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	<title>Sachzwang - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:43:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Es ist nicht genug, daß die Arbeitsbedingungen auf den einen Pol als Kapital treten und auf den andren Pol Menschen, welche nichts zu verkaufen haben als ihre Arbeitskraft. Es genügt auch nicht, sie zu zwingen, sich freiwillig zu verkaufen. Im Fortgang der kapitalistischen Produktion entwickelt sich eine Arbeiterklasse, die aus Erziehung, Tradition, Gewohnheit die Anforderungen jener Produktionsweise als selbstverständliche Naturgesetze anerkennt. Die Organisation des ausgebildeten kapitalistischen Produktionsprozesses bricht jeden Widerstand, die beständige Erzeugung einer relativen Übervölkerung hält das Gesetz der Zufuhr von und Nachfrage nach Arbeit und daher den Arbeitslohn in einem den Verwertungsbedürfnissen des Kapitals entsprechenden Gleise, der stumme Zwang der ökonomischen Verhältnisse besiegelt die Herrschaft des Kapitalisten über den Arbeiter. Außerökonomische, unmittelbare Gewalt wird zwar immer noch angewandt, aber nur ausnahmsweise. Für den gewöhnlichen Gang der Dinge kann der Arbeiter den &amp;quot;Naturgesetzen der Produktion&amp;quot; überlassen bleiben, d.h. seiner aus den Produktionsbedingungen selbst entspringenden, durch sie garantierten und verewigten Abhängigkeit vom Kapital. Anders während der historischen Genesis der kapitalistischen Produktion. Die aufkommende Bourgeoisie braucht und verwendet die Staatsgewalt, um den Arbeitslohn zu &amp;quot;regulieren&amp;quot;, d.h. innerhalb der Plusmacherei zusagender Schranken zu zwängen, um den Arbeitstag zu verlängern und den Arbeiter selbst in normalem Abhängigkeitsgrad zu erhalten.&amp;quot; [[(MEW 23, S. 765f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sachzwang ist &amp;quot;der stumme Zwang der ökonomischen Verhältnisse&amp;quot;, der die Herrschaft der Verhältniss über die [[Notwendigkeiten]] der gesellschaftlichen Wertvergegenständlichung (siehe [[Wertrealsierung]]) �ber die [[Wertform]] der [[Gegebenheiten]] besiegelt. An und für sich ist eine [[Sache]] ein [[Objekt]] der Menschen und kann von daher keine andere Gewalt über sie haben als die, welche ihnen erst genommen sein muss, um durch ihre [[Abwesenheit]], also in einer [[verkehrten]] [[Anwesenheit]] (siehe hierzu auch [[Fetischismus]]) [[wirken]] zu können. Sachzwang ist aber ein [[Begriff]] für eine [[unmittelbare]] Sachgewalt, also für eine Gewalt, die aus der [[Sache]] selbst entsprungen sein soll, ihrem [[Wesen]] zukomme. Meist wird zur Begründung dieser Gewalt die [[Natur]] hergenommen, deren Gebotsmäßigkeiten sachlich bestimmend seien, da - wer sich ihnen widersetzt - natürlich umkommen wird. Von dieser Seite her ist der Begriff Sachzwang ein Begriff der [[Aufklärung]], die von einer allgemein wirksamen Naturgewalt ausgeht, die sie als dem Menschen äußerliche Lebensbedingung versteht und damit von seinen eigenen inneren [[Notwendigkeit]]en, von seiner [[Natur]] abtrennt. Für die Aufklärung ist es daher nötig, eine solche Naturgewalt [[geistig]] zu kontrollieren und muss daher durch die menschliche [[Zivilisation]] eingeschränkt und teilweise auch überwunden, [[Natur]] also durch [[Kultur]] beherrscht werden. Die menschliche Kultur erscheint dann als eine dem Menschen nicht [[eigene]], eine ihm aber notwendige [[Naturmacht]], die aus dem Wilden den [[zivilisierten]] Menschen macht, indem Sachzwang zu einer übernatürlichen [[Notwendigkeit]] des Lebens, als absolute Lebensbedingung behauptet ist. Denn als ein dem Menschen äußerlicher Sachzwang soll sich aller [[Erkenntnis]] vorausgesetzt verstehen und der Inbegriff des [[Notwendigen]] sein (Immanuel Kant).