Selbstgefühle]] [[isolierter]] Menschen fortwährend neue Objekte ihrer [[Selbstwahrnehmung]] zur Vergemeinschaftung ihr [[Selbstempfindungen]] erfahren (siehe auch [[Massengefühl]]). Sie ist von da her die [[Kultur]] einer [[selbstbezüglichen]] und stetigen [[Ereignisproduktion]], wodurch die Menschen ihren [[zwischenmenschlich]] veräußerten [[Sinn]] durch ihr [[Selbsterleben]] aufheben und in eine absolute [[Selbstbeziehung]] ihrer [[Egozentrik]] treiben, im [[Erleben]] mit und durch Andere sich selbst erfahren und andere für sich veräußerlichen. Die Entleerung der [[zwischenmenschlichen]] Erfahrung treibt dazu, dass die Menschen ihre [[Wahrnehmungen]] entgeistern und sich nurmehr in deren veräußerlichen Formen verständigen, die durch den massenhaften [[Eindruck]] der [[Reize]] auf sie entstehen (siehe hierzu auch [[Kulturkonsum]]). Hierdurch verwesentlichen sie die veräußerlichten [[Eigenschaften]] ihrer [[Wahrnehmung]] als Ausdruck ihrer Lebensart für sich, aber immer auch gegen Andere .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Alles aber (…) ist jetzt ultra, alles transzendiert unaufhaltsam, im Denken wie im Tun. Niemand kennt sich mehr, niemand begreift das Element, worin er schwebt und wirkt, niemand den Stoff, den er bearbeitet. (…) Junge Leute werden viel zu früh aufgeregt und dann im Zeitstrudel fortgerissen. Reichtum und Schnelligkeit ist, was die Welt bewundert und wonach jeder strebt.&amp;quot; (Johann Wolfgang Goethe, Brief an Zelter vom 6.6.1825)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[bürgerlichen Gesellschaft]] war für ein bestimmte[[Klasse]] der Bourgeoisie der [[Geldbesitz]] als Medium des Überflusses und Luxus schon immer reizvoll - und umso intensiver, wie das [[Wertmaß]] des [[Geldes]] auf dem Weltmarkt über die [[Preise]] des [[Weltgeldes]], durch dessen Funktion als weltweiter [[Maßstab der Preise]] vermittelt wird (siehe [[Globalisierung]]). Der internatioale [[Mehrwert]], der weltweite Überfluss an [[unbezahlter Arbeit]] wird also zu einem Maß der Existenzen, der durch den [[Geldbesitz]] in einer Währung zu einem nationalen [[Existenzwert]] wird, der sich über das [[Weltgeld]] eines [[Weltkapitalismus]] verwertet. Was als bloßer [[Mehrwert]] nur tot bliebe, weil dessen Bildungsprozess die Produkte aus [[unbezahlter]], aus [[toter Arbeit]] vergemeinschaftet, wird in der Kultur der [[Geldbesitzer]] kulturell belebt, indem darin [[Ereignisse]] zur Vergnüglichkeit und Lustbarkeit über [[Dienstsleistungen]] gegen die Abtötungen in einer [[Gesellschaft]] der Verwerfungen und [[Dekadenzen]] rückgebunden werden (Rückbindung = re ligio = [[Religion]]). Deren [[Langeweile]], der schale Geschmack inhaltsloser [[Scheinwelten]] [[entwickelt]] sich dabei selbst zu einem [[Bedürfnis]], das keinen [[wirklichen]] Gegenstand mehr empfindet, weil es ihn nicht unbedingt nötig hat, sondern sich mit [[zwischenmenschlichen]][[Erlebnissen]] aus den [[Ereignissen]] und [[Beziehungen]] durch die Vergemeinschaftung der in Massen [[isolierten]] [[Selbstgefühle]], durch ihre Formverwandlung zu [[Massengefühlen]] begnügt und sich in den [[Selbstwahrnehmungen]] der Menschen als [[Kultur]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] fortbildet (siehe auch [[Kult]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In und durch Eventkultur verbinden sich in den Menschen [[Erlebnisse]] durch bestimmte [[Ereignisse]] zu einem [[ausschließlichen]] Lebenszusammenhang, indem sie hierüber einander [[gesellschaftlich]] verbunden sind. Von daher werden die damit bewirkten [[Empfindungen]] zum Mittel der [[Selbstbeziehung]] über [[Gefühle]], die ohne dies keinen [[Sinn]] mehr für sich findet und ihre [[Langeweile]] als [[Ausdruck]] einer[[toten Wahrnehmung]] forttreiben müsste. Aber solche [[Beziehung]] ist nur in und durch die [[Personen]] gegenwärtig, die nicht in ihrer wirklichen Welt, sondern sich durch [[Erlebnisse]] und [[Erinnerungen]] aufeinander beziehen können, die sie also durch die [[Erlebnisse]] in den [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] ihrer [[Selbstwahrnehmungen]] durch einander [[einverleibt]] haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entspricht der [[Wirklichkeit]] menschlicher [[Beziehungen]] in [[Verhältnissen]] des [[Geldbesitzes]] (siehe [[zwischenmenschliches Verhältnisse]]) einer [[verselbständigten]] Geldzirkulation (siehe auch [[fiktives Kapital]]). in der das [[Leben]] im bloßen [[Erleben]] kultiviert und konserviert ist (siehe auch [[Kulturkonsum]]). [[Erleben]] ist eine reflektive [[Form]] des Lebens: Er-Leben, worin sich [[Leben]] so vermittelt wie es sich [[ereignet]]. Weil es in dieser [[Form]] so [[objektiv]] wie [[subjektiv]] ist, ist es auch ganz [[gleichgültig]], wie es enstanden ist und wie [[zufällig]] es [[erscheint]]. Erleben hat zwar [[Ursachen]], deren [[Wirkung]] aber besteht aus den bloßen [[Ereignissen]] einer ungegenständlichen [[Wahrnehmung]]. Es ist lediglich der [[Eindruck]] ihrer [[Wirkung]] (siehe auch [[Reiz]]), der bleibt - eine [[Wahrnehmung]] mit Folgen für sich selbst aber ohne [[Grund]] außer sich. Ein [[Ereignis]] ist ein Geschehen, das aus seinem Zusammenhang herausgenommen und selbständig wahrgenommen wird. Wo der Zusammenhang der gesellschaftlichen [[Gegebenheiten]] [[abwesend]] ist, sich also kein [[wirklicher]] Zusammenhang wahrnemen und nicht finden lässt, entspricht dies einer [[Wahrnehmung]] die diese auch so [[wahrhat]], die also auch keinen [[wirklichen]] Zusammenhang finden, keine [[Beziehung]] der [[Ereignisse]] in ihrem [[Dasein]] [[empfinden]] und in ihren [[Gefühlen]] [[vermitteln]] kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist lediglich die [[Selbstwahrnehmung]], die hierbei belebt wird. Und die ist ohne [[Gegenstand]], wird also nur für sich und durch sich wahr genommen, auch wenn dabei [[Leben]] als etwas ganz anderes [[wahrgehabt]] wird. Immerhin ist das Erleben selbst das wesentliche Mittel einer Kultur, die sich über die Produktion von Ereignissen erhält. [[Ereignis]]produktion zielt auf die Produktion von [[Selbstgefühlen]], die durch bestimmte [[Erlebnisse]] erzeugt werden. Von daher werden die damit bewirkten [[Empfindungen]] zum Mittel der [[Selbstbeziehung]] über [[Gefühle]], die ohne dies keinen [[Sinn]] mehr für sich findet und ohnedies ihre [[Langeweile]] als [[Ausdruck]] einer[[toten Wahrnehmung]] forttreiben müsste (siehe hierzu auch [[Rassismus]]).. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Eventkultur bietet [[Anreize]] im Besonderen für das [[Leben]] in einer [[Scheinwelt]] [[narzisstischer]] [[Erregungen]] und Erbauungen, welche ihre Konsumenten (siehe auch [[Kulturkonsum]]) in der Borniertheit ihrer antagonistischen [[Egozentrik]] [[befriedet]] und darüber hinaus durch ihren [[Kult]] (siehe auch [[Fan-Kult]]) über sich hinaus erhebt (siehe auch [[Selbstveredelung]]). Nicht wirkliches [[Leben]], nicht das Original ist ihre Welt, sondern eine [[Kultur]] bloßer Kopien, das