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		<updated>2025-05-07T21:41:48Z</updated>

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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Das wirkliche Geschehen in der Zeit ist der psychologische Akt, durch den wir sie denken, und zwar ist dies ein realer Vorfall, eine tats�chliche Ver�nderung in der Abfolge der Augenblicke. Unser Wissen oder Nichtwissen von ihnen ist das, was strenggenommen eine Geschichte hat. Gerade dies aber ist als Tatsache geheimnisvoll und beunruhigend, da es geschehen kann, da� wir mit einem unserer Gedanken, der nur transitorische, fl�chtige Wirklichkeit innerhalb einer im h�chsten Grade fl�chtigen Welt besitzt, etwas andauernd Best�ndiges und �berzeitliches zu fassen bekommen.&amp;quot; Jos� Ortega y Gasset, Was ist Philosophie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ontologie besagt eine [[Logik]] des [[Seins]], die allem [[Dasein]] vorausgesetzt sein soll. und wodurch &amp;quot;etwas andauernd Beständiges und Überzeitliches zu fassen&amp;quot; wäre (José Ortega y Gasset). Nach Hegel wäre es die [[Idee]] des Weltgeistes, nach [[Heidegger]] der [[Sinn]] des [[Seins]]. (siehe [[Fundamentalontologie]]).Ontologie will die Wesenslehre eines logischen [[Determinismus]] sein, welcher der Gegenwart ihren Daseinsgrund verleiht, ist also notwendig konservativ und sesentlich reaktionär (siehe [[reaktionäres Bewustsein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Erkenntnistheorien]] unterscheiden sich in ihrem Erklärungsbedürfnis durch ihr Lebensverständnis in ihrer [[Beziehung]] auf das geschichtliche [[Dasein]]. Ontologie ist eine Seinslogik oder &amp;quot;Seinslehre&amp;quot;, die von einer in allem [[Sein]] schon vorausgesetzten Zweiheit ausgeht, die eine Bestrebung ihrer Vereinigung als Antrieb ihrer [[Verwirklichung]] schon als logischen [[Grund]] aller [[Geschichte]] voraussetzt (siehe [[Logik]]), sich also nicht aus einer geschichtlichen Entzweiung erklären lässt (siehe [[Dialektik]]), sondern dieser zuvorkommt, indem sie sich um deren Einheit besorgt und ihre seinslogischen [[Notwendigkeiten]] aus einem damit behaupteten [[Wesen]] bezieht. Es sind demnach die aller [[Erfahrung]] schon vorausgesetzten Gegensätze einer [[abstrakten]] [[Wesenslogik]], die auf ihre Einheit spekuliert, bzw. als gedankliche Einheit (siehe hierzu [[Gedankenabstraktion]]) vorgestellt wird, die sie als [[Trieb]] der [[Geschichte]], als [[Idee]] ihre [[Verwirklichung]] ersucht. Diese Seinsnotwendigkeit lässt sich daher auch nicht aus den gegebenen [[Widersprüchen]] des [[Daseins]] erklären und es muss auch nicht hiernach gehandelt werden (siehe hierzu auch [[Praxis]]), denn sie kann nur die [[Logik]] einer [[objektiv]] [[determinierten]] [[Notwendigkeit]] folgen, die wie eine [[ewige]] [[Naturbestimmung]] aller [[Subjektivität]] deren [[Selbstvergegenwärtigung]] bestimmt und als diese auch [[begriffen]] sein soll und woraus sich alle [[Lebenswerte]] und deren [[Lebenspflichtigkeiten]] ableiten lassen (siehe hierzu auch [[Ideologie]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Platon hat [[Philosophie]] die [[Logik]] eines Werdens aus einer überhistorischen [[Begründung]] des [[Seins]] mit einer übergeschichtlichen und also auch [[übermenschlichen]] [[Substanz]] zu bestimmen versucht. Ontologisch begriffene [[Gründe]] sind keine [[sinnlich]] existenten [[Widersinnigkeiten]], sondern alles [[Sein]] schon