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	<title>Heil - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2025-11-04T18:49:06Z</updated>

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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<updated>2025-11-02T16:28:54Z</updated>

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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Heil&amp;diff=522&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Heil&amp;diff=522&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-07T21:39:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Wenn etwas zerbrochen ist, ist es nicht mehr heil. Als [[Gedanke]] eilt es seiner Wiederherstellung voraus. Vom Standpunkt eines [[Unheils]] ist das Heil die [[Vorstellung]] seiner [[Aufhebung]]. Vom Standpunkt eines Mangels ist das Heil die [[Vorstellung]] seiner Überwindung. Vom Standpunkt eines Vorhabens ist das Heil die [[Vorstellung]] einer [[geglückten]] Ausführung (z.B. Petri Heil). Das Heil ist überhaupt die [[Vorstellung]] eines [[geglückten]] und gesunden [[Lebens]], die [[Vorstellung]] von einem [[Ganzen]], das Ungebrochen und mächtig alle seine [[Widerspüche]] in sich [[aufgehoben]] hat und ihnen [[gedanklich]] also durch Vorbildliches ([[Heiliges]]) als Erwartung eines glücklichen Endes entgegengehalten wird. Das [[Wesen]] des Heils ist das Positive schlechthin, die Position einer fiktiven [[Ganzheit]], eines [[Unwesens]], ganz gleich was es in [[Wirklichkeit]] auch sonst noch sein mag: Sinn und Zweck des [[Positivismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ursprünglichen Wortsinn aus dem Germanischen bedeutet Heil so etwas wie Glück, Zufriendenheit und Gesundheit - [[Identität]] im [[Ganzen]] und Geschlossenheit im Gemeinen, das, was allen [[heilig]] sein soll, weil darin wesentliches Glück aufkommen könne, das [[Glück]] des [[Ganzen]]. Es besteht als [[Vorstellung]], dass alles Gebrochene im Ganzen wieder heil werde, heilen soll. Von daher ist es ein totaler [[Begriff]], der nur durch die [[Abwesenheit]] dieser [[Identität]] [[wirklich]] ist, an sich nur [[Unwirkliches]] beschreiben kann. Heil bezieht sich also auf eine nicht vorhandene Ganzheit, auf eine [[Geschichte]], die nicht gegenwärtig ist, eine [[verkehrte]] Geschichte die aus den Brüchen der [[Gegenwart]] ein gutes Gelingen im Zweck eines [[Ganzen]] erwirken will, sodass das einzelne Unheil immer in einer [[abstrakten Allgemeinheit]] aufgehoben sein soll. Es ist also das, was Geschichte nicht [[wirklich]] sein kann, was Geschichtliches [[unwirklich]] macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als geschichtliche [[Verkehrung]] kommt die Heilsvorstellung daher vom [[Wunsch]] auf Erfolg und Glück unter [[Bedingungen]], in denen Anstrengung nicht in einer konkreten Arbeit oder Planung, sondern als abstrakter Ansporn nötig ist, weil ihr [[Sinn]] völlig [[ungewiss]] bleibt, weil er nur aus der [[Vorstellung]] eines [[Glück]]s besteht. &amp;quot;Petri Heil!&amp;quot; war der Zuruf und Ansporn der Angler und Fischer; ebenso &amp;quot;Waidmansheil&amp;quot; zum Jagdglück der Jäger. &amp;quot;Glückauf&amp;quot; sagen dagegen die Bergleute. Erst in der [[Religion]] wird das Heil als das [[Heilige]] [[Gott]] ähnliche, also das, was sich dem irdischen Geschick entwindet und einer [[abstrakten]] Ganzheit des Lebens zugehört und damit der [[Erlösung]] von irdischem Unglück und [[Schuld]] nahe ist. Der Heiland schließlich soll dies doppelte sein: Glücksbringer, der zugleich Heilung im Sinne von [[Erlösung]], verschafft, Heilung durch Glück. Das macht ja schließlich jeden [[Glauben]] aus - und sei es der ans Nirwana (siehe [[Nichts]]). So also sprach auch Buddha:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wohlan, ihr Mönche, ich sage euch, alles geht dahin und stirbt, aber die Wahrheit bleibt. Strebt nach eurem Heil!