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	<title>Schön und gut - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<updated>2025-11-04T18:52:46Z</updated>

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Der Kern der Sittlichkeit ist eine Erlösungserfahrung: der Erlösung von der Blindheit, die den Namen Ich trägt. ... Das Ich ist tierisches Erbe, wenn auch erst der Mensch, zumal der europäisch-neuzeitliche Mensch, es, vor allem durch das vielgesichtige Werkzeug der Macht, aufs höchste ausgebildet hat. ... Das Ich als seelisches Phänomen ist der Inbegriff und die Steuerung der psychischen Prozesse, die der Erhaltung des Individuums dienen. Nichts ist aber dem Individuum so gewiß wie der Tod. Der Mensch ist das Tier, das weiß, daß es sterben muß. Darum ist die Erlebniswelt des menschlichen Ich gezeichnet von der leise oder ausdrücklich mitwahrgenommenen Vergeblichkeit. ... Das Sinnproblem, das Problem des wahren Interesses stellt sich der Gemeinschaft, wie es sich dem Einzelnen gestellt hat. Ich vermute nun: der uns angeborene und kulturell weitergebildete Schönheitssinn ist eine Wahrnehmung von gewissen Zügen des Sinns, des größeren Zusammenhangs, und zwar gerade von solchen Zügen, die einerseits lebenswichtig sind, andererseits sich dem direkten Urteil über Nützlichkeit entziehen. ... Die Evolution hat vor mehr als hundert Millionen Jahren zur gleichzeitigen Herausbildung zweier organischer Formen geführt, die aufeinander angewiesen sind: der Blütenpflanzen, die durch Farbe, Form und Duft Insekten zur Bestäubung anlocken, und derjenigen Insekten, die von Blütenstaub und Nektar leben. Viel später hat sich der Mensch in dieses Gleichgewicht hineinentwickelt, und als Sammler, Ackerbauer und Viehzüchter ist er auf dessen Produkte, auf diese Pflanzen oder die diese Pflanzen essenden Tiere angewiesen. Wenn er dieses Gleichgewicht als schön wahrnimmt, so nimmt er die Harmonie wahr, im Beispiel der Wiese sinnlich dargestellt, die Harmonie, ohne die er nicht leben könnte.&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;(Carl Viktor von &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Weizäcker&quot;Garten &lt;/del&gt;des Menschlichen&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;, Hanser Verlag 1977, S.140 f)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Es gibt einen Weg, die Frage nach dem wahren Nutzen, dem wahren Interesse zu beantworten; es ist der Weg der Moral, der Ethik. Sein Leitstem ist die Aufhebung des egoistischen Nutzenbegriffs. In Wahrheit nützt mir nicht, was mir allein nützt, sondern was den Mitmenschen, der Gemeinschaft, der Gesellschaft nützt. Dieser Weg führt zu dem zweiten Plateau, zu dem Prinzip, das uns unter dem Titel des Gerechten oder des Sittlichen zu Gesicht gekommen ist. Der Lebensnerv des Sittlichen liegt in einem qualitativ anderen Erlebnis als dem der Nützlichkeit, sei es auch die Nützlichkeit für die Gemeinschaft. ... Der Kern der Sittlichkeit ist eine Erlösungserfahrung: der Erlösung von der Blindheit, die den Namen Ich trägt. ... Das Ich ist tierisches Erbe, wenn auch erst der Mensch, zumal der europäisch-neuzeitliche Mensch, es, vor allem durch das vielgesichtige Werkzeug der Macht, aufs höchste ausgebildet hat. ... Das Ich als seelisches Phänomen ist der Inbegriff und die Steuerung der psychischen Prozesse, die der Erhaltung des Individuums dienen. Nichts ist aber dem Individuum so gewiß wie der Tod. Der Mensch ist das Tier, das weiß, daß es sterben muß. Darum ist die Erlebniswelt des menschlichen Ich gezeichnet von der leise oder ausdrücklich mitwahrgenommenen Vergeblichkeit. ... Das Sinnproblem, das Problem des wahren Interesses stellt sich der Gemeinschaft, wie es sich dem Einzelnen gestellt hat. Ich vermute nun: der uns angeborene und kulturell