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	<title>Reaktionäres Bewusstsein - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen. Die Tradition der toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf den Gehirnen der Lebenden. Und wenn sie eben damit beschäftigt scheinen, sich und die Dinge umzuwälzen, noch nicht Dagewesenes zu schaffen, gerade in solchen Epochen revolutionärer Krise beschwören sie ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf, entlehnen ihnen Namen, Schlachtparole, Kostüm, um in dieser altehrwürdigen Verkleidung und mit dieser erborgten Sprache die neuen Weltgeschichtsszene aufzuführen.&amp;quot; [[(Karl Marx, MEW 8, S. 115 ff)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die soziale Revolution (...) kann ihre Poesie nicht aus der Vergangenheit schöpfen, sondern nur aus der Zukunft. Sie kann nicht mit sich selbst beginnen, bevor sie allen Aberglauben an die Vergangenheit abgestreift hat. Die früheren Revolutionen bedurften der weltgeschichtlichen Rückerinnerung um sich über ihren eigenen Inhalt zu betäuben. Die Revolution (...) muss die Toten begraben lassen, um bei ihrem eigenen Inhalt anzukommen.&amp;quot; [[(Karl Marx, MEW 8, S. 115 ff)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne die [[wirklichen]] [[Bewegungen]] und Erzeugnisse des [[Lebens]] wäre Geschichte ein bloß zirkuläres sich Verändern, ewige Wiederkunft vergangener [[Erkenntnisse]] und [[Tätisgkeiten]] (siehe auch [[Arbeit]]), [[Reproduktion]] alter [[Verhältnisse]] in neuen [[Moden]]: [[schlechte Unendlichkeit]]. Ein [[reaktionäres Bewusstein]] ist vor allem ein [[zirkuläres]] [[Bewusstsein]], das seine [[Urteile]] aus den [[Gewohnheiten]] vergangener [[Verhältnisse]] bezieht um sich den [[gegenwärtigen]] Auseinandersetzungen zu entziehen, sich zu überstellen, und sich als [[politischen Willen]] der [[Reaktion]] anzudienen. Da geht es dann um die [[Entwirklichung]] der Konflikte, um die [[Gewalt]] ihrer [[Befriedung]], um politische Autorität (siehe hierzu auch [[autoritärer Charakter]]) durch [[prominente]] [[Meinungsbildungen]] und einem dem entsprechenden [[Populismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zirkulär ist die Rückkunft eines Resultats in seinen Ursprung, ohne dass sich hierdurch inhaltliche Veränderung, [[Geschichte]] [[verwirklichen]] könnte (siehe auch [[Tautologie]]). An ihrer Stelle verwirklicht sich eine Umkehrung von [[Grund]] und [[Folge]] (siehe [[Verkehrung]]) seiner [[Gedanken]] und betreibt hierdurch eine Verdopplung der Ursprünge in der [[Reaktion]] auf [[Nichts]], durch nichtiges Reagieren - und von daher als Aktion einer [[Nichtung]]. Ein auf diese Weise in seinen Ursprung versenktes, ein zirkuläres Bewusstsein erzeugt eine Lähmung des [[Denkens]] und seiner [[Gewissheiten]], will [[geschichtliche]] Veränderungen aufhalten, um seine Reaktion durch [[Nichtigkeiten]] seiner [[Allgemeinheiten]] und [[Verallgemeinerungen]] zu verewigen (siehe auch [[schlechte Unendlichkeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[reaktionäres Bewusstein]] entwickelt das [[Erkenntnisinteresse]] von [[Spiessern]] aus der [[Personifaktion]] der Macht und daher über die [[personifizierte]] Macht von [[Positionen]] (siehe [[Positivismus]]) und ihrer zugehörigen Tätigkeiten und Existenzformen. Daraus erfolgt in der Regel eine [[Macht]] der [[Reaktion]] und also eine Spirale der Aufrüstung durch die Interessen der darin mächtigen Formationen, die deshalb - um nicht [[ohnmächtig]] zu werden - letztlich zur letztmöglichen [[Gewalt]] übergehen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reaktionär ist die [[Täuschung]] durch eine [[Form]] oder [[Formalion]], die eine [[Vertauschung]] von einzelnen [[Inhalten]] und Zuordnungen durch einen ihnen [[äußerlichen]] und also [[fremden]] [[Zwecks]] bewirkt. Das [[Prinzip]] des [[Kapitalismus]] ist die [[Zerteilung]], die [[Trennung]] menschlicher [[Beziehungen]] durch die [[Vereinzelung]] ihrer Zusammenhänge, der Zusammenhänge der [[gesellschaftlichen]] [[Substanz]] ihrer [[privaten]] [[Existenz]] (siehe [[zwischenmenschliche Verhältnisse]]). Reaktionär ist die [[verallgemeinerte]] [[Vereinzelung]] ihres [[gesellschaftlichen]] [[Seins]] durch das [[Dasein]] ihrer [[Wirklichkeit]] zwischen der [[Anwesenheit]] und [[Abwesenheit]] ihrer [[wirklichen]] [[Beziehungen]]. Hieraus [[entwickelt]] sich die [[Täuschung]] ihrer [[Form]] oder [[Formation]] mit der [[Vertauschung]] von [[Inhalten]] und Zuordnungen in der [[Absicht]] eines ihnen [[äußerlichen]] und [[fremden]] [[Zwecks]] – in [[Wahrheit]] ein [[verkehrtes]] [[Bewusstsein]] – erzeugt, das zwangsläufig auf sich selbst zurückfällt und also [[reaktionär]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo [[gesellschaftliche]] [[Wirklichkeit]] mit der [[Wirklichkeit]] von [[Sachen]] [[austauschbar]] ist, scheint die Reaktion auf diese [[Verhältnisse]] selbst eine Aktion der Menschen zu sein, eine [[unmittelbar]] so [[persönliche]] wie [[gesellschaftliche]] [[Tätigkeit]]. Die sachlichen [[Verhältnisse]] der [[Personen]] [[erscheinen]] &amp;quot;nicht als unmittelbar gesellschaftliche Verhältnisse der [[Personen]] in ihren [[Arbeiten]] selbst, sondern vielmehr als sachliche Verhältnisse der Personen und gesellschaftliche Verhältnisse der Sachen&amp;quot;. [[(MEW 23, S. 86)]]. Die Beziehung von Aktion und Reaktion scheint darin unendlich bestimmt zu sein, jede Aktion als Reaktion und jeder Reaktion als Aktion - Alles in Allem als eine [[verselbständigte]] [[Form]] des [[unmittelbaren]] [[Daseins]] der Menschen (siehe [[Warenfetischismus]]). Mensch und Sache erscheinen sich darin einig. Als [[Bürger]] dieser Welt [[gelten]] die sich selbst so [[übermenschlich]] wie sie unter sich auch menschlich sind und sich [[gesellschaftlich]] in ihren [[zwischenmenschlichen Verhältnissen]] begegnen. Marx hat dies als ihr [[verkehrtes]] Weltbewusstsein beschrieben, wie es in den [[Religionen]] seinen totalen Ausdruck findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät. Dieser Staat, diese Sozietät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewußtsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d´honneur |Ehrenpunkt|, ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt.&amp;quot; [[(MEW Bd. 1, S. 378)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reaktionär ist eine [[verselbständigte]] Reaktion, das chronifizierte Reagieren, das nicht über sich hinaus kommt: der verinnerlichte [[Konsumismus]] (siehe z.B. [[Tittytainment]]), der ewige [[Kulturkonsument]], der in den [[Gewohnheiten]] seiner [[Lebenswelt]] sich unendlich wiederfindet und daher in seiner endlosen [[Selbstbezogenheit]] auch nur auf sich zurückkommen kann (siehe hierzu auch [[Spießbürger]]). Reaktionäre Dialektik ist die [[Dialektik]] einer endlosen [[Selbstzbezogenheit]], die sich selbst zum [[Material]] für sich macht, weil sie außer sich [[nicht]] sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer sozialen Emanzipation steht immer wieder ein ängstliches, ein [[reaktionäres Bewusstsein]] entgegen. Ein ängstliches [[Bewusstsein]] will vor allem von dem [[wissen]], was seine [[Angst]] (siehe [[Lebensangst]]) auflösen könnte, was es also schon [[kennt]] und nicht erst [[erkennen]] muss (siehe hierzu [[Charakterpanzerung]]). Reaktionär ist von daher eine Reaktion, die keine [[Gewissheit]] für sich hat und sich darin versichert, dass alles so bleiben müsse, wie es ist. Es ist die [[Selbstbeziehung]] einer subjektivierten Objektivität, die über ihre [[Selbstwahrnehmung]] nur auf sich selbst