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	<title>K3010 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<updated>2025-11-02T16:35:48Z</updated>

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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-08T08:28:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
310. Einleitung in den Nutzen des gewohnten Menschseins&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nötig ist, das fügt sich. Der [[Nutzen]] der [[Selbstwahrnehmung]] erschien bisher in einem Zweck der [[Wahrnehmungsidentität]] und musste ihm dienen. Doch durch die [[Verrücktheiten]] der familiären [[Gewohnheiten]] der [[Selbstwahrnehmung]] war diese [[Selbstbezogenheit]] in ihren [[erzieherischen Beziehungen]] vernutzt worden. Mit der Ablösung aus der Familie und der Konfrontation in den [[allgemeinen]] [[zwischenmenschlichen VerhältnisseN]] war offensichtlich geworden, dass sich diese mehr oder weniger [[private]] Identitätsstiftung in ungewohnter [[Beziehung]] gegen die [[gewohnten]] [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] der [[Psyche]] richten mussten. Waren diese noch durch den Antrieb (siehe [[Trieb]]) ihrer [[Selbstverwirklichung]] (Buch 1) und durch die [[Selbstvergegenwärtigung]](Buch 2), insgesamt durch eine [[Ästhetik]] bestimmt, durch die sie den Zweifel ihrer [[Zwischenmenschlichkeit]] beherrschen konnten, aber schließlich als [[Lebensangst]] in den hierfür nötigen Lebensstrukturen erfahren mussten, so sind sie nun bestrebt, ihre von sich selbst entrückten Verhältnisse, ihre [[verrückten]] Beziehungen in den [[Widersprüchen]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]] aufzuheben. Ihren zwischenmenschlichen Lebensstrukturen unterworfen waren sie noch ganz auf sich gestellt, selbstverloren, selbstbezwungen und bis zum [[Wahnsinn]] ihrer [[Psyche]] beherrscht. Ihre [[Verrückheit]] hat sich darin ihrer [[Selbstwahrnehmung]] entledigt und ist zu sich selbst in einen wesentlichen [[Widerspruch]] der [[persönlichen]] [[Selbstverwirklichung]] geraten: Weil sie sich ihrer selbst nicht mehr gewiss werden kann, findet sie diese jetzt nur noch in dem, was sie außer sich [[empfindet]], was sie nicht wirklich sein kann, was sie also von sich verloren hat (siehe [[Selbstverlust]]), so dass sie sich eine Identität ihrer [[Selbstwahrnehmung]] über die [[Prothesen]] ihrer [[Kultur]] aneignen muss, die sie in und durch ihre [[Selbstgerechtigkeiten]] selbst herstellen, bewahren und bewähren müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die [[Widersprüche]] ihrer [[Selbstwahrnehmung]] befreit sich die [[zwischenmenschliche]] [[Persönlichkeit]] nun aus dem [[Selbstverlust]] ihrer für sie zu ihrer [[Wirklichkeit]] gewordenen [[Selbstentfremdung]] dadurch, dass sie ihre [[Selbstwahrnehmung]] in einer [[allgemeinsinnigen Selbstbeziehung]] überwinden, indem sie sich darin nun auch ganz selbstlos vergesellschaften, sich [[gesellschaftlich]] außer sich selbst einfinden, [[empfinden]] und sich in ihrer [[gleichgültig]] gewordenen Menschlichkeit endlich so [[fühlen]], wie sie sich darin finden können. Sie müssen hierfür allerdings die geschichtlichen Spuren ihrer Individualität, ihre ganz [[persönliche]] [[Verrücktheit]] verlassen und oft auch verwischen, sich selbst darüber hinwegtäuschen (siehe [[Selbsttäuschung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes [[Individuum]] besteht dadurch als [[Individuum]] , dass es sich von anderen Individuen unterscheidet, dass es einen [[Sinn]] durch sich und für sich hat. Wo Menschen sich über einen [[Gemeinsinn]] [[beziehen]] und [[verstehen]], da werden sie [[selbstlos]], bestimmen sich selbst als [[Subjekt]], das in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] weder