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	<title>Kreativitaet - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<updated>2025-11-02T16:36:00Z</updated>

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		<updated>2025-05-08T08:28:50Z</updated>

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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Mimesis]] ist ein [[anthropologischer]] [[Begriff]] von Aristoteles zur Beschreibung der kreatsiven Fähigkeiten der Menschen. Für Adorno war dies ein [[Begriff]], der darauf abhob, dass &amp;quot;Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit&amp;quot; (Walter Benjamin) abgelöst und durch [[emanzipative]] ([[subversive]]) [[Kunst]] fortentwickeln sollte, welche die &amp;quot;Aura&amp;quot; der Kunst [[politisch]] gegen die [[Entwicklung]] der faschistoiden [[Psyche]] des [[Spießertums]] wenden könne. Denn die durch bloße [[Reproduzierbarkeit]] im [[Kitsch]] entstehende [[kollektive]] [[Ästhetik]] biete die Möglichkeit der Entwicklung einer staatspolitischen Vereinnahmung einer sozialen [[Gefühlsmasse]] mit einer [[faschistischen Ideologie]]. Es blieb allerdings unentschieden, ob dies überhaupt nötig war, war [[Kunst]] doch schon in der Gottesanbetung dem Menschen meist näher als es die Weltherrschaft der Blockwarte und Technokraten sein könnte. Mit &amp;quot;Mimesis&amp;quot; als [[Begriff]] aus der Antike wurde lediglich eine Funktion der [[Kunst]] soziologisiert, die Pablo Picasso als Lüge bezeichnete und die daher mit Recht selbst schon die doppelbödige [[Wahrheit]] einer [[Ästhetik]] formuliert, wodurch jede [[Technologie]] selbst schon zum Scheitern an ihrer technokratischen und [[bürokratischen]] [[Selbstbehauptung]] verurteilt ist, weil sie die [[Ohnmacht]] erzeugt, welche die Menschen wieder zur Besinnung ihre natürlichen [[Macht]] bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aristoteles hatte in seiner Poetik die nachahmende Darstellung einer Handlung als wichtiges Merkmal jeder Literatur hervorgehoben, wobei er ein allgemein-menschliches Bedürfnis nach Nachahmung vermutet.&amp;quot; (Stangl, 2023 Lexikon für Psychologie &amp;amp; Pädagogik. https://lexikon.stangl.eu/28514/mimesis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der unendlichen [[Reproduzierbarkeit]] hielt Karl Marx mit der [[dialektischen]] [[Methode]] des [[historischen Materialismus]] die [[Notwendigkeit]] einer [[revolutionären]] Geschichtsbildung entgegen, die sich unabhängig von jeder Mimesis verhalten und gerade dort entfalten könne, wo die [[Verhältnisse]] durch die Poesie der [[Kritik]] sich selbst &amp;quot;zum Tanzen bringen&amp;quot; kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die soziale Revolution (…) kann ihre Poesie nicht aus der Vergangenheit schöpfen, sondern nur aus der Zukunft. Sie kann nicht mit sich selbst beginnen, bevor sie allen Aberglauben an die Vergangenheit abgestreift hat. Die früheren Revolutionen bedurften der weltgeschichtlichen Rückerinnerung um sich über ihren eigenen Inhalt zu betäuben. Die Revolution (…) muss die Toten begraben lassen, um bei ihrem eigenen Inhalt anzukommen.