wirklich Erreichbare, das bloße [[Erleben]] durch irgendwelche [[Ereignisse]]welche die Wahrnehmung stimulieren und aufreizen und [[Selbstgefühle]] entwickeln, die letztlich - wenn auch nicht ausdrücklich und bestimmt - den [[ästhetischen Willen]] des [[Kulturbürgertums]] bestärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Veranstaltungen]] von [[Ereignissen]] für [[zwischenmenschliche]] [[Erlebnisse]] wird die [[Selbstwahrnehmung]] zur [[Prothese]] einer gesellschaftlichen [[Beziehung]], in der jeder bei sich bleibt, indem er außer sich ist. Darin wird die [[Selbstwahrnehmung]] zum [[Lebensmittel]] einer gesellschaftlichen [[Beziehung]], die über einen entspechenden [[Kulturkonsum]] [[Erregungen]] [[befriedet]], die [[zwischenmenschliche Beziehungen]] mit [[objektiven Gefühlen]] versehen und dort verbünden, wo sie [[gleichgültig]] geworden sind und wodurch die Sinnentleerungen des Alltags (siehe auch [[abstrakt menschlicher Sinn]]) überwunden zu sein scheinen (siehe auch [[Scheinwelt]]) und durch entsprechende [[Ereignisse]] oder Drogen ertragen werden (siehe auch [[Tittytainment]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konsumverhalten muss in einer [[Gesellschaft]] über ihre [[gegenständliche]] [[Bedürfnisse]] hinausgetrieben werden, die vor allem darauf spekuliert, durch einen überhöhten Produktabsatz und dem entsprechenden Werbegebühren und [[Dienstleistungen]] (siehe auch [[Kommunikationsindustrie]]) den [[Geldwert]] eines [[Schuldgeldsystems]] mit &amp;quot;Frischgeld&amp;quot; zu decken. Weil und sofern sich dieser aus den weltweiten Interessen des [[fiktiven Kapitals]] der Finanzmärkte bestimmt und von der [[Realwirtschaft]] nicht mehr erwirtschaften lässt, kann der notwendige [[Mehrwert]] zunehmend nur noch jenseits einer reellen Produkterzeugung und deren [[Wertrealisation]] durch [[Ereignisprodukion]] und [[Eigentumstitel]] (siehe auch [[Miete]]) über entsprechende Lohnabgaben eingetrieben werden. Dem entsprechend setzt sich eine solche [[Kultur]] durch und wird auch von der Wirtschaft (siehe [[Wertwachstum]]), dem [[Staat]] und den [[Medien]] gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Eventkultur ist von daher eine [[Kultur]], die sich nicht in einer [[Geschichte]] von [[T�tigkeiten]] und [[Erfahrungen]], sondern über die Herstellung von einer unablässigen Folge von [[aufreizenden]] [[Ereignissen]] begründet. Von daher kann es zu keiner [[Befriedigung]] durch [[Erlebnisse]] kommen, sondern zu einem beständigen Wechsel unterschiedlichster [[Ereignisse]], die durch ihre Abwechslung die [[Erregung]] des einen durch die [[Erregung]] eines anderen [[Ereignisses]] tilgen, [[allgemnein]] also eine erregte [[Scheinwelt]] produzieren und in Gang halten. Man kann das auch als eine [[Befriedung]]stechnik durch &amp;quot;Event-Hopping&amp;quot; verstehen, in der die [[Wahrnehmung]] und [[Selbstwahrnehmung]] von [[Eindrücken]] bestimmt wird, die aus der [[Gewohnheit]] oder aus [[Anreizungen]] der [[Selbstgefühle]] augenscheinlich in ihrem [[Sinn]] erinnert und in ihrem &amp;quot;Echoraum&amp;quot; totalisiert werden. Es ist eine [[Kultur]] [[isolierter]] Wahrnehmung in Augenblicken, die ihren Zusammenhang nur im [[Erleben]] selbst haben, in dem, was sie darin von sich [[wahrhaben]], ganz gleich ob und wie sie es [[wahrnehmen]]. Sie verwirklicht sich durch einen [[Kulturkonsum]], der entweder [[zwischenmenschlich]] durch die [[Einverleibung]] bestimmter [[Wirkungen]] des [[Erlebens]] sich