das eine [[Individuum]], noch das andere ein Mensch von [[eigener]] [[Gewissheit]] und also in [[Wahrheit]] auch [[wirklich]] [[da ist]]. Menschen können ihr [[Dazwischensein]] in einem dritten Subjekt auflösen, einem [[mythologischen]] [[Subjekt]], ein [[Wesen]], das nicht [[wirklich]] [[da ist]], bzw. das nicht als das da ist, was die [[Inhalte]] ihrer [[Beziehung]] begründet und bewirkt, ein [[Wesen]], das es gar nicht [[wirklich]] gibt, ein [[Unwesen]], das nur durch seine [[Abwesenheit]] [[Wirkung]] hat und macht, [[ausdrücklich]] nur dadurch ist, dass es sich [[Eindruck]] verschafft (siehe hierzu auch [[Scheinwelt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den gemeinsinnig [[verobjektivierten Selbstgefühlen]] [[empfinden]] die Menschen ihre [[Wahrheit]] allerdings nur noch durch ihre [[Selbstlosigkeit]], die ihre [[Wahrnehmung]] als solche selbst schon [[gleichgültig]] werden lässt, sie abtötet und als [[tote Wahrnehmung]] mitteilt und vermittelt. So kann es jetzt nicht mehr um ihre [[Selbstwahrnehmung]] als solche gehen. Es geht jetzt um die Gesamtheit ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]], um die hintergründige [[Selbstdarstellung]]einer Kulturpersönlichkeit, die ihre [[Selbstbezogenheit]] im [[Allgemeinen]] außer sich [[verkörpert]] und sich im [[Einzelnen]] und zugleich ganz s[[selbstlos]] [[allgemein]] darauf durch den [[Nutzen]] ihrer [[Selbstveredelung]] nun auch für andere [[bezieht]], sich darin [[allgemein]] macht und verhält und ihre [[Selbstwahrnehmung]] aufbraucht bzw. entleert. Was die [[Einverleibungen]] ihrer [[zwischenmenschlichen]] [[Gegenwärtigkeit]] mit sich bringe, und von jedem [[einzelnen]] Menschen verlangen, muss sich jeder Mensch in den Oberflächen und Nischen dieser Kultur in seinem [[persönlichen]] [[Dasein]] als eine Peersönlichkeit [[anwesend]] machen und [[vergegenwärtigen]], der er in [[Wahrheit]] für sich und durch sich nicht [[wirklich]] als der sein kann, als der er schließlich [[da sein]] muss. Die [[zwischenmenschlichen]] [[Verrücktheiten]] haben in der Rückbeziehung ihrer [[abstrakt gewordenen Sinne]] zur [[Religion]], zum [[Glauben]] an eine [[übermenschliche]] Verbundenheit gefunden. Sie müssen allerdings von da her nun auch die Gestaltungen ihrer [[Götter]] nachvollziehen, sich in der Demut ihrer Beschaffenheit als Verneigung vor einer ihnen [[entfremdeten]] Schöpfung fühlen. Im religiösen [[Selbstgefühl]] vollstrecken sie daher nun in sich selbst - in ihrer blanken Individualität - den Lebenszusammenhang einer weltumspannenden [[Subjektivität]] der Allmacht einer ihnen [[gänzlich]] [[fremden]] Schöpfung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d&amp;#039;honneur [Ehrenpunkt], ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.&amp;quot;[[(MEW 1, S. 378f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verrückte Welt der [[Kleinbüger]] hat somit immerhin für sich selbst bewiesen, dass es ein [[zwischenmenschliches]] [[Subjekt]] der Verückungen ihrer [[sinnlichen Gewissheiten]] gibt, das den Zusammenhang der [[Zwischenmenschen]] formuliert und dadurch nun auch eine geistige Macht über sie gewonnen hat, wodurch sie sich als bloße [[Zwischenmenschen]] tatsächlich auch [[gesellschaftlich]] versammeln konnten. Sie können daran allerdings nur teilhaben indem sie ihre [[Enttäuschung]] über ihr [[Dasein]] verleugnen, es vorziehen sich über ihren [[Selbstverlust]] hinweg zu [[täuschen]]. So müssen sie vor allem erstmal sich selbst vergessen, um ihrem fundamentalen [[Selbstzweifel]] zu entgehen und den [[Selbsttäuschungen]] ihrer [[Scheinwelt]] Folge zu leisten. Sie müssen jetzt ihr [[Leben]] ganz selbstlos begründen, um ihren Lebengrund außer