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	<title>Heilsprinzip - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Heilsprinzip&amp;diff=10412&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:39:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Wenn etwas zerbrochen ist, ist es nicht mehr [[heil]]. Als [[Gedanke]] eilt es seiner Wiederherstellung voraus. Vom Standpunkt eines [[Unheils]] ist das [[Heil]] die [[Vorstellung]] seiner [[Aufhebung]] als ein [[Teil]] im Großen und [[Ganzen]]. Vom Standpunkt seines Mangels ist das Heil die [[Vorstellung]] einer Überwindung seiner Gebrochenheit, von seinem [[isolierten]] [[Dasein]] im [[abstrakten]] Zusammenhang voneinander [[getrennter]] [[Teile]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deren [[Abstraktionskraft]] ist die [[Wirkung]] einer [[antäußerten]] [[Beziehung]]. Sie entsteht im [[Trieb]] ihres Unfriedens in einer unbefriedigten [[Beziehung]], die sich [[sinnlich]] [[verselbständigt]] hat, die also gewalttätig wird, wo und weil sie [[unsinnig]] geworden, wo sie [[substanziell]] außer sich geraten ist und im [[Trieb]] ihrer [[wesentliche]] [[Lebensäußerung]] entstellt und in ihrer Entstellung entstellt sit, die sie [[verrückt]] macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Standpunkt eines Vorhabens ist das Heil die [[Vorstellung]] einer [[geglückten]] Ausführung (z.B. Petri Heil). Das Heil ist überhaupt die [[Vorstellung]] eines [[geglückten]] und gesunden [[Lebens]], die [[Vorstellung]] von einem [[Ganzen]], das Ungebrochen und mächtig alle seine [[Widerspüche]] in sich [[aufgehoben]] hat und ihnen [[gedanklich]] also durch Vorbildliches ([[Heiliges]]) als Erwartung eines glücklichen Endes entgegengehalten wird. Das [[Wesen]] des Heils ist das Positive schlechthin, die Position einer fiktiven [[Ganzheit]], eines [[Unwesens]], ganz gleich was es in [[Wirklichkeit]] auch sonst noch sein mag: Der [[Positivismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krankheit, Elend, Siechtum, [[Verwahrlosung]], [[Barbarei]] und jede andere Gestalt von [[Schmerz]] hat Gründe, die oft nicht unmittelbar erkennbar sind (siehe [[praktisches Bewusstsein]]) und die dann ohne näheres Eingehen auf die einzelne und allgemeinere [[Geschichte]] nicht begriffen werden können. Ohne die Kenntnis und [[Erkenntnis]] ihres [[wirklichen]] Gehalts entsteht aus ihrem fort getriebenen Prozess eine immer [[abstrakter]] werdende [[Notwendigkeit]] der Veränderung. Aus der [[Vorstellung]] eines [[heilen]] [[Zustands]] entsteht eine [[Heilsvorstellung]]. in der alles als [[schön und gut]] gilt. Und mit dieser wird das [[Leben]] zur Hoffnung auf [[Erlösung]], bestimmt, zum [[Prinzip]] einer Hoffnung auf Auflösung aller Schmerzen. Diese [[schlechte Negation]] kehrt sich von wirklicher Veränderbarkeit, von einer [[Heilung]] im Sinne von Wachstum, Erneuerung und auf sich selbst kommen (siehe [[Revolution]]) ab und wendet sich durch den [[Begriff]] des [[Heils]] zur Behauptung eines reinen glücklichen Andersseins, zur Lösung und ihrem finalen [[Prinzip]], zur Endlösung schmerzhafter Existenz, zur [[Selbstbehauptung]] durch [[Selbstveredelung]]. Es ist die Ablösung von jedem [[Grund]] und daher auch von jeder Begründung durch ein [[Wissen]], also Propaganda für das Ungewisse, dessen [[Inhalt]] selbst nicht mehr wirklich sein kann und daher meist [[seelischer]] Natur ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo etwas unheil, also beschädigt ist, da ist es nicht mehr ganz. Das Ganze kann nicht sein, weil es unheil ist, nicht funktioniert und daher auch ein Unheil darstellt. Heil ist die Vorstellung einer funktionierenden Ganzheit, in der die Teile eingegliedert sind, selbst wenn sie nicht wirklich existieren oder als Teile sogar unvorstellbar sein können. Das Heil ist also auch ein Begriff für das [[Ganze]], das unteilbar ist oder als unteilbar behauptet wird. Alle [[Ideologien]] enthalten die Vorstellung einer abgeschlossenen Ganzheit (z.B. die [[Freiheit]] an sich), die nicht bestimmt und auch nicht bestimmbar ist. Das Heil ist der Inbegriff einer Glücks-Ideologie, die sich gegen das Unglück der Wirklichkeit wendet und daher selbst gegen dessen Wahrnehmung sich stellt. Wieweit ihr das gelingt, hängt davon ab, wie das Unglück im konkreten [[Leben]] eines Menschen gegenwärtig ist oder die [[Seele]] selbst schon dessen Aufhebung konkret betreibt, also in seelischer Gestalt [[wahrmacht]], was sie nicht mehr [[wahrhaben]] kann. Weil durch die Ideologie des Heils Wirklichkeit gleichgeschaltet, also gleichgültig gemacht ist, dient der Begriff des Heils auch als Leitmotiv von Gesinnungsbewegungen, die darin ihren Zusammenschluss und ihre Geschlossenheit betonen oder propagieren, um neue Wirklichkeit politisch zu bestimmen. Als Zielvorstellung solcher Bewegungen wird der Heilsgedanke eine Heilsvorstellung von Politik, welche notwendig einem [[Willen]] der [[Macht]] folgt. Praktisch entsteht das Prinzip des Heils aus einem notwendigen Verlangen in der [[Zerstörung]] von bestehenden Verhältnissen, aus ihrer Paralyse, die zur Überlassung jeder Macht zwingt, die deren Auflösung verspricht (siehe Vernichtungslogik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Macht begründet sich poltisch allerdings nicht mehr durch wirkliche Verhältnisse, sondern durch Urteile und Aburteilung nach Begriffen einer Lebens[[sophistik]]. Letztlich ist es die Sortierung des [[Lebens]] selbst, um die es im Heilsgedanken geht. Seine finale Konsequenz ist daher der NS-Begriff des &amp;quot;lebensunwerten Lebens&amp;quot;, aus dem als konsequente Praxis die [[Euthanasie]] der Kranken und Verkrüppelten vom obersten Arzt der NS, Karl Brandt, entwickelt wurde.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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