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	<title>Hermeneutik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Man soll das Erkenntnisvermögen erkennen, ehe man erkennt; es ist dasselbe wie mit dem Schwimmenwollen, ehe man ins Wasser geht. Die Untersuchung des Erkenntnisvermögens ist selbst erkennend, kann nicht zu dem kommen, zu was es kommen will, weil es selbst dies ist - nicht zu sich kommen, weil es bei sich ist.&amp;#039;&amp;#039; (G.W.F.Hegel, Vorlesungen ü. d. Geschichte d. Philosophie, Bd. II, S. 648)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermeneutik ist die [[Philosophie]] der Auslegung bestimmter Zusammmenhänge in der [[Wirklichkeit]], eine [[Erkenntnistheorie]] des [[Interpretierens]] und der [[Logik]] des Verstehens, der [[Urteil]]skraft des [[Verstandes]] als [[beweis]]führenden Denkakt. Eine [[Wissenschaft]], die mit ihren [[Begriffen]] nur ihre [[Vorurteile]] bestätigt und damit in ihrer Hermeneutik [[zirkulär]] wird, kann weder eine [[Erkenntnis]] erbringen, noch sie bewahrheiten. Sie betreibt eine auf sich selbst nur rückbezügliche Gedankenformation, die in ihrer [[Begriffsbildung]] ihr Vorverständnis untermauern will, indem sie sich im Sinne ihres [[Positivismus]] von einem bloßen [[Anderssein]] ihres [[Gegenstands]] absetzt und von daher deren [[Negation]] lediglich als eine andere [[Position]] vertritt, eine verdoppelte Negation (siehe [[schlechte Negation]]). Derartiges Beurteilen verläuft zwangsläufig in einem &amp;quot;hermeneutische Zirkel&amp;quot; (siehe hierzu [[schlechte Unendlichkeit]]), der seine [[Urteile]] aus einer dadurch verdoppelten [[Position]] bezieht, die praktisch jede Geschichts- und Rechtsauffassung zu legitimieren verstehen und also auch entsprechend substanzlos (sieh [[Substanz]]) Spekulationen entwickeln, die [[beliebig]] anzuwenden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Spekulation, welche aus den verschiednen wirklichen Früchten eine &amp;quot;Frucht&amp;quot; der Abstraktion - die &amp;quot;Frucht&amp;quot; gemacht hat, muß daher, um zu dem Schein eines wirklichen Inhaltes zu gelangen, auf irgendeine Weise versuchen, von der &amp;quot;Frucht&amp;quot;, von der Substanz wieder zu den wirklichen verschiedenartigen profanen Früchten, zu der Birne, dem Apfel, der Mandel etc. zurückzukommen. So leicht es nun ist, aus wirklichen Früchten die abstrakte Vorstellung &amp;quot;die Frucht&amp;quot; zu erzeugen, so schwer ist es, aus der abstrakten Vorstellung &amp;quot;die Frucht&amp;quot; wirkliche Früchte zu erzeugen. Es ist sogar unmöglich, von einer Abstraktion zu dem Gegenteil der Abstraktion zu kommen, wenn ich die Abstraktion nicht aufgebe.&amp;quot; [[(MEW 2, Seite 59)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[bürgerlichen Wissenschaften]] versammeln ihre [[Erkenntnisse]] in der Veralllgemeinerung der Beschreibungen ihrer Empirie als bloß verallgemeinerte [[Wahrnehmung]] ihres [[Gegenstands]] und bewahrheiten darin, was ihnen schon vor aller [[Erkenntnis]] [[gewiss]] ist, was sie von ihm schon apriorisch zu [[wissen]] glauben, was ihnen durch ihre Einsichten in seine Strukturen und Funktionen, durch ihr hermeneutisches [[Verständnis]] [[selbstverständlich]] erscheint (siehe [[hermeneutischer Zirkel]]). Denn darin verstehen und objektivieren sie das [[Einzelne]] als Grundlage ihrer [[Verallgemeinerungen]] und behaupten diese auch als reale [[Allgemeinheit]] der [[Einzelheiten]]. Sie entziehen sich auf diese Weise der [[Kritik]] an ihrem [[hermeneutischen Zirkel]], wonach die vereinzelte [[Erscheinungsform]] eines [[Begriffs]] schon durch sich selbst [[verursacht]] und hierdurch als [[Grund]] für seine [[Allgemeinheit]] gilt. Das [[Einzelne]] kann aber nur allem gemein werden, wenn von seiner bestimmten Natur abgesehen, abstrahiert wird. Es kann nicht Grundlage einer [[Allgemeinheit]] sein, ohne sich in Allem gleich zu setzen und von daher seine Eigenschaften in einem gemeinen Anderssein einer eigenständigen Qualität seines Allgemeinseins aufzuheben. Daher muss es sein [[Dasein]] aus dem beziehen, was ihm schon im [[Allgemeinen]] [[abstrakt]] vorausgesetzt, als [[abstrakt allgemeines]] [[Wesen]] inne ist. Und nur was sich als [[Eigenschaften]] dieses [[abstrakt allgemeinen]] [[Wesens]], wie es im [[Einzelnen]] noch [[abwesend]] ist, kann sich in seiner Verallgemeinerung bewahren und zu einer besonderen [[Form]] seiner wirklichen Verhältnisse, seiner [[Wirklichkeit]] werden, wodurch es sich [[notwendig]] [[verselbständigt]] (siehe [[Dialektik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Erkenntnistheorie]] werden die Grundlagen von wissenschaftlicher [[Erkenntnis]] diskutiert, die [[Methode]] ihrer Theoriebildung. [[Idealistische]] Theorie geht mit ihrer [[Idee]] als [[Gedankenabstraktion]] apriorisch vor und sucht diese an den empirischen Zusammenhängen einer hierfür bestmmten Realität zu beweisen. Für die [[Phänomenologen]] ist das gedankliche Fortschreiten in einem solchen Zirkel der einzig mögliche Weg zu einer Wahrheitsfindung, indem hierdurch der Gedanke sich mit der Durchdringung seiner [[Widersprüche]] seinem Wesen annähern würde. Und die [[Positivisten]] gehen mit einer Hypothese an die Untersuchung von Fakten vor, die nach den Alternativen der Funktionalität der darin eingebrachten Vorurteile ihre Bewahrheitung betreiben will. [[Kritische Theorie]] wendet sich gegen solche [[Methoden]] von [[Wissenschaft]], die nur darstellen, dass diese ihrem [[Gegenstand]] äußerlich gegenüberstehen und äußerlich bleiben und seine [[Äußerlickeit]] als äußerer [[Gegenstand]], als [[fremde]] [[Sache]] nur bestärken können, weil sie durch ihre gesellschaftliche Funktion und [[Existenz]] äußerlich begründet sind, die Gegenständlichkeit einer ihnen [[fremden]] Welt als [[bürgerliche Wissenschaft]] bestärken sollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kritik]] an solcher [[Wissenschaft]] ist zunächst die Kritik ihres &amp;quot;hermeneutischen Zirkels&amp;quot;, der [[schlechten Unendlichkeit]] ihrer [[Abstraktionen]] und ihrer darin vollzogenen vorausgesetzten Unterstellungen, dem &amp;quot;A priori&amp;quot; ihrer Gedanken. Eine [[Abstraktion]] zeichnet sich dadurch aus, dass sie von den einzelnen [[Betimmungen]] der [[Eigenschaften]] eines [[Daseins]] absieht und von daher - z.B. als [[Gedankenabstraktion]] - auch unendlich bestimmt, aber in ihrer Herkunft aus einem bestimmten [[Sein]] erkennbar ist. Eine schlechte Unendlichkeit ist die [[Totalisierung]] einer Tautologie, die von deren [[Inhalten]], [[Bestimmungen]] oder [[Eigenschaften]] [[ausschließlich]] in sich und durch sich begründet sind (siehe [[hermeneutischer Zirke]]l). Ohne einen [[Grund]] zu erweisen bezieht sich ein hieraus bestimmter [[Begriff]] im [[Trieb]] eines [[Ganzen]] nur auf sich selbst zurück, und soll durch seine [[Ausschließlichkeit]] ganz für