&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heil ist etwas, das nicht gebrochen ist und von allen [[Widersprüchen]] frei und unteilbar, ein totales [[Ganzes]], im Grunde ganz [[heilig]] sein soll (siehe auch [[heile Welt]]). Darin kann es nur [[totalitär]] sein. Es wird als ihnen gänzlich [[äußerlich]] verstanden, ohne [[Schmerz]] im gebrochenen [[Leben]], doch nicht [[wirklich]] außer diesem seiend. Lediglich auf seine Form als ein [[Unheil]] ist es [[bezogen]]. Als Substantiv wendet sich das Heil zur [[Vorstellung]] einer gelungenen [[Geschichte]], zu einer &amp;quot;gute Zukunft&amp;quot; (siehe [[Heilsvorstellung]]), deren Gegenwart überwunden ist. Das Streben zum Heil will das Gebrochensein auflösen, indem es das Heile an dessen Stelle setzt. Durch seine [[Ausschließlichkeit]] verbirgt es seine Herkunft, das Unheil, und tauscht diese gegen eine [[Vorstellung]] aus, in welcher sie sich in das Anderssein ihrer wirklichen [[Gegenwart]] schon gekehrt hat, schon als deren [[Verkehrung]] ausgemacht ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heil leitete sich auch tatsächlich aus dem Gegensatz von Geist und Welt ab, zunächst aus dem Unheil, aus dem Schicksal, welches die [[Bestimmungen]] eines Jenseits vollzieht. Solange Unheil nicht als Unglück begriffen wird, das sich aus dem Glück erklärt, enthält es als einzig Anderes das Heil - sowohl bei den Christen, als auch bei den Juden, bei C.G. Jung wie bei Max Horkheimer. Dem Unheil schlechthin kann keine [[Erkenntnis]] gerecht werden, solange sie nicht den Apfel vom Baume dieser Erkenntnis in jenem Garten pflückt, der Paradies genannt wird. Unheil kann nicht richtig erkannt werden - und das macht seinen Mythos aus und macht es zum Mittel für die [[Dämonisierung]] des Unheils. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Religion]] ist die höchste Heilserwartung und jeder Mensch bleibt ihr treu, solange er sein Heil nicht im Diesseits als sein einfaches Glück neben seinem ebenso einfachen Unglück erkennen kann. Für jeden Heilsbegriff ist ein Unheil vorausgesetzt, das auf dem Verkennen seines Wesens, die Gebrochenheit eines [[Ganzen]], gründet. Das Heile wäre so nur das seinen [[Schmerz]] überwunden habende, das sich wirklich aufgelöst habende Unglück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unheil raunt eine Abkehr von [[Ursprünglichkeit]], von Wesentlichkeit mit, die in der Wesenlosigkeit, der Oberflächlichkeit selbst schon begründet scheint und erweckt dadurch wesenloses Verlangen, [[Sehnsucht]] (siehe [[Ursprungssehnsucht]]). Hierin wird jeder [[Erkenntnis]] eine Grenze gesetzt, Erkenntnislosigkeit als Tribut an das Unheile abverlangt, welches unendlich begründet ist, weil es unendlich viele Gründe hat. Von daher sind dem [[Heilsprinzip]] immer auch Untergangstheorien beigemengt, welche eine Endlichkeit ohne wirklichen Grund vorstellen, einen Vernichter ohne Grund und somit genug Grund für jede Vernichtung. Praktisch entsteht das Verlangen nach Heil aus der [[Zerstörung; es ist die Ideologie]] der darin begründeten [[schlechten Negation.