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	<title>Poststrukturalismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<updated>2025-05-07T21:42:11Z</updated>

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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Das Bewußtsein kann nie etwas andres sein als das bewußte Sein, und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozeß.&amp;quot; [[(Marx-Engels-Werke Bd.3, S. 26)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poststrukturalismus ist ein Sammelbegriff für Theorien einer [[postmodernen]] Weltanschauung, die sich aus dem [[Strukturalismus]] gegen dessen [[Objektivismus]] herausgebildet haben. Er bezeichnet weder eine bestimmte [[Wissenschaft]], noch die bestimmte [[Methode]] einer [[Erkenntnistheorie]] noch ein gegenständlich vermitteltes [[Wesen]] als [[Gegenstand]] von [[Wissenschaft]]. Wesentlich für eine poststrukturalistischen Lebenshaltung ist das Insistieren auf einer Inhaltlichkeit ihrer [[Verhältnisse]] gegen die Formen ihrer Gewalt, gegen die [[Existenz]] ihrer [[verselbständigten]] Form durch die Gewalt ihrer Formation. Wesentlich ist daher die Abweisung einer ganzheitlichen gesellschaftlichen Struktur, die [[Reduktion]] wissenschaftlicher Beweisführung auf deren Bezeichnungen (siehe hierzu auch [[Nominalismus]]), auf ihre sprachlichen [[Beziehungen]] als Erzählung ihrer für wahr genommenen [[Geschichte]], einer [[Genealogie]], die nur persönlich bekannte Inhalte darstellen kann und deren gesellschaftliche [[Formbestimmungen]] zu ignorieren versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Indem man die gesellschaftlichen Charaktere, welche Sachen, oder die sachlichen Charaktere, welche gesellschaftliche Bestimmungen der Arbeit auf Grundlage einer bestimmten Produktionsweise erhalten, für bloße Zeichen [erklärt], erklärt man sie zugleich für willkürliches Reflexionsprodukt der Menschen.&amp;quot; [[(K. Marx, MEW 23, S. 105)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Das Insistieren auf die bloßen [[Inhalte]] befolgt einem [[hermeneutischen Zirkel]] und leugnet die wesentichen, die [[substanziellen]] [[Gründe]] der Formverwandlungen und [[Verkehrungen]] seiner [[Existenz]] und [[reduziert]] sie auf eine relativ [[beliebige]] subjektive [[Beziehung]] von [[Ursache]] und [[Wirkung]] in der vor allem die Bosheit ihrer Subjekte für wahr genommen wird (siehe [[Wahrnehmung]]). Doch ohne deren wirkliche Erkundung, ohne deren Ursachen auf ihren Sinn und Zweck zu hinterfragen, überlässt sich solches Weltverständnis den [[substanzellen]] Machtverhältnissen von [[Grund]] und [[Folge]], das sich der objektiven [[Abstraktionskraft]] ihrer Verhältnisse letztlich ohnmächtig überantworten muss. Weil diese [[Verhältnisse]] im Jenseits ihrer wirklichen [[Beziehungen]] nur in ihren Existenzformen für wahr genommen werden, weil ihr wirklicher Betrieb, ihr Antrieb und [[Trieb]] nicht erkannt und wie eine subjektive [[Gegebenheit]]reflektiert und also nicht durchschaut wird, [[reduziert]] sich deren [[Widerspruch]] auf rein persönliche Konfrontation und bestärkt durch ihren Agnostizismus de facto deren Antriebe (siehe hierzu auch [[Neoliberalismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem [[Sophismus]] des Poststrukturalismus ist alles gleichermaßen in sich schon aufgelöste Struktur als Moment einer inhaltlichen Konfrontation, worin die bloße Mitteilung als Ausdruck einer bloßen Geschichte verbleibt, die sich als [[genealogische]] Erzählung wie eine Archäologie ihres Werdens vermitteln ließe, sodass ihr einziger [[Grund]] in ihrem &amp;quot;Narrativ&amp;quot; zu finden sei, das ihren Gestalten und Lebensformen schon vor aller [[Erfahrung]] zugrunde gelegen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Erzählungen haben keine [[Beweisführung]] nötig, weil die Geschichte schon für sich selbst sprechen würde und daher unbestreitbar sei, wenn sie nur hinreichens erkundet ist (vergleiche die wissenschaftliche Archäologie