ereignet, oder sich durch Veranstaltung hierfür geeigneter [[Ereignisse]] stattfindet. In jedem Fall ist sie eine Kultur, die nur aus dem Konsum augenblicklicher [[Selbstbezogenheiten]] besteht und sich in entsprechend zusammenhanglosen [[Erinnerungen]] rein [[�sthetisch]] als [[Befriedung]] ihrer hintergründigen [[Lebensangst]] hinterl�sst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kulturkonsum]] ist also die [[Einverleibung]] von Kultur zur [[Befriedung]] eines unglücklichen Lebens. Er verleiblicht seine [[zwischenmenschliche]] [[Erlebnisse]] in den [[Ereignissen]], die eine [[Selbstwahrnehmung]] beflügeln, die über sich hinauswächst, die sich in ihrer [[Egozentrik]] veredelt und ihrer [[Selbstveredelung]] &amp;quot;Flügel verleiht&amp;quot;. Eine Eventkultur ist in der Lage, diesem [[Leben]] als Prothese zu dienen und in ihren [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] [[prothetische Beziehungen]] zu verschaffen. Letztlich wird dadurch allerding ihr [[Sinn]] hinfällig, [[Kultur]] dekultiviert (siehe auch [[politische Kultur]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kultur]] ist der [[Sinn]], den Menschen in ihren [[Beziehungen]] vergegenständlichen; Konsum ist der [[Nutzen]], den sie daraus beziehen, sich als [[Objekte]] ihrer Kultur zugleich als [[Subjekte]] ihrer [[Selbstbeziehung]] verhalten können. Alle [[Gegenstände]] können einen [[Nutzen]] für den darstellen, der sie für seinen [[Selbstwert]] und einem dem entsprechenden [[Geltungsstreben]] gebrauchen kann. Für ihn haben sie [[Gebrauchswert]]. [[Konsum]] ist ihr Verbrauch, ihre Vernichtung durch Aufzehrung. [[Konsum]] ist die [[Einverleibung]] eines vom Subjekt getrennten Objekts in der [[Form]], in der es als ein [[äußerlicher]][[Gegenstand]] [[angeboten]] wird. Nicht was es ist, sondern was es für den Konsumenten sein soll, was es für sein leibliches Wohl, seinen Leib ist, macht diese [[Beziehung]] aus, auch wenn sie selbst nicht nur [[körperlich]] sein muss. Sie kann geistig, seelisch, psychisch oder sonst wie in [[Beziehung]] für einen [[Narzissmus]] sein, der sich überhaupt nicht mehr sinnlich darstellt. Aber ihre Körperlichkeit macht die [[Substanz]] der Einverleibung, ihre Sinnlichkeit aus. Konsum macht sich fremden [[Körper]] zu eigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gr��eren Ma�stab wird eine solche Kultur mit den [[politischen]] Potenzialen ihrer [[Industrie]] (z.B. [[Kommunikationsindustrie]]) [[veranstaltet,]] die hierdurch Menschen in [[Massengefühlen]] unterhält. Was z.B. in der Musik noch Ausdruck von [[Gefühlen]] sein kann, wird in der Eventkultur zur Produktion eines massenhaften [[Selbstgefühls]] (siehe auch [[Gefühlsmasse]]). Sie ist eine Veranstaltungskultur, die durch die Inszenierung von [[Ereignissen]] (siehe [[Ereignisproduktion]]) den Menschen ein bestimmtes [[Erleben]] erm�glicht und sie damit unterhält, indem der [[Stoff]] des [[Erlebens]] aus vorherrscehnden [[Selbstwahrnehmungen]] zugetragen wird, die aus [[zwischenmenschlich]] wahrnehmbaren Ereignissen entstehen (siehe z.B. Musik, Szene oder [[Sport]]). Ein [[Event]] muss in [[Mode]] sein, um [[zwischenmenschliche]] [[Bedeutung]] zu erlangen. Es ist ein &amp;quot;angesagtes&amp;quot; kulturelles [[Ereignis]], das in einer bestimmten Kulturszene in einer Region [[kultische]] [[Bedeutung]] durch ihre [[Idole]] und deren Fans hat (siehe [[Fankult]]). Eventkultur ist demnach eine [[politische Kultur]], die aus der Beständigkeit