weitergebildete Schönheitssinn ist eine Wahrnehmung von gewissen Zügen des Sinns, des größeren Zusammenhangs, und zwar gerade von solchen Zügen, die einerseits lebenswichtig sind, andererseits sich dem direkten Urteil über Nützlichkeit entziehen. ... Die Evolution hat vor mehr als hundert Millionen Jahren zur gleichzeitigen Herausbildung zweier organischer Formen geführt, die aufeinander angewiesen sind: der Blütenpflanzen, die durch Farbe, Form und Duft Insekten zur Bestäubung anlocken, und derjenigen Insekten, die von Blütenstaub und Nektar leben. Viel später hat sich der Mensch in dieses Gleichgewicht hineinentwickelt, und als Sammler, Ackerbauer und Viehzüchter ist er auf dessen Produkte, auf diese Pflanzen oder die diese Pflanzen essenden Tiere angewiesen. Wenn er dieses Gleichgewicht als schön wahrnimmt, so nimmt er die Harmonie wahr, im Beispiel der Wiese sinnlich dargestellt, die Harmonie, ohne die er nicht leben könnte. (Carl Viktor von &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;WeizäckerGarten &lt;/ins&gt;des Menschlichen, Hanser Verlag 1977, S.140 f)&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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Der Kern der Sittlichkeit ist eine Erlösungserfahrung: der Erlösung von der Blindheit, die den Namen Ich trägt. ... Das Ich ist tierisches Erbe, wenn auch erst der Mensch, zumal der europäisch-neuzeitliche Mensch, es, vor allem durch das vielgesichtige Werkzeug der Macht, aufs höchste ausgebildet hat. ... Das Ich als seelisches Phänomen ist der Inbegriff und die Steuerung der psychischen Prozesse, die der Erhaltung des Individuums dienen. Nichts ist aber dem Individuum so gewiß wie der Tod. Der Mensch ist das Tier, das weiß, daß es sterben muß. Darum ist die Erlebniswelt des menschlichen Ich gezeichnet von der leise oder ausdrücklich mitwahrgenommenen Vergeblichkeit. ... Das Sinnproblem, das Problem des wahren Interesses stellt sich der Gemeinschaft, wie es sich dem Einzelnen gestellt hat. Ich vermute nun: der uns angeborene und kulturell weitergebildete Schönheitssinn ist eine Wahrnehmung von gewissen Zügen des Sinns, des größeren Zusammenhangs, und zwar gerade von solchen Zügen, die einerseits lebenswichtig sind, andererseits sich dem direkten Urteil über Nützlichkeit entziehen. ... Die Evolution hat vor mehr als hundert Millionen Jahren zur gleichzeitigen Herausbildung zweier organischer Formen geführt, die aufeinander angewiesen sind: der Blütenpflanzen, die durch Farbe, Form und Duft Insekten zur Bestäubung anlocken, und derjenigen Insekten, die von Blütenstaub und Nektar leben. Viel später hat sich der Mensch in dieses Gleichgewicht hineinentwickelt, und als Sammler, Ackerbauer und Viehzüchter ist er auf dessen Produkte, auf diese Pflanzen oder die diese Pflanzen essenden Tiere angewiesen. Wenn er dieses Gleichgewicht als schön wahrnimmt, so nimmt er die Harmonie wahr, im Beispiel der Wiese sinnlich dargestellt, die Harmonie, ohne die er nicht leben könnte.&amp;quot; (Carl Viktor von Weizäcker&amp;quot;Garten des Menschlichen&amp;quot;, Hanser Verlag 1977, S.140 f)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Es gibt einen Weg, die Frage nach dem wahren Nutzen, dem wahren Interesse zu beantworten; es ist der Weg der Moral, der Ethik. Sein Leitstem ist die Aufhebung des egoistischen Nutzenbegriffs. In Wahrheit nützt mir nicht, was mir allein nützt, sondern was den Mitmenschen, der Gemeinschaft, der Gesellschaft nützt. Dieser Weg führt zu dem zweiten Plateau, zu dem Prinzip, das uns unter dem Titel des Gerechten oder des Sittlichen zu Gesicht gekommen ist. Der Lebensnerv des Sittlichen liegt in einem qualitativ anderen Erlebnis als dem der Nützlichkeit, sei es auch die Nützlichkeit für die Gemeinschaft. ... Der Kern der Sittlichkeit