sich zu erfahren und zu bewältigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der ist nun absolut hinterhältig geworden, lebt von der Hoffnung auf einen Sinn, den es nicht wirklich gibt, der aber ihr Leben in den [[Tatsachen]] ihres Daseins so [[übermenschlich]] bestimmt, dass sich ihre [[Selbstwahrnehmung]] mit all ihren [[Selbstgefühlen]] in einer Welt der [[Selbstentfremdung]] objektiiert und außer sich wiederfindet (siehe [[objektives Selbstgefühl]]). Und das macht nun den konkreten Sinn des [[Kleinbüger]]tums erst wirklich abstrakt. Denn war ihre [[Selbstwahrnehmung]] bisher noch in unzähligen Einzelheiten aufgesplittert, so wird sie jetzt zu einer allgemeinen gesellschaftlichen Tatsache durch die Entdeckung, dass alles Verrückte für ihn dann einen wirklichen Sinn hat, wenn er darin die Unendlichkeit seiner Welt [[erkennen]] und bewundern kann, wenn er an die Wunder seiner [[zwischenmenschlichen]] [[Kultur]] zu [[glauben]] versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das wahre Leben, das ewige Leben ist gefunden, _ es wird nicht verheißen, es ist da, es ist in euch: als Leben in der Liebe, in der Liebe ohne Abzug und Ausschluß, ohne Distanz. Jeder ist ein Kind Gottes&amp;quot; (Friedrich Nietzsche, WW IV, Der Antichrist, S. 1190).&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Friedrich Nietzsche als [[Selbstgefühl]] der Gotteskindschaft beschreibt, was für Karl Marx die Schafsnatur des Christenmenschen ist, das entsteht durch die übermächtige Gegenwart verselbständigter [[Gefühle]], die durch ihre [[Gewöhnung]] zu einer &amp;quot;Macht der [[Gewohnheit]]&amp;quot; geworden sind. Um wahr zu sein verlangt [[Wahrnehmung]] nach dem Zusammenhang ihrer [[Empfindungen]] mit ihren [[Gefühlen]]. Objektiv besteht dieser durch die [[Erlebnisse]] und [[Eindrücke]], wie sie durch ihre gesellschaftlichen Verhältnisse mehr oder weniger notwendig sich ereignen oder zu einem [[Ereignis]] gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch hierüber wird [[Wahrnehmung]] selbst objektiv, bestimmt sich schon vor aller [[Erfahrung]] aus einer [[objektiv]] [[notwendigen]] [[Identität]], die das [[Verhältnis]] der [[Empfindungen]] und Gefühle in den Menschen durch die [[Ereignisse]] regelt, die hierfür nötig geworden sind. Schon die bisherige [[Ästhetik]] hatte die [[Empfindung]] längst den zwischenmenschlichen [[Gefühleen]] unterworfen und zum Inhalt ihrer [[Verhältnisse]] gemacht und damit das Bestreben im Einzelnen gesetzt, das sich als [[ästhetischer Wille]] im Einzelnen darstellt. Doch was dieser bislang dargestellt hat, wird nun zur herrschenden [[Ästhetik]] einer allen Menschen notwendigen [[Selbstverständlichkeit]], durch die nicht mehr im Einzelnen, sondern ganz allgemein alle [[Empfindungen]] ausgeschlossen werden, die sich nicht als Gefühl mitteilen. Im Maß der Durchsetzung dieser [[Selbstverständlichkeit]] tötet die einzelne [[Wahrnehmung]] ihren sinnlichen Gehalt und überantwortet sich als tote Wahrnehmung einer herrschenden [[Ästhetik]], die natürlich nur die [[Ästhetik]] des [[Kulturbürgertums]] (siehe auch [[Kleinbürger]]) sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hieraus entstehende Lebensinteresse kennt allerdings nur den [[Tod]] (siehe hierzu auch [[Todestrieb]]) und sucht ihn als ihre Lebenbasis zu verallgemeinern, sich als hohere Menschlichkeit gegen die wirkliche zu erheben.Von daher bestärkt sich [[tote Wahrnehmung]] aus dem Jenseits der Gefühle und [[fanatisiert]] das [[Bewusstsein]] gegen das [[Leben]] - um selbst zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Tot sind alle Götter: nun wollen wir, daß der Übermensch lebe!&amp;quot; (Friedrich Nietzsche, WW III, Also sprach Zarathustra, S. 340).