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	<title>Identitätsangst - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Identit%C3%A4tsangst&amp;diff=564&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:39:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;„Der Mensch kann sich nicht nach sich selbst umdrehen und darum wird er nie wissen, wer er eigentlich ist, woher, wohin, warum. Und mit ihm wird es Gott nie wissen. Gott ist sich selbst Mysterium. Und wäre dies schließlich nicht das Letzte – was wäre dann die Welt? Eine Sphinx, die, gelöst, in den Abgrund stürzen müsste. Ihr tiefster Sinn wäre damit verloren – das Nieaussinnbare. Sie hätte jeden Grund verloren, weiter zu sein; denn der Welt Grund ist allein ihr Ziel. Wo aber ein Ziel erreicht ist, ist Tod und Ende. (…) Die Welt ist Gottes Suche nach Sich, nach Seinem Sinn, nach Seinem Grund. (…) Der Weg nach dem Sinn ist der Sinn des Wegs“(Morgenstern, Christian: Tagebuch eines Mystikers, in: Werke, III, München 1979, S. 77).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Identitätsangst ist die [[Angst]] um einen [[Selbstverlust]], eine [[verselbständigte]] [[Lebensangst]] in der Selbstverlorenheit voneinander [[isolierter]], in ihrer [[Ausschließlichkeit]] einander aufhebenden [[Wahrnehmungen]]. Für die [[Selbstwahrnehmung]] kann [[Wahrnehmung]] auch zu einer Bedrohung werden, wenn ihr [[Selbstwert]] mächtige [[Gefühle]] enthält, die sich nicht auf deren [[Empfindungen]] beziehen und vermitteln lassen. Diese Bedrohung verdoppelt sich im Verlauf ihrer [[Selbstverwertung]], wenn sie auf [[Selbstgefühle]] treffen, in denen die [[Empfindungen]] mit [[Gefühlen]] vertauscht sind, die einen [[Selbstwert]] außer sich ausmachen, weil sie für sich eine [[abstrakte]] [[Wahrnehmungsidentität]] nötig haben und [[Angst]] bekommen, wenn ihre [[Wahrnehmungen]] hierfür zu eng und durch die [[Formate]] ihrer [[Selbstbeschränkung]] unkenntlich werden. Wo und wenn diese eine existenzielle Macht erfährt und als dieee in ihrer [[Struktur]] unerkannt bleibt (siehe [[Strukturalismus]]), [[Angst]]erscheint die [[strukturell]] bedingte [[Angst]] als [[Selbstverlust]] und wird zu einer [[Angst]] um die eigene [[Selbstgewissheit]], um die [[Wahrheit]] der [[Selbstwahrnehmung]], die durch den [[Trieb]] ihrer [[Selbstverwertung]] aufgelöst ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Identitätsangst ist von da her eine [[Form]] von [[Lebensangst]], das Resultat einer [[Selbsttäuschung]], die [[Angst]] einer verlorenen [[Selbstgewissheit]] durch eine Selbstvertauschung, welche die [[Wahrnehmung]] von ihren [[Empfindungen]] trennt und ihre [[Sinne]] [[nichtet]], ihre [[Gefühle]] sinnlos macht, die unentwegt nach einer [[Identität]] streben, die es nicht wirklich geben kann. Hierdurch ist dem betroffenen Menschen die Erkenntnistätigkeit entzogen, ihm [[entfremdet]], weil er &amp;quot;seine Sinne nicht mehr bei einander haben kann&amp;quot;. Oft überfällt den Betroffenen diese Angst als [[Panikattacke]], die sich scheinbar völlig grundlos ereignet. Es ist die Angst eines in einer [[erzieherischen Beziehung]] unerkennbaren [[Selbstverlustes]] unmöglich gewordenen Wahrnemungsidentität, die Angst, keine [[Wahrheit]] für sich mehr zu erkennen, was so erscheint, als ob die persönliche [[Identität]] zerstört wäre. Aber eine Identität als solche gibt es nicht, wie es auch keine [[Wahrheit]] als solche gibt. Sie kann nur in der [[Erkenntnis]] von [[Täuschung]] sein, ist unmittelbare [[Wahrheit]], Einheit von Äußerem und Innerem. Das Identische existiert nur im Nichtidentischen, bestärkt sich in der Lebensäußerung der Menschen, indem sie sich in ihren [[Gegenständen]] auch als Mensch [[wahrhaben]] können, sich als Mensch erkennen in dem, was sie nicht mehr sind, weil es außer ihnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Angst]] ist hiergegen der totale Gegensatz, die absolute Ungegenständlichkeit, die Beengung des [[Lebens]] ohne erkennbare [[Bestimmung]], durch abstrakte [[Sein]]sinhalte, die [[Wirkung]] haben, ohne ihren [[Grund]] zu erweisen. Werden solche [[Abstraktionen]] nicht selbst zum Gegenstand der [[Erkenntnis]] und von daher ihrer [[Kritik]], so schließen sie die [[Wahrnehmung]] ihres [[Widerspruchs]], [[Zweifel]] aus. Zweifel wird damit zum [[Selbstzweifel]], zur Bezweiflung der Erkenntnistätigkeit. Ist dieser jedoch selbst ausgeschlossen und kann er nicht Gegenstand der Selbstbefragung werden, so wird aus dem Selbstwiderspruch eine Beengung der [[Identität]] als solche: Identitätsangst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Identitätsangst ist die Angst in einem wesentlichen [[Selbstzweifel]] auf der Ebene der [[Wahrnehmung]] selbst, die bedrängte [[Erkenntnis]] im [[Selbstgefühl]], die in [[ästhetischer]] [[Form]] eine Infragestellung vollzieht. Selbstzweifel muss nicht [[Angst]] machen, wo er [[Sinn]] hat, wo er also in [[Beziehungen]] von Menschen lebt. Die Bedrängnis entsteht nur in [[Verhältnissen]], in welchen die Zweifellosigkeit als [[Notwendigkeit]] der Unbezweifelbarkeit [[Lebensbedingung]] ist, also in [[Scheinwelten]]. Wo [[Zweifel]] unmöglich ist, herrscht innere Verzweiflung. Identitätsangst ist deren Ausdrucksform und ist daher [[Lebensangst]], die sich nicht mehr auf das Leben bezogen erkennen kann, weil ihr die Scheinhaftigkeit eines [[Lebens]]zur [[Lebensbedingung]] geworden ist, die in einem objektiven Selbstgefühl identifitziert, also unveräußerlichbar ist. Sie zu überwinden verlangt die [[Kritik]] ihrer [[Notwendigkeit]], ihre [[theoretische]] wie praktische Hintergehung.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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