&amp;quot; [[(Karl Marx in MEW 8, Seite 115]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kritischer [[Begriff]] ist der Mimesis zu entgegnen, dass jeder Mensch ein [[Kunstwerk]] ist, in dem er sich [[erkennen]] und [[verstehen]] kann. [[Kunst]] ist eine [[Tätigkeit]] des [[Erinnerns]], der Verinnerlichung von [[Eindrücken]], die dargestellt sein müssen, um ihre [[Wahrheit]] zu ergründen, um schließlich [[ausdrücklich]] [[wahr zu machen]], was zu [[Fühlen]] ist, was also dem Menschen in seinem [[Empfinden]] ohne sie entgehen muss. Von daher bringt [[Kunst]] zum [[Ausdruck]], was in seiner [[Wirklichkeit]] nicht so sein kann, wie es für den Menschen ist. Edward Hopper hat dies in [[Sprache]] übersetzt: &amp;quot;[[Kunst]] ist die [[Anwesenheit]] des [[Abwesenden]]&amp;quot;. Und so können sich in der Kunst insgesamt sehr [[widersprüchliche]] [[Interessen]] umsetzen: [[Kritik]] oder Affirmation und auch [[Reaktion]] oder [[Konstruktion]]. Sie kann propagieren und konstruieren oder [[dekonstruieren]] und kritisieren, für die Wahrnehmung selbst reizvoll sein oder [[Reize]] zerstören. [[Täuschung]] und [[Wahrheit]] sind die [[Mittel]] der [[Kunst]] überhaupt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kunst ist die Lüge, die die Wahrheit spricht.&amp;quot; (Pablo Picasso)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Poesie entziehen sich die Menschen der puren [[Rationalität]], dem Maßstab eines monolithischen [[Glaubens]]. Gegen den [[Dogmatismus]] einer bloßen [[Reaktion]] [[verhält]] sich [[Kunst]] nicht reflektiv als Reaktion auf die [[Gegebenheiten]], sondern produzierend aus dem [[Reichtum]] des menschlichen [[Lebens]], aus seiner [[Subjektivität]] - nicht einfach sinnierend in der genüsslichen Betrachtung, sondern durch kritische Intervention, &amp;quot;nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche ... damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege.&amp;quot; [[(MEW 1, S. 379)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Tradition der toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf den Gehirnen der Lebenden. Und wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen, noch nicht Dagewesenes zu schaffen, gerade in solchen Epochen revolutionärer Krise beschwören sie ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf, entlehnen ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neuen Weltgeschichtsszene aufzuführen.&amp;quot; [[(Karl Marx in MEW 8, Seite 115]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen haben schon immer und ohne &amp;quot;höhere Einsichten&amp;quot; gedichtet, musiziert, gemalt, getanzt, geformt usw. Von [[Kunst]] war da nicht die Rede - und auch nicht nur vom [[Schönen]] und [[Guten]]. Dies entstand zunächst erst durch [[religiöse]] Bräuche und deren [[Liturgie]], [[Rituale]] und [[Gefühle]]. Aber ganz gleich, ob sie als schön oder hässlich empfunden wird (siehe auch [[schön und gut]]): [[Kunst]] begeistert auch heute die Menschen, soweit sie den [[Geist]] ihrer gesellschaftlichen [[Natur]] zum [[Gegenstand]] hat und gegenständlich macht. Indem sie ihn selbst als ihr [[Gefühl]] äußert, als Literatur, Musik, Architektur, Bild, Tanz oder ähnlichem objektiviert. Als ein [[objektives Gefühl]] vergegenständlicht wird sie zu einem [[Mittel]], an dem sich die Menschen mitteilen und verständigen, sich ihrer Sinne vergewissern, [[subjektive]] [[Form]] für sich unter anderen finden, die ihrer [[Wahrnehmung]] in den [[Ereignissen]] ihres bloßen [[Erlebens]] entzogen ist. [[Kunst]] beweist sich selbst in und durch ihre Elemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir wissen nun, dass die Kunst nicht die Wahrheit ist. Die Kunst ist eine Lüge, die uns erlaubt, uns der Wahrheit zu nähern, zumindest der Wahrheit, die uns verständlich ist.