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in ihren [[Lebensburgen]] eingeschlossenen Menschen, die in ihren Familien, in deren [[symbiotischen Selbstbehauptungen]] durch ihren [[Selbstverlust]] eine [[Lebensangst]] strukturiert hatten, an der sie [[verrückt]] geworden waren, gelangen In ihrer Selbstverlorenheit in eine Welt, in der sie zunächst nur durch ihre Selbstlosigkeit [[gegenwärtig]] sein können, weil sie darin ihre [[Ohnmacht]] zumindest kaschieren können. Damit wird allerdings eine [[Macht]] vermittelt, die nichts anderes als eine Macht der Heilsamkeit ist (siehe auch [[Heilserwartung]]), einer unterstellten Gesundung einer noch nicht [[erkannten]] Krankheit. Von daher gründet die Selbstlosigkeit auf der Machtfantasie eines [[abstrakt gesellschaftlichen]] [[Heils]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Begründung solcher Ideologie hat sich besonders die [[Philosophie]] gerne hergegeben, hat sie doch ständig auch mit ihrem eigenen Untergang zu kämpfen. Die Seinsvergessenheit, die [[Heidegger]] der Moderne zum Vorwurf macht, enthält den impliziten Vorwurf, dass Seiendes verflacht und seine [[Wahrheit]] verliert, was das &amp;quot;eigentliche&amp;quot; Unheil des Menschen in quasi [[ontologischer]] Gesetzmäßigkeit mit sich bringe. Das Unheil ist eine Abstraktion von allem, was wirkliches Unglück mit sich bringt - und deren Totalisierung als Geschichtsmythos, wie er urtümlicher Geschichtsschreibung zu eigen war (nicht ohne Grund war das germanische Unheil zum Ursprungsbegriff der Nazis geworden - und beispielsweise nicht das Gotische, Slawische, Fränkische usw.). Hitler sah im Unheil die Fäulnis, Dekadenz und den hinterhältigen Niedergang durch Charakterlosigkeit und Unwürde, den Verrat („Mein Kampf I&amp;quot;, Kapitel 10, Seite 250, Auflage 1939). Heil ist daher vom Ansporn gegen den Verrat (z.B. Nibelungenmord) zu einem Ausruf der Selbstgerechtigkleit geworden; es wurde zum Ansporn und Glück des Führers, der die Gewalt und Kraft der [[Gerechtigkeit]] für alle verkörpern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre [[Abstraktionskraft]] ist die [[Wirkung]] einer [[antäußerten]] [[Beziehung]]. Sie entsteht im [[Trieb]] ihres Unfriedens in einer unbefriedigten [[Beziehung]], die sich [[sinnlich]] [[verselbständigt]] hat, die also gewalttätig wird, wo und weil sie [[unsinnig]] geworden, wo sie [[substanziell]] außer sich geraten ist und im [[Trieb]] ihrer [[wesentliche]] [[Lebensäußerung]] entstellt und in ihrer Entstellung entstellt sit, die sie [[verrückt]] macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Heil urspünglich nicht viel mit Heilung zu tun hatte, bekam es dennoch durch den [[Erlösungs]]glauben, der damit verbunden war, eine Bedeutung von Heilung aus der Not. Auch wenn diese sozialer Natur war, wurde sie in dieser Bedeutung der Krankheit - ja sogar der Verwesung gleichggesetzt. Heilung ist eigentlich nur die Wiederherstellung des Ganzen, was durch Kränkung oder Krankheit gebrochen war. Hierin ist sie bestimmt und beschränkt auf die Umstände und Mittel, die hierfür verfügbar sind. Jetzt wurde sie zur Lebensmacht, zur Macht des Überlebens gegen das Sieche, Faule und ... Schwache. Heil bekam die Bedeutung von Größe, Herrschaft und Macht gegen Meute, die Masse, die sich nicht ordnen und nicht ausrichten kann. Es war so ein Begriff für Massentherapie. Damit war jeder Grund für die gesellschaftlich auftretenden Probleme beseitigt und diese selbst zum Grund gemacht: Das Unheil kommt aus dem Unreinen und dieses wird zum Objekt des Heilsgedankens. Es ist das Abstößige, das abgestoßene werden muss. Jede [[Rassentheorie]] enthält ein Heilsprinzip, nach welchem die Rassen sortiert sind. Letztlich aber ist es die Sortierung des Lebens selbst, um die es im Heilsgedanken geht. Seine finale Konsequenz ist daher der NS-Begriff des &amp;quot;lebensunwerten Lebens&amp;quot;, aus dem als konsequente Praxis die [[Euthanasie]] der Kranken und Verkrüppelten vom obersten Arzt der NS, Karl Brandt, entwickelt wurde.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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