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	<title>Kritik - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<updated>2025-11-02T16:29:51Z</updated>

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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Kritik&amp;diff=663&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Kritik&amp;diff=663&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-07T21:40:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;»Ist die Konstruktion der Zukunft und das Fertigwerden für alle Zeiten nicht unsere Sache, so ist desto gewisser, was wir gegenwärtig zu vollbringen haben, ich meine die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden, rücksichtslos sowohl in dem Sinne, daß die Kritik sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet und ebensowenig vor dem Konflikte mit den vorhandenen Mächten.« [[(Brief von Karl Marx an Arnold Ruge 1843, MEW 1, S. 344)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck „Kritik“ leitet sich ab aus dem griechischen Wort „krinein“, was soviel bedeutet wie „unterscheiden“, „prüfen“, „beurteilen“. [[Dialektische]] Kritik wendet sich gegen die Vereinigung von [[Form]] und [[Inhalt]] der Anschauung und unterscheidet sie über ihre [[Formbestimmungen]], um sich gegen die [[abstrakte]] [[Macht]] ihrer [[Wirklichkeit]] als [[Macht]] der [[Abstraktionen]] (siehe hierzu [[Realabstraktion]]) zu [[emanzipieren]]. Das macht es [[notwendig]], die hiervon beherrschten [[Inhalte]] zu [[verwirklichen]], sie aus [[fremder Macht]] zu [[befreien]] (siehe [[Entfremdung]]), um sich gegen ihre Paralyse zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paralyse der Kritik – eine Gesellschaft ohne Opposition: &amp;quot;Dient nicht die Bedrohung durch eine atomare Katastrophe, die das Menschengeschlecht auslöschen könnte, ebensosehr dazu, gerade diejenigen Kräfte zu schützen, die diese Gefahr ver- ewigen? Die Anstrengungen, eine solche Katastrophe zu ver- hindern, überschatten die Suche nach ihren etwaigen Ursachen in der gegenwärtigen Industriegesellschaft. Diese Ursachen wer- den von der Öffentlichkeit nicht festgestellt, bloßgelegt und angegriffen, weil sie gegenüber der nur zu offenkundigen Be- drohung von außen zurücktreten — für den Westen vom Osten, für den Osten vom Westen. Gleich offenkundig ist das Bedürfnis, vorbereitet zu sein, sich am Rande des Abgrundes zu bewegen, der Herausforderung ins Auge zu sehen. Wir unterwerfen uns der friedlichen Produktion von Destruktionsmitteln, der zur Perfektion getriebenen Verschwendung und dem Umstand, daß wir zu einer Verteidigung erzogen werden, welche gleicher- maßen die Verteidiger verunstaltet wie das, was sie verteidigen.&amp;quot; (Marcuse: &amp;quot;Der eindimensionale Mensch&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik folgt der inneren [[Notwendigkeit]] einer eigentümlichen [[Wahrheit]], muss sich aus dem [[Doppelcharakter]] ihrer [[Wirklichkeit]] heraussetzen und deren [[Sinn]] finden, gegen [[abgetötete Wahrnehmungen]] ihre [[wahre]] [[Wirklichkeit]] finden und [[empfinden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir versuchen, die Ursachen der Gefahr darauf zu beziehen, wie die Gesellschaft organisiert ist und ihre Mitglieder organisiert, dann stehen wir sofort der Tatsache gegenüber, daß die fortgeschrittene Industriegesellschaft reicher, größer und besser wird, indem sie die Gefahr verewigt. Die Verteidigungs- struktur erleichtert das Leben einer größeren Anzahl von Men- schen und erweitert die Herrschaft des Menschen über die Natur. Unter diesen Umständen fällt es unseren Massenmedien nicht schwer, partikulare Interessen als die aller einsichtigen Leute zu verkaufen. Die