bestimmende Gegensätze, die nach einer seinslogischen Einheit streben - z.B. von [[Körper]] und [[Geist]] (siehe auch [[Leben]]), [[Sein]] und [[Zeit]] (siehe auch [[Fundamentalontologie]]), [[Idee]] und [[Wirklichkeit]] (siehe auch [[Idealismus]]), Mensch und [[Natur]] (siehe auch [[Dialektischer Materialismus]]), [[Bedürfnis]] und [[Arbeit]] (siehe auch [[reaktionärer Marxismus]]), [[Wesen]] und [[Erscheinung]] (siehe auch [[Widerspiegelungstheorie]]), [[Lust]] und [[Realität]] (siehe auch [[Psychoanalyse)]], [[Sache]] und Mensch (siehe auch [[Aufklärung]]), Subjekt und Objekt (siehe auch [[Konstruktivismus),]][[Natur]] und [[Kultur]] usw. Dementsprechend wäre die [[Geschichte]] selbst nur die Erscheinungsweise eines logischen Seins, also selbst jenseits des [[wirklichen]] Werdens schon begründet, [[substanziell]] letztlich einer logischen [[Idee]] zufolge, die sich im [[Dasein]] aufführt und erfüllt (siehe auch [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiergegen hatte Karl Marx den [[historischen Materialismus]] begründet (siehe hierzu auch die [[Feuerbachthesen]]), der die [[Geschichte]] als menschliche Lebenspraxis selbst als Basis allen Seins und Werdens begreift, als Praxis der menschlichen Natur, dem Selbsterzeugungsprozess der Natur im und durch den Menschen, die er zugleich als die Naturgeschichte seiner Kultur reflektieren kann. Denn Kultur ist das [[geschichtlich]] [[entwickelte]] [[Dasein]] des [[Gattungswesens]]. das nicht ontologisch als ewige Seinsbestimmung, sondern als [[Lebensform]] der [[geschichtlichen]] [[Entwicklung]] im Lebensprozess der menschlichen [[Gesellschaften]] anzusehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann Geschichte zwar auch eine Stetigkeit aufweisen, die ihre natürliche [[Substanz]] ausmacht; aber die &amp;quot;Lokomotiven der Geschichte waren stets die Revolutionen&amp;quot; (Marx), die sie verändert und über ihre bisherige [[Natur]] hinausgegriffen haben (siehe auch [[Naturmacht]]), weil die entwickelten Inhalte über ihre Form hinausgewachsen sind und in eine andere Epoche übergehen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ontologie ist ein Begriff der [[Philosophie]] (erstmals 1613 verwendet Goclenius, 1656 von Clauberg), mit welchem eine eigenst�ndige &amp;quot;Lehre vom [[Sein]] im allgemeinen&amp;quot; eingegrenzt wird als &amp;quot;Logik des Begriffs des Seins&amp;quot; (Philosophisches W�rterbuch von Georg Klaus und Manfred Buhr). Als &amp;quot;Lehre vom Sein als solchem&amp;quot; (N. Hartmann) erscheint sie wie das Kernst�ck der Philosophie, welches G. Jakoby dahin relativiert hat, dass Ontologie die Lehre von &amp;quot;dem Seienden unter dem Gesichtspunkt des Seins&amp;quot; sei. F�r ihn war sie schlie�lich die &amp;quot;Lehre von dem unabh�ngig von dem erkennenden Bewusstsein an sich Bestehenden �berhaupt&amp;quot;, also letztlich eine moderne [[Metaphysik]], die sowohl mit der Vernunftbestimmung von [[Kant]] korrespondiert (&amp;quot;synthetische Apperzeption a priori&amp;quot;), als sie auch in der Wesenslogik bei [[Hegel]] definitiv enthalten ist als &amp;quot;Lehre von den abstrakten Bestimmungen des Wesens&amp;quot; (Enzyklopädie � 33). Durch [[Heidegger]] schlie�lich wurde das Sein selbst zur abgetrennten Wesenheit, zur [[Fundamentalontologie]] einer weltgeistigen Logik (Identit�t von Logos und Sein), die sich dem [[Dasein]] nur [[erschlie�en]], nicht aber darin [[beweisen]] lasse, und daher