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	<title>K3020 - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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320. Einleitung in die Befriedung einer Kultur selbstloser Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ganz gleich, ob jemand an [[Gott]] oder an den Finanzmarkt glaubt: Das [[selbstlose]], das [[religiöse]] [[Selbstgefühl]] hat und findet seinen [[Grund]] immer wieder in der Überwindung des irdischen Jammertals, dem Siechtum der herrschenden [[Verhältnisse]]. Im [[Glauben]] an den Moment verspricht dessen Erfolg das [[Gefühl]] eines [[Glücks]] in elendigen [[Lebensverhältnissen]]. Gerade in ihrem Niedergang betreibt es den [[Opportunismus]] eines [[übermenschlichen]] [[Zufalls]] wie das [[objektive Sollen]] einer höheren [[Macht]] und wird für den [[ohnmächtigen]] Menschen zum [[Erinnerungsbild]] geglückter [[Erlebnisse]] und somit zu deren [[abstrakter]] Bestätigung und Bewährung. Durch das [[Erleben]] irgendeiner Sinnhaftigkeit in der Vergegenwärtigung [[einzelner]] Begegnungen durch die [[Gewohnheiten]] der [[Sitten]] und [[Gebräuche]] in der an sich [[heilen Welt]] einer beziehungsreichen [[Selbstlosigkeit]] belebt solche Form von [[Erinnerung]] das, was immer wieder mal irgendein [[Unheil]] überwunden hat, um für sich [[heil]] zu bleiben. Und das gelingt auch immer wieder mal durch das Zusammentreffen von Erwartungen mit dem entsprechenden [[Ereignissen]], die sie zu erfüllen scheinen. Doch in [[Wahrheit]] ist es nur das blinde [[Verallgemeinern]], das diesen [[Schein]] verfestigt und zu einer gläubigen Lebenshaltung leitet, die allerdings nur daraus besteht, sich an die Chronik einer beliebigen [[Vernunft]] anzupassen, die sich nun so [[subjektiv]] wie auch gottgewollt, wie ein [[Schicksal]] des [[Lebens]] schlechthin anfühlt. Und das ist nicht neu. Es ist lediglich zum Betrieb einer besonderen Kulturform wesentlich geworden: Der [[Kultur]] des [[Erlebens]], dem [[Reiz]] einer [[prominenten]] [[Selbstbeziehung]] in einem allgemeinen, weil [[verallgemeinerten]] [[Selbsterleben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die objektive [[Vernunft]] dieser [[Subjektivität]] hatte zunächst durch die absolute [[Selbstlosigkeit]] ihres Persönlichkeitskults zu einer [[pervertierten]] Lebenswelt [[zwischenmenschlicher Verhältnisse]] entwickelt, welche alle [[subjektiven]] [[Verhältnisse]] aufsaugt und durch die [[Verallgemeinerung]] ihrer [[toten Wahrnehmung]] entsinnlicht. Sie macht jetzt ihren [[subjektiven]] [[Zweck]] unerreichbar und kann über ihre wirklichen Kulturereignisse hinweg [[Bilder]] einer [[idealisierten]] [[Kultur]] [[vermitteln]], die sich nicht [[wirklich]], sondern nur durch das [[Verhalten]] von [[Person]] in den [[Ereignissen]] ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]]verwirklichen. Denn in Wahrheit verfolgen die Menschen in diesen Verhältnissen vor allem das Bild von sich und ihrem Leben, das Selbstbild ihrer [[Lebenswerte]]. Nun soll es darum gehen, wie und wozu solche [[Bilder]] sich verwirklichen können, wie die [[Scheinwelt]] einer Hochkultur des [[Bildungsbürgertums]] gestalten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Selbstwahrnehmung]] hat sich durch ihren Persönlichkeitskult (siehe 313.3.3 Der Kult oder die Liturgie der Selbstwahrnehmung als Persönlichkeitskult) nun soweit gegen ihre [[Empfindungen]] abgeschottet, dass sie nur durch [[Gefühle]] von ihnen befreit werden kann, die sich in ihren [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] nun auch [[tatsächlich]] - wenn auch nur [[abstrakt]] - darstellen können. Immerhin haben [[Gefühle]] im [[Kult]] dieser [[Beziehungen]] eine ungeheuere [[Macht]], wenn und weil sie als Macht einer scheinbar absoluten Subjektivität der Selbstwahrnehmung gegen die [[Ohnmacht]] einer [[toten Wahrnehmung]] auftreten und in der [[Menge]] diese zu einem inneren [[Verhältnis]] ihrer [[Masse]] zu einer Vertiefung der [[Dichte]] ihres [[ästhetischen Willens]]wenden können. Dies bestärkt allerdings zugleich die Heftigkeit ihrer [[Ressentiments]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt daher für solche Kultur darauf an, wie man [[Gefühle]] durch [[Ereignisse]] veranstaltet, um ihre Wirkung auf die einzelnen Menschen durch sein [[Selbsterleben]] zu vergesellschaften. Das innigste Mittel solcher Gefühle ist meist die Musik, der [[Sport]], die [[Mode]] (siehe auch [[Körperkult]]) und das Internet, durch die [[zwischenmenschlich]] auch wirklich und existenziell in ihren [[Absichten]] verbunden werden kann, was ansonsten in der [[isolierten]] [[Einzelheit]] der Individuen versiegen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem 1. Buch war zu entnehmen wie die Menschen durch die [[Absichten]] des [[ästhetischen Willens]] die [[Widerssprüche]] zwischen ihren [[Empfindungen]] und ihren [[Gefühlen]] in ihren [[Selbstgefühlen]] unter den [[Bedingungen]] ihres [[Geldbesitzes]] ausgestaltet haben und ihren [[Selbstwert]] durch die [[Selbstbehauptungen]] ihres [[Geltungsstrebens]] in ihren [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] und deren [[Lebensräumen]] zur [[Wirkung]] gebracht hatten. Doch die [[Persönlichkeiten]] ihrer [[Selbstveredelungen]] konnten sich über ihren [[Narzissmus]] nur noch auf sich slbst beziehen und hatten in ihren [[Lebensburgen]] sich zu einer selbstlosen Welt gestaltet, in der sie sich im 2. Buch nur noch durch ihre Lebens[[gewohnheiten]] [[geborgen]] fanden. Damit war ihnen ihre [[Wahrnehmung]] durch [[fremde]] Bewahrheitung verstellt. Sie hatten sich im Gewohnten und [[Wohnen]] von sich [[selbst entfremdet]] und sich in einem gewaltigen Verhältnis ihrer [[Selbstentfremdung]] zu einer Welt voller [[Lebensängste]] verwirklicht. Die [[Selbstlosigkeit]] des [[Brauchtums]], der [[Sittlichkeit]] und der [[Religion]] hatte schließlich die [[Lebensangst]] der [[Selbstvergegenwärtigung]], die mit ihrer [[symbiotischen Selbstwahrnehmung]][[verrückt]] geworden war, darin aufgehoben, dass alles nun - wenn auch in [[fremder]] Gestalt - gegenwärtig werden konnte, [[Angst]] überhaupt schon strukturell durch die kulturgläubigen [[Bürger]] überwältigt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine religiös gewordenen Sitte stiftet ein soziales Verhältnis, das sich im Jammertal des Diesseits an die Menschen wendet und ihrer allgemein gewordenen [[Selbstlosigkeit]] nun auch [[Sinn]] stiftet, indem sie ihre [[Reinheit]] als Maßgabe für ihre Artigkeit sozialisisiert. Im [[zwischenmenschlichen Verhältnis]] muss das Herz der Menschen von diesem &amp;quot;hohen Geist&amp;quot; einer &amp;quot;ewigen Wahrheit des menschlichen [[Daseins]]&amp;quot; getroffen werden, welche die &amp;quot;Entwurzelung&amp;quot; der Menschen aufzugreifen versteht und sie auf den rechten Weg bringt. Sie verschafft sich im Trubel der Selbstverleugnungen in ihrer [[Scheinwelt]] eine [[Reinheit]] der Art, indem sie in ihrem hohen [[Sinn]] das [[Gute]] vom [[Bösen]] trennt und für sich frei macht, zu einem guten Meinen bringt, zum Wohlgemeinten einer [[Meinung]], die als Gefühl für sich steht und das Meinige dafürhalten kann, wo es als [[allgemeine]] [[Güte]] auftritt und zu einem Allgemeingefühl der Heilsamkeit wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgerinnen und [[Bürger]], die zu ihrer [[Selbstveredelung]] hohe [[kulturelle Werte]] verfolgen, begreifen ihre unmittelbaren Lebensverhältnisse als Lebensmaßstab schlechthin. Sie verspüren in sich einen starken Unwillen gegen die Verwerfungen der Welt und neigen dazu, ihre Gefühle ästhetisch zu [[idealisieren]], um damit Störungen im Vorhinein durch [[Ekel]] abzuwehren, und das Störende selbst in einer allgemeinen [[Selbstwahrnehmung]] vorgreifend [[auszuschließen]] suchen. Nicht allein ihr Heim macht ihre hierdurch bereinigte [[Lebensburg]] aus, sondern die [[gesellschaft]]lichen Strukturen und [[Institutionen]] ihrer [[Kultur]] höchstselbst. Durch ihren [[Willen]] zu solcher [[Reinheit]] [[entwickelt]] sich eine [[heile Welt]], die sich selbst genügen soll und von daher durch sich [[selbst bestimmt]] erscheinen muss. Ein solches Gebilde stellt die [[Verhältnisse]] eines ästhetischen