sich bestimmt sein (siehe auch [[Sucht]]),. Er hat keine [[Beziehung]] auf Anderes (siehe auch [[Anderssein]]) und bewirkt durch seine [[Abstraktionskraft]] eine [[begriffliche]] Unmöglichkeit, die unendliche, also unbegriffene und daher unbegreifbar gemachte [[Fortbestimmung]] ausschließlich seiender [[Beziehungen]] aufzuheben, weil diese sich ohne [[Begriffssubstanz]] unendlich [[fortbestimmmen]] lassen (siehe hierzu aich [[Strukturalismus]]). Das kann kein Ende durch Bestimmtes mehr haben und betreibt daher eine [[ewige]] Vertauschung der Gegensätze eines [[Widerspruchs]] von Sein und doch nicht Sein, ein [[Sein]] im [[Anderssein]], im beständigen Wechsel seiner immer jenseitigen [[Substanz]], - betreibt also eine unendliche [[Täuschung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang des wissenschaftlichen [[Begriffs]] einer [[Kritischen Theorie]] ist die schwierige und aufwendigste Erarbeitung eines Denkzusammenhangs, der erst an seinem Ende seine [[Wahrheit]] beweisen und darlegen kann, indem er an dem [[Widersinn]] ihres Begreifens selbst seine [[Widersprüche]] aufdeckt und verfolgt. Ihr Begreifen selbst erkennt ihre [[Widersprüche]] als Widersprüche ihres [[Gegenstands]] und sucht deren Auflösung in ihm und durch ihre [[Kritik]] an ihm. Von daher geht sie von einem [[subjektiven]] wie [[objektiven]] [[Widersinn]] aus, den die im [[dialektischen]] Durchdringen seiner [[Wirklichkeit]] sich in den [[Verhältnissen]] ihrer [[Widersprüche]] vertieft und über deren Bewahrheitung an seine Oberfläche, an die konkrete Vielfalt seiner [[Beziehungen]] und ihren Formationen zurückkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;quot;hermeneutische Zirkel&amp;quot; beschreibt dagegen lediglich eine Kreisförmigkeit der [[Erkenntnis]], die sich aus der Stellung einer [[Wissenschaft]] oder eines [[Bewusstseins]] überhaupt ergibt, die ein rein [[objektives]], ein &amp;quot;freies&amp;quot; und unverbindliches Wissen über die [[allgemeine]] [[Notwendigkeit]] ihrer [[Existenz]] anstrebt, das keiner inneren [[Notwendigkeit]] folgt, sondern [[Erscheinungen]] nachgeht, ohne sich als interessiertes [[Subjekt]] seiner [[eigenen]], ihm [[wirklich]] [[notwendigen]] [[Erkenntnis]] zu verstehen. [[Subjektiv]] bleibt ein solches [[Bewusstsein]] auch [[gleichgültig]] gegen seinen [[Gegenstand]] bestimmt, dessen [[Existenz]] sich damit auch nur in gleicher [[Geltung]] [[verallgemeinern]] können soll (siehe auch [[Geld]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war die gängige [[Form]] der [[Aufkklärung]] als Beziehung [[bürgerlicher Wissenschaft]] auf ihren [[Gegenstand]], die sich rein instrumentell verantwortlich für seine [[Existenz]] zu ihm verhalten will und zwischen seinen Eigenschaften sich je nach [[ungewöhnlichen]] Phänomenen in ihrer [[Phänomenologie]] auf ihn bezieht, sich also an [[Ereignissen]] ausrichtet, die Störungen in ihrer Gleichförmigkeit ausweisen, nicht dem gegenwärtigen Gefüge entsprechen (siehe hierzu auch [[Systemtheorie]]) und auf den Gleichklang ihres semiotischen [[Wesens]] [[reduziert]] werden sollen. Als eigenständiges [[Erkenntnisinteresse]] behauptet jede [[Phänomenologie]] von daher schon ein [[allgemein]] gleichförmiges [[Wesen]], das lediglich semiotische Unterschiede aufweist, der [[Form]] nach aber allem gleich gelten soll, also durch den Einklang in seine [[Gewohnheiten]] [[gleichgültig]] gegen alles andere auch sein muss (siehe hierzu auch [[Postmoderne]]). Solange eine [[Notwendigkeit]] gleichgültig neben einer anderen steht, solange sie sich aus der Unaufgelöstheit gleichgültiger Beziehungen ergibt, sich daraus begründet, dass sich das eine ebenso gut wie das andere einfach nur ereignet, bleibt sie unendlich begründet, selbst ein bloßes [[Ereignis]] des [[Notwendigen]] und versetzt jede [[Erkenntnis]] in einen hermeneutischen Zirkel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser führt nach der Auffassung der [[phänomenologischen]] [[Philosophie]] durch Hinzunahme von immer mehr Bestimmungen zu ihrer Vertiefung, wodurch er als eine [[Erkenntnismethode]] selbst vestanden wird, als stetige Suche nach einem Wesen, das sich durch die Ausgrenzungen aller Substanzen - durch eine Ausschlusslogik des wissenschaftlichen Begreifens - finden lassen könne. Dies wäre im Prinzip eine [[Wesenslogik]] der voraussetzungslosen, sich vertiefenden [[Erkenntnis]] durch die Diremtion von [[Interpretationen]]. Vom Standpunkt einer [[kritischen Theorie]] beschreibt dies allerdings lediglich einen Kurzschluss im Erkenntnisprozess, der dadurch bestimmt ist, dass dessen [[Methode]] selbst schon nur das Resultat erbringen kann, das ihr vor aller [[Erkenntnis]] schon varausgeht. Die Voraussetzungslosigkeit der [[Phänomenologie]] vertieft auf diese Weise mit ihrer &amp;quot;[[eidetischen Reduktion]]&amp;quot; nur ihre [[Vorurteile]], weil sie keine [[Elementarform]] ihres [[Gegenstands]] anerkennt und damit der [[substanziellen]] [[Analyse]] ausweicht, bzw. sie durch empathische Spekulation ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere für [[Martin Heidegger]] ist der hermeneutische Zirkel eine &amp;quot;natürliche&amp;quot; Kreisförmigkeit des [[Denkens]], durch den es sich von selbst und durch sich selbst &amp;quot;vertieft&amp;quot; und in seinen [[Gegenstand]] vordringt, von einem unbestimmten [[Ganzen]] ausgeht und daraus eine wachsende Kenntnis seiner [[Teile]] bezieht. Darin zeigt sich der im Grunde fraglose Ausgangspunkt, der selbst schon metaphysisch ist als &amp;quot;Frage nach dem Sinn des Seins&amp;quot; und lediglich seine Aufteilung der Welt als Teile des [[Seins]] vorstellen konnte und damit jede philosophische [[Vorstellung]] zu bereichern schien, indem er der [[Phänomenologie]] eine [[beliebige]] &amp;quot;Tiefe&amp;quot;, eine [[Eidetische Reduktion]] als Hochform der [[Interpretation]] als [[Ontologie]] des Denkens zu verschaffte. Aber das beweist lediglich die [[Kritik]]losigkeit eines Denkens, welches das [[Dasein]] nicht selbst befragen wollte, sondern es dadurch bestärkt, dass es mit der &amp;quot;Frage nach dem Sein&amp;quot; schon beantwortet wäre. Von daher unterstellte Heidegger den Menschen eine Unfähigkeit bzw. Unwilligkeit zum Denken, machte ihnen ihre [[Seinsvergessenheit]] zum Vorwurf und schloss daraus die [[Notwendigkeit]] eines Führers, der auf die &amp;quot;Tiefe des Seins&amp;quot; pocht (siehe z.B. seine Rektoratsrede).