politischen Bedürfnisse der Gesellschaft werden zu industriellen Bedürfnissen und Wünschen, ihre Befriedigung fördert das Geschäft und das Gemeinwohl, und das Ganze erscheint als die reine Verkörperung der Vernunft. Und doch ist diese Gesellschaft als Ganzes irrational. Ihre Produktivität zerstört die freie Entwicklung der menschlichen Bedürfnisse und Anlagen, ihr Friede wird durch die beständige Kriegsdrohung aufrecht erhalten, ihr Wachstum hängt ab von der Unterdrückung der realen Möglichkeiten, den Kampf ums Dasein zu befrieden — individuell, national und international.&amp;quot; (Marcuse 1935: Der eindimensionale Mensch&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche. Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege. Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt.&amp;quot; [[(MEW 1, S. 379)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder als [[Negation]] noch als [[Position]]kann eine [[Kritik]] durch sich selbst [[wesentlich]] sein. Sie steht immer im eigenen praktischn Zusammenhang mit ihrem [[körperlichen]] [[Dasein]] in ihrer [[Wirklichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme, ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, d. h. die Wirklichkeit und Macht, die Diesseitigkeit seines Denkens beweisen.&amp;quot; [[(siehe 2. Feurbachthese)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik ist eine [[Notwendigkeit]] der [[Selbsterkenntnis]], soweit sich diese in ihrer [[Selbstwahrnehmung]] verliert, soweit ihr Erkenntnisvermögen im [[Zweifel]] steht und zum [[Selbstzweifel]] wird. Aus diesem begründet sich das [[Erkenntnisinteresse]] nach einer [[sinnlichen Gewissheit]]. Denn das [[Erkenntnisinteresse]] eines Menschen ist nicht einfach nur Neugier oder das [[Bedürfnis]], etwas erklären oder [[aufklären]] zu können. Kritk ist nötig, wo inhaltliche Beziehungen von den [[Formbestimmungen]] ihrer [[Verhältnisse]] beherrscht werden. Sie sucht ihre [[Emanzipation]] gegen formelle Macht und [[Gewohnheiten]]. Deshalb [[verhält]] sie sich selbst schon unmttelbar praktisch zu den [[Inhalten]] ihres organischen [[Wesens]], ihrer [[Natur]] und folgt der [[Notwendigkeit]] des Begreifens, das Begreifen-Müssen von [[Widersinnigkeiten]], die das Erkenntnisvermögen einer [[sinnlichen Gewissheit]] des Menschn in Frage stellen, die er aus sich als [[Widerpruch]] seiner [[Wahrnehmung]] heraussetzen muss, indem er sich in die Lage versetzt, sie auch wirklich zu kritisieren, deren [[abstrakte]] [[Wahrheit]] zu konkretisieren, gegen ihre [[Verkehrungen]] zu verkehren und in ihre [[substanzielle]] [[Wahrheit]] zu wenden. Solche Kritik wird dem Menschen die Auflösung seiner [[Widersprüche]] und die seiner [[Verhältnisse]] ermöglichen und befähigen, aus einer [[abstrakt menschlichen Gesellschaft]] sich zu einer konkreten Gesellschaft der Menschen zu entwickeln, indem er die ihren inhaltliche Beziehungen adäquate [[Form]] findet und damit ihre [[Formbestimmung]] unterläuft und bekämpften kann. Von daher ist es auch möglich, in den [[Widersinnigkeiten]] der [[Wirklichkeit]] eine besonderte [[Vernunft]] zu [[erschließen]] und deren Unvernunft in eine vernünftige [[Form]] zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Vernunft hat immer existiert, nur nicht immer in der vernünftigen Form. Der Kritiker kann also an jede Form des theoretischen und praktischen Bewußtseins anknüpfen und aus den eigenen Formen der existierenden Wirklichkeit die wahre Wirklichkeit als ihr Sollen und ihren Endzweck entwickeln. Was [aber] nun das wirkliche Leben betrifft, so enthält grade der politische Staat, auch wo er von den sozialistischen Forderungen noch nicht bewußterweise erfüllt ist, in allen seinen modernen Formen die Forderungen der Vernunft. Und er bleibt dabei nicht stehn. Er unterstellt überall die Vernunft als realisiert. Er gerät aber ebenso überall in den Widerspruch seiner ideellen Bestimmung mit seinen realen Voraussetzungen.