zurückfallen kann und sich zugleich gegen sich abstoßen muss, die also die [[tote Wahrnehmung]] einer reinen [[selbstbezügliche]] Selbstvermittlung ist. Von daher kann dies allerdings kein [[Wissen]] sein, weil es ja keiner [[Gewissheit]] entstammt, nicht schon [[wirklich]] [[wahr]] ist, Es ist lediglich eine Spekulation auf eine [[Macht]] gegen Beängstigendes, das auszuschalten wäre, [[nichtig]] werde, nicht [[wahr]] sein soll. Es handelt sich hierbei also um eine [[opportunistische]] Spekulation einer [[toten Wahrnehmung]] auf das [[Wahrmachen]] einer &amp;quot;mächtigen Wahrheit&amp;quot;, die sich als [[Bewusstsein]] gibt, um durch ihre Spekulation einem [[wahren]] [[politischen Willen]] dienstbar zu sein, der eine [[Macht]] gegen etwas unwirklich Mächtiges, [[Unheimliches]], [[Widersinniges]] auszuschließen bestrebt. Doch jede Spekulation wird dadurch reaktionär, dass sie ihren [[wirklichen]] [[Grund]] leugnet und sich in der [[Beliebigkeit]] ihrer [[Abstraktionen]] durchzusetzten sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Spekulation, welche aus den verschiednen wirklichen Früchten eine &amp;quot;Frucht&amp;quot; der Abstraktion - die &amp;quot;Frucht&amp;quot; gemacht hat, muß daher, um zu dem Schein eines wirklichen Inhaltes zu gelangen, auf irgendeine Weise versuchen, von der &amp;quot;Frucht&amp;quot;, von der Substanz wieder zu den wirklichen verschiedenartigen profanen Früchten, zu der Birne, dem Apfel, der Mandel etc. zurückzukommen. So leicht es nun ist, aus wirklichen Früchten die abstrakte Vorstellung &amp;quot;die Frucht&amp;quot; zu erzeugen, so schwer ist es, aus der abstrakten Vorstellung &amp;quot;die Frucht&amp;quot; wirkliche Früchte zu erzeugen. Es ist sogar unmöglich, von einer Abstraktion zu dem Gegenteil der Abstraktion zu kommen, wenn ich die Abstraktion nicht aufgebe.&amp;quot; [[(MEW 2, Seite 59)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es will ein [[Bewusstsein]] der [[Wirklichkeit]] durch die [[Verdrängung]] seiner [[Angst]] mit dem [[ästhetischen Willen]] einer [[selbstbezüglichen]] [[Wahrnehmungsidentität]] (siehe [[Selbstwahrnehmung]]) ersetzen, um der [[Enttäuschung]] einer [[Selbsterkenntnis]] des Menschen als [[gesellschaftliches]] [[Wesen]] zu entgehen. Es will vor allem das [[wissen]] um seine [[Angst]] (siehe [[Lebensangst]]) verhindern. Von daher kann dies allerdings kein [[Wissen]] sein, weil es ja keiner [[Gewissheit]] entstammt, nicht schon [[wirklich]] [[wahr]] ist, Es ist lediglich eine Spekulation auf eine [[Macht]] gegen Beängstigendes, das auszuschalten wäre, damit [[nichtig]] werde, nicht [[wahr]] können soll. Es handelt sich hierbei also um eine [[opportunistische]] Spekulation auf das [[Wahrmachen]] einer &amp;quot;mächtigen Wahrheit&amp;quot;, die sich als [[Bewusstsein]] gibt, um einem [[politischen Willen]] dienstbar zu sein, der eine [[Macht]] gegen etwas unwirklich Mächtiges, [[Unheimliches]], [[Widersinniges]] von der [[Sinnbildung]] des [[Bewusstseins]] [[auszuschließen]] bestrebt. Als ein hierdurch objektiviertes [[Bewusstsein]] geht es hierbei um [[persönliche]] Machtbestrebungen gegen [[fremde Kräfte]], die als Störung einer [[narzisstischen]] [[Wahrnehmung]] [[empfunden]] werden. Diese fühlt sich von daher in ihrer [[Wahrnehmungsidentität]] angegriffen, die sich einem unglücklichen Bewusstsein in einer [[Scheinwelt]] zu entziehen sucht, die [[Erlebnisse]] eines [[fremden]] [[Glücks]] ermöglichen (siehe auch [[Ereignisproduktion]]) und dieses bestärken, solange sie sich nicht zum [[Bewusstsein]] ihres Unglücks [[emanzipieren]]. Ihre [[Selbstgerechtigkeit]] verspricht das [[Heil]] einer [[abstrakten]] Vollkommenheit, solange es sich einer [[gegenständlicher]] [[Erkenntnis]] zu entziehen vermag. Von daher geht es einem solchen &amp;quot;Bewusstsein&amp;quot; um eine [[Moralität]], die sich gegen ein [[abstrakt Allgemeines]] [[Nichts]], gegen ein [[unheimliches]] Unglück richtet. In dieser [[Form]] soll es darüber [[hinwegtäuschen]], dass es [[Verhältnisse]] gibt, in denen abstrakte Mächte das [[Leben]] der Menschen bestimmemn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reaktionen]] Ihrer [[Selbstbehauptungen]] begründen sich vor allem aus der [[Wertschätzung]] einer eigenen [[heilen Welt]] des Großen und [[Ganzen]], der aus einem [[ästhetischen Willen]] heraus ein [[Vermögen]] zugesprochen wird, das sie nicht [[wirklich]] haben kann. Weil im Unvermögen jede Veränderung nur verschleißen kann, sollte die [[Bildung]] und Ausbildung (siehe auch [[Sinnbildung]]) der [[Fähigkeiten]] zu ihrer [[Verwirklichung]] vorausgesetzt sein. Wo weder stofflich, noch menschlich ein Vermögen vorhanden ist, herrscht die bloße [[Reaktion]] als [[reaktionäres Bewusstsein]]. Gerade weil es sich gegen das [[Vermögen]] als &amp;quot;guter Wille&amp;quot; für sich herauskehrt, muss dieser [[Wille]] sich gerade gegen das kehren, was er zu bezwecken vorgibt. So kann auch der [[Kategorische Imperativ]] von Immanuel Kant zur Grundlage der Reaktion werden, wie dieser in der Grundlegung seiner Metaphysik schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der gute Wille ist nicht durch das, was er bewirkt oder ausrichtet, nicht durch seine Tauglichkeit zur Erreichung irgend eines vorgesetzten Zweckes, sondern allein durch das Wollen, d. i. an sich, gut und, für sich selbst betrachtet, ohne Vergleich weit höher zu schätzen als alles, was durch ihn zu Gunsten irgend einer Neigung, ja wenn man will, der Summe aller Neigungen nur immer zu Stande gebracht werden könnte. Wenn gleich durch eine besondere Ungunst des Schicksals, oder durch kärgliche Ausstattung einer stiefmütterlichen Natur es diesem Willen gänzlich an Vermögen fehlte, seine Absicht durchzusetzen; wenn bei seiner größten Bestrebung dennoch nichts von ihm ausgerichtet würde, und nur der gute Wille (freilich nicht etwa als ein bloßer Wunsch, sondern als die Aufbietung aller Mittel, so weit sie in unserer Gewalt sind) übrig bliebe: so würde er wie ein Juwel doch für sich selbst glänzen, als etwas, das seinen vollen Werth in sich selbst hat. Die Nützlichkeit oder Fruchtlosigkeit kann diesem Werthe weder etwas zusetzen, noch abnehmen.&amp;quot; (Kant: AA IV, Grundlegung zur Metaphysik der ... , Seite 394)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Behauptung einer Tätigkeit des [[Bösen]] werden die eigenen [[Lebensverhältnisse]] nicht [[wirklich]] verändert, sondern nur verteidigt und affirmiert, und zugleich aufgewertet und in einer impliziten [[Selbstveredelung]] zur Grundlage eines verdeckten oder offenen [[Rassismus]] veräußert. Diesem [[Bewusstsein]] liegt an der Wiederherstellung ursprünglicher Verhältnisse (siehe [[Ursprungssehnsucht]]), die an und für sich heil gelten, bevor sie dem [[Bösen]] anheim fielen, die aber zugleich geadelt werden muss, um durch ihre [[Selbstlosigkeit]] über die gegebenen [[Verhältnisse]] erhoben zu werden, um also deren [[Wirklichkeit]] in ihrem substanziellen Desaster (siehe auch [[Dekadenz]]) zu verewigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reaktionäres [[Bewusstein]] versteht sich als Reaktion auf Bedrohlichketen, die es nicht [[begreifen]] kann, weil von ihnen ergriffen ist, weil sie ihm [[fremd]] sind und fremd bleiben sollen, weil sie so eben mal das [[Heil]] einer [[heilen Welt]] bieten (siehe auch [[Heilsversprechen]]). Es will ein bloßes Opfer des [[Bösen]] sein und bleiben, [[selbstloses]] [[Objekt]] [[böser]] Mächte, der [[Begierden]] fremder [[Subjekte]] einer [[unheimlichen]] [[. Es scheint aus einemNichtsheraus zu