Willens dar, der nach einer [[körperlichen]] Verwirklichung seiner [[Kulturwerte]] als Allgemeinstruktur ihrer [[Egozentrik]] strebt. Es ist die [[politische Reaktionsbildung]] auf [[dekadent]] gewordene kulturelle Verhältnisse, wie sie sich in den [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] in Zeiten ihrer Belastungen und Stagnation, also in kulturellen [[Krisen]]zeiten herausstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Gewissheit]] seiner [[Wahrheit]] kann niemand vorbei. Um sich ihre eigene [[Wahrheit]] zu bewahren, muss die [[Wahrnehmung]] resistent gegen die [[Reize]] und [[Eindrücke]] durch Gefühle werden, die sie nicht mehr mit wirklichen [[Empfindungen]] verbinden kann. Wo sie nicht mehr wirklich wahr sein kann, weil die zu [[fremd]], zu ungewohnt, zu weit weg entstanden sind, wird sich die [[Wahrnehmung]] selbst ungewiss. Sie muss sich ihrer selbst durch [[Erlebnisse]] vergewissern, die ihr [[Empfindungen]] vermitteln, sie zu [[Gefühlen]] anreizen, die sie nicht nur für sich selbst erzugt, sondern auch für und mit anderen zum [[allgemeinen]] Lebensverhältnis einer [[Scheinwelt]] entwickelt (siehe [[Eventkultur]]), in der zum [[allgemeinen]] [[Nutzen]] persönlicher [[Wahrnehmungen]] unentwegt [[Gefühle]] und [[Empfindungen]] in [[beliebiger]] Folge durch Events erzeugt und oft auch als [[Kult]] geboten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahrnehmung]] ist allerdings mit der anwachsender [[Dichte]] solcher [[Eindrücke]] irgendwann prinzipiell überfordert, verliert daher ihre [[Neugierde]] und stellt sich wie ein Spießbürger vor dem Stadttor vor das Einfallstor ihrer [[Wahrheit]], um deren Eindringen zu verhindern, ohne zu bemerken, dass die hierdurch zunehmens verkümmert und [[langeweilig]] wird. Sie wird auf diese Weise zwar diese Eindrücke ausschalten, nicht aber sich so verändern, dass sie verarbeitet werden können. Aber immerhin kann sie sich selbst ablenken und damit erreichen, dass sie wieder auf einfacherem - wenn auch [[einfältigerem]] - Niveau funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ereignisproduktion]] zielt auf die Produktion von [[Selbstgefühlen]], die durch bestimmte [[Erlebnisse]] erzeugt werden. Von daher werden die damit bewirkten [[Empfindungen]] zum Mittel der Selbstbeziehung über [[Gefühle]], die ohne dies keinen [[Sinn]] mehr für sich findet und ihre [[Langeweile]] als [[Ausdruck]] einer[[toten Wahrnehmung]] forttreiben müsste. Eine [[Ereignis]]produktion stellt Zusammenhänge von [[Erlebnissen]] her, deren [[Leben]] durch die [[Ereignis]]haftigkeit einer [[entgegenwärtigten]][[Kultur]] abgebrochen (siehe [[Isolation]]), in sich tot und [[zerteilt]] (siehe [[Tote Wahrnehmung]]) und von sich [[getrennt]] (siehe [[Trennung]]), sich im [[Ganzen]] [[wesentlich]] [[fremd]] geblieben ist (siehe [[Entfremdung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ereignisproduktion]] betreibt die Herstellung von [[Ereignissen]] und bezieht ihren schlichten [[Grund]] meist aus der [[Langeweile]] dieser [[Kultur]], aus der [[Abwesenheit]] ihrer sinnlichen [[Beziehungen]]. Sie versucht, dem [[Nichts]] ihrer gesellschaftlichen [[Substanz]] (siehe [[abstrakt menschlicher Sinn]]) eine Lebensform zu verschaffen, wie er [[räumlich]] und [[körperlich]] möglich ist und die [[tatsächliche]] Verbindungen von Individuen möglich macht. Von daher ist schon jede Party eine Ereignisproduktion - ebenso wie auch ein Konzert, eine [[Vorstellung]], ein [[Event]] oder eine Zeremonie als Gedächtnis, bzw. Gedächtnisstütze, die als [[Event]] aufgeführt wird. Weil sich daran viele verschiedene Menschen beteiligen, muss das [[Ereignis]] für sie in einer angemessenen Komplexität organisiert sein und hat daher einen Veranstalter nötig, dem die [[Kulturkonsumenten]] oder sonstige Beteilgte zusprechen und sich ihm soweit unterordnen, wie die Veranstaltung ihne Bedüfnisse bedient. Das schafft ein [[Verhältnis]], das einen gemeinsamen Anlass beinhaltet, der meist einen Mangel der alltäglichen [[Gewohnheiten]] aufheben und überwinden soll, oft auch in der [[Form]] von Ritualen und [[Liturgien]], die die Botschaft und den [[Glauben]] eines [[Gemeinsinns]] darstellen sollen (sieh hierzu auch [[Religion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ereignisproduktion]] ist daher die Erzeugung von [[Ereignissen]], die [[objektiv]] bestimmt sind, um die [[Subjekte]] zu objektivieren, wodurch die [[Wahrnehmung]] in Einheit mit der [[Selbstwahrnehmung]] belebt und auf einen bestimmten [[Sinn]] und Zweck ausgerichtet wird. Nicht aus einem bestimmten Bedürfnis müssen hierbei bestimmte Ereignisse erfolgen. Es ist eben vor allem die organisierte Aufhebung einer [[Langeweile]], die einen Zusammenhang reflektiert, der im Verbund der Menschen immer wieder in [[Abwesenheit]] zu geraten droht, wenn sich die [[Beziehungen]] der Menschen entleert haben, und neuen [[Sinn]] suchen, neue [[Empfindungen]] ersehnen, sich neue [[Gefühle]] [[einverleiben]] wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Produktion der dem entspechenden [[Elebnisse]] löst deren Widersprüche im [[wirklichen]] [[Leben]] nicht [[wirklich]] auf. Die im bloßen [[Dazwischensein]] der in ihren [[Lebensverhältnissen]] [[isolierten]] [[Selbstbeziehungen]] werden hierbei zu zirkulären [[Selbstwahrnehmungen,]] denen immer wieder mal [[Erlebnisse]] zugeführt werden müssen, durch die sie angeregt oder zumindest von den [[Schmerzen]] ihrer [[Isolation]] abgelenkt werden. Die Menschen haben schon aus ihrer [[unmittelbaren]] [[Isolation]] heraus das Ziel, sich durch kulturelle [[Beziehungen]] zu vergemeinschaften, um darin ihre [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] zu verweltlichen, eine [[Kultur]] zu schaffen, die zunächst oft nur ein [[Kult]] ist, der zur [[Mode]] werden kann, und worin sich dieser schließlich [[ästhetisch]] fortsetzt, indem er die entsprechenden Signale der Zugehörigkeit in einer beziehungslosen Welt zu senden vermag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bestimmte Auswahl der [[Ereignisse]] ergeht aus der [[Form]] einer mächtig gewordenen, aus einer [[prominenten]] Gestalt oder ebensolchen [[Kultur]], wodurch isolierte [[Regungen]] [[angereizt]] werden, deren [[Erregung]] durch die so erzeugten [[Erlebnisse]] aufgelöst werden. Im Grunde sind die hierdurch bewirkten [[Ereignisse]] das [[äußerstee]] [[Mittel]], um sich aus sich selbst herauszunehmen, indem [[Empfindungen]] entstehen, die ein angefordertes [[Selbstgefühl]] so erbauen, wie es ersucht ist. Die Erbauung hebt jede Empörung auf und wird schließlich zur Empore einer [[Kultur]] der [[Selbstlosigkeit]], die jederzeit [[politisch]] zu nutzen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist Ereignisproduktion das Verhältnis einer [[Sucht]] zu sich als ihr lebendes Objekt, die Produktion von [[Ereignissen]] durch [[Veranstaltungen]] für [[zwischenmenschliche]] [[Erlebnisse]], worin [[Selbstwahrnehmungen]] zur [[Prothese]] einer gesellschaftlichen [[Beziehung]] werden und über einen entsprechenden [[Kulturkonsum]] [[Erregungen]] [[befriedet]] werden. [[Zwischenmenschliche Beziehungen]] werden mit [[objektiven Gefühlen]] versehen und dort verbündet, wo sie [[gleichgültig]] geworden sind. Darin wird eine [[Kultur]] [[befriedet]], in der jeder bei sich bleibt, wenn er außer sich ist. und in der die Sinnentleerungen des Alltags (siehe auch [[abstrakt menschlicher Sinn]]) überwunden zu sein scheinen (siehe auch [[Scheinwelt]]) und durch entsprechende [[Ereignisse]] oder Drogen ertragen werden (siehe auch [[Tittytainment]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ereignisproduktion entsteht in einer Dienst leistenden [[Arbeit]], ist also eine [[Dienstleistung]], die sich von der [[stof]]lichen [[Produktion]] darin unterscheidet, dass sie der [[Notwendigkeit]] des [[Stoffwechsel]] enthoben, dass sie [[Ereignisse]] und geeignete [[Gegenstände]] für [[Erlebnisse]] erzeugt und von daher [[Kulturarbeit]] ist, weil sie [[Kulturgüter]] für die [[Selbstwahrnehmung]] erzeugt. Jenseits ihrer gesellschaftlichen [[Warenform]] formatiert sie sich durch ihre [[Dienstleistungen]] zu einer [[Eventkultur]], worin die [[bürgerliche Kultur]] zu einer