&amp;quot; [[(MEW 1, S. 345)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche [[Kritik]] entsteht in der [[Notwendigkeit,]] die [[Wahrheit]] seiner [[Wahrnehmung]] zu finden und zu erkennen. In der [[kritischen]] [[Beziehung]] auf eine [[Widersinnigkeit]], ist immer ein [[Grund]]zu ent-decken, der in dem was [[da ist]], [[abwesend]] zu sein [[scheint]] und den man in seiner [[Begriffsbildung]] entdeckt und der erkannt werden kann, indem man [[Ungewisses]] durch seinen [[Begriff]] aus der [[Wahrnehmung]] heraussetzt und mit dem hieraus gebildeten [[Verstand]] [[aufzuheben]] [[versteht]]. In dieser [[Notwendigkeit]] schon unterscheidet sich aber das Erkenntnisinteresse von der [[wirklichen]] [[Beziehung]] des [[Wissens]] auf seinen [[Gegenstand]], in einem [[Bewusstsein]] also, das ihm aus bisheriger Wissensbildung zu eigen ist und dem es vor aller [[Erkenntnis]] solange folgt, wie es durch diese nicht in [[Zweifel]] gestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritische Gedanken mögen auch schon als Gedankenwesen erhellend sein, finden ihre [[Wahrheit]] aber erst in der [[Analyse]] der [[Lebenswirklichket]], der sie entsprungen sind und auf die sie sich beziehen und worin sich auch [[Täuschungen]] über [[Identität]] und Nicht-Idntität von Gegensätzen (siehe [[Dialektik]]) durch ihren offen gelegten [[Widersinn]] erklärlich machen. [[Dialektik]] kann nicht von einer äußerlichen Identität ausgehen ohne selbst in ein [[identitäres Denken]] zu geraten. Gegensätze lassen sich mit der [[Erkenntnis]] der [[Täuschung]] weder von ihrem [[Sein]] [[abtrennen]] noch darin [[aufheben]]. Ein [[Begriff]] kann lediglich eine [[abtrakte]] Identität an seinem [[Gegenstand]] beschreiben und somit deren [[Verallgemeinerung]] kritisieren. Und von daher kann begriffliches Denken auch nur in seiner [[Wirklichkeit]] wahr oder unwahr sein wenn es auch [[wirklich]] kritisch ist (siehe auch [[Logik]]). Es formuiert jeder [[Begriff]] immer schon Gedanke und [[Wirklichkeit]] in einem, bringt [[Wirklichkeit]] auf ihren Begriff um ihren [[Widerspruch]] praktisch und also [[körperlich]] aufzulösen, er kann auch [[Täuschung]] sein, wo er das [[Wesen]] der [[wirklichen]] [[Verhältnisse]] selbst nur zum Schein aufklärt und dort in seiner [[schlechten Unendlichkeit]] unendlich wirksam, in eine leibhaftige Tautologie gerät (siehe auch [[Scheinwelt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik setzt [[Zweifel]] voraus und arbeitet gegen ihre [[Verzweiflung]], indem sie sich durch ihren [[Verstand]] hiervon zu unterscheiden, sich aus ihm herauszusetzen beginnt, um aus dem Herausgesetzt-[[Sein]], aus einem bloßen [[Zweifel]] eine Veränderung, ein anderes [[Dasein]] zum [[Objekt]] ihrer [[Erkenntnis]] zu machen (siehe hierzu auch [[Dialektik]]). Um sich hierzu als [[Subjekt]] zu verhalten, kann Kritik zu allererst nur subjektiv und [[negativ]] zum [[Dasein]] [[sein]], seiende Negation (siehe auch [[Kritische Theorie]]), die aber zugleich [[wahr]] sein muss und von da her als leibhaftige [[Position]] [[körperlich]] positiv da ist. Indem ich mich von etwas unterscheide, unterscheide ich dieses auch von mir und mache es zum [[Gegenstand]] meiner [[Erkenntnis]]. [[Subjektiv]] werde ich hierdurch ein anderer Mensch, weil ich mir meine Welt zum [[Gegenstand]] mache. Ich kann aber erst wirklich Subjekt werden, indem ich mein kritisches [[Dasein]] objektiviere, die Subjektivität meines Zweifels außer mir erkenne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Größer noch als die äußern Hindernisse scheinen beinahe die inneren Schwierigkeiten zu sein. Denn wenn auch kein Zweifel über das &amp;quot;Woher&amp;quot;, so herrscht desto mehr Konfusion über das &amp;quot;Wohin&amp;quot;. Nicht nur, daß eine allgemeine Anarchie unter den Reformern ausgebrochen ist, so wird jeder sich selbst gestehen müssen, daß er keine exakte Anschauung von dem hat, was werden soll. Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, daß wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Bisher hatten die Philosophen die Auflösung aller Rätsel in ihrem Pulte liegen, und die dumme exoterische Welt hatte nur das Maul aufzusperren, damit ihr die gebratenen Tauben der absoluten Wissenschaft in den Mund flogen. Die Philosophie hat sich verweltlicht, und der schlagendste Beweis dafür ist, daß das philosophische Bewußtsein selbst in die Qual des Kampfes nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich hineingezogen ist. Ist die Konstruktion der Zukunft und das Fertigwerden für alle Zeiten nicht unsere Sache, so ist desto gewisser, was wir gegenwärtig zu vollbringen haben, ich meine die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden, rücksichtslos sowohl in dem Sinne, daß die Kritik sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet und ebensowenig vor dem Konflikte mit den vorhandenen Mächten.&amp;quot; [[(MEW 1, Seite 343)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem ich diese [[Subjektivität]] in diesem Unterschied erkenne, bin ich in meiner Beziehung hierauf schon Subjekt. Denn indem das Subjekt in seiner Abgrenzung von einer ihm äußerlichen Welt seine Unterworfenheit verneint und abstreift (siehe [[Emanzipation]]), kann es sich Objektives zu [[eigen]] machen, und somit [[erkennen]], was sein [[Gegenstand]] auch [[wirklich]], seine gegenständliche [[Wirklichkeit]] außer sich ist. Von daher erschließt sich der Gehalt der Kritik in der [[Logik]] einer [[widersinnigen]] Wirklichkeit, die durch [[fremde Kraft]] bestimmt ist und somit deren Wirkungen zum Gegenstand einer wesentlichen [[Erkenntnis]] der wirklichen Lebensverhältnisse wird. Es ist daher zunächst nur der Kopf, der sich dazu verhalten kann, indem er seine Kritik als Theorie formuliert. Eine [[kritische Theorie]] kann nur logisch sein, weil Logik selbst die [[Entfremdung]] der [[Wirklichkeit]] erschließt. Ihre Ansage geht gegen die [[Reduktion]] und [[Nichtung]] von [[Wirklichkeit]], gegen die [[Abstraktion]] von Wirklichkeit schlechthin: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Abstraktionen in der Wirklichkeit geltend machen, heißt Wirklichkeit zerstören.&amp;quot; (Hegel, Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie III, Werke Bd. 20, S. 331)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was dieses &amp;quot;geltend machen&amp;quot; allerdings heißen kann, hat Karl Popper dahin getrieben, jedes dialektische Verfahren selbst als unkritisch zu behaupten und sich dem Ratioalismus gegen eine Kritik der Wirklichkeit zuzuwenden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Es kann nicht deutlich genug betont werden, daß Widersprüche sofort jede Art von Fruchtbarkeit verlieren müssen, sobald wir ... uns entschließen, Widersprüche zu dulden; sie würden dann keinen Fortschritt des Denkens mehr hervorbringen. Denn wenn wir bereit wären, Widersprüche zu dulden, könnte ihre Offenlegung in unseren Theorien uns nicht mehr veranlassen, diese zu ändern. Mit anderen Worten: Alle Kritik (die in der Herausstellung von Widersprüchen besteht) würde ihre Kraft verlieren. (...) Dies aber würde bedeuten, daß die Kritik und damit jeder Fortschritt des Denkens zum Stillstand kommen müßte, falls wir bereit wären, Widersprüche zu dulden.