bei Foucault). Poststrukturalismus ist daher eher eine positivistische Glaubensangelegenheit aus subjektiv begründeten Geschichten vergangener Selbstbegründunng und will sich vor allem als Kritik fester Begriffszuweisungen begründen und verhalten. Poststrukturalismus bestreitet jegliche Wesenhaftigkeit und also auch die [[Dialektik]] eines alllgemein [[entäiußerten]] [[Wesens]] der [[Wirklichkeit]] (siehe [[Entfremdung]]) und stellt stattdessen die [[Moral]] einer [[Bewertung]] dar, die allerdings nicht nur durch urteilende Subjekte einer historischen Moralität, sondern durch sich selbst in ihrer objektiven [[Gegebenheit]] erkennbar sein würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Poststrukturalismus wird aber zugleich ein vorausgesetztes gegenständliches [[Sein]] einer [[Natur]] bestritten. Sein sei bloße [[Existenz]] des Seienden, wie sie Heideggers [[Fundamentalontologie]] durch die Existenzialien im &amp;quot;Sinn des Seins&amp;quot; absolut objektiv beschrieben haben will. Und so wird dieses als objektives Subjekt (siehe auch [[objektiver Subjektivismus]]) selbst mit dem [[Bewusstsein]] in einer exitstenziellen Einheit identifiziert (siehe hierzu auch [[Existenzwert]]). Dies wird so auch vom &amp;quot;Philolex&amp;quot; wahrgenommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Poststrukturalismus - auch Neostrukturalismus oder Dekonstruktivismus - entstand in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in Frankreich aus dem Bestreben der Überwindung bzw. der modifizierten Weiterentwicklung des ebenfalls in Frankreich entstandenen und dort einflussreichen Strukturalismus. ... Alle Richtungen des Poststrukturalismus betreiben eine rigorose Semiotisierung der Welt und der Wissenschaft, anders ausgedrückt, die Wirklichkeit erschöpft sich für sie in Zeichen und Zeichensystemen.&amp;quot; ([[Philolex]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darin betriebene [[Erkenntnisinteresse]] bezieht sich auf ein [[Bewusstsein]], das von jeder [[Substanz]] - und also von einem [[wirklichen]] [[Sein]], einer [[Wirklichkeit]] seiner [[Inhalte]] - absieht, eine [[Absicht]] gegen sie verfolgt und von daher selbst [[phänomenologisch]] als [[Dasein]] im Sinne von [[Martin Heidegger]] begriffen wird und über die [[Sprache]], über die gesellschaftlichen Diskurse dessen Realität nicht nur abgebildet, sondern auch hergestellt werden soll. Poststrukturalismus ist im Grunde die Metaphysik einer allgemeinen [[Nützlichkeit]] der Kommunikation, wodurch ein sinnentleertes [[Dasein]] mit abstrakten [[Gemeinsinnigkeiten]] zu maskieren und zu füllen ist (siehe hierzu auch [[Dekonstruktivismus]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Maskerade in der Sprache hat nur dann einen Sinn, wenn sie der unbewußte oder bewußte Ausdruck einer wirklichen Maskerade ist. In diesem Falle hat das Nützlichkeitsverhältnis einen ganz bestimmten Sinn, nämlich den, daß ich mir dadurch nütze, daß ich einem Andern Abbruch tue (exploitation de l´homme par l´homme ); in diesem Falle ist ferner der Nutzen, den ich aus einem Verhältnisse ziehe, diesem Verhältnisse überhaupt fremd, wie wir oben beim Vermögen sahen, daß von jedem Vermögen ein ihm fremdes Produkt verlangt wird, eine Beziehung, die durch die gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmt ist - und diese ist eben die Nützlichkeitsbeziehung. Dies Alles ist wirklich bei dem Bourgeois der Fall. Ihm gilt nur ein Verhältnis um seiner selbst willen, das Exploitationsverhältnis; alle andern Verhältnisse gelten ihm nur so weit, als er sie unter dies eine Verhältnis subsumieren kann, und selbst wo ihm Verhältnisse vorkommen, die sich dem Exploitationsverhältnis nicht direkt unterordnen lassen, subordiniert er sie ihm wenigstens in der Illusion. Der materielle Ausdruck dieses Nutzens ist das Geld, der Repräsentant der Werte aller Dinge, Menschen und gesellschaftlichen Verhältnisse.&amp;quot; [[(MEW 3, S. 394).]