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	<title>Reiz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Reiz&amp;diff=997&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Reiz&amp;diff=997&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-07T21:42:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein Reiz ist ein [[Eindruck]], wie er einem [[ästhetischen Willen]] nötig ist, wie er [[erlebt]] wird und die [[Ästhetik]] einer [[Wahrnehmung]] [[bestimmt]]. Ein [[Erlebnis]] hat zwar [[Ursachen]]. Deren [[Wirkung]] aber besteht aus einer ungegenständlichen [[Wahrnehmung]], Es ist lediglich der [[Eindruck]] dieser [[Wirkung]], der bleibt - eine [[Wahrnehmung]] mit Folgen für sich selbst aber ohne [[Grund]] außer sich. Durch den Reiz wird eine [[Selbstempfindung]] so verdoppelt (siehe auch [[Quantität]]), wie dies durch hierfür zugerichtete [[Eigenschaften]] ihres [[Gegenstand]]s bewirkt ist. Er entfaltet diese Wirkung im [[Selbstgefühl]] der gewöhnlichen [[Wahrnehmung]], indem er ihre [[Regungen]] mit seiner [[Abstraktionskraft]] [[erregt]] und hierdurch [[Empfindung]]en erzeugt, die ihre [[Gefühl]]e bedrängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[ästhetische]] [[Wahrnehmung]], die ihre [[Empfindung]]en durch ihre [[Gefühl]]e bestimmt, wird über Reize vermittelt, in denen sich das [[Gefühl]] ihrer [[Empfindung]]en [[erinnern]] kann, also das [[Erinnerte]] als Empfindung schon in dem [[wahrhat]], was sie in ihren Gefühlen findet und befindet. Dies verschafft der Empfindung eine Dopplung, durch die sie erst bei sich ist, bevor sie außer sich sein kann. Weil diese [[Wahrnehmung]] ihren [[Gegenstand]] nicht als das [[erkennen]] kann, was sie von ihrer [[Tätigkeit]], der Tätigkeit der Menschen überhaupt [[wahrhat]], bleibt sie für sich ein bloßes [[Ereignis]], das von dem abhängig ist, was sie nicht mit ihrem [[Leben]] durchdringen kann, was sie in ihrem [[Erleben]] aber für sich fühlt und im [[Gefühl]] schon kennt und das daher auf sie einen [[Eindruck]] macht und sie reizt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Reiz verdoppelt eine [[Empfindung]] dadurch, dass er ihr [[Gefühl]] einnimmt, dass er also durch das [[Gefühl]], das er anspricht, zu einer [[Empfindung]] wird, die dem Empfinden zugefügt wird. Der [[Eindruck]], den Reize auf die [[Wahrnehmung]] - und damit auf deren [[Erleben]] - machen beruht daher auf einer Konzentration, also der Verdichtung (siehe [[Dichte]]) von [[Wirkung]], die [[ästhetisch]] [[isoliert]] wird wie ein Sonnenstrahl durch eine optische Linse. Was der [[Gegenstand]] der [[Wahrnehmung]] [[körperlich]] in seiner ganzen Ausdehnung und [[Beziehung]] für sie wäre, wird [[reduziert]] auf die [[Substanz]], durch die er [[Eindruck]] machen kann. Den Reiz kann man also beschreiben als Bündelung einer [[ästhetischen]][[Wirkung]] zu einem selbständigen [[Eindruck]] auf die Wahrnehmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Reiz wirkt von da her auf die [[Wahrnehmung]] bestimmend, als [[Bestimmung]] ihrer Form, die ihrem Inhalt durch ihre gebündelte [[Wirkung]] abträglich ist, als [[Formbestimmung]] durch eine ihm äußerliche [[Wirkung]], durch einen [[Eindruck]], dem sie inhaltlich nicht folgen kann, der also der Wahrnehmung Folgsamkeit abverlangt. So begründet z.B. das Reiz-Reaktions-Modell der Verhaltenstheorie eine Theorie solcher Folgsamkeit, da durch sie ein Reiz selbst schon als Anlass für eine Reaktion, für ein bestimmtes [[Verhalten]] gilt. Jeder Reiz gilt ihr schon von [[Natur]] aus als [[Grund]] für jedes bestimmte Verhalten und jede [[Wahrnehmung]] quasi als natürliche Sensorik und damit schon als eine Bestimmung, die angeblich [[Lernen]] und [[Verhalten]] bestimmen, also verursachen würde. So verstanden wird menschliche Tätigkeit überhaupt selbst schon zur [[Sache]] objektiver Bestimmtheiten, die schon ihrem [[Inhalt]] nach von Natur aus notwendig und also