« (Popper in Was ist Dialektik? [1949] 1965, S. 267) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Popper seinen Fortschritt als den seiner Vernunft ansieht, lässt er die Anerkenntnis einer widersprichlichen [[Wirklichkeit]], also ihre unwirklichen Wirkungen nicht zu und setzt seine wissenschaftliche [[Vernunft]] dem entgegen. Das allerdings zerstört wirkliches [[Denken]], also die Rückführung des Denkens auf das denkende [[Subjekt]], das sich ja nur [[erkennen]] kann, wenn es sich aus der [[Vernunft]] wirklicher [[Widersprüche]] zu [[emanzipieren]] versteht. Mit seinem kritischen Rationalismus fordert er die radikale Abweisung gerade der [[subjektiven]] [[Erkenntnis]], welche die menschliche Substanz einer Kritik ausmacht, das Interesse an der Aufhebung wirklicher Widersprüche - nicht durch die Abweisung aus dem [[Positivismus]] einer rationalistischen Wissenschaft, sondern durch menschliche Praxis, durch die praktische Veränderung des kritisierten [[Gegenstands]]. Und deshalb verfestigt seine &amp;quot;Kritik&amp;quot; vor allem die Widersprüche seiner Objekte, weil er sie - eben ganz undialektisch - schon in der Einheit seiner Methode für aufgelöst erklärt. Das macht ihn überheblich gegen jedes wirkliche [[Denken]], das im [[Begreifen]] seiner [[Wirklichkeit]] sich nicht rein akademisch im Sinne [[bürgerlicher Wissenschaft]], sondern vor allem praktisch begründet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Die Dialektik entspricht (...) nicht den Anforderungen an strenge Wissenschaft (...) Auch noch in anderen Hinsichten verstößt die Dialektik gegen die Regeln guten wissenschaftlichen Benehmens: Sie kann mit einer strikten Subjekt-Objekt-Trennung nichts anfangen; sie formuliert keine Hypothesen, die empirisch verifiziert oder falsifiziert werden könnten; sie hält sich nicht an das Gebot der Widerspruchsfreiheit; sie gibt nicht an, wie ihre zentralen Kategorien zu operationalisieren seien; und sie operiert überhaupt in jeder Hinsicht auf einem hoffnungslos vorwissenschaftlichen Niveau.« (Popper, Ebenda, S. 18) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein sonderbares [[Verständis]] von [[Kritik]], die ja schon vor der [[Analyse]] ihres [[Gegenstands]] sich abgeschlossen und abgeschottet gibt - eben als Operator der herrschenden [[Vernunft]]. Die marxistische [[Analyse]] ihrer [[Widersprüche]] in der [[Wirklichkeit]] als Grundlage aller Prognosen ist der schlagende [[Beweis]], dass die Verifikation von [[Vorstellungen]] über sie durch die empiristische Bestätigung ihrer Hypothesen nur der Bestätigung ihrer Herrschaft dienen können. Aussagen über ihre Entwicklung lassen sich aber gerade aus der Erkenntnis ihrer widersprüchlichen &amp;quot;Vernunft&amp;quot;, aus der [[Logik]] dieser Widersprüche vom [[Subjekt]] und [[Objekt]] der [[Geschichte]] als substanziellen Grundlagen ihrer [[Wahrheit,]] als ihre [[Begriffssubstanz]] erschließen. Inzwischen beweist die Empirie des [[Kapitals]] längst an fast jedem Ort der Welt, dass der [[Widerspruch]] des [[Geldes]], sein Widerspruch als Objekt wie Subjekt der Märkte zwischen seinem [[Dasein]] als [[Wertmaß]] und [[Maßstab der Preise]], sein [[Widerspruch]] zwischen [[Wertbildung]] und [[Preisbildung]] (siehe auch [[Wertwachstum]] und [[Wirtschaftswachstum]]) die ganze Geschichte des [[Kapitalismus]] bis heute noch bestimmt. Popper hatte mit seinem &amp;quot;kritischen Rationaismus&amp;quot; einfach nur den Menschen &amp;quot;vergessen&amp;quot;, den [[Widerspruch]] seiner Lebensäußerung in seinen [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnissen]], seine [[objektive]] [[Subjektivität]], seine [[Selbstentfremdung]] unterschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn schon durch ihr [[theoretisches Bewusstsein]] ist Kritik immer auch ein Akt der [[Selbsterkenntnis]]. Erst indem ich etwas kritisiere, setze ich es ja nicht einfach nur wie etwas mir völlig [[Fremdes]] aus mir heraus, sondern ich [[erkenne]] vor allem meine [[Beziehung]] hierzu, werde mir erst hierdurch meiner selbst gewahr. Und wie ich darin für mich [[wahr]] werde, kann jeder Mensch für sich wahr werden, wenn Kritik wahr ist, wenn [[kritische Theorie]] sich verwirklicht, materiell wird, indem sie die [[Täuschungen]] der [[wirklichen]] [[Verhältnisse]] analysiert und ihre [[Erkenntnisse]] so [[subjektiv]] mitteilt und vermittelt, wie sie [[objektiv]] sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift. Die Theorie ist fähig, die Massen zu ergreifen, sobald sie ad hominem &amp;lt;am Menschen&amp;gt; demonstriert, und sie demonstriert ad hominem, sobald sie radikal wird. Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel für den Menschen ist aber der Mensch selbst. Der evidente Beweis für den Radikalismus der deutschen Theorie, also für ihre praktische Energie, ist ihr Ausgang von der entschiedenen positiven Aufhebung der Religion. Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, daß der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.&amp;quot; [[(MEW 1, Sie 385)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Umsturz durch die Kritik verächtlicher Lebensverhältnisse ist kein Krieg, kein Kampf äußerlicher Gewalten, auch wenn er zur Verteidigung gezwungen sein kann. Er geschieht [[subversiv]] in den Verhältnissen selbst, in denen Kritik wahr wird, denn er begründet sich in der Verachtung solcher Verhältnisse, die allerdings nicht schon dadurch aufgehoben sind, dass sie kritisiert werden. Auch wenn ich z.B. Geld kritisiere, bin ich nicht von ihm befreit, habe ich Geld immer noch nötig, um in einer bestimmten [[Gesellschaft]] [[existieren]] zu können. Aber im Heraussetzen eines [[Gegenstands]] wird Kritik zum [[Wissen]] eines [[fremden]] Gegenstands und ist von daher notwendig zur Bildung von [[Bewusstsein]], das Wissen um [[eigenes]] [[Sein]] und [[Entfremdung]] zugleich, als [[Traum]] vom [[Wesen]] einer [[Sache]], die nicht [[wirklich]] sein kann, weil und solange ihre [[Wirklichkeit]] [[unwirklich]] ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es wird sich ... zeigen, daß die Welt längst den Traum von einer Sache besitzt, von der sie nur das Bewußtsein besitzen muß, um sie wirklich zu besitzen. Es wird sich zeigen, daß es sich nicht um einen großen Gedankenstrich zwischen Vergangenheit und Zukunft handelt, sondern um die Vollziehung der Gedanken der Vergangenheit. Es wird sich endlich zeigen, daß die Menschheit keine neue Arbeit beginnt, sondern mit Bewußtsein ihre alte Arbeit zustande bringt.&amp;quot; [[(MEW 1, S. 346)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik hat nichts mit der Verweigerung einer Bezugnahme zu tun, hat nichts äußerliches, sondern kann nur innerhalb einer [[Beziehung]] wahr sein. Alles andere wäre bloße Abweisung. Kritik ist also zunächst die Selbstunterscheidung in einer Beziehung, die Bedingung, dass diese zu einem [[Verhältnis]] wird. Sie [[erkennt]] den Unterschied des Bezogenen und kann sich daher als Moment seiner [[Dialektik]] verhalten - allerdings vor allem dadurch, dass sie auch Äußerlichkeit für sich erkennt, das Äußerliche als verkehrtes Innere weiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erkennt Kritik in der Selbständigkeit von Gegebenheiten das darin Verkehrte, die [[Verkehrung]], in welcher die [[Natur]] seiner Beziehung auch verkehrt erscheint, also als [[Form]] ihres Inhalts entzogen ([[abstrahiert]]) und