eigenständige [[Form]] der [[Freizeit]] im Kontrast zur [[gesellschaftl]]ichen [[Arbeit]]sform überhaupt wird. Von daher ist sie auch die wesentliche [[Tätigkeit]] der [[Institutionen]] eines [[Kulturstaats]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[ästhetische Wille]] hat die Sitten selbstlos gemacht und zu einer Hochkultur entwickelt, in der alle [[Empfindung]] objektiv aufbewhart und subjektiv wirkungslos geworden war. Verwüstete [[Sitten]] verbreiteten sich in der Versachlichung der [[zwischenmenschlichen Beziehungen]], in denen sie auch nur sachlich und wie Sachen als reine Objekte einer empfindungslosen [[Kultur]] verkehren konnten, die sie pervertierten und die in ihrer objektivemn [[Verkehrung]] keine menschlichen [[Beziehungen]] mehr vermitteln konnten. Die Menschen mussten in dieser Gesellschaft erst einen Lebenszusammenhang finden, der über jeden Zweifel erhaben sein soll, auch wenn er dadurch keinerlei [[Gewissheit]] haben und finden konnte. Er musste erfunden werden. Darin konnte sich dann schließlich auch der [[ästhetische Wille]] als Beweis seiner selbst durch seine [[ästhetischen Urteile]] befinden und wahr machen, weil er in dieser [[Abstraktion]] seiner [[Selbstlosigkeit]] eine [[Wahrheit]] für Alles und [[Nichts]], eine [[gleichgültige]] eine [[Wahrheit]] für Alles geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gottesglaube einer empfindungslosen Kultur konnte deshalb schließlich die Sittlichkeit der Kultur zu einer übermenschlichen Dimension entwickeln, gegen welche alle Widersprüche und Kämpfe des wirklichen Lebens nurmehr als [[Unheil]] erscheinen, weil sie eben auch wirklich unheilig sind. Mit dem [[Glauben]] an einen höheren [[Sinn]] sollten die [[Heiligen]] das [[Unheil]] beherrschen, indem er sich als Wille Gottes in seiner [[ästhetischen]] Form als Fleisch gewordener [[ästhetischer Wille]] und dessen [[Liturgie]] an die Menschen richtet, sie durch ihr [[Selbsterleben]] nun auch wirklich [[einverleibt]] und an die Reinheit Gottes die [[Selbstachtung]] der Menschen bindet und ihre Bereinigung vermittelt. Doch die vom Himmel zur Erde gebrachte Reinheit ist nichts anderes als eine sich selbst unterwerfende Selbstlosigkeit, durch die aus jedem Bürger ein Schutzpatron, aus jedem Warenbesitzer ein Spießbürger wird, etwa so, wie dereinst Martin Luther aus der Dogmatik des Glaubens der Kirchenpäpste den Pfaffen im Menschen selbst begründen wollte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Luther hat ... die Knechtschaft aus Devotion besiegt, weil er die Knechtschaft aus Überzeugung an ihre Stelle gesetzt hat. Er hat den Glauben an die Autorität gebrochen, weil er die Autorität des Glaubens restauriert hat. Er hat die Pfaffen in Laien verwandelt, weil er die Laien in Pfaffen verwandelt hat. Er hat den Menschen von der äußeren Religiosität befreit, weil er die Religiosität zum inneren Menschen gemacht hat. Er hat den Leib von der Kette emanzipiert, weil er das Herz an die Kette gelegt.&amp;quot; [[(MEW 1, S. 385)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen waren nicht erst durch einen sittlichen [[Glauben]] zu sich selbst in ein [[mythologisches]] Verhältnis geraten. Es war schon mit der [[Selbstverwertung]] angelegt, welche die [[Psyche]] dazu getrieben hatte, ihre Verwirklichung in einer [[Selbstveredelung]] ui finden und zu [[empfinden]]. Ihr [[Edelmut]] wurde zum Mehrwert der [[Selbstwahrnehmung]], der ihr [[Selbstgefühl]] mit übermächtigen Fähigkeiten ausgestattet hatte. Er aber hatte in der bürgerlichen Persönlichkeit für sich noch keine Wirklichkeit gefunden und kommt nun erst im [[Verhältnis]] und Verhalten selbstlos gewordener Menschen zur Anwendung, wird darin zur Botschaft von einer höheren Sinnlichkeit, die nun auch ihre sozialen [[Beziehungen]] neu bestimmt, sie für ein höheres Dasein verpflichtet, das alle ihre Unschönheiten, ihre Störungen und Reibereien, ihre Begierden, Verfehlungen und [[Verrücktheiten]] zusammenfasst und ins Jenseits befördert. Was zwischen den Menschen (siehe [[Zwischenmenschlichkeit]]) und in der Welt geschieht, wird nurmehr