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;quot;hermeneutische Zirkel&amp;quot; sollte das [[Wesen]] des Seins ergründen. Und schon die Wortwahl &amp;quot;Zirkel&amp;quot; belegt, dass Heidegger tatsächlich in der Endlosschleife einer phänomenologischen Begrifflichkeit seine Gedanken konstruiert und seine [[Sprache]] entsprechend eingerichtet hat. Was nach dem [[dialektischen]] Verständnis der Wesenslogik eine schlechte Unendlichkeit wäre, wird hierdurch zu einer Vertiefung eines eidetischen Verständnisses. Den &amp;quot;circulus vitiosus der Logik&amp;quot;, den er durch seine Sprache umgehen wollte, hat er hierdurch lediglich auf eine metaphysische Art in ein &amp;quot;höheres Denken&amp;quot; verschoben, indem er es als ein &amp;quot;tieferes Denken&amp;quot; vorstellte. Seine Sprache sollte das Denken aus dem sich selbst Verstehenden (siehe [[Verstand]]), also aus seinem [[Selbstverständnis]] von Sprache entwickeln. Sie selbst bleib bei sich, also eine sich selbst verstehende Sprache, indem sie sein Denken formulieren sollte, um es durch die Kreisbewegung ihrer [[Begriffe]] zu beweisen. Aber schon ihre Anwendung vor, während und nach dem 2. Weltkrieg zeigt, wie beliebig sie zur Wirklichkeit im Ganzen stand: [[unwirklich]], abgehoben und willkürlich verwendbar, aber gerade hierdurch extrem wirkungsvoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sich von selbst versteht, was [[selbstverständlich]] ist, das kann kein Gegenstand einer [[Erkenntnis]] sein. Die [[Vernunft]] mag aus aus dieser Selbstverständlichkeit ihre Anweisungen beziehen und die Menschen hierüber [[aufklären]] (siehe [[Kategorischer Imperativ]]), damit sie deren Vernunft formulieren und insofern mündig sein können. Wer aber dieses sich selbst Verstehende als besonderes [[Wissen]] oder gar als [[Wissenschaft]] vorstellt, wird sich ob seiner tautologischen [[Gewissheiten]] nur blamieren, wenn er es nicht [[dialektisch]] aufklärt und [[methodisch]] aus den Verhältnissen der [[Wirklichkeit]] bezieht. [[Erkenntnis]] kann sich nur gegen [[Widersinnigkeiten]] bilden, ist von daher unmitelbar [[kritisch]] gegen das, was als gewiss erscheint, nur weil es so verständlich ist, wie es auch jederzeit verstanden werden kann. Ohne sich als [[Wissen]] zu bewahrheiten, ohne also seine [[Wahrheit]] zu bewähren, wird Aufklärung nichts erklären und von daher zum Selbstzweck. Der Hermeneutische Zirkel ist die Verlaufsform einer Wissensbildung, die sich mit dem Urteil aus Selbstverständlichkeiten entwickelt, und somit ein Vorurteil zur Urteilsbegründung nutzt, das sich darin nur selbst bestätigen kann. Was solche Urteilsbildung in ihrer [[Logik]] nur in dem bestärkt, was keiner Beurteilung bedarf, wird auch nicht begreifen können (siehe [[Begriff]]), warum er das tut, weil er sich damit nur selbst begründen kann, also selbsterklärend erklärt, die diesbezügliche [[Sache]] durch sich und sein Tun nur verklärt, sie durch die Überdimensionalisierung seiner Aufmerksamkeit [[mystifiziert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hermeneutische Zirkel ist ein erkenntnistheoretischer Begriff für den Verstehensprozess der [[Geschichte]], den der Altphilologe Friedrich Ast erstmals 1808 veröffentlicht hatte. Der [[Begriff]] ist an sich missverständlich, meint er doch im Wortsinn, dass in einem Zirkel nur zu verstehen sein könnte, was schon [[verstanden]] war. Und so wäre er diesbezüglich nur die tautologische Beschreibung einer Tautologie, die keinerlei Folge erschließt, also für sich selbst bloßer [[Unsinn]] ist. Aber im Grunde verfolgt eine solche Vorgangsweise ein [[Interesse]], das ihrer [[Wahrnehmung]] schon vorausgeht, ein Vorurteil das als [[Ideologie]] im [[Bewusstsein]] schon vor aller [[Erkenntnis]] besteht, weil sie nicht mehr zwischen [[Wesentlichem]] und [[Erscheinung]] unterscheiden kann. Mit diesem [[Begriff]] ist also