entstehen, weil es sich längst schon im Unheimlichen verbirgt, dessen Heimlichkeit für sich nutzt, weil es unerkennbar bleiben will, um sie außer sich zu belassen, um als ihrObjekt, als Opfer zu gelten, das sich seinersubjektivenTeilhabe zu entledigen sucht. Das reaktionäre Bewusstsein ist das Unwissen einer mächtigenSelbstentfremdung, die fremde Macht neidet, um darin sich selbst &amp;quot;treu zu bleiben&amp;quot; und sich durch seineSelbstlosigkeitzu behaupten (sieheSelbstbehauptung), Es verfestigt sich durch dieVerallgemeinerung, durch die Bewusstloskeit seinerSelbstbezogenheitfür allgemeinen notwendig hält, um darin sich selbst &amp;quot;treu zu bleiben&amp;quot;, seine &amp;quot;Authetizität&amp;quot; durchfremde Kraftzu gewinnen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein [[zirkuläres]] Bewusstsein. Zirkulär ist die Rückkunft eines Resultats in seinen Ursprung, ohne dass sich hierdurch inhaltliche Veränderung, [[Geschichte]] [[verwirklichen]] könnte. An ihrer Stelle verwirklicht sich eine Umkehrung von [[Grund]] und [[Folge]] (siehe [[Verkehrung]]), damit auch ein Verdopplung der Ursprünge (siehe auch [[Reaktion]]). Ein zirkuläres Bewusstsein erzeugt eine Lähmung des [[Wissens]] und seiner [[Gewissheiten]], will [[geschichtliche]] Veränderungen aufhalten, um seine Reaktion durch [[Nichtigkeiten]] seiner [[Allgemeinheiten]] und [[Verallgemeinerungen]] zu verewigen (siehe auch [[schlechte Unendlichkeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Reaktion bezieht sich auf vergangene Aktionen und folgt ihren [[Formbestimmungen]], die damit außer Frage stehen. Anstelle ihrer Analyse und hieraus erfolgender Argumentation, aus der sich ein [[emanzipatorischer]] [[Begriff]] zum Eingriff in die Auseinandersetzungen über die [[Geschichte]] seiner Zeit gegen die [[Bestimmtheit ihrer Form]], gegen ihre [[fremde Kraft]], also gegen die [[Abstraktionskraft]] seiner [[Selbstentfremdung]] positiv begründen könnte, stellt der Reaktionär dem, was ihm in seiner [[Gegenwart]] und Klassenlage ihm nicht gut tut oder ihm nicht gut erscheint, ein positives [[Wesen]] vergangener Welten und Geschichten entgegen, durch welche das Vergangene als bloßer Fehler (siehe hierzu auch [[Falschheit]]) durch eine zukünftige [[Wahrheit]] aus den Fiktionen der Gegenwart (siehe hierzu auch [[Ideologie]]) überwunden erscheinen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein [[Mythos]] ist das Ursprüngliche, das &amp;quot;[[Eigentliche]]&amp;quot; ,das Vergessene (siehe hierzu auch [[Martin Heidegger]]), das er einfordert, um sich selbst im Wesentlichen als ein historisches Subjekt gegen die Zeiterscheinungen seines [[Daseins]] zu behaupten (siehe hierzu auch [[Dialektischer Materialismus]]), die somit einen nachgeordneten Stellenwert als bloß &amp;quot;Seiendes&amp;quot; gegen ihr [[Sein]] erfahren (siehe hierzu [[Determinismus]]). Unfähig, seine [[Gegenwart]] wesenlich zu begreifen - oder begreifen zu wollen - sieht er sich den [[Ursprüngen]]ihrer [[Geschichte]] positiv verpflichtet [[fühlt]] (siehe hierzu auch [[Lebenspflicht]]), wodurch er mehr oder weniger bewusst seiner [[Ursprungssehnsucht]] unterworfen bleibt, die er mit den Girlanden einer [[heilen Welt]] ausstattet (siehe hierzu auch [[Ereignisproduktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Reaktionär]] ist daher eine Haltung, die sich auf eine ursprüngliche [[Ganzheit]]bezieht, die sie den gegenwärtigen Verhältnisse enzgegenstellt, ein Bstreben, das zeitlich und [[logisch]] überholte Verhältnisse als Maßstab der [[Bewertung]] gegenwärtiger [[Verhältnisse]] hernimmt. Im Unterschied zum Konservativmus, der das Bewährte gegen einen versselbständigten Fortschrittsglauben zu bewahren sucht, verharrt ein [[reaktionäres Bewusstsein]] in einer Maske der Vergangenheit, einer Persönlichkeit der &amp;quot;Tradition der toten Geschlechter&amp;quot;, die &amp;quot;wie ein Alp auf den Gehirnen der Lebenden&amp;quot; lastet. Reaktionäre &amp;quot;beschwören ängstlich die Geister der Vergangenheit zu ihrem Dienste herauf&amp;quot;, um mit einer &amp;quot;erborgten Sprache die neue Weltgeschichtsszene aufzuführen.