unter einer Bestimmung wahrgenommen, die von [[Unheil]] kündet und [[Heil]] verspricht. Alle Verhältnisse, so klar auch ihre verstandesmäßige Beziehungen sein mögen, sind - schon bevor sie überhaupt Gegenstand der Erkenntnis werden können - für die Menschen von einem Prinzip erfasst, das nur daraus besteht, ein seelisches Unheil zu meiden, das mit dem Unheil der Welt in dem Maße sich decken lässt, wie auch die weltlichen Konflikte mystisch werden, sich nicht mehr durchdringen lassen, immer wirrer für die einzelne Wahrnehmung werden. Es hatte sich schon in der Bildung des Religiösen im Menschen eine Ordnung zugetragen, welche durch eine höhere Sinnstiftung des Werdens und Vergehens der [[Natur]] begründet wurde. Nun geht es um die Sinnstiftung einer [[heilen Welt]], die sich auch wirklich gegen alles [[Unheil]] stellen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vergöttlichung der Kultur hatte die Naturalisierung des Sittlichen zur Voraussetzung. Sie hatte die Selbstwahrnehmung zum reinen [[Geist]] eines übermenschlichen Wesens herausgesetzt, dem die Menschen niemals gerecht werden können. Die einzelnen [[Absichten]] der Menschen werden auf diese Weise dem allgemeinen Übermenschen gebeugt und zu einer Ausdrucksform ihrer Sinne isoliert. Damit sind diese als eigenständige Momente des unterordneten Menschseins naturalisiert und können als allgemeine Naturnotwendigkeit nackter Individualität erscheinen, die sich an der sittlichen Allgemeinheit der Kultur relativiert. Das Sinnliche war also auf Eigenschaften der Individuen reduziert, die als Eigenschaften für sich in der Natur ihre Wesenseigenschaft gefunden haben müssen, um ihren Fortbestand als Natur von Bedürfnissen und Begierden zu bewahren, deren gesellschaftliche Natur im Grunde gleichgültig ist, weil Gesellschaft nurmehr rein geistig aufgefasst und erlebt wird. Die Natur wird damit zum Antagonisten des Geistes und der Geist zu einem notwendigen Machtfaktor der Kultur, zum Inhalt der Selbstbestimmung des Menschen, der jetzt nur noch eins erstreben kann: Die Veredelung seiner Selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die sinnlichen Beziehungen nun ausschließlich naturgegeben erscheinen, werden die geistigen zu einem ausschließlichen Kulturphänomen der allgemeinen [[Selbstveredelung]]. Weil sie in ihrer &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; nur unkultiviert gelten können, wird auch keine natürliche Kultur mehr in ihnen erkannt. Tatsächlich haben sie sich der Allgemeinheit einer kultivierten Natur vollständig enthoben und vergehen als Natureigenschaften schnell mit ihrer geistigen Befriedigung ins [[Übermenschliche]]. Ihre Kultur wird damit zu einer selbständigen Allgemeinheit, zu einem Sein jenseits aller Natur, das sich über deren profanes Dasein in der Kultur enthebt. Damit hatte die Kultur selbst nun die Bestimmung erworben, die zunächst nur religiös war. Im Gottesglauben und im Vollzug des reinen Gotteskultes liesen sich zwar sittliche Regeln vollziehen und vermenschlichen, aber der Mensch kann als göttliches Wesen nur Kultur haben, wenn er sich selbst zum Heiligen wird und von daher auch seine soziale Welt, und das schließt seine natürliche Erscheinung mit ein, auch wirklich zu kultivieren versteht. Seine materielle und soziale Wirklichkeit steht hiergegen aber bislang ab. Sie hat noch ihre rein &amp;quot;sündige Gestalt&amp;quot;, die sich im [[Bildungsbürgertum]] zu erlösen sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze kulturelle Verhältnis erscheint daher zunächst noch als Kränkung, als ein Verhältnis, worin sich kein Mensch erkennen kann, weil er sich darin nicht so will, wie er wirklich ist. Was als solche Kultur objektiv geworden war, war übermenschlich und kann subjektiv nicht gewollt sein. Das allgemeine Subjekt wird daher aus der Abkehr von einer objektiven Boshaftigkeit begründet: Die Heile Welt bekommt Subjektform gegen das Unheil der Welt, indem sich die Menschen an einem Heil bilden, das zunächst nur darin besteht, Unheil abzuwenden und auszuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht darin