“ (Pablo Picasso spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahrheit]] der Kunst steht hinter dem Augenblick, den sie erfass. Von daher hintergeht sie den [[Schein]], löst die [[Täuschungen]] des bloßen [[Eindrucks]] auf (siehe [[Scheinwelt]]). Niemand will diese Lüge aufrechter und ohne sonderliche Anstrengungen formuliert haben als der Pionier eines ewigen, eines &amp;quot;richtigen Lebens&amp;quot;, das sich dem &amp;quot;falschen Leben&amp;quot; entgegen zu stellen hätte: [[Adorno, Theodor Wiesengrund]]). Er lässt die [[Kunst]] eine &amp;quot;Blindheit hervorkehren&amp;quot;, die den Banausen überwältigen soll, damit er sich nicht länger &amp;quot;der Einsicht in die [[Wahrheit]] entziehen&amp;quot; könne, weil ihre Autonomie aus einer jenseitigen [[Wahrheit]] die Welt der Trivialitäten aufzulösen im Stande sein soll. Der Hohepriester der reinen [[Ästhetik]] schreibt: &amp;quot;Aber ihre Autonomie beginnt, ein Moment von Blindheit hervorzukehren. Es eignete der Kunst von je; im Zeitalter ihrer Emanzipation überschattet es jedes andere, trotz, wenn nicht wegen der Unnaivetät,- der sie schon nach Hegels Einsicht nicht mehr sich entziehen darf.&amp;quot; (Th. W. Adorno in &amp;quot;Ästhetische Theorie&amp;quot;) Diese so genannte [[Kunst]] versteht sich so autonom wie jeder [[Bürger]], der sich im [[Edelmut]] seiner [[Gefühle]] seiner selbst versichert, wenn er seine [[Empfindungen]] darin [[aufgehoben]] [[wissen]] [[will]]. Sie vermittelt in einem Kunstwerk die [[verselbständigten]] [[Formen]] ihrer [[Wahrnehmung]], eröffnet den [[Unsinn]] ihrer [[Widersinnigkeiten]] und [[emanzipiert]] die [[Wahrnehmung]] zum Potenzial der [[Erkenntnisse]], die sie aus dem erarbeitet, was sie [[wirklich]] [[wahrhat]] (siehe [[Kritik der politischen Ästhetik]]). Weil sie sich auf unterschiedliche Formen einer [[Wahrheit]]zwischen deren Subjekt- und Objektsein, im [[Dazwischensein]] ihrer wirklichen Welt bezieht, kann es eigentlich keinen [[Grund]] geben, dies als einen autonomen Prozess der [[Erkenntnis]] und Wahrheitsfindung zu verstehen. Linke Kunsttheorien [[verstanden]] und verstehen [[Kunst]] dennoch gerne wie die aparte [[Wahrheit]] eines höheren [[Bewusstseins]] der &amp;quot;wahren Bedürfnisse und Gefühle&amp;quot;, als die wahre [[Subjektivität]] gegen die objektive Wüste ihrer Gesellschaft, als ein Hort der [[Freiheit]], die keine [[Notwendigkeit]] begreifen muss, als [[heile Welt]] einer veredelten [[Selbstverständigung]] (siehe auch [[Selbstvedelung]]). Guy Debord z.B. verstand die [[Scheinwelt]] einer [[Waren tauschenden]] Gesellschaft als ein bloßes Spektakel, das durch [[Kunst]] aufgelöst werden könne. Er versprach schon in den 50er Jahren eine systemkritische Romanze durch einen [[kulturkritischen]] Bohème-Lebensstil, der situationalistisch durch künstlerische Interventionen unter dem Pflaster der herrschenden Verhältnisse ein kreatives Leben auftun würde, wenn sich revolutionäre Politik nur radikal gegen die [[Fetische]] der Waren produzierenden Gesellschaft (siehe [[Warenfetischismus]]) wendet. Die Situationistische Internationale