nur als Erleuchtung, als &amp;quot;Lichtung&amp;quot; in der Finsternis des [[Seienden]] hervorscheinen k�nne (siehe [[Ph�nomenologie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Fundamentalontologie]] bleibt eine Ontologie, die auf der wesenslogischen Behauptung einer [[Logik]] des [[Seins]] an sich und durch sich gegründet ist, also der Behauptung, dass es eine Logik im Einzelnen schon g�be, die allem Sein (also auch jedem [[bestimmten]] Sein) inne und also allem, was ist, als dessen prinzipielle Allgemeinheit vorausgesetzt ist. Jede [[Geschichte]] soll somit aus der Seinslogik heraus selbst allgemein und absolut als Sinn des Seins begr�ndet sein, jede einzelne Geschichte als [[relatives]] Sein einer [[absoluten]] Geschichte (vergl. hierzu auch den [[Triebbegriff]]), geworden aus ihr als [[Genealogie]] von ihr. Gedanklich wird hierdurch das Sein als [[Seinsbestimmung]] genommen, also als affirmierte [[Gegebenheit]] des Seienden, auf sich selbst durch seine [[Idealit�t]], auf seiner [[Gedankenabstraktion]] gegründet. Nicht was ist, wird einer [[Analyse]] seiner Bestimmungen und Bestimmtheiten unterzogen und diese als [[Grund]] der [[Wirklichkeit]], als [[Verh�ltnis]] von [[Ursache]] und [[Wirkung]] erkannt, sondern was diese als Bestimmungen des Seins und seiner Logik offenbaren, macht Ontologie aus. Bestimmungen des Wirklichen werden so zu einer unendlichen Bestimmung des [[Seins]] wie des [[Bewusstseins]], bzw. zum [[Begriff]] einer unendlichen [[Notwendigkeit]], zur [[Unendlichkeit]] einer Lebensnot, Ausdruck eines [[Lebenskampfs]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch diese Notwendigkeit besteht nicht absolut, auch wenn es scheinbar absolute Grundlagen der Lebensverhältnisse gibt, z.B. als Verhältnis von [[Energie]] und [[Masse]], wie es in der [[Relativitätstheorie]] von Albert Einstein nachgewiesen wurde. Solche [[Verhältnisse]] beschreiben aber nur schon vorhandene Beziehungen und sind nicht ihr [[Grund]], können also keine Abstammung von Grund und Folge her erschließen, aus der auch eine bestimmte [[Geschichte]], ein bestimmtes Verhältnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu beurteilen wäre. Die [[Evolution]] der [[Natur]] ist daher auch nur ein Nachvollzug ihrer Entstehung, kann aber nicht einen [[Begriff]] ihrer [[Geschichte]], ihres Werdens und Vergehens formulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keine [[Bestimmung]] des [[Seins]] und kein hiervon abh�ngiges Bewusstsein, denn indem wir sind, k�nnen wir nichts anderes sein, - also auch nicht bestimmt sein. Es gibt aber auch kein vom menschlichen Bewusstsein unabh�ngiges Sein an sich, das wie ein ontologischer [[Grund]] in der [[Geschichte]] sich gleich bliebe, etwa als Trieb oder Naturzweck oder �hnliches. Dennoch ist Ontologie letztlich die Vierklausulierung der [[Natur]], also dessen, was in uns wesentlich ist, unbegreifbare [[Substanz]], die aber nichts in uns bestimmen kann, weil wir selbst nat�rlich sind, nat�rliche [[Triebe]] selbst vollziehen, ohne dass sich hierf�r unser Sein anders bestimmen w�rde als durch uns selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschichte ist immer seiend, auch wenn sie sich �ndert. Sie hat kein Sein, was ihr au�er der Lebenswirklichkeit der Menschen verbliebe. Darin ist Geschichte auch als Naturgeschichte enthalten, Empfindung auch als [[Naturempfindung]]. Geschichte selbst ist Sein und Seiend (siehe [[Historischer