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	<title>Lustprinzip - Versionsgeschichte</title>
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Aber in der [[Psychoanalyse]] wird ein [[Realitätsprinzip]] getrennt von einem [[Lustprinzip]] unterstellt, so dass demnach jedem Menschen die unsägliche Mühe zugewiesen wird, dies [[abgetrennt]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Innere&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;mit einem ihm gänzlich [[fremden]] Äußeren zu &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;versöhnen&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;. Als [[Prinzip]] gedacht, wird die damit als [[Lebenspflicht]] vorgestellte Realität von Freud in der [[Psychoanalyse]] subjektiviert zu einem Teil seines &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Psychischen Apparats&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;. Freud hätte mit einem solchen in sich geschlossenen [[Begriff]] die [[Wirklichkeit]] niemals als [[Gegenstand]] der [[Psyche]] und die [[Psyche]] auch nicht als Teil von ihr [[schlussfolgern]] können. Was er aus [[Realität]] zu erschließsen hätte, müsste nämlich immer das Gegenteil von [[Lust]] und dieser gänzlich äußerlich zu sein. Er hätte in ihr keine Momente der [[Lust]] in ihren wirklichen [[Wirkungen]] auf die [[Wahrnehmung]] und ihren [[Reizen]] erkennen können, so dass es auch für die Erinnerungsbilder von Befriedigungserlebnissen, die er als [[Triebkraft]] der [[Psyche]] bestimmt sieht, [[gleichgültig]] ist, ob sie [[Mittel]] oder [[Zweck]] oder bloße Momente sind. Aber die Getrenntheit von äußeren [[Reizen]] und inneren [[Bedürfnissen]] ist tatsächlich konstitutiv für die [[Selbstwahrnehmung]] des [[bürgerlichen Subjekts.]]&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Inwieweit [[Realität]] lustig und [[Lust]] real ist, mag jedem Menschen zu [[denken]] geben. Doch als gegensinnige Substantive müssten sie verschiedene Lebens[[substanzen]] darstellen. Prinzipiell ist aber das eine wie das andere nicht voneinander zu trennen, denn beides sind Erlebensweisen desselben [[Lebens]] in seinen verschiedenen Momenten und machen nur in diesem wirklich [[Sinn]]. Aber in der [[Psychoanalyse]] wird ein [[Realitätsprinzip]] getrennt von einem [[Lustprinzip]] unterstellt, so dass demnach jedem Menschen die unsägliche Mühe zugewiesen wird, dies [[abgetrennt]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Innere&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;mit einem ihm gänzlich [[fremden]] Äußeren zu &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;versöhnen&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;. 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Damit wird das universelle Streben der Libido im &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Es&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;bezeichnet, die als [[Trieb]] der [[Psyche]] nach unmittelbarer [[Befriedigung]] verlangt und von daher ein &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;[[Ich]]&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;nötig hat, das diese zu ermöglichen hätte. Hiernach stellt die [[Psyche]] ihren [[Widersinn]] selbst auch strukturell dar und begründet sich in der ursprünglichen [[Theorie]] von Freud alleine aus diesem Befriedigungstreben des Lustprinzips, das aus sich keine Erfüllung finden könne. Sie gilt sozusagen als die natürliche Grundlage einer [[Logik]], in welcher die Psyche die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Wiederherstellung eines Befriedigungserlebnisses&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;(Freud, Traumdeutung) gegen die Hemmbnisse einer ihr äußerlichen Realität und [[Kultur]] zu erreichen sucht. Mit der [[Erfahrung]] von Unlust und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Umwegen der Wunscherfüllung&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;entstünde aus diesem Streben und