beschäftigte sich mit Malerei, Theorie, Geschichte, Stadtplanung und neue Formen des Wohnens (z.B. Dieter Kunzelmaann in der &amp;quot;Kommune 1&amp;quot;). Ähnlich suchte [[Theodor Wiesengrund Adorno]] der Kunst das Aparte, die [[Verselbständigung]] einer [[Selbstveredelung]] als ihr revolutionäres Potenzial zu verleihen. Nach seiner Auffassung müsse eine &amp;quot;Autonomie der Kunst&amp;quot; eine vom öffentlichen Leben abgetrennte, eine aparte [[subkulturelle]] [[Existenz]] annehmen, die als ein eigenständiges [[objektiviertes Gefühl]] alles andere &amp;quot;überschatten&amp;quot; könne, wenn sie sich gegen die &amp;quot;Blindheit&amp;quot; eines [[Verblendungszusammenhangs]] als dessen [[Negation]] (siehe auch [[negative Dialektik]]), als &amp;quot;Licht&amp;quot; der [[Wahrheit]] eines &amp;quot;richtigen Lebens&amp;quot; hervorkehren könne (siehe hierzu [[reaktionärer Marxismus]]). [[Kunst]] müsse dem &amp;quot;Begriff des Schönen&amp;quot; folgen, einem Naturschönen, worin die [[Einheit]] des Lebens als etwas gewährt sei, &amp;quot;was nicht von dieser Welt ist&amp;quot; ([[Adorno]]). Von daher verstand Adorno die wahre [[Substanz]] des [[Lebens]] nur noch in der [[Kunst]] bewahrt. Das [[bürgerliche Subjekt]], das von der [[Kommunikationsindustrie]] durch deren instrumentelle Macht behindert sei, könne hierüber zu sch selbst zu seiner subjektiven Wahrheit finden, die ihre Verwirklichung anstrebt (siehe hierzu auch [[Selbstverwirklichung]]), wodurch sich aus ihrer Unbestimmtheit durch ihre [[Natur]] etwas Neues, durch die Transzendenz ihrer Werke ein &amp;quot;metaphysischen Gehalt von Kunst&amp;quot; wie durch sich selbst bestimmt ergeben würde. &amp;quot;Denn dies muß uns vor allem, zu unserer Erniedrigung und Erhöhung, deutlich sein, daß die ganze Kunstkomödie durchaus nicht für uns, etwa unsrer Besserung und Bildung wegen, aufgeführt wird, ja daß wir ebensowenig die eigentlichen Schöpfer jener Kunstwelt sind: wohl aber dürfen wir von uns selbst annehmen, daß wir für den wahren Schöpfer derselben schon Bilder und künstlerische Projektionen sind und in der Bedeutung von Kunstwerken unsre höchste Würde haben - denn nur als ästhetisches Phänomen ist das Dasein und die Welt ewig gerechtfertigt: - während freilich unser Bewußtsein über diese unsre Bedeutung kaum ein anderes ist, als es die auf Leinwand gemalten Krieger von der auf ihr dargestellten Schlacht haben.&amp;quot; (Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragödie, Werke in drei Bänden München 1966, Bd. 1, S. 40 ) Wo [[Kunst]] sich konstruiert, um ihre Repräsentanz zu [[dekonstruieren]], muss sie beides vermitteln, wenn sie sich mitteilen will, ihre Mission als [[ästhetische]] Komposition veräußern. In einer Welt, in der [[Ästhetik]] vorherrscht, kann Kunst nur [[subversiv]] [[wahr]] sein. Es kommt auf die Menschen an, was sie daraus machen. Die wesentlichen Pole der [[Kunst]] verlaufen zwischen [[Selbstwahrnehmung]] und ihrer Unterhaltung oder [[Wahrnehmung]] des [[Wahrgehabten]] und [[Kritik]] der [[Gegebenheiten]] - insgesamt also zwischen dem Unterhalt [[objektiver Gefühle]] oder der Ent-Deckung einer [[Subjektivität]] der Gefühle in ihnen selbst, die [[Entwicklung]] ihrer [[Wahrheit]]. Von daher kann [[Kunst]] nicht selbst wahr sein, wohl aber [[Sinn]] finden, den sie [[wahr hat]]. oder einen Sinn