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poststrukturalismus geht auf eine Lebenshaltung von [[Friedrich Nietzsche]] und von [[Martin Heidegger]] zurück und bricht mit dem [[dogmatischen]] Kunst- und Wissenschaftsverständnis der Moderne. Er entzieht sich der [[wissenschaftlichen]] Begrifflichkeit wesentlicher Zusammenhänge, den &amp;quot;Großtheorien&amp;quot; einer weltweiten philosophisch begründeten Systematik im Sinne der Kritik einer allgemeinen Ontologie eines deterministischen Denkens und begründet sich aus einer eher [[phänomenologischen]] Erkenntnismethode und [[Theorie]], die vor allem die Missverständnisse kritischer Wissenschaftstheorie (siehe hierzu z.B. den[[dialektischen Materialismus]]) ablegen wollen - ohne sie aufzuheben oder sich damit wirklich auseinanderzusetzen. Tatsächlich war ja auch im bisherigen Marxismus das Verhältnis von [[Kultur]] und [[Ökonomie]], von [[Sinn]] und [[Nutzen]] der gesellschaftlichen Produkte nicht hinreichend deutlich durchdacht, sodass auch deren Getrenntheit undenkbar geblieben war. Das war wohl einer der Gründe, warum die [[Kritik der politischen Ökonomie]] rückbezüglich über eine Kritik der [[Aufklärung]] (siehe auch [[Adorno]] und Horckheimer: &amp;quot;Dialektik der Aufklärung&amp;quot;) philosophisch neu überdacht werden sollte. Dabei stand die Kritik einer instrumentellen [[Vernunft]] im Vordergrund, die auch in vielen strukturalistisch rezipierten [[Begriffen]] der marxististischer Theorien in der [[Arbeiterbewegung]] und einer [[strukturalistischen]] Lesart des Kapitals verankert war ([[Siehe hierzu auch &amp;quot;Über zwei Lesarten des Kapitals von Karl Marx&amp;quot;]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Poststrukturalismus ist [[Strukturalismus]] Ausgangs- als auch Angriffspunkt. Die im [[Strukturalismus]] formulierte Idee, dass [[Sinn]] als bloßer Effekt der Struktur zu verstehen sei, wird allerdings auch im Poststrukturalismus weitergeführt. Die von dem Linguisten Ferdinand de Saussure entwickelte Lehre der Semiologie gilt als eine wesentliche Grundlage des Strukturalismus. Semiologie als Zeichentheorie untersucht die Herstellung von Bedeutungen wie auch deren Vermittlung über Zeichen. Eine Bedeutung kann nach Saussure nur über Zeichen und zugleich nur in einem System von Zeichen vermittelt werden. Dabei besteht jedes Zeichen aus einer untrennbaren Verbindung von zwei Elementen, die bei jeder Äußerung zitiert werden: einem Signifikanten (durch das Laut- und Schriftbild bezeichnet) und dem Signifikaten (Vorstellung/Idee, die über das Bezeichnende repräsentiert wird). Das Verhältnis zwischen Signifikat und Signifikant ist beliebig, d.h. es gibt in der poststruktaristischen Gedankenwelt keine natürliche oder außersprachliche Begründung ihrer [[Beziehung]]. Die Bedeutung eines Zeichens ergibt sich aus der Einbindung der [[Wahrnehmung]] in ein komplexes und relational organisiertes &amp;quot;Zeichengewebe&amp;quot; der [[Sprache]], in dem das Zeichen seine Bedeutung über die Differenz erhält, die es zu anderen Zeichen aufweist. Das heißt, kein Zeichen hat eine Identität an sich, kein [[Eigenschaft]], sondern erhält diese immer erst über ein [[pragmatisches]] [[Verhältnis]] zu anderen Zeichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da [[Wissenschaft]] sich in Einzelheiten bewegt und ihren [[allgemeinen]] Zusammenhang als bloße Behauptung aus [[verallgemeinerten]] [[Wahrnehmungen]] in ihrer konkreten Lebenswelt bezieht, benötigt sie keine Beweisführung und wird auf diese Weise einfach und populär: Da die Welt nicht wie etwas physisch [[Ganzes]] vollends erfasst und erklärt werden könne, sei &amp;quot;das Gebälk der Begriffe&amp;quot; ([[Nietzsche]]) überkommen und &amp;quot;die Frage nach dem Sinn des Seins&amp;quot; ([[Heidegger]]) nur durch Annäherung an ihre &amp;quot;Existenzialien&amp;quot; durch ein [[Bewusstsein]] zu erkunden, das sich von ihrem [[Dasein]] nicht unterscheiden lässt, letztlich also nur [[Sprache]] ist. Von daher bezweifeln poststrukturalistische Ansätze