nicht mehr nur um eine Bergung des vor dieser boshaften Welt bewahrten oder zu bewahrenden Lebens, sondern um einen subjektiven Geist, der sich als Macht gegen die Bosheit zu entwicklen sucht, - als ein Wille, der sich zunächst als Naturrecht gegen das Böse herauskehrt, ein Naturrecht der Moral, das ein Überleben nicht nur verspricht, sondern selbst dessen Lebensform annimmt. Und das geschieht daher nicht einfach nur in der Vorstellung, sondern zwischen den Menschen selbst. Die übermenschliche Bestimmung ihrer Kultur wird nun zum Hinterhalt ihrer Sittlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erfahren sich in der Wirklichkeit ihrer Überlebenskämpfe nämlich vor allem als Gegner und verschleißen ihre Beziehungen in unendlichen Konflikten zwischen Pflicht und Vergnügen. Und die sozialen Konflikte, die sich hierbei verdeutlichen, bilden den Stoff dieses natürlich scheinenden Rechts, das nun als Naturrecht auftritt, sich gegen Untergang und Vernichtung, sich gegen Unheil zu verhalten: Ein Recht im Sinne des Heils der Menschen. Die Wirklichkeit dieser Konflikte spielt dabei keine Rolle mehr; sie werden schlicht durch das Recht auf eine heile Welt ausgeschlossen, negiert und als Heilsprinzip gegen ihren Grund gerichtet. Gegen die soziale Wirklichkeit wird eine Esoterik des Guten gerichtet und diese zum Träger einer allgemeinen Sebstbezogenheit des guten Menschen, zu einer Kulturmacht der Güte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiewohl sich diese aus der bloßen Subjektivität des Leidens an der Welt begründet, wird sie dadurch objektiv, dass sie die Verhältnisse der Menschen bestimmt. In ihnen selbst herrscht Isolation. Diese war schon die Grundlage der Religion, um im vereinzelten Menschen Gefühlszusammenhänge zu [[idealisieren]]. Nun geht es um die [[Ästhetik]] dieser Idealisierung: die Ikonisierung des Ideals. Sie bildet sich im Medium der Idealisierung selbst durch eine Verdopplung der [[Gefühle]] jenseits ihrer [[Empfindungen]]. Indem idealisierte Wesenheiten zur einfachen Betimmtheit zwischenmenschlichen Beziehungen werden, wird die Wahrnehmung selbst wesentlich durch äußerliche Eindrücke beherrscht - nicht mehr nur gereizt, sondern zur Befriedung innerer Regsamkeiten bezwungen. Die ästhetische Maske wird das beherrschende Bild der Persönlichkeiten, die sich prominent machen, indem sie dem Alltäglichen den Sinn einer höhreren Individualität, eines Massenindividuums verleihen. Jedes wirkliche Gefühl gerät hierbei in die absurde Beziehung einer übermenschlichen Güte, die es nun auch wirklich bestimmt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bestimmung ist zunächst eine esoterische Selbstigkeit, eine bloß ästhetische Konfiguration einer allgemeinmenschlichen Güte, die in der sozialen Welt dazwischentritt, wo sich Böses auftut. Es ist im Grunde ganz einfach: Das Böse erscheint selbst unbestimmt, z.B. als Verwahrlosung, Seuche, Sucht und dergleichen und wird durch eine einzige allgemeine Bestimmung bekämpft: durch ein Gesetz, das sein Auftreten verbietet, Diese Gesetz selbst erscheint wie jedes Gesetz allgemein nötig, richtet sich aber nicht gegen das wirklich Einzelne, das sich an einer allgemeinen Wirklichkeit &amp;quot;vergeht&amp;quot;, nicht gegen ein &amp;quot;Verbrechen&amp;quot;, das mit dem allgemein nötigen Verkehr bricht. Es richtet sich gegen die Möglichkeit, ein solches Verbrechen überhaupt möglich sein zu lassen - es richtet sich gegen den Kern des Bösen, das aus Prinzip verfolgt werden soll und deshalb auch als Prinzip vernichtet werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die prinzipielle Bekämpfung von sozialer Verwahrlosung jenseits ihrer Ursachen findet sich z.B. in der Theorie der &amp;quot;[[Broken Windows]]&amp;quot;, die in den USA besonders von dem einstigen New-Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani und seinem Polizeichef William Bratton vertreten wurde und die derzeitig in Deutschland auch von Innenminister Schäuble propagiert wird. Auf der Grundlage dieser These wurde das New Yorker Polizeimodell „Zero Tolerance“ entwickelt. Es