bilden, mit dem sie sich selbst darüber hinwegtäuscht. In jedem ist sie Moment der [[Erkenntnis]] in ihren verschiedenen Entwicklungen zwischen [[Intelligenz]] und [[Verdummung]]. &amp;quot;Die Zerstörer der Kunst sind dabei so hilflos wie ihre Verteidiger. Denn letztendlich wird die Frage lauten, wie eine gesamtgesellschaftliche Krise in eine fundamentale Umwälzung überzuführen ist, und nicht: wer die Kunst rettet, und wer sie vernichtet. Ein neuer gesellschaftlicher Zustand nach jener Krisis bedarf jedenfalls keiner gesonderten Welt der Kunst mehr jenseits des grauen Alltags und keiner Künstlergenies jenseits der tumben Masse. Auch die Entgegensetzung von schön und häßlich, die Einteilung von Mensch und Natur anhand dieser Attribute wird kaum mehr Sinn machen. „Das“ Schöne ist längst am Ende, und die Abschaffung der abstrakten Arbeit wird es nicht wieder in sein Recht setzen, sondern in die Gesellschaft zurücknehmen. Solange dies aber nicht geschieht, müssen ständig neue Helden kreiert oder tote am Leben erhalten werden.&amp;quot; [[(Johanna W. Stahlmann 1992: Thesen über das Ende des Schönen)]]. Dies hatte [[Nietzsche]] dazu gebracht, die [[Kunst]] auch als Stachel des Gedächtnisses zu begreifen, [[Grauen]] zu erweisen wo Zufriedenheit dröhnt. Doch in der Unmittelbarkeit, worin [[Kunst]] nur wirklich sein kann, wird dies leicht auch zu einer [[Selbstbeziehung]] des Künstlers, der sich im Sinn einer höheren [[Moral]] versteht, als [[Avantgardist]] einer poltischen Kunst. [[Kunst]] endet dann nicht in poltischer Kritik der Politik, sondern wird selbst politisch zu einer nur übermenschlich bregreifbaren Erkenntnis. Dies hatte Nietzsches Denken auch zur Legitimation [[nazistischer]] Gedanken werden lassen. [[Kunst]] ist Bestandteil der [[gegenständlichen]] Welt des menschlichen [[Reichtums]], der sich allerdings in einem eigenen Lebensbereich getrennt von der Welt der [[nützlichen]] Dinge erhält. &amp;quot;Kunst kann nicht nützlich sein&amp;quot; (Oskar Wilde), aber sie ist nicht ohne diesen [[Nutzen]], welcher auch ihren [[Stoffwechsel]] ausmacht, welcher aber auch in ihr &amp;quot;nicht aufgeht&amp;quot; ([[Adorno, Theodor Wiesengrund]]). Sie ist das geistige Moment der [[Kultur]], wie es (noch) für sich ist, wie es Sinn sucht und in der Welt der Gebrauchsgüter und [[Werte]] keinen [[Sinn]] hat. [[Kunst]] ist die im Untergang begriffene [[Religiosität]], aus der sie entstanden war, die noch nicht wirklich im gegenständlichen [[Reichtum]] der Menschen aufgehobene [[Kultur]] [[abstrakter Sinnlichkeit]]. Kunst enthält das Verlangen, für die Menschen wirklich zu sein, wie auch die nützliche Sache als Verlangen der Menschen zu reflektieren, das Bedürfnis der Menschen nach gegenständlicher Wirklichkeit zu befriedigen und darin wirklich aufzugehen. In der Reichhaltigkeit menschlicher Gegenstände exisistiert dies alles nebeneinander, unvermittelt und doch bezogen, als Kulturdinge und Lebensmittel, als Welt voller Kultur und Sache, die sich ausschließen, wo sie zusammengehören, sich bedrängen, wo sie einander ergänzen. Es ist ihre abstrakte Vermittlung, die sich als sachliche Macht zwischen alles stellt, was sich im menschlichen Reichtum, in der wirklichen Potenz der Menschlichkeit, der Wirklichkeit der Menschenliebe, dem Wesen nach sucht, einander zustrebt, wo es auseinander getrieben wird. So