eigentlich eine hermeneutische Spirale gemeint, die durch eine immer wieder auf das eigene Vorverständnis rückbezogene Näherung sich entwickelt. Die sich hierdurch entwickelnde [[Erkenntnis]] verbleibt in der Erfassung einer abstrakt bleibenden [[Einheit]] in den vielfältigen [[Eigenschaften]] eines [[Gegenstands]], die somit als [[Gedankenabstrakltion]] das bestätigt, was in deren Bildungsprozess bereits als idealisierte [[Vorstellung]], als [[Ideologie]] vorausgesetzt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussion um seinen Bewahrheitungsprozess machte sich vor allem am Vorverständnis fest, auf dem die Herangehensweise gründet, in der Frage, ob dieses auf [[ontologischen]] Selbstverständlichkeiten oder eine unbestimmte [[Methode]] (z.B. [[Phänomenologie]], [[Dialektik]]) beruhen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin Heidegger]] entwickelte in der Beantwortung dieser Frage die [[Fundamentalontologie]] seiner [[Phänomenologie]], die sich als Ontologie von höherer Ordnung rein erkenntnistheoretisch aus dem Widerspruch der Selbstbezüglichkeiten erschließen lassen sollte und aus einer Grundevidenz der [[Wahrheit]] in den seinsgemäßen (ontischen) Existenzialien des [[Lebens]] sich begründen sollte. Nur weil der Mensch sich &amp;quot;immer schon&amp;quot; in der Wahrheit seines [[Seins]] befinde, könne er die Frage über den [[Sinn]] seines Menschseins als Wahrheitsfrage stellen. Weil [[Wahrheit]] also in seinem Sein schon ihren [[Grund]] habe, könne sie sich auch selbst nur ontisch begründen, im Grunde also nur selbstbezüglich sein. Und weil sie daher auch nur hierin beantwortet werden könne, sei sie eine fundamentale [[Wahrheit]] des Menschseins schlechthin, die sich gegen das &amp;quot;Nicht-Menschsein&amp;quot; richte, sich aus dem Ende des [[Lebens]] begründe, aus Untergang und [[Tod]]. Und darin sind sich die Menschen als Individuen auch [[allgemein]] menschlich. Erst im [[Tod]] hebt sich alles auf, weil alles durch ihn [[negiert]] sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demzufolge ist jede Aussage, die von einem Individuum getroffen wird, für dasselbige ein Suchen nach letztlicher [[Wahrheit]] im Sein, wie es auch gegeben sein muss und zu Ende sein kann. Wahrheit als solche gibt es nicht. Nach Heidegger verläuft sie in einem hermeneutischen Zirkel zwischen Verstehen und schon verstanden haben, der immer tiefer greift. Es ist ein Durchdringen der Phänomene, welche die Menschen in ihrem [[Sein]] sowohl als Wahrheit als auch als Erkenntnis ihrer Wahrheit sowohl in ihrem Leben als auch in ihrem Tod schon inne hätten. Ein Individuum kann also nur verstehen, was es schon war und ist, was es &amp;quot;west&amp;quot;, und was sich ihm &amp;quot;entbirgt&amp;quot;, sich durch seine &amp;quot;Ent-Deckung&amp;quot; &amp;quot;lichtet&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Fundamentalontologie behauptet Heidegger, dass sich die Frage nach der Wahrheit in Wahrheit nicht stellen lässt, da sich diese ja schon in der Frage &amp;quot;ereignet&amp;quot;. Sie selbst ist existenziell und aus der Zeit und ihrem Ende begründet, begründet sich selbst schon aus dem &amp;quot;Sein zum Tode&amp;quot;, aus der Endlichkeit, die sie niemals überwinden könne, weil sie zugleich &amp;quot;immer schon&amp;quot; ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Philosophie]] wird darin selbst zirkulär, zu einer unendlichen Selbstbegründung des [[Denkens]], die Karl Marx schon als Theologie der [[Philosophie]] bezeichnet hat, die sich nicht praktisch wenden lässt, weil sie nur bei sich bleiben kann. &amp;quot;Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit des Denkens - das von der [[Praxis]] isoliert ist - ist eine rein scholastische Frage.