&amp;quot; [[(Karl Marx, MEW 8, S. 115 ff)]], um die [[Ursprünge]] ihrer [[Geschichte]] in einem fiktiven [[Gemeinwesen]] zu entdecken, das gegen die [[Wirklichkeit]] ihrer eigenen [[Egozentrik]] für eine höhere, weil [[allgemeinere]] Form der [[Selbstbezogenheit]] gehalten wird, das sie im [[Unheil]] ihrer Gegenwart rettet, als ein verinnerlichtes [[Gemeinwesen]] vor allem ihren [[Narzissmus]] bestärkt, der in solcher [[Allgemeinheit]] zu ihrer [[persönliche]] [[Autorität]] werden soll (siehe [[autoritärer Charakter]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie solche [[Selbstbeziehung]] den [[Gegebenheiten]] einer [[heilen Welt]] entnommen und [[ästhetisch]] [[verselbständigt]] werden kann ist in diesem &amp;quot;hohen Sinn&amp;quot; dann lediglich eine Frage ihrer Verkleidung. Aber sie Verbirgt und enthält zugleich die [[Angst]] des [[egozentrischen]] Bewusstseins vor Menschen, die selbständig [[denken]] können. Weil die Gedanken frei sind, werden sie in der mühsamen [[Selbstveredelung]] der [[autoritären Charaktere]]gefürchtet und können hiergegen nur im Verhältnis der [[Selbstbehauptungen]] wahrgenommen und bekämpft werden, denn sie bedrohen deren fiktive Gemeinde und stellen von daher ihre [[Selbstbeziehung]], ihre [[Gemeinschaft]] mit sich selbst infrage. Und weil damit die mühsam errichtete [[Ordnung]] eines &amp;quot;inneren Gemeinwesens&amp;quot; dieser [[Charaktere]] in ihrer Wirkungsweise bedroht ist, stellen Menschen, die hiervon frei sind und frei denken können, eine Identitätsbedrohung dar. Von daher ist reaktionäres Bewusstsein kein wirkliches [[Bewusstsein]], sondern eine Fixation an bekannte [[Gegebenheiten]] des [[Lebens]], die in ihrer [[heilen Welt]] so wundervoll geborgen waren (siehe auch [[Lebensbergung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reaktionär ist daher eine Haltung und Handlung, die rückwärtsgewandt ist, indem sie bloße Reaktion auf [[Gegebenheiten]] einbringt, die dafür sorgen soll, dass funktionelle Störungen, Diskrepanzen in der Erscheinungsweise ihrer Lebensverhältnisse sich zugunsten einer verbesserten Funktionalität in einer vertrauten Welt (siehe [[heile Welt]]) aufheben. Sie stellt sich zwar als [[Kritik]] vor, beharrt aber auf dem Sinn und Zweck dieser [[Verhältnisse]], wie sie vorgegeben sind. Indem sie deren Erscheinungen für sich nimmt, isoliert sie deren Gründe und gibt sich als Position, die daraus eine [[persönliche]] Haltung bezieht, die sich [[personalisierten]] Mängeln konfrontiert und sich somit einer inhaltlichen Auseinandersetzung über deren Zusammenhänge in [[Wirklichkeit]] entzieht. Sie ist im Kern daher immer [[ideologisch]], auch wenn sie [[ideologiekritisch]] auftritt. In dieser Haltung ist ein solches [[Bewusstsein]] notwendig konservativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konservierung ist die Fixierung von [[Vergangenheit]], um sie als [[Geschichte]] festzuhalten, also geschichtslos zu machen. Dies macht sie gefügig und verfügbar. Für die [[Psyche]] ist es das festhalten von [[Gefühlen]], um [[Selbstgefühl]] für sich zu bewahren und abzuschließen, damit auch ihrer Bewährung und Bewahrheitung zu entziehen. Hier ist es festgehaltene [[Erinnerung]], um sich der [[Gegenwart]] entgegenzustellen, um vergangene [[Wahrnehmung]] gegen das zu halten, was man [[wahrhat]]. Es ist eine Form von Zukunftsangst, die sich in der [[Gegenwart]] verhält, [[Lebensangst]], die nicht