Materialismus]]), auch wenn sich das Seiende durchaus hiervon unterscheiden kann und nach Ver�nderung, nach einem Zur�ckkommen des Menschen auf ein erneuertes Sein verlangt (siehe [[Revolution]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeinste Formulierung von Ontologie ist [[Hegels]] &amp;quot;Wissenschaft der Logik&amp;quot;, ein Werk, in welchem das Sein in die Geschichte als das Werden des [[Begriffs]] dadurch eintritt, dass es sich unmittelbar sich selbst entgegensetzt, sich nichtig setzt als anderes, weil das Anderssein ein logisches Implikat des Seins (nicht des [[Soseins]]) sei. Die Logik in ihrer vollkommenen [[Substanz]]losigkeit ist als h�chste Abstraktion von Geschichte f�r Hegel nicht Gedankenreflexion, sondern f�r sich und ausschlie�liche [[Gedankenabstraktion]], [[Ideal]] festgehalten als [[Idee]] des Seins, als Geist, der wie ein [[Gott]] in die Geschichte tritt, darin sich verwirklicht, ihr vorausgesetzt und in ihr zu sich kommend. Die Reflexion vollzieht sich nach Hegel selbst als Verstofflichung geistig bestimmter Geschichte, als ihr Geist und Weltgeist, der alle Bestimmungen ihres Werdens ausmacht. Die Menschen k�nnen dies nur kommentieren und [[interpretieren]], aber was sie ausmacht, ist alleine die [[Subjektivit�t]] des objektiven Geistes, sie verk�rpern ihn und dr�cken ihn in der [[Vernunft]] ihrer T�tigkeiten aus. Das ist Ontologie in Hochform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auffassung hat vor allem Karl [[Marx]] darin widersprochen, dass die Reflexion nicht dem Menschen vorausgesetzt ist, sondern er sich selbst in ihr begreift, ihr inbegriffen ist. [[Geschichte]] ist sich selbst evident als menschliche [[Tat]], die sich in ihrem [[Gegenstand]], also in ihrer objektiven Sachlichkeit bewahrheitet, sich in ihrer [[Sache]] beweist, darin ihre [[Wahrheit]] erweist, ob und wieweit sie [[Ding]] oder [[Unding]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Adorno]] sieht in der Kritik der Ontologie das wesentliche Anliegen einer [[Kritischen Theorie]], da die Seinsbestimmung f�r sich immer eine quasi religi�se Bestimmung ist, ein allem vorausgesetztes Ansich-Sein, das eine &amp;quot;h�here Wahrheit&amp;quot; darstellen soll. Aber auch dessen Umkehrung zum rein begrifflichen Sein betreibt eine Verk�rzung des Denkens zur methodischen [[Abstraktion]], die nur konkret sein will, aber als [[negative Dialektik]] auch nur negative Ontologie ist, also ein Moment ontologischen Begreifens - auch wenn er schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Kritik an Ontologie will auf keine andere Ontologie hinaus, auch auf keine des Nichtontologischen. Sie setzte sonst ein anderes als das schlechthin Erste; diesmal nicht die absolute Identit�t, Sein, den Begriff, sondern das Nichtidentische, Seiende, die Faktizit�t. Damit hypostasierte sie den Begriff des Nichtidentischen und handelte dem zuwider, was er meint.&amp;quot; (Theodor W. Adorno)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Marx]] geht bei der &amp;quot;Betrachtung der bisherigen Geschichte&amp;quot; davon aus, dass sie eine [[Logik]] nur hat, soweit sie selbst noch unaufgel�st, zerteilt ist, aus [[Teilungen]] besteht, sich f�r den Menschen noch nicht ganz vollzieht, sondern noch Geschichte von Anteilen (siehe [[Arbeitsteilung]]), von getrennten Seinsbestimmungen, von [[Klassengegens�tzen]] und also von [[Klassenk�mpfen]] ist. Damit meint er keine Seinsbestimmung einer notwendigen Form als [[Klasse]] (siehe [[Diktatur des Proletariats]]), sondern die Bestimmungen einer historischen Form im Seienden: [[Formbestimmung]]. Von da ist auch seine meist v�llig falsch verstandene Formulierung �ber das [[Bewusstsein]] zu verstehen: &amp;quot;Das Bewusstsein kann nie etwas anderes sein, als das bewusste Sein und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozess.&amp;quot; ([[MEW 3. S. 26]]). Darin ist der Kern des [[historische Materialismus]] formuliert. Die Aufhebung der [[widerspr�chlichen]] Lebens[[bedingungen]] der Menschen ist nicht seinsbestimmte Notwendigkeit, - sie ist aus den wirklichen Lebensprozessen heraus logisch, wenn sich die Menschen nicht selbst aufheben wollen und also ist sie den Menschen notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also keine Naturbestimmung, die ihr Leben determinieren w�rde, sondern die durch die Entwicklung der Menschheit noch unaufgel�ste Natur in der &amp;quot;Menschwerdung der Natur&amp;quot;. Wenn er (z.B. in der Einleitung zum Kapital Band 1) schreibt, dass seine Theorie von der Naturgeschichte handelt, so meint er dies, dass die menschliche [[Natur]] nur in der Logik ihrer Entfremdung auftritt, das [[Kapital]] also selbst als Ausdruck einer [[Gesellschaft]] ist, in der sich die Menschen noch notwendig fremd sind. In dieser Gesellschaft wird ihre Natur nur unter der [[Formbestimmung]] des Waren[[tausch]]s ergriffen und in ihrer Verwertbarkeit entfaltet, aber gerade deshalb nicht als ihre Natur verwirklicht. Dies gerade besagt, dass es nicht um die menschliche Natur als solche, als Vorstellung von einem ganzheitlichen Menschsein gehen kann, sondern nur um die [[Aufhebung]] eines [[Undings]], einem gesellschaftlichen [[System]] der Verwertung menschlicher Lebens�u�erung, welches die Menschen beherrscht (siehe hierzu [[Logik]], auch [[Negative Dialektik]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser [[Materialismus]] ist daher keine Ontologie, sondern eine Logik des Mangels, eine Logik der [[Notwendigkeit]]. Sie besteht aus der Unvollst�ndigkeit der menschlichen [[Sache]], die sich in ihrer [[widerspr�chlichen]] [[Wirklichkeit]] selbst beweist als [[unwirkliche]] Wirklichkeit, als [[Unding]], und die sich als [[Schmerz]] der Geschichte zeigt, als Wehe der Menschwerdung, deren Sinn sich durchsetzt, weil jeder Schmerz sich l�sen muss, sich aufheben muss in einem erneuerten Sein. Die sich noch im [[Begriff]] befindlichen Menschwerdung der [[Natur]] als Nat�rlichkeit des Menschseins, als menschliche [[Gesellschaft]], l�sst sich nur an der bisherigen Geschichte zeigen als Entstehungsgeschichte der menschlichen [[Sinne]], nicht als Seinsbestimmung, sondern als werdendes Sein, als seiender Prozess aus der [[Naturempfindung]] hin zur wirklichen Naturm�chtigkeit des Menschen durch seine gesellschaftlichen Natur, welche es ihm erm�glicht hat, den Naturstoff, die Elemente ihrer Materie, Feuer, Luft, Erde, Wasser, Licht, in eine ihm eigene Beziehung zu stellen und hierdurch menschlichen [[Reichtum]] zu erzeugen. Darin sieht er den Inbegriff einer Bewegung, nicht als Begriff eines Ziels. Was wird, ist im Gegenw�rtigen sowohl enthalten wie es darin auch beschlossen und entschieden wird, ist wirkliche Geschichte. Diese folgt nicht einer Naturbestimmung, wie es Engels nahelegte, sondern ist der Fortgang einer natürlichen Entwicklung, welche in ihrem Sinn jederzeit und in jedem ihrer Momente begriffen werden kann und also