&amp;quot; [[(MEW 3, Seite 5)]]. In der Selbstbegründung des Denkens wird [[Philosophie]] absolut und absolute Philosophie ist total. Sie ist die Philosophie der absoluten Totalität, begründet die Erscheinungen aus der [[Analyse]] des Daseins selbst, also nur durch das, was in ihnen zu erkennen ist, ohne irgendeinen anderen [[Grund]] der [[Erkenntnis]] als der, den eine Daseinsanalyse offenbaren, &amp;quot;entbergen&amp;quot; kann. Philosophie erhebt sich auf diese Weise über das Dasein, indem sie ihre Erkenntnisse ihm unterwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine [[Philosophie]] wurde Heidegger zum Meister einer totalen [[Gegenwärtigkeit]], die sich aus ihrer finalen Existenz erkennt, indem sie sich ihr zugleich &amp;quot;bekennt&amp;quot;. Hiernach vollzieht der handelnde Mensch nur dies doppelt begründete Bekenntnis und existiert in der &amp;quot;Eigentlichkeit&amp;quot; seines [[Lebens]] durch dessen Selbstbeschränktheit, durch den [[Tod]], der ihm die [[Erkenntnis]] seiner [[Existenz]] eröffnet. Der deutsche Philosoph war ein &amp;quot;Meister des Todes&amp;quot; (Paul Celan), der sich aus der Endlichkeit schlechthin bestimmt. Der erkennende Mensch konnte darin dann eben auch nur konservativ begriffen sein und so könnte ihm die Wahrheitsfrage auch nur ihm äußerlich gestellt werden. Die Tat gründet auf der Erkenntnis ihrer Endlichkeit, die Erkenntnis auf dem, was da ist. Phänomenologie ist in sich schon reaktionär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist dies ein hermeneutischer Zirkel. Aber es ist nicht der des Erkennens selbst, sondern der Zirkel von Heidegger, der sich der Marxschen Auffassung einer gegenständlichen [[Wahrheit]] aus einer Subjekt-Objekt-Beziehung entgegenstellen wollte. Was bei Heidegger daher auch das endliche Sein ausmacht und das Sein-zum-Tode Grundlage des Erkennens ist, erfolgt aus seiner Hermeneutik, die nur rückwärts gewandt sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Zirkel aber setzt selbst schon die Frage nach einer Wahrheit voraus, die nur aus einem [[Zweifel]] kommen kann. Die Frage nach dem Sinn des Seins setzt also schon die Erkenntnis voraus, dass etwas nicht [[wirklich]] wahr sein kann von dem was ist, dass es in [[Wahrheit]] zugleich etwas anderes sein muss, dass es also nur [[widersprüchlich]] sein kann. Und sie enthält daher selbst schon ein [[Bedürfnis]] nach einer [[Emanzipation]] durch Denken und zugleich das Vertrauen auf eigenes Sein, [[Selbstbewusstsein]], das sich nicht materiell verstehen muss, weil es selbst die [[natürliche Intelligenz]] seiner [[Materie]] ist. Emanzipatorisches Denken reflektiert nicht das Sein als solches, es hat dieses selbst schon zu seinem Inhalt, beweist den Menschen als [[Subjekt]], das sich an sein ihm [[entäußerten]] [[Objekt]] wendet. Es kann sich daher nur in der Befragung des menschlichen [[Gegenstands]], der [[Natur]] und der Vergegenständlichung der Menschen, der [[Geschichte]] ihrer [[Arbeit]] im Bezug auf die [[Bedürfnisse]] der Menschen bewahrheiten.&lt;/div&gt;</summary>
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