verliert sich ihr Zusammenhang in Kräften, welche sich daraus nähren, was die Menschen ihnen überlassen. Auch die Menschen verlieren sich in ihren Sachen, wenn sie diese nicht als ihre [[Sache]] ansehen. Und sie verlieren sich in [[seeligen]] [[Wahrnehmungen]], wenn sie die [[Erkenntnisse]] ihres [[Lebens]] darin aufheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aber ihre Autonomie beginnt, ein Moment von Blindheit hervorzukehren. Es eignete der Kunst von je; im Zeitalter ihrer Emanzipation überschattet es jedes andere, trotz, wenn nicht wegen der Unnaivetät,- der sie schon nach Hegels Einsicht nicht mehr sich entziehen darf.&amp;quot; (Th. W. Adorno in &amp;quot;Ästhetische Theorie&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese so genannte [[Kunst]] versteht sich so autonom wie jeder [[Bürger]], der sich im [[Edelmut]] seiner [[Gefühle]] seiner selbst versichert, wenn er seine [[Empfindungen]] darin [[aufgehoben]] [[wissen]] [[will]]. Sie vermittelt in einem Kunstwerk die [[verselbständigten]] [[Formen]] ihrer [[Wahrnehmung]], eröffnet den [[Unsinn]] ihrer [[Widersinnigkeiten]] und [[emanzipiert]] die [[Wahrnehmung]] zum Potenzial der [[Erkenntnisse]], die sie aus dem erarbeitet, was sie [[wirklich]] [[wahrhat]] (siehe [[Kritik der politischen Ästhetik]]). Weil sie sich auf unterschiedliche Formen einer [[Wahrheit]]zwischen deren Subjekt- und Objektsein, im [[Dazwischensein]] ihrer wirklichen Welt bezieht, kann es eigentlich keinen [[Grund]] geben, dies als einen autonomen Prozess der [[Erkenntnis]] und Wahrheitsfindung zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke Kunsttheorien [[verstanden]] und verstehen [[Kunst]] dennoch gerne wie die aparte [[Wahrheit]] eines höheren [[Bewusstseins]] der &amp;quot;wahren Bedürfnisse und Gefühle&amp;quot;, als die wahre [[Subjektivität]] gegen die objektive Wüste ihrer Gesellschaft, als ein Hort der [[Freiheit]], die keine [[Notwendigkeit]] begreifen muss, als [[heile Welt]] einer veredelten [[Selbstverständigung]] (siehe auch [[Selbstvedelung]]). Guy Debord z.B. verstand die [[Scheinwelt]] einer [[Waren tauschenden]] Gesellschaft als ein bloßes Spektakel, das durch [[Kunst]] aufgelöst werden könne. Er versprach schon in den 50er Jahren eine systemkritische Romanze durch einen [[kulturkritischen]] Bohème-Lebensstil, der situationalistisch durch künstlerische Interventionen unter dem Pflaster der herrschenden Verhältnisse ein kreatives Leben auftun würde, wenn sich revolutionäre Politik nur radikal gegen die [[Fetische]] der Waren produzierenden Gesellschaft (siehe [[Warenfetischismus]]) wendet. Die Situationistische Internationale beschäftigte sich mit Malerei, Theorie, Geschichte, Stadtplanung und neue Formen des Wohnens (z.B. Dieter Kunzelmaann in der &amp;quot;Kommune 1&amp;quot;). Ähnlich suchte [[Theodor Wiesengrund Adorno]] der Kunst das Aparte, die [[Verselbständigung]] einer [[Selbstveredelung]] als ihr revolutionäres Potenzial zu verleihen. Nach seiner Auffassung müsse eine &amp;quot;Autonomie der Kunst&amp;quot; eine vom öffentlichen Leben abgetrennte, eine aparte [[subkulturelle]] [[Existenz]] annehmen, die als ein eigenständiges [[objektiviertes Gefühl]] alles andere &amp;quot;überschatten&amp;quot; könne, wenn sie sich gegen die &amp;quot;Blindheit&amp;quot; eines [[Verblendungszusammenhangs]] als dessen [[Negation]] (siehe auch [[negative Dialektik]]), als &amp;quot;Licht&amp;quot; der [[Wahrheit]] eines &amp;quot;richtigen Lebens&amp;quot; hervorkehren könne (siehe hierzu [[reaktionärer Marxismus]]). [[Kunst]] müsse dem &amp;quot;Begriff des Schönen&amp;quot; folgen, einem Naturschönen, worin die [[Einheit]] des Lebens als etwas gewährt sei, &amp;quot;was nicht von dieser Welt ist&amp;quot; ([[Adorno]]). Von daher verstand Adorno die wahre [[Substanz]] des [[Lebens]] nur noch in der [[Kunst]] bewahrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[bürgerliche Subjekt]], das von der [[Kommunikationsindustrie]] durch deren instrumentelle Macht behindert sei, könne hierüber zu sch selbst zu seiner subjektiven Wahrheit finden, die ihre Verwirklichung anstrebt (siehe hierzu auch [[Selbstverwirklichung]]), wodurch sich aus ihrer Unbestimmtheit durch ihre [[Natur]] etwas Neues, durch die Transzendenz ihrer Werke ein &amp;quot;metaphysischen Gehalt von Kunst&amp;quot; wie durch sich selbst bestimmt ergeben würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Denn dies muß uns vor allem, zu unserer Erniedrigung und Erhöhung, deutlich sein, daß die ganze Kunstkomödie durchaus nicht für uns, etwa unsrer Besserung und Bildung wegen, aufgeführt wird, ja daß wir ebensowenig die eigentlichen Schöpfer jener Kunstwelt sind: wohl aber dürfen wir von uns selbst annehmen, daß wir für den wahren Schöpfer derselben schon Bilder und künstlerische Projektionen sind und in der Bedeutung von Kunstwerken unsre höchste Würde haben - denn nur als ästhetisches Phänomen ist das Dasein und die Welt ewig gerechtfertigt: - während freilich unser Bewußtsein über diese unsre Bedeutung kaum ein anderes ist, als es die auf Leinwand gemalten Krieger von der auf ihr dargestellten Schlacht haben.&amp;quot; (Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragödie, Werke in drei Bänden München 1966, Bd. 1, S. 40 )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo [[Kunst]] sich konstruiert, um ihre Repräsentanz zu [[dekonstruieren]], muss sie beides vermitteln, wenn sie sich mitteilen will, ihre Mission als [[ästhetische]] Komposition veräußern. In einer Welt, in der [[Ästhetik]] vorherrscht, kann Kunst nur [[subversiv]] [[wahr]] sein. Es kommt auf die Menschen an, was sie daraus machen. Die wesentlichen Pole der [[Kunst]] verlaufen zwischen [[Selbstwahrnehmung]] und ihrer Unterhaltung oder [[Wahrnehmung]] des [[Wahrgehabten]] und [[Kritik]] der [[Gegebenheiten]] - insgesamt also zwischen dem Unterhalt [[objektiver Gefühle]] oder der Ent-Deckung einer [[Subjektivität]] der Gefühle in ihnen selbst, die [[Entwicklung]] ihrer [[Wahrheit]]. Von daher kann [[Kunst]] nicht selbst wahr sein, wohl aber [[Sinn]] finden, den sie [[wahr hat]]. oder einen Sinn bilden, mit dem sie sich selbst darüber hinwegtäuscht. In jedem ist sie Moment der [[Erkenntnis]] in ihren verschiedenen Entwicklungen zwischen [[Intelligenz]] und [[Verdummung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Zerstörer der Kunst sind dabei so hilflos wie ihre Verteidiger. Denn letztendlich wird die Frage lauten, wie eine gesamtgesellschaftliche Krise in eine fundamentale Umwälzung überzuführen ist, und nicht: wer die Kunst rettet, und wer sie vernichtet. Ein neuer gesellschaftlicher Zustand nach jener Krisis bedarf jedenfalls keiner gesonderten