als das [[wahr]] sein darf, was sie ist, weil sie fürchtet, was daraus werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reaktionäres Bewusstsein ist ein [[Bewusstsein]], das sich als [[politische Reaktion]] auf eine Veränderung der [[Gegebenheiten]] versteht, und sich hiergegen zu ermächtigen sucht (siehe [[Autorität]]). Ein solches Bewusstsein folgt vor allem einem [[Kontrollbedürfnis]] und politisiert von da her gegebene Sachprobleme dadurch, dass es diese durch einen vermeintlichen [[bösen]] [[Willen]] begründet sieht, einer Bosheit oder Be[[gier]]de, die sich [[willkürlich]] einer an und für sich guten [[Sache]] bemächtigt. Es zielt also auf eine politische Personifikation, die ihren [[Grund]] in einer feindlichen [[Willkür]] hat. Eine Reaktion kann in diesem Verständnis dann auch nur über eine Personifikation der [[Macht]] hiergegen erfolgen, als [[Gewalt]] mächtiger [[Persönlichkeiten]] (siehe [[autoritärer Charakter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein reaktionäres Bewusstsein setzt auf die [[Güte]] seiner Lebensverhältnisse. Es entspringt den [[Gewohnheiten]] einer [[heilen Welt]], die sich angegriffen sieht von einen äußeren Feind, als Organ [[fremder]] Mächte tätig ist und Schutz vor ihm nötig macht. Der Reaktionär begreift sich als Opfer böser Machenschaften, einer Willkür, die ihm aus einem Chaos fremder Interessen entgegen scheint und als originäre Verursacher eines Übels, als Macht des [[Bösen]] begriffen wird, - oft nicht mal innerhalb der eigenen Lebensverhältnisse begründet erscheint (siehe [[Fremdenfeindlichkeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktion begründet sich vor allem aus der [[Wertschätzung]] der eigenen Welt, der aus einem [[ästhetischen Willen]] heraus ein [[Vermögen]] zugesprochen wird, das sie nicht hat. Weil im Unvermögen jede Veränderung nur verschleißen kann, sollte die [[Bildung]] und Ausbildung (siehe auch [[Sinnbildung]]) der [[Fähigkeiten]] zu ihrer Verwirklichung vorausgesetzt sein. Wo weder stofflich, noch menschlich ein Vermögen vorhanden ist, herrscht die bloße Reaktion als [[reaktionäres Bewusstsein]]. Gerade weil es sich gegen das [[Vermögen]] als &amp;quot;guter Wille&amp;quot; für sich herauskehrt, muss dieser [[Wille]] sich gerade gegen das kehren, was er zu bezwecken vorgibt. So kann auch der [[Kategorische Imperativ]] von Immanuel Kant zur Grundlage der Reaktion werden, wie dieser in der Grundlegung seiner Metaphysik schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der gute Wille ist nicht durch das, was er bewirkt oder ausrichtet, nicht durch seine Tauglichkeit zur Erreichung irgend eines vorgesetzten Zweckes, sondern allein durch das Wollen, d. i. an sich, gut und, für sich selbst betrachtet, ohne Vergleich weit höher zu schätzen als alles, was durch ihn zu Gunsten irgend einer Neigung, ja wenn man will, der Summe aller Neigungen nur immer zu Stande gebracht werden könnte. Wenn gleich durch eine besondere Ungunst des Schicksals, oder durch kärgliche Ausstattung einer stiefmütterlichen Natur es diesem Willen gänzlich an Vermögen fehlte, seine Absicht durchzusetzen; wenn bei seiner größten Bestrebung dennoch nichts von ihm ausgerichtet würde, und nur der gute Wille (freilich nicht etwa als ein bloßer Wunsch, sondern als die Aufbietung aller Mittel, so weit sie in unserer Gewalt sind) übrig bliebe: so würde er wie ein Juwel doch für sich selbst glänzen, als etwas, das seinen vollen Werth in sich selbst hat. Die Nützlichkeit oder Fruchtlosigkeit kann diesem Werthe weder etwas zusetzen, noch abnehmen.