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	<title>Perversion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Perversion&amp;diff=10704&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<updated>2025-11-04T18:51:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:41:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die [[Trennung]] von [[Leib und Seele]], von [[Körper]] und [[Geist]], von [[Empfindung]] und [[Gefühl]], verlangt in den [[vereinzelt]] [[lebenden]] Menschen eine [[Verkehrung]] ihrer [[Selbstwahnehmung]], eine [[Pervertierung]] ihrer [[zwischenmenschlichen Bezogenheit]]. Durch die [[Lebensängste]] ihrer an und für sich [[Selbstlosen]] [[Gesellschaft]] [[verkehren]] sich mit zunehmender Geschlossenheit und [[Ausschließlichkeit]] die kulturellen [[Bedürfnisse]] des [[ästhetischen Willens]] zu Perversionen ihrer [[Psyche]]. Sie entstehen durch die [[Grausamkeit]] des [[Lebens]] in [[selbstverlorenen]] [[Verhältnissen]], in den [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] von [[Selbstentfremdungen]]. Darin kultivieren sich [[Depressionen]] in [[masochistischen]] [[Bedürfnissen]], [[zwanghaftigkeiten]] in [[sadistischen]] [[Bedürfnissen]] und [[Psychopathien]] in den Entgrenzungen eines autistischen Wahnsinns. In pervertierten Beziehungen wird die [[Angst]] vor Selbstaufhebung überbrückt; – Die Perversion überbrückt die Gespaltenheit von [[Gefühlen]], die gegen ihre [[Empfindungen]] gerichtet sind. Sie ist die [[Verkehrung]] einer [[Selbstverneinung]] durch [[Eindrücke]], die gegen eine [[ausdruckslose]] [[Existenz]] gerichtet sind, um damit den [[Selbstverlust]] aus hintergründigen [[Lebensängsten]] zu überwältigen. Dabei werden [[Selbstwahrnehmungen]] durch Einwirkungen fremder [[Eindrücke]] befriedet, durch die [[ausgeschlossenene]] [[Gefühle]], welche der [[Selbstentfremdung]] [[unbewusster]] [[Empfindungen]] unterworfen sind, ihre seelische Überwältigung verkörperlichen können und ihre verzweifelte [[Selbstwahrnehmung]] gegen diese [[austauschen]] können. In einer geschlossenen Welt [[toter Wahrnehmungen]] erliegen alle [[Regungen]] den [[Erregungen]] einer [[aufgereizten]] [[Scheinwelt]]. Darin herrscht die scheinbare [[Selbstwahrnehmung]] von übermenschlicher Bedeutung, der [[Schein]] des Anscheins schlechthin, der doppelte Schein, der sich nurmehr ausschließlich in [[Selstgefühlen]] und diesen entsprechenden [[Stimmungen]] [[vergegenwärtigen]] kann, die sich durch die aussschließliche Sinnlosigkeit ihrer [[zwischenmenschlichen Verhältnisse]] begründen, erhalten und beschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin hat nichts mehr [[wirkliche]] [[Substanz]] (siehe hierzu auch [[Todestrieb]]). Und darin überlagern sich die [[Eindrücke]] [[beliebiger]] [[Gefühle]], die durch [[Ereignisproduktion]] erzeugt und [[befriedet]] werden müssen, weil sie keinen [[eigenen]] [[Ausdruck]] mehr darstellen können. Vom Standpunkt ihrer [[isolierten]] [[Abstraktionskraft]] ihrer [[Gefühle]] wird die [[Selbstwahrnehmung]] zu einer gewöhnlichen [[Form]] einer ausdrücklichen [[Welt]] der [[Aufreizung]], zu einer totalen [[Selbstwahrnehmmung]], die für sich total empfindungslos ist, weil sie ihren [[wirklichen]] [[Körper]] verlassen hat. In dieser [[Selbstentleibung]] der [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] entsteht eine unerträgliche Leere ihrer [[Nichtigkeit]] (siehe auch [[Langeweile]]). Darin herrscht schließlich das absolut drängende Verlangen nach dem entsprechenden [[Empfindungen]], die nurmehr durch totale [[Eindrücklichkeit]] produziert werden können (siehe hierzu auch [[Zwangshandlung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinn einer solchen Ausdruckslosigkeit entwickelt eine spezifische [[Aufmerksamkeit]] für die [[Reproduktion]] [[ausgeschlossener]] [[Seelen]]. Die darin erzeugten [[Empfindungen]] kultivieren zugleich eine Welt [[isolierter]] [[Gefühle]], worin sich ihre [[Empfindungen]] gegen ihren [[Sinn]] [[verkehren]] und diese in die [[Sucht]] nach einer endlosen [[sinnlicher Gewissheit]] treiben, zu einem [[ausschliesslichen]] Sinn