von darauf bezogenen reizvollen [[Ereignissen]] und [[Veranstaltungen]] in einer bestimmten Region oder Landschaft sich voller [[Absichten]] ergibt, die sich nicht nur aus erwerbsmä�igen Interessen ableiten lassen (siehe hierzu auch [[Tittytainment]]). Jenseits ihrer gesellschaftlichen [[Warenform]] formatieren sich die hierfür [[produzierten Ereignisse]] durch [[Dienstleistungen]] zu einer Kultur, worin die [[bürgerliche Kultur]] zu einer eigenständige [[Form]] der [[Freizeit]] im Kontrast zur [[gesellschaftl]]ichen [[Arbeit]]sform überhaupt wird. Von daher ist sie auch die wesentliche [[Tätigkeit]] der Institutionen eines [[Kulturstaats]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der [[Freizeit]], sondern z.B. auch beim Einkauf (siehe [[Konsum]]) und manchmal sogar bei der Arbeit (z.B. durch kommunikative oder sportliche Events in der Betriebskultur) wirkt diese Unterhaltung stimulativ durch ihre Erlebensreize in einer an und f�r sich ver�deten Lebenswelt. Eine solche [[Kultur]] begr�ndet sich aus sinnlos wirkenden Lebensverh�ltnissen und setzt also eine [[Trennung]] von Lebensinhalt und [[Selbsterfahrung]] voraus. Sie funktioniert durch erkaufte [[Reize]], die vor allem den Lebensm�glichkeiten in [[Geld]]verh�ltnissen sowohl [[�sthetisch]] wie auch existenziell entsprechen (siehe auch [[Kulturkonsum]]). In wirklichen Arbeitsverh�ltnissen st�rt sie den Arbeitsablauf oder reduziert sich auf Regenerationsoasen. F�r Kulturen, die auf Armut beruhen, ist sie eine kulturelle Bedrohung, da sie die schon objektiv beschr�nkten Entwicklungsm�glichkeiten aus ihr heraus auch subjektiv abdeckelt, also die Selbstbeschr�nkung totalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher funktioniert sie nur in den reicheren L�ndern, besonders in den [[Dienstleistungsgesellschaften]] als [[Lebensraum]] des [[Erlebens]] von [[Ereignisproduktionen]], die sinnlich machen, &amp;quot;anmachen&amp;quot; (siehe hierzu auch [[Sport]], [[Medien]], [[Kulturveranstaltung]]). Es handelt sich hierbei also nicht um eine [[gesellschaftlich]] entwickelte Kultur, sondern um eine Welt der Kulturangebote, um eine Kultur von [[Angeboten]] an [[Erlebnissen]], die zum [[Kulturkonsum]] auffordern. Sie dient der Auff�llung von [[Sinn]] in Verh�ltnissen sinnentleerter [[Leben]]s- und [[Arbeit]]sverh�ltnissen, also dem Abbau der [[Wahrnehmungen]] von [[Selbstentfremdung]] durch [[Selbsterleben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In dieser Kultur entstehen [[zwischenmenschliche Beziehungen]] durch Versinnlichungen des [[K�rper]]erlebens: Jubeln, Abtanzen und Anmachen (siehe auch [[K�rperfetischismus]]). Von daher ist sie ein Medium zwischenmenschlicher Verh�ltnisse, indem sie ein Selbsterleben produziert, das dort Verbindungen stiftet, wo ansonsten keine sind. Der K�rper interpretiert, vollzieht nach, was als [[Ereignis]] der Kulturidustriem der Medien oder der Kultureinrichtungen (z.B. Sport, Konzerte, Theater, [[Mode]] oder [[Design]]) vorgelegt wird. Durch ihn identifizieren sich die Menschen mit einem Sinn, der im Kontrast zur gesellschaftlichen Kultur steht, praktisch wie eine allgemeine Subkultur, die f�r die beteiligten Individuen [[Sinn]] macht. Oft richten sich deshalb die [[zwischenmenschlichen Verh�ltnisse]] nach diesem oder bieten zugleich deren Material und Stoff, z.B. als Thematik zu ihrer Illustration oder lebensberatenden Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist der Eventkultur wesentlich, dass sie zwar