sieht unter anderem vor, aus Gründen der Kriminalprävention frühzeitig und rigoros auch gegen Bagatellkriminalität und kleinste Ordnungsverstöße vorzugehen. Es handelt sich hierbei um eine Machtdemonstration gegen die &amp;quot;Kräfte der Verwahrlosung&amp;quot;, die erst mal einfach plausibel daherkommt. Es ist im Grunde eine Erstickungstheorie, wonach das Übel dort schon &amp;quot;im Keim erstickt&amp;quot; werden soll, wo es erscheint, seine Erscheinung also frühzeitig beseitigt werden muss, damit Übles nicht durchbrechen, sich nicht ausbreiten kann. Dies wird mit einer rein ästhetischen Begründung unterlegt: Wo ein oder zwei Fenster zu Bruch gehen, sollen sie unmittelbar und binnen Stunden ausgewechselt werden, damt die wahrnehmbare Zerstörung nicht zu weiterer Zerstörung anstiftet. Denn sind erst mal einige Fenster zu Bruch gegangen - so die Theorie - dann breitet sich Nachlässigkeit gegen die Zerstörung von Fensterscheiben aus; Verwahrlosung greift um sich. Gemeint ist damit natürlich nur das Prinzip von Erstickung der Ausbreitung durch Gegenmaßnahmen. Und dies soll vor allem die Bekämpfung sozialen Konflikten totalisieren. Durch krasse Bestrafung kleinerer Vergehen soll eine allgemeine Angst vor Betrafung überhaupt die Kriminalität überhaupt bekämpft werden. So werden z.B. Schwarzfahrer in der New-Yorker U-Bahn in Handschellen abgeführt und eingesperrt, weil dies eine drastische Wahrnehmung von Staatsgewalt vermittelt und allgemein beeindrucken soll. Es ist das billigste Mittel, um Angst vor Delikten und Abweichungen zu erzeugen. In Deutschland zeigt sich eine ähnliche Tendenz in der neueren Gesetzgebung, z.B. im bayerischen Versammlungsrecht und auch in den Durchführungsbestimmungen der Belauschung privater Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Naturalisierung des Sittlichen hat die Selbstwahrnehmung verkörperlicht und ihre Absichten ihres Sinns enthoben. Dies hat eine Selbständigkeit des Seelischen zur Folge, welches allerdings zunächst nur Sehnsucht ist. Je massiver und massiger die Sitte wird, desto seelenloser wird sie: Unschön. Die Not der Sittlichkeit ist ihre seelische Unwirklichkeit in der Masse, die dies als Unmöglichkeit einer beseelten Ethik erlebt. Sie ist damit unästhetisch, ohne irgendeine Form der Menschlichkeit, ohne Liebe. Die Güte menschlicher Gefühle steht mit der Sinnlosigkeit menschlicher Gemeinschaft in dieser Kultur wirklich in Frage - und damit ihre Basis. Was sitlich ist, muss auch gewollt werden. Der ästhetische Wille bildet sich wie von selbst aus den Widersprüchen der Selbstwahrnehmungen, die sich nur in Selbstverleugnung sittlich gestalten können. Eine rein aufklärerische Sittlichkeit gibt es nicht wirklich und schon gar nicht in der Masse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bildet sich der [[ästhetische Wille]] auch nicht in der Körpermasse, sondern in deren Durchbrechung, in der Ohnmacht der [[Psyche]], welche nach [[Seele]]ngemeinschaft verlangt. Darin wird der [[Glaube]], welche dem [[Selbstgefühl]] schon in der einfachen Wahrnehmung zugrunde liegt, zur gemeinen [[Notwendigkeit]]. Es ist der allgemeine Glaube an die [[Güte]] der selbständigen Gefühlswelt - nicht als theoretisches Verhalten, sondern praktisch als Sehnsucht nach einer Ganzheit des [[Lebens]] voller [[Sinn]] und [[Liebe]]. Diese Sehnsucht kann sich nur als eigenständige [[Ästhetik]] des [[Willens]] durchsetzen, und dies wiederum nur durch ästhetische Versinnlichung des Gemeingefühls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin erscheint die sittliche Masse sich selbst äußerst persönlich und verlangt nach einer persönlichen Gestaltung ihrer Sehnsucht und also nach einer Persönlichkeit, in welcher sie sich erkennen kann. Die [[Masse]] der Selbstgefühle werden darin zu einer Massenpsyche des allgemeinen sittlichen Selbstgefühls, werden selbst zu einer [[Persönlichkeit]] der [[Gesinnung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Weiter mit Buch III: 321. Der Wille der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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