die Annahme eines gewissen, [[gegenwärtigen]] und [[natürlichen]] [[Sinns]] (siehe hierzu [[sinnliche Gewissheit]]) in der Entstehung von [[Strukturen]]. Strukturen werden nicht als geschlossene (und oft auch verschlossene) [[Formen]] angesehen worin sie dann auch kritisierbar und durch bewusste Inhalte veränderbar wären, sondern als schlechthin immer auch auflösbar, eigentlich unbegründet und im Bezug auf ihre Entstehung und [[Geschichte]] [[beliebig]], also nach [[Belieben]] - und vor allem einfach &amp;quot;spontan&amp;quot; - aufzuheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wie ein in sich geschlöossener [[Gedanke]] daherkommt, steht allerdings für eine umfassende Relativierung des [[Denkens]] überhaupt und hat es auf eine Pluralisierung von Denkstilen und [[Formen]][[reduziert]], die ihre &amp;quot;[[Wahrheit]]&amp;quot; schon alleine durch ihre [[praktische]] [[Wirkung]], durch deren Funktionieren belegen können sollen. Von daher war der Poststrukturalismus zu einem Gedankenspiel der [[Postmodernen]] geraten, der sich mit den politischen [[Gewohnheiten]] des Pluralismus als ein gesellschaftliches Entwicklungsmodell herausputzte und dessen [[Konstruktivismus]] zugleich mit [[positivistischer]] Kritik überzog und zu einem verallgemeinerten Relativismus auflöste (siehe hierzu auch [[Sophismus]]), die sich damit immerhin in einer guten Anschaulichkeit darzustellen versteht, die sich in jede Verhältnismäßigkeit eingliedert und mit der [[Wahrnehmung]] ihrer [[Gegegebenheiten]] wird auf ihre sprachliche Fom reduziert und hat sich in deier auch selbst durch ihren [[Pragmatismus]] schon mehr oder weniger kritisch in die Widersprüche der Gegebenheiten eingelassen und also auch eingewöhnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poststrukturalismus bestreitet die logische Beziehung von Antagonismen und deren materielle [[Negativität]] überhaupt, wie sie als vermeintliche Verhältnisse in der marxistischen [[Dialektik]] missverstanden wurden. Er ersetzt diese durch die Erzählform einer prozesshaften [[Genenealogie]], wodurch alle Verhältnisse nicht mehr als Erscheinungsform eines ihnen [[entfremdeten]], eines äußerlichen und [[entäußeren]] Wesens, sondern als Dispositionen, als positive Formulierungen einer unmittelbaren [[Gegenwärtigkeit]] unhinterfragbarer Beziehungen hergenommen werden. Die stellen ihre Geschichte nicht als Sinn aus ihrer Erzeugung dar, sondern als positive Fragmente, die als [[Positionen]] im mehr oder weniger [[beliebigen]] [[Dasein]] von [[Ereignissen]] gültig sein sollen. Sie existieren deshalb auch schon in der [[Sprache]] und den Diskursen, die zugleich [[Grund]] wie [[Folge]] ihres [[Daseins]] sein sollen. Von daher versammelt der Poststrukturalismus die Momente einer neoliberal behaupteten Voraussetzungslosigkeit der [[Lebensbedingungen.]] Von daher ist diese [[Ideologie]] auch in den [[Systemtheorien]] mit den Aufgabenstellungen der [[Globalisierung]] von [[fiktivem Kapital]]zu einer wissenschaftlichen Mode geworden, die keine wesentlichen Erkenntnisse nötig hat und sich letztlich im Funktionalismus ihrer spontanen Anwendbarkeit genügt. Wirklichkeit wird als [[Gegenstand]] ihres Wissens mit sich identisch und äußerlich wahrgenommen und somit selbst schon vor aller [[Erkenntnis]] entgegenständlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Und weil das Denken sich einbildet, unmittelbar das andre seiner selbst zu sein, sinnliche Wirklichkeit, also ihm seine Aktion auch für sinnliche wirkliche Aktion gilt, so glaubt dies denkende Aufheben, welches seinen Gegenstand in der Wirklichkeit stehnläßt, ihn wirklich überwunden zu haben und andrerseits, weil er ihm nun als Gedankenmoment geworden ist, darum gilt er ihm auch in seinen Wirklichkeit als Selbstbestätigung seiner selbst, des Selbstbewußtseins, der Abstraktion.