nicht ontisch begriffen ist. Aber hieraus l�sst sich dennoch ein Begriff des Werdens indem herausarbeiten, was die [[Logik]] der [[Formbestimmung]] gegenw�rtiger Gesellschaftlichkeit ausmacht. Es l�sst sich also formulieren, was menschliches Werden von der Logik der Sachzw�nge unterscheidet, was also in unserer wirklichen Geschichte nicht eigentlich menschlich ist, weil es Verfremdung menschlichen [[Eigentums]] ist. So ist z.B. [[Kommunismus]] keine [[Idee]], kein Ziel, sondern die wirkliche Bewegung der Geschichte der b�rgerlichen Gesellschaft, das, was sie selbst aus sich hervortreibt, wenn sie nicht in Selbstaufhebung, in [[Barbarei]] enden will, was aber von Menschen praktisch verwirklicht werden muss, soll ihre [[Geschichte]] auch [[wirklich]] menschlich werden..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[b�rgerliche Gesellschaft]] gilt f�r Marx als hochentwickelte Materialisierung einer Menschwerdung, in welcher der Reichtum an Lebensmittel und Produktionsmittel wie auch die Entwicklung der menschlichen Sinne an der Schwelle zu einer wirklich menschlichen Gesellschaftlichkeit stehen, so die Gesellschaftlichkeit der Sachen zu einer Sachlichkeit des Menschseins werde, ihre [[Mythologisierung]] (s.a. [[Religion]]) abgestreift und menschliche Bed�rfnisse in der Vielfalt des menschlichen [[Reichtums]] als deren Eigenheit und [[Eigent�m]]lichkeit begriffen sind: Aufhebung menschlicher [[Entfremdung]] und [[Selbstentfremdung]] durch Aneignung des gesellschaftlichen Reichtums der Menschen, Aufhebung seiner [[privaten]] [[Form]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies verlange eine Abwendung von jeglicher Ontologie, also ein vollst�ndiges [[Bewusstsein]] des Menschen �ber die eigenen Grundlagen seines Werdens, seiner [[Natur]] und seiner [[Arbeit]] - nicht, weil er an sich Natur oder an sich Arbeiter w�re, sondern weil ihm die Natur seiner Arbeit als Material seines Menschseins gegenw�rtig sei, seine Gegenwart ist. Dies macht sein [[Sein]] und dessen Wahrheit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwar keine [[Wahrheit]] des Seins, aber es gibt eine Wahrheit der [[Erkenntnis]] darin. Wahrheit ist die Einheit der Erkenntnis im Sein mit ihrem [[Gegenstand]]. In Wahrheit ist alles eins. Das Unwahre gibt es nicht (siehe Kritik an [[Adorno]]).Das Resultat der Erkenntnis ist das bewusste Sein als [[Bewusstsein]]. Dies ist damit das Wissen um die Natur des Menschseins wie auch um die Menschlichkeit der Natur in der geschichtlichen Menschwerdung des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Auffassung wurde mit [[historischem Materialismus]] bezeichnet. Sie steht jeglicher Ontologie diametral entgegen. Die [[Dialektik]] dieser Auffassung gr�ndet nicht auf der Logik des Seins, sondern auf der Geschichtlichkeit der Materie, also auf der Gewordenheit von Dingen, auf dem Prozess, in welchem sie ihre [[Wirklichkeit]] gewinnen, auf einem Ding, was also [[Unding]] ist, [[Sache]], die einerseits schon ist, aber andererseits noch geschichtliche [[Taten]] erfordert, um wirklich menschliche Sache zu sein. Die [[Kritik]] jeglicher Ontologie ist hierf�r Voraussetzung. Das impliziert vor allem die Kritik von [[Politik]] und [[Ideologie]] �berhaupt, welche die sachlichen und geistigen [[Abstraktionen]] unterhalten (s.a. [[Realabstraktion]], [[Gedankenabstraktion]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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