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tote Wahrnehmung ist nicht verdrängte [[Wahrnehmung]]. Sie hat für das wahrnehmende Subjekt im Jenseits ihrer Wahrheit gravierende Folgen, denn sie verkehrt ihren Sinn ins Gegenteil, macht aus [[Wirklichkeit]] ein [[Ideal]], aus lebendem Totes, aus Konkretem Abstaktes, aus Teilen etwas [[Ganzes]]. Ihr Daseinszweck ist nämlich nicht ihr Leben, sondern ihr Überleben (siehe hierzu auch [[Todestrieb]]). Und das gibt es dann auch nicht wirklich, sondern iim Tunnel und Echoraum der [[Ewigkeit]] von [[Vorstelllungen]], die schon immer das Paradies [[sophistischer]] Geistesübungen ist. Das hatte auch mal öfter die deutsche Philosophei beflügelt, wo sie auf eine Endlösung ihrer Gegensätze und Unterschiede und Widersprüche spekulierte und zu einem &amp;quot;Meister aus Deutschland&amp;quot; wurde. So konnte auch ein hervorragender Religionskritiker wie Friedrich Nietzsche zum Vorläufer einer faschistischen Staatsbegründung werden. Denn ihm galt der &amp;quot;[[Wille]] zur [[Macht]]&amp;quot; als die einzig reale [[Negation]] des Gottesglaubens, denn damit spekulierte er auf einen wirklichen [[Übermenschen]], den er als Antichrist gegen [[Gott]] installierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Gesetzt endlich, daß es gelänge, unser gesamtes Triebleben als die Ausgestaltung und Verzweigung einer Grundform des Willens zu erklären _ nämlich des Willens zur Macht...; gesetzt, daß man alle organischen Funktionen auf diesen Willen zur Macht zurückführen könnte und ihm auch die Lösung des Problems der Zeugung und Ernährung _ es ist ein Problem _ fände, so hätte man damit sich das Recht verschafft, alle wirkende Kraft eindeutig zu bestimmen als: Wille zur Macht. Die Welt von innen gesehen, die Welt auf ihren intelligiblen Charakter&amp;#039; hin bestimmt und bezeichnet _ sie wäre eben Wille zur Macht&amp;#039; und nichts außerdem&amp;quot; (Friedrich Nietzsche, WW IV, S. 601).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem die Menschen in solcher [[Selbstbehauptung]] äußerst [[selbstlos]] werden müssen gewinnen sie nur dadurch an [[Wert]], dass sie sich aus der [[Allgemeinheit]] selbstloser Menschen begründen, ihre fortbestehende Isolation als ihre ureigenste politische Existenz zu einer [[völkischen]] [[Natur]] verallgemeinern. Weil sie längst empfindungslos für andere Menschen geworden sind, kann die [[Selbstwahrnehmung]] ihren [[Selbstwert]] nicht mehr aus ihren [[Beziehungen]] heraus finden, kann sie nur noch in den äußeren [[Formen]] der [[Selbstbezogenheit]] stattfinden, an dem, was an den Menschen ist, das sich durch Selbstbehauptung herabsetzen lässt. Selbstbehauptung besteht aber nicht nur negativ gegen andere, sondern positiv auch durch ihre Zeitlosigkeit: Sie richtet sich an [[Gewohnheiten]] aus, durch die sie zumindest der [[Form]] nach überleben kann. Darin findet sie ihren [[Selbstwert]] im [[Kult]] ihrer Beziehungsform selbst, in der Gewöhnung an ihre objektive Form, an ihre allgemein gültige Vereinzelung und [[Einzelheit]], die darin zugleich [[verallgemeinerung]] [[aufgehoben]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstbehauptung]] in ihrer höchsten Form der [[Selbstlosigkeit]] beruht auf der [[Selbsttäuschung]] eines allgemeinen und gewöhnlichen Selbstwerts, der nur dadurch erhöht ist und überhöht wird, dass er durch eine [[verallgemeinerte]] [[Heilserwartung]] einen Unwert des wirklichen [[Lebens]] behauptet und in einer an und für sich [[heilen Welt]] produziert. Sie hat daher immer das Problem ihrer eigenen Substanzlosigkeit, die sich als unendlicher Bedarf nach [[Substanz]] jedweder Art, nach einem [[abstrakt menschlichen Sinn]] darstellt. Für sich bleibt daher die