&amp;quot; (Kant: AA IV, Grundlegung zur Metaphysik der ... , Seite 394)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Behauptung einer Tätigkeit des Bösen werden die eigenen Lebensverhältnisse nicht wirklich verändert, sondern nur verteidigt und affirmiert, und zugleich aufgewertet und in einer impliziten [[Selbstveredelung]] zur Grundlage eines verdeckten oder offenen [[Rassismus]]. Diesem [[Bewusstsein]] liegt an der Wiederherstellung ursprünglicher Verhältnisse (siehe [[Ursprungssehnsucht]]), die an und für sich heil gelten, bevor sie dem Bösen anheim fielen, die aber zugleich geadelt werden müssen, um über die gegebenen Verhältnisse erhoben zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde beruht ein reaktionäres Bewusstsein auf einem [[Idealismus]], der sich unmittelbar als Persönlichkeit im Verhältnis zu Sachen und Personen verhält, also seine [[Ideale]] nicht ideell als [[Gedankenabstraktionen]] belässt, sondern diese als Realität behandelt und von daher sie in den [[Realabstraktionen]] wiederfindet und als solche behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die materielle Grundlage, auf die sich reaktionäres Bewusstsein bezieht, ist die [[Notwendigkeit]] der [[Gegebenheiten]], also das, was ihre [[Not]] ausmacht und was zwingend nötig, not-wendig [[erscheint]], auch wenn sich aus der Reaktion hieraus keine Befreiung von ihr ergibt. In solcher [[Notwendigkeit]] steckt daher eine doppelsinnige Forderung an das [[Subjekt]], welche jede [[Emanzipation]] ausschließt: Was nötig ist das fügt sich und wo Not herrscht, ist Fügsamkeit erforderlich. Das reaktionäre Bewusstsein bezieht sich also vorwiegend und doppelsinnig auf die Fügung und die Fügsamkeit. Als positive Begründung jenseits des Notwendigen wird dem Subjekt dadurch objektive [[Substanz]] überstellt, dass es eine [[ontologische]] Beschränkung zu leben habe, die in seiner individuellen, natürlichen oder universellen Geschichte stecken würde: Eine Seinsbestimmung seiner [[Natur]] (z.B. als [[Archetypus]]). Das somit objektiv gewordene Subjekt wird hierdurch der subjektiv wirkenden Objektivität, also dem wirklich objektiven Subjekt, dem [[Kapital]], angeglichen. Diese Verdopplung des Menschen wird in subjektiver Not mit objektiver Wendigkeit in eins gesetzt und alles, was ihm nötig, zugleich allgemein notwendig behauptet. Es ist der objektiv verallgemeinerte Mensch, der sich darin notwendig begründet, das menschliche Objekt als menschliche Objektivität. Jeder Mensch mit reaktionärem Bewusstsein betreibt diese Gleichsetzung in der Vermittlung einer mächtigen Beziehung auf sich selbst, als Selbstbehauptung. Führerpersönlichkeiten sind die logischen Konsequenzen aus diesem [[Bewusstsein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reaktionäres Bewusstsein ist also das sich selbst behauptende Bewusstsein als Bewusstsein der [[Selbstbehauptung]], das sich als Bestrebung einer [[Reaktion]]sbildung gegen die [[Verrücktheit]] einer Gegenwart festmacht, welche [[Untergangängste]] weckt. Es bestrebt gegen diese die Rückkehr zu ursprünglichen Verhältnissen zu setzen, und begründet sich oft auch mit [[Ursprungstheorien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gegenwart wird hierbei als subjektive Verfälschung begriffen, als Resultat von Oberflächlichkeit und Hedonismus gegenüber den Wesenheiten objektiver [[Geschichte]], gegen [[Objektivität]] schlechthin. Die Gefahren der Moderne sind darin allgegenwärtig und allgemeine Grundlage (vergl. z.B. den Vorhalt der [[Seinsvergessenheit]] bei Heidegger). Solches Bewusstsein steht auf der Seite der Faktizität, den [[Gegebenheiten]], denen sich Menschen zu beugen hätten, um dem Übel subjektiv bestimmter Geschichte, deren vermeintlichem [[Unheil]] zu entgehen. In seiner Praxis bewegt es sich gerne in [[esoterischen]] Kreisen (siehe z.B. [[Hellinger]]) - oder aber auch in purer [[Dummheit]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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