unhinterfragbar sind. Die Affirmation der Verhältnisse wird ja immer vorzüglich, wo sie über Natürlichkeiten betrieben wird, wo sie zu deren [[Gegebenheiten]] naturalisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[positivistischen]] Betrachtungsweise muss eben jede [[Subjektivität]] - und damit auch jede Gestaltungskraft - ausgesondert sein. Und deshalb versteht man darin jedes Handeln eben gerade so, wie man Wahrnehmung als bloße [[Notwendigkeit]] begreifen kann, die ihren Reizen folgen muss - gerade so als würde die Darbietung von Nahrung schon auch das [[Bedürfnis]] nach ihr und das daraufhin folgende Handeln ohne jeden Spielraum erzeugen. Auch umgekehrt wäre hiernach zu folgern, dass ein Lebewesen erst stimuliert werden müsse (Reiz=Stimulus), um seine Bedürfnisse wahrzunehmen, um sich hiernach zu verhalten wie ein Pawlow&amp;#039;scher Hund. Es bleibt daher das Problem eines jedweden Behaviorismus, wie er den &amp;quot;[[Zustand]] des Organismus&amp;quot; hierauf dann bezieht, denn diese [[Beziehung]] ist für solche [[Theorie]] beliebig, so dass sie auch innere Regungen als Reize, eben als &amp;quot;Umwelt&amp;quot; behandeln können will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ist eine gereizte Wahrnehmung schon von vorn herein etwas anderes als eine Wahrnehmung, behauptet doch schon auch solche Theorie eine an und für sich - wenn auch grundlose - Erregbarkeit eines Organismus durch Reize als voraussetzungslose natürliche Beziehung eines Reizes auf einen Körper, der für sich keinen anderen, als einen rein natürlichen Grund hätte, hierauf zu reagieren. Mit diesem Natur[[determinismus]] wird aber genau das Wesentliche übersehen, das hier zugleich vorraugesetzt wird: Es muss eine [[Erregung]] schon vorausgesetzt sein, dass ein Reiz überhaupt [[Wirkung]] zeigt. Wenn deren Energie nicht schon aktiv wäre: Wie sonst ließe sich der Enegieaufwand begründen, der mit dem Reiz in Gang gesetzt wird, - woraus wäre die Mühe und Kraft [[substanziell]] zu verstehen, die darin verschlissen wird, wenn man davon ausgeht, dass die Wahrnehmung nicht wie ein Automat (z.B. wie ein Computer mit fremder Energiequelle) zu begreifen ist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit Reize überhaupt wirken können, dass eine Reaktion auf sie überhaupt einsetzt, muss schon [[Erregung]] überschüssig sein, muss aus der Abstraktion von [[Regungen]] ein Antrieb (wie dem eines [[psychischen]] [[Triebs]]) vorliegen, durch den die Wahrnehmung nicht nur ihren [[Gegenstand]] wahrhat, sondern einem Impuls folgt, ungegenständlich zu reagieren und Erregung in die Wahrnehmung selbst abzuführen. Das ist keine selbstständige Naturenergie (siehe auch [[Lustprinzip]]), wie sie von den klassischen [[Psychoanalytikern]] verstanden wird, sondern eine durch die [[Negation]] der [[zwischenmenschlichen]] Wahrnehmung in ihrer [[Erlebnis]]welt freigesetzte [[Kraft]], die ihre oft seltsamen Formen von Erregungsabfuhr in der [[Selbstwahrnehmung]] und [[Haptik]] freisetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewöhnliche [[Wahrnehmung]] ist ja gerade nur dadurch zu verstehen, dass sie schon immer menschliche Beziehungen voraussetzt, immer schon &amp;quot;lernt&amp;quot;, [[Wahrheit]] zu nehmen, um damit immer auch schon [[Grund]] genug für das wahrnehmende [[Subjekt]] zu sein, sich nach dem zu [[verhalten]], was es von dem für wahr nimmt, was [[wahrgehabt]] wird. Ein Reiz treibt daher die Wahrnehmung über dieses [[Verhältnis]] hinaus. Er will ein Verhältnis [[wahrmachen]], das ohne ihn nicht bestehen würde. Und so soll er etwas vorstellen, was [[Vorstellungen]] zu einem [[bestimmten]] Verhalten treibt, was also eine Vorstellung befördert und veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reize verschaffen [[Eindruck]], erzeugen [[Aufmerksamkeit]], wo Menschen von sich aus nicht aufmerken würden. Diese entsteht durch die Besonderheit einer Wirkung des [[Eindrucks]] auf andere dadurch, dass jener einen Druck auf die Wahrnehmung über die [[Gewohnheiten]] der geschichtlich gegebenen [[Sinnbildung]] hinaus bewirkt. Durch besondere [[Ereignisse]] (Events) vermittelt er Signale für besondere [[Regungen]], welche schon durch sich erregend sein können und die von daher eine [[selbstbezogene]] [[Gewissheit]] erzeugen (siehe auch [[Eventkultur]]). Immerhin [[erleben]] die Menschen durch Reize etwas, was nicht aus ihrer [[Lebenstätigkeit]] kommt und dennoch [[Wirkung]] auf das [[Leben]] hat. Zwar hat auch jede [[Schönheit]] ihren Reiz. Aber um wirkliche [[Schönheit]] geht es selten, wenn von Reiz die Rede ist, bestenfalls von einer ausgefallenen Schönheit, einer besonderen [[ästhetischen]] Wirkung, welche einem bestimmten [[Erleben]] zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reize können nur durch ihre Darbietungsform einen ästhetischen Druck erzeugen, also damit, wie sie auf natürliche Wahrnehmung einwirken, also durch die Form, in der sie diese bestimmen. Jeder Reiz ist für sich genommen nur ein [[Ereignis]], in einem systematischen Zweck aber ist er das [[Mittel]], [[Aufmerksamkeit]] zu heischen und durch das so erzeugte [[Selbstgefühl]] [[Selbstwert]] zu bilden und zu bestärken. In diesem Zusammenhang werden Reize zu einer [[Formbestimmung]] der [[Wahrnehmung]] und hierdurch das Medium des [[Erlebens]], des für wahr genommenen [[Lebens]], die Bedingung also, [[Lebenswerte]] konstatieren zu können und hierdurch [[Selbstwert]] zu erlangen. Von daher liefern sie auch das Material der [[Selbstverwirklichung]] und des [[ästhetischen Willens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Abstraktion]] vom wirklichen [[Leben]] kann im Erleben nur eines wahr sein: Dass etwas lebendig ist, das nicht wirklich durch sich schon lebt, etwas, das tot erscheint, nicht [[wirklich]] lebend ist, aber in [[Wirklichkeit]] als etwas anderes lebt (siehe [[Schein]]). Es muss ein ungewisser Inhalt in einer gegebenen Form sein, eine [[Formbestimmung]], in welcher sich die [[Macht]] der [[Gegebenheiten]] gegen ihren wirklichen Sinn durchsetzt. Sie muss in der Lage sein, sich [[Eindruck]] zu verschaffen, wo sie nur [[anwesend]] ist. Von daher ist die beeindruckte Wahrnehmung nurmehr reizend und ungewiss. Aber das Ungewisse wird hierdurch zugleich unwahrnehmbar. So gewiss ein [[Reiz]], eine [[Empfindung]] oder ein [[Eindruck]] erscheinen kann, so fraglich auch ist dessen [[Wahrheit]], ob sein [[Sinn]] vielleicht nicht eine [[Täuschung]] sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reiz hat immer etwas mit dem Erzeugen einer [[Empfindung]] zu tun, nicht mit Empfindung an sich. Er bewirkt eine eigenständige Empfindung, eine erregte Empfindung, die in sich selbst Ausgleich schaffen muss. Durch Reize werden Menschen wie Tiere erregt und reagieren in der Zwangsläufigkeit ihrer [[Erregung]], die ihre sonstige Wahrnehmung, besonders ihre eigenen [[Regungen]] auch oft ausblendet, wenn der Reiz zu einer ausschließlichen Wirkung in der [[Wahrnehmung]] kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Reiz ist also wesentlich eine Anmache, der Kitzel einer [[Empfindung]], eines [[Eindrucks]] der reinen Sinnesform. Als solche lassen sich Reize nicht erleben. Sie selbst zeugen von Leben und dienen meist auch der Lebenserzeugung - sei es im Brautkleid der Vögel oder Fische oder in den mächtigen Geweihen und Drohgebärden der Hirsche usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Selbstwahrnehmung erweist sich erst der Reiz des [[Erlebens]] als bestimmender [[Eindruck]]. Durch Hinzunahme eines schon herausgesetzten Lebens versachlicht er sieses auf eine rein äußerliche Wirkung der Wahrnehmung, auf eine Selbstbeziehung, in welcher sie selbst gereiztes Objekt wird. Es entsteht so die versachlichte, also auf das Organ selbst reduzierte [[Wahrnehmung]], welche der [[Selbstwahrnehmung]] erst die Grundlage