Selbstwahrnehmung ganz im Mangel ihrer Empfindungen: Man kann nichts mehr finden und empfinden, was nicht dem allgemeinen [[Kulturkonsum]] Folge leistet, was man nicht in diese Verhältnisse der Kultur unmittelbar eingibt. [[Selbstwahrnehmung]] muss nun unmittelbar produziert werden. Was die Menschen für sich und was sie füreinander waren und daher ausschließlich miteinander zu tun hatten, ist jetzt getrennt von ihrer sinnlichen Wahrheit. Diese ist zum bloßen Mittel der [[Selbstwahrnehmung]] geworden, zur Vermittlung scheinhafter Weltbezogenheit durch die Selbstwahrnehmung. Und die besteht nun allein in der Form, worin das Leben der Menschen in der[[bürgerlichen Kultur]] tatsächlich sinnlich ist: In ihrer reinen Körpergestalt, in der Sinnhaftigkeit gegebener Einzelheiten, die durch das Prinzip [[übermenschlicher]] Notwendigkeiten verbunden ist. Zwischenmenschlich ist Selbstbehauptung daher auch so allgemein, wie die [[Gewohnheiten]] der Menschen als gewöhnliches [[Dasein]] denunziert und das allgemein Ungewöhnliche geadelt wird. Sie ist jetzt selbst die Grundlage ihrer Verhältnisse als Sinnesgestalt ihres Tuns und Lassens, die sich in einer besonders ungewöhnlichen [[Allgemeinheit]] errichtet. Die Menschen haben sich darin also vollständig als die Sinnesgestalt wahr, die sie nicht wirklich sein können und in der sie sich so [[wahrnehmen]], wie sie es zu ihrem persönlichen [[Überleben]] als Sinnesmenschen nötig haben, also in dem, was sie durch sich und von anderen Menschen wahr haben ohne [[wirklich]] selbst sinnlich zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um in sochen Verhältnissen überhaupt Sinn für sich zu finden, durch den sie [[Empfindungen]] irgendwelcher Art haben können, müssen sich die Menschen auf einer Ebene finden, auf der ihre Begegnung selbst schon ein Umstand ihres [[Erlebens]] ist, der durch das Gewöhnliche ihrer Verhältnisse, also durch die [[Ereignisse]] ihrer [[Gewöhnung]] an sie als erneuertes [[Brauchtum]] gewonnen wird. Was sie für sich fühlen, ist nurmehr eine Objektivität ihrer Gefühle, ein Kosmos ihrer Gefühle, in dem sie sich einlassen müssen, um Wahrnehmung für sich zu haben, weil sich ihr [[Leben]] darin überhaupt nur als [[Erleben]] der hierdurch bestimmten [[Ereignisse]] existiert. Um nicht an der [[Selbstaufhebung]] ihrer [[Gefühle]] zugrunde zu gehen, müssen sie sich selbst in ihrer Begegnung äußerlich werden, müssen sie ihre Sinne als körperliche Eigenschaften ihrer Persönlichkeit äußern, als einen Sinn, der wie ein Ding für sich genommen werden kann. Was dann als Leben ihrer Gefühle erscheint, ist nun selbst reine Empfindung, wird als das wahrgenommen, als was man sich wirklich wahr hat. Hierdurch bekommt die Selbstwahrnehmung wieder einen Sinn, der zugleich von allem sinnlichen Zusammenhang ausgeschlossen ist, worin aber die Sinne auf sich zurückkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem die Menschen darin ihre Gefühle empfinden, wird die Wahrnehmung sich selbst zum Gegenstand und erscheint in diesem verkehrt; sie wird dekadent. In dieser dekadenten Wahrnehmungen erkennt sich ein Mensch doppelt: Als gemeine Sache der Eigenschaften seines Körpers und als Subjekt pervertierter Sinne. In der Wahrnehmung ihrer Verkehrung kommen sich die Menschen auch auf verkehrte Weise näher. Ihre Kultur selbst wird in den Zweck einer [[Perversion]] gestellt. Sie wird zum Träger einer verkehrten Selbsterkenntnis. In der [[verkehrten]] Form erkennen die Menschen zwar nach wie vor ihre Gefühle, aber lediglich in der Form, in der sie sich hierbei fühlen. Indem sie sich zu anderen und über andere zu sich verhalten, verhalten sie sich vor allem in einer fortwährenden Versachlichung ihrer [[Wahrnehmung]]. Sie wird hierdurch