den Weisen der Lusterfüllung in der Befriedigung eine persönliche Integrität, die Freud den &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;psychischen Apparat&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;nannte. Darin würden die durch das Lustprinzips im Verlauf einer Persönlichkeitsentwicklung erworbenen psychischen Strukturen in [[Beziehung]] gehalten, nämlich das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Es&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;mit seiner kindlichen Unmittelbarkeit und dem Insistieren auf sofortige Wunscherfüllung, dem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;[[Über-Ich]]&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;, in welchem auch bedrohliche Erfahrungen in einer Art Kontrolleinrichtung niederschlagen und dem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Ich&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;, in welchem alle anderen Persönlichkeitsanteile aufeinander bezogen und zu einer persönlichen [[Identität]] gebracht werden (siehe auch [[Symbiotische Selbstbehauptung]]). Gelingt diese persönliche Integration nicht (siehe auch [[menschliche Identität]]), so entstünde eine psychische Störung.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das Lustprinzip bietet von daher die Möglichkeit der Beschreibung einer [[Widersinnigkeit]] der [[Selbstwahrnehmung]] als Ausdruck ihrer [[Selbstbezogenheit]]. Es ist ursprünglich nur eine triebenergetisch gemeinte Grundlage der [[Psychoanalyse]] von [[Sigmund Freud]]. 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		<author><name>Python</name></author>
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		<updated>2025-05-07T21:40:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Inwieweit [[Realität]] lustig und [[Lust]] real ist, mag jedem Menschen zu [[denken]] geben. Doch als gegensinnige Substantive müssten sie verschiedene Lebens[[substanzen]] darstellen. Prinzipiell ist aber das eine wie das andere nicht voneinander zu trennen, denn beides sind Erlebensweisen desselben [[Lebens]] in seinen verschiedenen Momenten und machen nur in diesem wirklich [[Sinn]]. Aber in der [[Psychoanalyse]] wird ein [[Realitätsprinzip]] getrennt von einem [[Lustprinzip]] unterstellt, so dass demnach jedem Menschen die unsägliche Mühe zugewiesen wird, dies [[abgetrennt]] &amp;quot;Innere&amp;quot; mit einem ihm gänzlich [[fremden]] Äußeren zu &amp;quot;versöhnen&amp;quot;. Als [[Prinzip]] gedacht, wird die damit als [[Lebenspflicht]] vorgestellte Realität von Freud in der [[Psychoanalyse]] subjektiviert zu einem Teil seines &amp;quot;Psychischen Apparats&amp;quot;. Freud hätte mit einem solchen in sich geschlossenen [[Begriff]] die [[Wirklichkeit]] niemals als [[Gegenstand]] der [[Psyche]] und die [[Psyche]] auch nicht als Teil von ihr [[schlussfolgern]] können. Was er aus [[Realität]] zu erschließsen hätte, müsste nämlich immer das Gegenteil von [[Lust]] und dieser gänzlich äußerlich zu sein. Er hätte in ihr keine Momente der [[Lust]] in ihren wirklichen [[Wirkungen]] auf die [[Wahrnehmung]] und ihren [[Reizen]] erkennen können, so dass es auch für die Erinnerungsbilder von Befriedigungserlebnissen, die er als [[Triebkraft]] der [[Psyche]] bestimmt sieht, [[gleichgültig]] ist, ob sie [[Mittel]] oder [[Zweck]] oder bloße Momente sind. Aber die Getrenntheit von äußeren [[Reizen]] und inneren [[Bedürfnissen]] ist tatsächlich konstitutiv für die [[Selbstwahrnehmung]] des [[bürgerlichen Subjekts.