Kultur beschaffen kann, selbst aber keine Kultur bildet. Sie erf�llt sich subkulturell im Ausgleich zu dieser, indem sie Menschen z.B. im [[Fan-Kult]] versammelt und durch die entsprechenden [[Ereignisproduzenten]] (z.B. im [[Verein]] oder [[Sport]]stadion) zusammenh�lt, aber immer nur den Sinn refkletiert, der ihnen als besonders allgemeines Erlebnis n�tig ist, z.B. als Gemeinschaftserlebnis in einer �u�erlich bestimmten [[Gef�hlsmasse]]. Weil dies auch strukturell, z.B. kirchlich, kommerziell oder politisch genutzt werden kann, war [[Adorno]] darauf gekommen, diese Kulturform selbst als Produkt einer Kulturindustrie anzusehen, die sie verursachen w�rde. Dabei verwechselte er allerdings deren [[Zweck]] mit ihrem [[Grund]], den [[abstrakt menschlichen Sinn]], den [[b�rgerliche Kultur]] dem schon als [[Substanz]] der [[Sinnbildung]] in einer [[zwischenmenschliche]] Beziehungswelt der Menschen voraussetzt und schon hat und durch Eventkultur lediglich best�rkt, indem sie deren Sinnverluste in ihrer [[Freizeit]] auszugleichen bestrebt ist. Ob sie dies gesch�ftlich oder sonstwie bezweckt anbietet ist dem v�llig �u�erlich, also [[gleichg�ltig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eventkultur entsteht kein [[Leben]], aber Lebensfigurationen, [[Eindr�cke]], die sich auch in den ihnen entsprechenden [[Verh�ltnissen]] ausdr�cken lassen. Es sind Wahrnehmungswelten, welche die Wirklichkeit menschlicher [[Beziehungen]] ersetzen m�ssen, sie in ihrem [[Schmerz]] kompensieren. Oft ist das Erleben dieser Kultur die ausschlie�liche Lebensform von Beziehungen. Das kann auch zur [[Sucht]] f�hren, n�mlich in dem Ma�, wie die Schmerzvermeidung das [[Erkenntnis]]verm�gen f�r [[zwischenmenschliche Beziehung]] bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eventkultur entsteht eine Art Kollektivkraft der [[flexiblen Pers�nlichkeiten]], ein Zusammenschluss, der seine Eigenwelt erzeugt, Sinn macht als Szene, [[�sthetik]] usw. Die Nachgestaltung des darin produzierten Lebens, das Leben als [[Veranstaltung]] schafft sich seine B�hne selbst, erf�llt tats�chlich die [[anwesenden]] [[K�rper]] mit Beziehungswelten an K�rperlichkeit, worin sich die strikte [[Negation]] ihres sonstigen Lebens erf�llt. Im so erzeugten Erleben feiert der [[K�rperfetischismus]] Urst�nd, sinnliche Armut erscheint als k�rperlicher Reichtum, sinnliche Einfalt als Vielfalt von Bewegtheit. Die hierzu benutzten [[Eindr�cke]], besonders Musik und Design, gewinnen gerade durch ihre Vereinfachung ihre vielf�ltigen Variationen, durch Aufsummierung ihrer Effekte eine Maske des Selfunderstatements, das sich schrill und bunt von jeglicher sinnlichen Erkennbarkeit enthebt. Sie sollen keinen Sinn machen, sie sollen Sinn entheben und zu einem jenseitigen [[Eigensinn]] [[pervertieren]]. Dieser besteht vor allem daraus, dass er nichts mit der Welt als solche zu tun hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gesellschaft]] wird darin zu einer eigenartigen Geselligkeit. Sie hat keine wirklichen Lieder, keine wirkliche Beziehung. Es ist die reine Zusammenf�gung, die Assoziation entleerter [[Bedeutungen]], Bilder ohne Gleichnis, Lieder ohne Melodie, Farbe und Rhythmus zum Nachf�llen leerer K�rperlichkeit, die keinen Widerstand brauchen kann, die eingeht ohne Sinn, damit das Eingegangene schon durch seine [[Anwesenheit]] Sinn erh�lt, Gef�hligkeit ohne [[Gef�hl]] f�r etwas oder jemanden.&lt;/div&gt;</summary>
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