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber oft ist auch von einem substanzlosen, formal bestimmten (siehe [[Formbestimmung]]), einem rein [[logisch]] oder einfach nur durch eine [[Selbstverständlichkeit]] begründeten Sachzwang die Rede, die meist durch positive Wissenschaft (siehe [[Positivismus]]) festgestellt bzw. als [[Gegebenhet]] konstatiert wird. In allen Fällen wird auf diese Weise jedenfalls eine Grenze der Erkenntnis und der [[Freiheit]] des Handelns festgestellt und angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne wird ein naturhafter Sachzwang auch als Begründung antimoderner Notwendigkeiten hergenommen. [[Nationalsozialistische]] Wissenschaftler bauten hierauf eine Naturnotwendigkeit der reinen Lebensbedingung auf, welche als grundlegender Sachzwang des natürlichen Lebens anzusehen sei (siehe hierzu auch [[Rassentheorie]]). Auch oft heute noch begründen sich hieraus antimoderne Strömungen, die sich gegen Technologie an sich wenden, wenn auch meist mit einfacheren Zielsetzung eines naturbewussten Lebens. Dieses wird damit zu einer objektive Notwendigkeit fixiert, die sich von den einfachen [[Bedürfnissen]] der Menschen unterscheide. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen diesen Konstrukten gemein ist, dass sie menschlichen Bedürfnissen eine menschliche [[Vernunft]] absprechen, ihnen implizit und apriorisch also Irrationalität zuweisen, Gier, Habsucht, Geltungssucht, Konkurrenzbedürfnis usw.. Sie verneinen damit also die Gegenwärtigkeit menschlicher [[Geschichte]] in der [[Kultur]] und Natur menschlicher Lebenszusammenhänge und haben von da her auch keine Notwendigkeit, die Verselbständigungen solcher Geschichte in naturhaft erscheinende Triebhaftigkeiten geschichtlich begründet zu begreifen. Die Erklärung selbst ist dann schon ein vorgeblich apriorischer Antagonismus zwischen Freiheit und Notwendigkeit, [[Trieb]] und Kultur, [[Ohnmacht]] und [[Macht]] usw. (siehe hierzu auch das Kulturverständnis von [[Nietzsche]], der zwar die Aufklärung heftig bekämpfte, aber durch Mystifizierung seines Geschichtsverständnisses ihr letztlich vollständig unterlag).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Verhältnisse durch Sachzwänge erklärt werden, überschreitet an und für sich selbst schon die Erklärbarkeit als solche: Warum und wie sollen Menschen eine Gewalt überhaupt erkennen können, die uns apriorisch oder naturhaft zwingt, so zu sein, wie wir sind, zu Verkehren, Begehren und Fühlen, wie wir Verkehren, Begehren und Fühlen müssen, zu Sprechen und zu Denken, was wir Sprechen und Denken müssen (siehe hierzu auch den Begriff des [[Willens]] in der Hirnforschung). Der Begrif Sachzwang kann nicht mal Naturgesetzte beschreiben, denn diese gibt es nicht als selbständigen Zwang sondern nur als regelhafte Beziehung in einem [[Ganzen]]. Naturwissenschaft können nur Kräfte und Energien beschreiben die in und außer uns in [[Bewegung]] (siehe [[Geschichte]]) sind, niemals aber erklären, was wir wollen, sollen und tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl [[Marx]] hat den Sachzwang als Zwang [[mystifizierender]] Begriffe herausgearbeitet und sie aus einem [[fetischhaften]] [[Verhältnis]] zur [[Wirklichkeit]] in seinem Hauptwerk nachgewiesen (siehe hierzu auch [[Warentetischismus]]). Das das gesellschaftliche Verhältnis der Menschen als Verhältnis von Sachen erscheint, die ihr [[Leben]] auch wirklich [[bestimmen]], erscheint dem begriffslosen Denken (siehe z.B. [[Phänomenologie]]) als Sachzwang, erweist sich aber nach [[Analyse]] der Lebensgrundlage im historisch gegebenen Lebensverhältnis der [[Ware]]ngesellschaft als eine gesellschaftliche [[Verkehrung]], welche die Sachen darin vollziehen. In der [[Wertform]] des Warentauschs erscheint jedes einfache Gebrauchsguts gesellschaftlich in der Form seines Gegenteils: Der Äquivalentform (siehe [[Geld]]) und dient zugleich dieser als dessen eigentümlicher Wertausdruck. So erscheint in solcher Form alles, was als Sachzwang gilt, letztlich nur in der Form einer verkehrten gesellschaftlichen Beziehung (siehe hierzu auch die [[Staatsverschuldung]]).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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