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lustprinzip bietet von daher die Möglichkeit der Beschreibung einer [[Widersinnigkeit]] der [[Selbstwahrnehmung]] als Ausdruck ihrer [[Selbstbezogenheit]]. Es ist ursprünglich nur eine triebenergetisch gemeinte Grundlage der [[Psychoanalyse]] von [[Sigmund Freud]]. Damit wird das universelle Streben der Libido im &amp;quot;Es&amp;quot; bezeichnet, die als [[Trieb]] der [[Psyche]] nach unmittelbarer [[Befriedigung]] verlangt und von daher ein &amp;quot;[[Ich]]&amp;quot; nötig hat, das diese zu ermöglichen hätte. Hiernach stellt die [[Psyche]] ihren [[Widersinn]] selbst auch strukturell dar und begründet sich in der ursprünglichen [[Theorie]] von Freud alleine aus diesem Befriedigungstreben des Lustprinzips, das aus sich keine Erfüllung finden könne. Sie gilt sozusagen als die natürliche Grundlage einer [[Logik]], in welcher die Psyche die &amp;quot;Wiederherstellung eines Befriedigungserlebnisses&amp;quot; (Freud, Traumdeutung) gegen die Hemmbnisse einer ihr äußerlichen Realität und [[Kultur]] zu erreichen sucht. Mit der [[Erfahrung]] von Unlust und &amp;quot;Umwegen der Wunscherfüllung&amp;quot; entstünde aus diesem Streben und den Weisen der Lusterfüllung in der Befriedigung eine persönliche Integrität, die Freud den &amp;quot;psychischen Apparat&amp;quot; nannte. Darin würden die durch das Lustprinzips im Verlauf einer Persönlichkeitsentwicklung erworbenen psychischen Strukturen in [[Beziehung]] gehalten, nämlich das &amp;quot;Es&amp;quot; mit seiner kindlichen Unmittelbarkeit und dem Insistieren auf sofortige Wunscherfüllung, dem &amp;quot;[[Über-Ich]]&amp;quot;, in welchem auch bedrohliche Erfahrungen in einer Art Kontrolleinrichtung niederschlagen und dem &amp;quot;Ich&amp;quot;, in welchem alle anderen Persönlichkeitsanteile aufeinander bezogen und zu einer persönlichen [[Identität]] gebracht werden (siehe auch [[Symbiotische Selbstbehauptung]]). Gelingt diese persönliche Integration nicht (siehe auch [[menschliche Identität]]), so entstünde eine psychische Störung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Realität]] erscheint vom Standpunkt des Lustprinzips als Antagonist seiner [[Wünsche]]. Sie wird in die &amp;quot;psychische Struktur&amp;quot; aber dadurch integriert, das die Wünsche immer besser auch über reale Vermittlungen zur Erfüllung gelangen. So entwickle sich im Laufe des persönlichen Erfahrens das [[Realitätsprinzip]] des Ichs mittelbar aus der Geschichte des Lustprinzips, welches daher ebenso auf den Lustgewinn hinzielt, jedoch unter Berücksichtigung der Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Schrift &amp;quot;Jenseits des Lustprinzips&amp;quot; hat Freud eine zweite prinzipielle Grundlage seiner [[Trieb]]ökonomie hinzugenommen: Den [[Todestrieb]]. Ihm war es ohne diesen nicht möglich, die vernichtenden und zerstörerischen [[Absichten]] der Psyche vollständig aufzuklären. Aber mit der Einführung des Todestriebs wurde praktisch die Kulturtheorie auf eine Randerscheinung reduziert und das emanzipatorische Interesse seiner Theorie auf reine Aufklärung beschränkt. Dem Befriedgungsstreben standen nun nicht mehr nur Umwege und Zurückhaltungen im Weg, sondern ein völlig andersartiger und eigenständiger [[Trieb]]. Die Psychonalyse hatte damit ihren kulturkritischen Gehalt aufgegeben und sich auch wissenschaftlich in vielfältige Widersprüche begeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat sich im Fortgang der Freudschen Theoriebildung auf diese Weise gezeigt, dass sich menschliche Geschichte nicht aus Trieben heraus begreifen lässt. Schon in ihrem Ausgangspunkt war die [[Logik]] der Freudschen Theorie nicht hinreichend begründet. Lust als [[Prinzip]] ist ein [[Unding]], behauptet dies doch, Lust sei [[logisch]]. Freud wich dem über eine bloßé Wahrnehmungstheorie aus, welche ein Realitätsprinzip hinzunahm, ohne damit den tiefergehenden Antagonismus der bürgerlichen Seele begreifen zu können. Der &amp;quot;Todestrieb&amp;quot; war zu seinem theorieimmanenten Dilemma geworden, mit welchem psychoanalytische Erklärungsmuster sich im Kreise einer in sich widersinnigen Triebökonomie drehten. Dies hat der Psychoanalytiker [[Wilhelm Reich]] schon zu Freuds Lebzeit deutlich kritisiert - und wurde aus der psychoanalytischen Vereinigung von Freud ausgeschlossen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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