[[&amp;quot; (MEW 40, Seite 581f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Postmoderne war erstmals 1979 die Rede durch den französischen Philosophen Jean-François Lyotard (1924-1998) als &amp;quot;La condition post-moderne&amp;quot;. Er bezeichnet keine zeitlich eingrenzbare Epoche, sondern ist ein Sammelbegriff für eine Kritik der rationalen Moderne, welche die [[Vernunft]] im Sinne der [[Aufklärung]] (nach Immanuel Kant) zum Maßstab kultureller und wissenschaftlicher Urteile gemacht hatte. Es sollte damit das Vertrauen auf den allgemeinen Fortschritt, auf wissenschaftlich-technische, politische und ökonomische Großprojekte, auf universalistische Erklärungsmuster und Theorieentwürfe aufgelöst und die Ansprüche so genannter &amp;quot;Großtheorien&amp;quot; abwiesen werden. Die Rede war vom Ende der &amp;quot;großen Entwürfe&amp;quot; bzw. der &amp;quot;großen Erzählungen&amp;quot; in Philosophie, Kunst-, Sozial- und Geschichtswissenschaften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf keinem Gebiete die Substanz voraussetzen ... heißt: kein vom Denken unterschiedenes Sein, keine von der geistigen Spontaneität unterschiedene Naturenergie, keine vom Verstand unterschiedene menschliche Wesenskraft, kein von der Tätigkeit unterschiedenes Leiden.&amp;quot; [[(Karl Marx, MEW Bd. 2, S. 150)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das poststrukturelle Denken wurde allerdings durch seinen Pragmatismus schnell sehr [[beliebig]] und zerging im Relativismus seiner moralischen und ethischen Geltungsansprüche, die sich einem Realismus der Einzelheiten ausliefert, der sich den Problemen der Vereinzelung der Menschen und ihrer gesellschaftlichen Geschichte unkritisch entzog. Doch die Postmoderne endete selbst in einer &amp;quot;Großtheorie&amp;quot; indem sie zu einem Erklärungsmuster [[neoliberaler]] [[Ideologie]] wurde, mit der sich der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama (in &amp;quot;The End of History and the Last Man&amp;quot;, 1992) zu der Aussage hinreißen ließ, es sei mit der globalen Entwicklung des Kapitals als Weltgeld der Finanzmärkte endlich durch dessen angebliche Widerspruchsfreiheit als [[fiktives Kapital]] - frei nach Hegel - ein &amp;quot;Ende der Geschichte&amp;quot; erreicht. Er wollte damit den angehenden [[Feudalkapitalismus]] als eine Epoche der Ewigkeit ankündigen. Von daher lässt sich im poststrukturellen Denken auch kaum eine politische Konsequenz ableiten, sodass dessen sich kritisch gebendes [[Erkenntnisinteresse]] letztlich als Ideologie einer positivistischen Antidialektik verbleibt, die den wissenschaftlichen Beschreibungen und &amp;quot;Erzählungen&amp;quot; eine [[Genealogie]] hinzufügt, die in der Entstehungsgeschichte der so genannten Realitäten mehr oder weniger vergeblich ihren positiven Inhalt als die ursprüngliche [[Wahrheit]]ihrer Aussagen zu belegen versucht, ohne hierfür einen bestimmten [[Gegenstand]] zu reflektieren und zu analysieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Postmoderne wird der Zeitgeist des [[Postfordismus]] einer &amp;quot;nachindustriellen Zeitepoche&amp;quot; zusammengefasst, in welche besonders die Entwicklung der [[Globalisierung]] des Kapitals fällt. Mit der Ausweitung der Finanzmärkte über die Nationalstaaten hinweg wurde die Realwirtschaft zunehmend dem Finanzkapital unterworfen und die große Industrie in den Hintergrund der Kapitalmacht gedrängt. Vor allem wurde auf den Weltmärkten der Finanzen eine &amp;quot;neue Kraft des Kapitals&amp;quot; entdeckt und ideologisch (z.B. im [[Neoliberalismus]]) und kulturell dadurch wirksam gemacht, dass sie als Ende der Geschichte und daher als alternativlos behauptet wurde. Das Kapital erfuhr durch die Konzentration auf den Warenabsatz, also auf [[Konsum]], eine ungeheuerliche Subjektivierung der [[Wert]]produktion in den [[Bedürfnissen]] der Menschen selbst (siehe [[Tittytainment]]), die auch ideologisch zur Abkehr von allen Objektivierungsversuchen führte (siehe [[Konstruktivismus]] und [[Dekonstruktivismus]]). Im Einklang mit der Kapitalentwicklung sprach man daher auch vom Ende jeder großen Systematik in den Wissenschaften. Eine