Welt der Kunst mehr jenseits des grauen Alltags und keiner Künstlergenies jenseits der tumben Masse. Auch die Entgegensetzung von schön und häßlich, die Einteilung von Mensch und Natur anhand dieser Attribute wird kaum mehr Sinn machen. „Das“ Schöne ist längst am Ende, und die Abschaffung der abstrakten Arbeit wird es nicht wieder in sein Recht setzen, sondern in die Gesellschaft zurücknehmen. Solange dies aber nicht geschieht, müssen ständig neue Helden kreiert oder tote am Leben erhalten werden.&amp;quot; [[(Johanna W. Stahlmann 1992: Thesen über das Ende des Schönen)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies hatte [[Nietzsche]] dazu gebracht, die [[Kunst]] auch als Stachel des Gedächtnisses zu begreifen, [[Grauen]] zu erweisen wo Zufriedenheit dröhnt. Doch in der Unmittelbarkeit, worin [[Kunst]] nur wirklich sein kann, wird dies leicht auch zu einer [[Selbstbeziehung]] des Künstlers, der sich im Sinn einer höheren [[Moral]] versteht, als [[Avantgardist]] einer poltischen Kunst. [[Kunst]] endet dann nicht in poltischer Kritik der Politik, sondern wird selbst politisch zu einer nur übermenschlich bregreifbaren Erkenntnis. Dies hatte Nietzsches Denken auch zur Legitimation [[nazistischer]] Gedanken werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kunst]] ist Bestandteil der [[gegenständlichen]] Welt des menschlichen [[Reichtums]], der sich allerdings in einem eigenen Lebensbereich getrennt von der Welt der [[nützlichen]] Dinge erhält. &amp;quot;Kunst kann nicht nützlich sein&amp;quot; (Oskar Wilde), aber sie ist nicht ohne diesen [[Nutzen]], welcher auch ihren [[Stoffwechsel]] ausmacht, welcher aber auch in ihr &amp;quot;nicht aufgeht&amp;quot; ([[Adorno, Theodor Wiesengrund]]). Sie ist das geistige Moment der [[Kultur]], wie es (noch) für sich ist, wie es Sinn sucht und in der Welt der Gebrauchsgüter und [[Werte]] keinen [[Sinn]] hat. [[Kunst]] ist die im Untergang begriffene [[Religiosität]], aus der sie entstanden war, die noch nicht wirklich im gegenständlichen [[Reichtum]] der Menschen aufgehobene [[Kultur]] [[abstrakter Sinnlichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunst enthält das Verlangen, für die Menschen wirklich zu sein, wie auch die nützliche Sache als Verlangen der Menschen zu reflektieren, das Bedürfnis der Menschen nach gegenständlicher Wirklichkeit zu befriedigen und darin wirklich aufzugehen. In der Reichhaltigkeit menschlicher Gegenstände exisistiert dies alles nebeneinander, unvermittelt und doch bezogen, als Kulturdinge und Lebensmittel, als Welt voller Kultur und Sache, die sich ausschließen, wo sie zusammengehören, sich bedrängen, wo sie einander ergänzen. Es ist ihre abstrakte Vermittlung, die sich als sachliche Macht zwischen alles stellt, was sich im menschlichen Reichtum, in der wirklichen Potenz der Menschlichkeit, der Wirklichkeit der Menschenliebe, dem Wesen nach sucht, einander zustrebt, wo es auseinander getrieben wird. So verliert sich ihr Zusammenhang in Kräften, welche sich daraus nähren, was die Menschen ihnen überlassen. Auch die Menschen verlieren sich in ihren Sachen, wenn sie diese nicht als ihre [[Sache]] ansehen. Und sie verlieren sich in [[seeligen]] [[Wahrnehmungen]], wenn sie die [[Erkenntnisse]] ihres [[Lebens]] darin aufheben.&lt;/div&gt;</summary>
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