eines absoluten Verlangens nach einer [[absolut]] [[ausgeschlossene]] [[Selbstwahrmehmung]] durch seine Wirkung auf andere. Dieser [[Trieb]] verengt die [[Wahrheit]] ihrer [[Wahrnehmungen]] (siehe [[Angst]]), töten sie durch ihre [[Lebensangst]] (siehe [[tote Wahrnehmung]]) und [[verwahrlosen]] daran (siehe auch [[Dekadenz]]). Schließlich kehren sie ihren [[Sinn]] gegen ihre [[Kultur]], [[trennen]] ihren [[Leib]] von ihrer [[Seele]] und [[pervertieren]] sich selbst zu einem Zwang [[entäußerter]] [[Wahrheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Trennung]] von [[Leib und Seele]], von [[Körper]] und [[Geist]] verlangt in den [[vereinzelt]] [[lebenden]] Menschen eine [[Verkehrung]] ihrer [[Selbstwahnehmung]], eine [[Pervertierung]] ihrer [[zwischenmenschlichen Bezogenheit]]. Es werden hierbei [[zwischenmenschliche Verhältnisse]] [[seelischer]] [[Wahrnehmung]] durch ein [[Verhalten]] gegen sich gekehrt und hierdurch in sich [[verkehrt]], die [[Empfindungen]] sich selbst reflektierender [[Selbstgefühle]] in ein körperliches Verlangen nach der Zufügung von äußerlicher [[Wahrheit]] im [[Erleben]] durch die hiervon [[bestimmten]] [[Eindrücke]] und [[Anreize]]. Dadurch soll [[Wahrnehmungsidentität]] beigebracht, eine Einheit mit sich außer sich erzeugt werden und eine [[verselbständigte]] [[Selbstgewissheit]] im [[Erleben]] durch hierfür produzierte [[Erlebnisse]], im [[Erleben]] ihrer [[Reize]] eine in und durch sich gewendete [[Erfahrung]] [[befriedet]] werden, die den Menschen erleichtert, imdem sie seiner [[Selbstwahrnehmung]] eine [[Identität]] außer sich verleiht (siehe im [[Ereignisproduktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Perversion betreibt die Entlastung einer [[toten Wahrnehmung]] in der [[Selbstbezogenheit]] eines gegen sich selbst gerichteten [[Triebes]] (siehe auch [[Todestrieb]]), der vergegenwärtigt, was [[wahrgehabt]] wird, aber der [[Wahrnehmung]] durch eine [[Notwendigkeit]] der [[Selbstwahrnehmung]] entzogen ist. Sie ist getrieben von einer [[Wahrheit]], die vom wirklichen Lebens ausgeschlossenen, einem vernichteten [[Sinn]] der [[Wahrnehmung]] zufolge sich in der Konsquenz ihrer tötlichen Getriebenheit (siehe [[Todestrieb]]) gegen sich selbst richtet, weil sie nicht [[wahrhaben]] kann, was sie in ihrem eigenen [[Leben]] von sich ausschließt, was also ihre lebendige [[Ausschließlichkeit]] ausmacht (siehe hierzu auch [[Narzissmus]]). Sie vollzieht eine [[Sinn]][[verkehrung]], die sich in [[Wahrheit]] [[schlechte Negation]] aus einer sinnlichen [[Nichtung]], aus einer [[Schuld]] gegenüber der eigenen Sinnlichkeit ergeben hat, die sich in ihrer [[Zerstörung]] als negiertes [[Leben]] nicht erhalten kann und also auf dem [[Nichts]] als Position für sich gründen muss (siehe [[negative Identitaet]]) - allerdings nicht ohne Leben, sondern in der [[Verkehrung]] des in [[Zerstörung]] gelebten, im [[Unheil]], in dem von seiner Schuld befreiten Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist exemplarisch im Christenglauben allgegenwärtig in der Marterszene, welche das Kruzifix und das Leiden der [[Heiligen]] verkörpert: Befreiung von der Erbsünde, dem Verstoß gegen verbotene Erkenntnis durch das &amp;quot;Leiden Christi&amp;quot; - die Botschaft heißt: [[Leiden]] befreit! Es bedeutet das [[Heil]] der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Perversionen kehrt sich das [[Verhältnis]] von [[Ereignis]] und [[Selbstgefühl]] um (siehe [[Verkehrung]]). Dieses war ursprünglich aus der [[Identität]] von [[Gefühl]] und [[Empfindung]], also als nichtig gewordene [[Empfindungen]] von [[Gefühlen]] durch hierfür bestimmte [[Ereignissen]] entstanden. Nun soll also in der Perversion das [[Selbstgefühl]] einer tödlichen Getriebenheit (siehe [[Todestrieb]]) durch [[bestimmte]] [[Ereignisse]] erzeugt werden (siehe hierzu auch [[Fetischismus]]). Wo sich ihre [[Beziehung]] im [[gewöhnlichen]] [[Leben]] aufgelöst hat, muss die daraus entspringende [[Erregung]] durch [[Ereignisse]] [[befriedigt]] werden, in denen sich [[Empfindungen]] als [[Gefühl]] seiner selbst identifizieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Perversion ist die [[Reaktion]] auf ein ausweglos scheinendes Leben, eine unendliche [[Heilserwartung]], die keinen [[wirklichen]] [[Sinn]] gegen das [[Unheil]] ihrer selbstverschuldeten Nichtigkeit finden kann. Dass diese Schuld ein [[objektives Gefühl]] war, ist hier umgekehrt: Leben regt sich dagegen. Das ist in der Tat, also [[tatsächlich]] brutal, denn im [[Schmerz]] des zerstörten Lebens selbst entsteht seine Verneinung (siehe [[Negation]]) gegen das vernichtete Leben, eine doppelte Negation, eine [[Abstraktionskraft]], die sich in einem eigenständigen [[Trieb]] ihrer Selbstvernichtung außer sich [[verwirklichen]] muss. Um derartig mächtig gewordene [[Schuldgefühle]] aufzulösen werden allerlei perverse Handlungen vollzogen, welche eine Entschuldung durch eine Entgegensetzung (siehe auch [[negative Identität]]) darstellen. Es sind dies Handlungen, durch welche [[Empfindungen]] hergestellt werden, in denen ein Mensch sich selbst in doppeltem Sinn fühlt, als Erzeuger und Zerstörer seiner Sinnlichkeit, als gegensinniges [[Selbstgefühl]]. Es handelt sich hierbei um eine unterdrückte sinnliche Identität, welche den Bezug auf sich selbst in gewohnter Welt nicht mehr zulässt, sich gegen seine Gewohnheiten wendet. Durch Verkehrung einer Situation wird dem durch [[Gewohnheit]] ausgeschlossenen [[Selbstgefühl]] durch ungewöhnliche [[Empfindungen]] Leben verliehen. Die Perverse Handlung stellt also Situationen her, welche für den Akteur Selbstgefühle ermöglichen, die er in gewohnter Welt nicht haben kann, die aber für ihn wesentlich, also [[identitätsnotwendig]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abwesenheit dieser Gefühle erzeugt auf Dauer Irritationen, Zustände [[der Selbstentfremdung]], die nur durch perverse Handlungen erzeugte Empfindungen aufgehoben werden. Darin werden tiefere Wahrnehmungsidentitäten wach, die sich in den Lebensgewohnheiten nur im Ausschluss entwickeln können, nur negativ, und somit selbständig und mächtig wie aus einem ungewöhnlichen Innern hervorbrechen, z.B. als notwendiges Verlangen, sich zu entblößen (als Umkehrung von geschlechtlicher Selbsterniedrigung) oder zu martern als Umkehrung verselbständigter Qualen in der Selbstwahrnehmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Selbstwahrnehmung ist nur notwendig durch die ausgeschlossene [[Wahrnehmung]], welche der Lebensalltag enthält, - sei dieser Ausschluss durch sich selbst nötig oder durch andere, durch Gegenwart oder durch die [[Isolation]] einer verborgenen [[Geschichte]]. Der Grund der Verkehrung steckt letzlich in den Lebensräumen, also dem [[Kultur]]raum, worin eine Identität nur in der Verkehrung gewöhnlicher Sinnlichkeit bestehen kann oder konnte. So sucht z.B. [[Sadismus]] eine Identität in Lebensräumen, wo [[Masochismus]] gefühlsbestimmend, also [[objektives Gefühl]] ist. Insofern erkennt [[Sadismus]] seinen [[Schmerz]] äußerlich, aber auch nur, wenn er sich zu [[Masochisten]] verhalten kann, die ihn als fremde Innerlichkeit leben. Beide Identitäten brauchen einander, weil sie für sich nur anders werden würden, wenn sie den Kulturraum verlassen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Perversionen wie [[Sucht]] erscheinen, sind sie doch gänzlich anders bestimmt, weil sie kein Mittel jenseits ihrer [[körperlichen]] Existenz nötig haben, um sich zu verflüchtigen, sondern sich in [[Grausamkeiten]] finden, wovor andere fliehen. Allerdings ist ihr Schmerz, dass sie sich selbst als Mittel und daher sich [[gleichgültig]] erleben, solange sie nicht pervers sein können. Der häufigste Kulturraum, in welchem Perversionen entstehen, sind Familien, in denen die Nichtigkeit der Mitglieder konstituierend für ihre gesellschaftliche Bedeutung, vor allem in ihrer [[Ästhetik]] ist. Perversion ist wesentlich eine Umkehrung gesellschaftlich anerkannter Ästhetik, nicht um anders zu sein, sondern um darin sein zu können. Sie entspringt der vollkommenen Identifizierung mit ihr.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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