diesbezügliche Wahrheitsfindung gebe es demzufolge auch nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zeitgeist wendet sich postmodernes Denken gegen den Autoritatismus von objektivem Systemen, gegen Prinzipien der [[Vernunft]], der Ideale oder der Geschichtsdetermination. Aus einem quasi [[antiautoritären]] Bestreben lehnt sie jede [[Totalität]] wegen ihrem Anreiz zur [[Totalisierung]] ab und kehrt das Kreative als [[Subjekt]] der menschlichen Selbstentfaltung und [[Selbstverwirklichung]] hervor. Um [[Geschichte]] oder Innovation geht es hier nicht mehr - und auch nicht mehr um [[Wahrheit]]. Die Postmoderne bewegt sich zwischen [[Konstruktivismus]] und [[Dekonstruktivismus]] in einer objektiv &amp;quot;stehenden Geschichtsphase&amp;quot;, die keine Phase einer [[historischen Dialektik]] mehr, sondern abgeschlossene [[Geschichte]] sein soll. Es gilt jegliche Identität als instabil und durch viele, teils disparate, kulturelle Faktoren geprägt. Die Welt wird nicht auf ein Fortschrittsziel hin betrachtet, sondern vielmehr als pluralistisch, zufällig, chaotisch und in ihren hinfälligen Momenten angesehen, die lediglich durch ihre Funktionalität einen objektiven Zusammenhang als allgemein gesellschaftliche Struktur, als rein formelle Systematik verwirklichen. Ihre substanzielle Bedingung wird mit ihrer bloß sachlichen Natur identifiziert und somit die Gestaltungsmacht des Menschen (siehe Naturmacht) von ihrer durch ihre [[Geschichte]] entwickelte Kultur abgetrennt. Jeglicher Humanismus wird dem wissenschaftlichen Denken - wie schon mit dem [[Erkenntnisinteresse]] der [[Phänomenologie]] (siehe auch [[Fundamentalontologie]]) - entzogen und den [[Wissenschaften]] die Funktionalität einer gesellschaftlichen [[Systematik]] - und das kann von daher auch nur die [[Systematik]] des [[Kapitals]] sein - als [[Gegenstand]] ihrer Funktionalität, als ihre Funktion in der Ausführung ihrer [[Systemtheorie]] überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prägend für den Begriff war Jean-François Lyotards Bericht &amp;quot;Das postmoderne Wissen&amp;quot;, in welchem er die philosophischen Systeme der Moderne für gescheitert erklärt. Sie hätten aus Fortschrittsglauben Entwicklungsziele ausgemacht und damit eine Ausgrenzung des Heterogenen betrieben, es aus den gegenwärtigen Potenzialen der sozialen Wirklichkeit ausgegrenzt. Von daher war Philosophie als Systematik des Denkens angegriffen und zu einer Metaerzählung herunter gebrochen, einem Deutungsversuch des Gegebenen. Dienten in der Moderne die Metaerzählungen noch dazu, gesellschaftliche Institutionen, politische Praktiken, Ethik und Denkweisen zu legitimieren, so ging in der Postmoderne dieser Konsens verloren und löst sich auf in eine Vielzahl von nicht miteinander zu vereinbarenden Wahrheits- und Gerechtigkeitsbegriffen. Umberto Eco sah durch den Begriff der [[Postmoderne]] lediglich das Bedürfnis nach einem allgemeinen künstlerischen Streben formuliert, wie es z.B. auch von Beys verstanden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anspruch der Postmoderne auf die Befreiung von belastender [[Systematik]] und Totalität wurde im Streit um Francis Fukuyamas These vom Ende der [[Geschichte]] fragwürdig, erwies sich darin doch eine ungeheure Anpassung an die [[Globalisierung]] des Kapitalismus, der gerade durch die Totalisierung des Geldsystems auch wirklich in der Lage war, jede menschliche Entwicklung zu kassieren und für sich in Geldwert aufzulösen. Der Antitotalitarismus zeigte in der Verwirklichung des [[Neoliberalismus]] seinen versteckten [[Totalitarismus]], indem er lediglich eine [[Systematik]] im [[Denken]] bestritt, weil sie sich in der [[Wirklichkeit]] wie von selbst ereignete. [[Postmodernes]] denken erwies sich als eine bloße Totalisierung des [[Pragmatismus]], der sich mit Leichtigkeit in den [[Positivismus]] poststrukturalistischer Denkanstöße eingliedern ließ.&lt;/div&gt;</summary>
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