daher [[fremde]] Form ist. In dieser [[Formbestimmung]] wird die Wesenskraft der eigenen Natur als [[Substanz]] einer [[fremde Kraft]] erkannt und in dieser [[Entfremdung]] kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne [[Erkenntnis]] dieser [[Entfremdung]] wird das fremde um so mächtiger, wie es dadurch zugleich bestätigt ist, wie es also selbst Wirkungsmacht über das Subjekt durch die [[Gedankenabstraktion]] gewinnt, von der es kritisiert wird, indem das Unwesentliche darin wesentlich wird, die verkehrten Äußerungen der Kritik von ihrer [[Subjektivität]] enthoben, von ihrem Inhalt abgetrennt werden. Kritik wird dann selbst zum Mittel der [[Abstraktion]], für sich unendlich und zur Selbstvernichtung bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es gibt kein kritischeres Mittel, um die verkehrten Äußerungen einer menschlichen Wesenskraft loszuwerden, als die Vernichtung dieser Wesenskraft. Es ist dies das christliche Mittel, welches das Auge ausreißt, wenn das Auge Ärgernis gibt, die Hand abschlägt, wenn die Hand Ärgernis gibt, mit einem Wort, den Leib tötet, wenn der Leib Ärgernis gibt, denn Auge, Hand, Leib sind eigentlich bloß überflüssige, sündige Zutaten des Menschen. Man muß die menschliche Natur totschlagen, um ihre Krankheiten zu heilen. Auch die massenhafte Jurisprudenz, mit der kritischen hierin übereinstimmend, findet in der Lähmung, im Paralysieren der menschlichen Kräfte das Gegengift gegen die störenden Äußerungen dieser Kräfte.&amp;quot; [[(Marx in MEW 2, 188f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders ist die Kritik eines äußeren [[Ganzen]]. Diese erkennt einen qualitativ andren Unterschied, nämlich den zu einer Fremdbestimmung, die Formbestimmung einer äußeren, einer fremden Macht. Es ist nicht einfach die [[Erkenntnis]] eines Unterschieds von [[Eigenem]] und [[Fremdem]], sondern die Erkenntnis eines fremd bestimmten Seins. Verhalten zu Fremdem wird in dieser Kritik daher auch als Verhalten der Entfremdung erkannt, als Befangenheit in entfremdeten Verhältnissen. Indem Kritik an die Bestimmung der Fremdheit gelangt, wird sie zum [[Bewusstsein]] der [[Entfremdung]], dem Wissen, dass ich mich nicht menschlich zur kritisierten [[Sache]] verhalten kann, weil sich die Sache nicht sachlich zu mir, also nicht als meine Sache verhält. Die Sache erscheint dann dem Menschen so selbstverständlich, wie die Selbstverständlichkeiten unmenschlich sind. Als solche sind sie nurmehr etwas für den Menschen [[Notwendiges]]. Kritik setzt also den [[Zweifel]] voraus, das etwas so ist, wie es erscheint. Das [[Selbstverständliche]] ist nur dann kritikabel, wenn es sich nicht von selbst verstehen lässt, wenn Menschen also ihre Fragen hierzu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich ist Kritik ein Bezug auf dieses, keine [[Abwesenheit]] von ihm und keine Abweisung von Bezogenheit. Sie setzt das Kritisierte auseinander, indem sie sich mit ihm auseinandersetzt. Kritik ist eine Auseinandersetzung über die [[Wahrheit]] dessen, was selbstverständlich erscheint, aber für den Kritiker nicht selbstverständlich sein kann, weil es ihm nicht wesentlich so ist, wie es erscheint. Was an ihm ist, ist nicht für ihn. Er ist in der Frage nach dem [[Wesen]] dessen, was ihm kritikabel erscheint und von daher die Voraussetzunmg einer [[Analyse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann z.B. die [[Kritik der politischen Ökonomie]] nicht die bloße Abweisung von Ökonomie sein, wohl aber die Kritik von politischen Funktionen der Ökonomie, die Auseinandersetzung einer Ökonomie, die [[politisch]] agiert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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