zu einer beschränkten [[Wahrnehmung]], zu einer Wahrnehmung, in welcher sich die Sinne gegeneinander isolieren und sich in ihrer Trennung entfalten, für sich also unbeschränkt werden. Sie breiten sich in chaotischen Wechselwirkung wie selbständige Wesen aus und bedrohen sich zugleich durch ihr jeweiliges Selbstbehauptungsinteresse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Versachlichung erfährt die [[Wahrnehmung]] daher jetzt erst ihre innere [[Notwendigkeit]] und [[Vernunft]], ihre notwendige Selbstbeschränkung, um aus sich herauszutreten und zu einem wirklich in sich gekehrten Gefühl zu werden, zu einem Gefühl objektiver Notwendigkeiten, worin sie ihr [[körperliches]] Leben wähnen, weil sie sich darin körperlich erleben und wofür sie sich vor allem selbst beherrschen müssen: Die [[Sittlichkeit]] einer [[Gesinnung]], in der dem Menschen Hören und Sehen vergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber solche Sittlichkeit besteht aus einer sehr geringen Wahrheit, lediglich aus einer Sitte, die der pervertierten Selbstbehauptung, wie sie dem aussgeschlossenen Sinn noch möglich war, nun eine kulturelle Selbstbehauptung entgegen hält, die Behauptung einer kulturellen Sinnlichkeit, die sich schließlich gegen die pervertieren Sonne der Kultur zu einem Sinn entwickelt, der sich selbst vernünftig zu gestalten sucht. Dieser Sinn kann daher übernatürlich ist, ein Sinn ist, der so natürlich erscheint, wie er über die Natur verfügen muss, in welcher sich die Sinne verstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was die Hochkultur an Gewohnheiten und Brüchen darstellt, ist der gigantische Versuch einer übersinnlichen Selbstbeherrschung, welche die Gewohnheiten aus den Gegebenheiten der Lebensumstände als voneinandr isolierte Phänomene des zwischenmenschlichen Erlebens zu den tragenden Mächten der Kultur werden lassen. Was Brauchtum und Sitte hierin entwickelt haben, worin also Menschen ihre Sinne in allgemeiner Form bewahren konnten, das wird nun zur Macht des gegebenen Lebens gegen alles, was in der Kultur selbst als sinnlos erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht in der Abhandlung der Sittlichkeit darum, wie diese sich aus den Gewohnheiten bildet und zu einer abstrakten Selbstverständlichkeit wird und was sie schließlich zu einer gesellschaftlichen Substanzwerden lässt, aus der sie ihre Macht über Menschen bezieht. Es ist die erste Form einer Allgemeinheit, worin Hochkultur mächtig wird. Und dies wird auch die Grundform von dem sein, worin sich die Menschen ihrer eigenen Kulturform beugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht nun darum, die Formverwandlung einer Kulturbestimmung zur wesentlichen Natur eines Verhältnisses des Überlebens erst mal nachzuvollziehen. Wir werden darin den Prozess der Selbstentleibung nachzuzeichnen haben, wie er im Kampf um die eigene Wirklichkeit sich gestaltet, um schließlich herauszuarbeiten, was hierbei zu einer überragenden Sinnesmacht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst erscheint es noch absurd, dass die Flexibiltät einer Sitte zur Macht kommen kann, kennen wir doch Sitte zunächst nur als kategorisches Prinzip, als gewöhnliche Moral oder praktische Vernunft. Doch in der Kulturverhältnissen selbst ist alles anders, man lehrt dem Mores, der nicht Hören will. Aber wo alle hörig sind, da wird es die Macht einer prominenten Kultur werden, welche die Menschen in ihrem ganzen Lebenszusammenhang zusammenschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Weiter mit Buch III: 311 Die selbstlose Wahrnehmung(Die subjektive Vernunft des Überlebens)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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