ihrer Entwicklung bereitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Reiz mag alles Ungewöhnliche haben, weil es dem Unerkannten entspricht. Aber er entzieht sich der Gewöhnung nur durch die Unkenntnis dessen, was reizt: Das [[Erleben]] als solches. Dieses ist nur eine Wirkung von etwas, das reizvoll ist. Der Reiz blendet die Wahrnehmung im Grunde aus, indem er ihre bloße Erregung als Verdichtung ihrer Wirklichkeit, als Quantifizierung ihres Eindrucks betreibt. Die [[Wahrnehmung]] wird durch ihn [[formbestimmt]], und als solche zum bloßen Inhalt dieser [[Bestimmung]], in sich leer und leblos. Der Reiz macht das [[Wesen]] einer Kultur aus, in welcher menschliche Identität nicht wahr werden kann, in welcher sie beständig aufgereizt werden muss, um nicht wirklich entstehen zu können - bzw. um den Fortbestand einer Gesellschaft zu sichern, in welcher sie nicht bestehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher ist ein solcher Reiz auch die Grundlage dafür, dass aus [[Leben]] ein [[Erleben]] werden muss, weil durch die [[Formbestimmtheit]] der Wahrnehmung Leben in einer erregten [[Form]] wahrgenommen und auch gesucht wird. Reize werden ausdrücklich gesucht, damit entleerte Wahrnehmung, unendliche [[Selbstwahrnehmung]], wieder lebendig wird. Das ist die Grundlage der Selbsterregung dort, wo Wahrnehmung selbst nicht erkannt wird, sich der [[Erkenntnis]] widersetzt, weil sie eigene Gründe hat, für sich zu bleiben (siehe [[abstrakt menschlicher Sinn]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Begriff der Psychologie wird Reiz naturalisiert zu einem Begriff naturhafter Stimulanz, die zwangläufige Folgen durch natürliche Bedingtheit haben soll (z.B. Stoffwechsel, Nahrungsaufnahme, Speichelfluss im Pawlowschen Hund usw.). Es ist dies die [[ideologisch]] gewendete Formulierung einer bewirkten Wahrnehmung, Affirmation einer Blendung, die in solcher Auffassung als natürlich erscheinen soll. Verblendung ergibt sich hiernach aus einem Reiz-Reaktionsschema, das dem Menschen durch seine Natur schon gegeben sei. Hierbei ergeben sich aus den einfachen Dingen des Lebens (z.B. Nahrung) Reize, die in der Lage sind, eine Ereigniskette in der Abfolge tierischen wie menschlichen Verhaltens auszulösen (siehe [[Skinner]]). Solche [[Psychologie]] will die [[Wahrnehmung]] in einem Verblendungszusammenhang erforschen und belassen, um entweder daran teilzuhaben oder ihn zu restaurieren, wo er Funktionsstörungen aufweist (z.B. Therapie hiergegen zu richten). Dabei wird Reiz mit [[Wahrnehmung]] überhaupt gleich gesetzt. Die Therapie funktioniert soweit, wie Wahrnehmung hierbei befriedet wird (z.B. in der Angsttherapie). Es zeigt sich dabei immerhin, dass schon die bloße [[Anwesenheit]] von Menschen das Aufgebrachte der Wahrnehmung, das Angst macht, zur Ruhe kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Positiv gesagt sind Reiz und Neugierde synonyme Begriffe. Reiz hat alles, was fremd ist und Neugierde weckt (s.a. [[Design]]). Indem aber Reiz zur Anmache wird, bekommt der Begriff sein [[reaktionäres]] Gewicht, denn genau dies wird darin geleugnet: Das Zeichen darf nichts zeigen. Es wäre zu offensichtlich, dass es um Manipulation geht: Beherrschung des menschlichen Erkenntnisvermögens durch Enteignung seines Widerstands oder [[Zweifels]]. Tatsächlich wird durch einen Reiz eben auch nur eine unerkannte Reaktion bezweckt, ein Verhalten, das einem Schema folgt, das durch Beeindruckung eines Menschen oder einer Ratte bis zur Unkenntlichkeit verborgen bleiben soll. Natürlich funktioniert das immer dann, wenn die Verhältnisse ebenso hinterhältig sind wie die Psychologen, die damit hantieren. Es macht emfindungslos und löst damit [[Schmerzen]], wie dies chemisch auch [[Psychopharmaka]] oder [[Elektroschocks]] durch Organzerstöhrung tun.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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