ist eine Erlösungserfahrung: der Erlösung von der Blindheit, die den Namen Ich trägt. ... Das Ich ist tierisches Erbe, wenn auch erst der Mensch, zumal der europäisch-neuzeitliche Mensch, es, vor allem durch das vielgesichtige Werkzeug der Macht, aufs höchste ausgebildet hat. ... Das Ich als seelisches Phänomen ist der Inbegriff und die Steuerung der psychischen Prozesse, die der Erhaltung des Individuums dienen. Nichts ist aber dem Individuum so gewiß wie der Tod. Der Mensch ist das Tier, das weiß, daß es sterben muß. Darum ist die Erlebniswelt des menschlichen Ich gezeichnet von der leise oder ausdrücklich mitwahrgenommenen Vergeblichkeit. ... Das Sinnproblem, das Problem des wahren Interesses stellt sich der Gemeinschaft, wie es sich dem Einzelnen gestellt hat. Ich vermute nun: der uns angeborene und kulturell weitergebildete Schönheitssinn ist eine Wahrnehmung von gewissen Zügen des Sinns, des größeren Zusammenhangs, und zwar gerade von solchen Zügen, die einerseits lebenswichtig sind, andererseits sich dem direkten Urteil über Nützlichkeit entziehen. ... Die Evolution hat vor mehr als hundert Millionen Jahren zur gleichzeitigen Herausbildung zweier organischer Formen geführt, die aufeinander angewiesen sind: der Blütenpflanzen, die durch Farbe, Form und Duft Insekten zur Bestäubung anlocken, und derjenigen Insekten, die von Blütenstaub und Nektar leben. Viel später hat sich der Mensch in dieses Gleichgewicht hineinentwickelt, und als Sammler, Ackerbauer und Viehzüchter ist er auf dessen Produkte, auf diese Pflanzen oder die diese Pflanzen essenden Tiere angewiesen. Wenn er dieses Gleichgewicht als schön wahrnimmt, so nimmt er die Harmonie wahr, im Beispiel der Wiese sinnlich dargestellt, die Harmonie, ohne die er nicht leben könnte.&amp;quot; (Carl Viktor von Weizäcker&amp;quot;Garten des Menschlichen&amp;quot;, Hanser Verlag 1977, S.140 f)&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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		<id>https://kulturkritik.net/mediawiki/index.php?title=Sch%C3%B6n_und_gut&amp;diff=1039&amp;oldid=prev</id>
		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:43:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Der Schmerz im Angesicht des Schönen, nirgends leibhaftiger als in der Erfahrung von Natur, ist ebenso die Sehnsucht nach dem, was es verheißt, ohne daß es darin sich entschleierte, wie das Leiden in der Unzulänglichkeit der Erscheinung, die es versagt, indem sie ihm gleichen möchte&amp;quot; (Theodor Wiesengrund Adorno in &amp;quot;Theorie der Halbbildung&amp;quot;, Gesammelte Schriften 8, S. 114)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schön]] kann etwas oder jemand nur für die [[Wahrnehmung]] sein, gut nur für den [[Nutzen]]. [[Nützlichkeit]] dient der Beherrschung, Schönheit ihrem [[Sinn]]. Wo beides in einem gelten soll, wo deren gegensinnige [[Substanzen]] versöhnt werden, herrscht das Bedürfnis, sich mit einem Widersinn zu verbrüdern. Es wird hierdurch die Entzweiung von Wahrnehmung und ihrem [[Gegenstand]] im [[Subjekt]] selbst aufgelöst, das [[Unheile]] [[heil]], die [[Entfremdung]] durch eine äußerliche [[Gute]] geadelt, die Welt der [[Widersprüche]] zu einer [[heilen Welt, zu]] einer verobjektivierten [[Selbstwahrnehmung]] [[veredelt]], die ihre Gegenstände für sich im [[Kitsch]] eines [[isolierten]] [[Lebens]] vereint. Wo alles einfach &amp;quot;schön und gut&amp;quot; sein soll, wird der Gegensattz als überwunden behauptet, wird er zum Medium der [[Selbstbehauptung]], zur Einheit seiner [[Selbstwahrnehmung]], wie sie sich im [[Erleben]] einer [[abstrakt gesellschaftlichen]] [[Gegenständlichkeit]] [[wahr hat]]. Und darin wird die [[Selbstbehauptung]] zu einem [[objektiven]] [[Subjekt]] ihrer Lebensverhältnisse in ihrem unentwegten [[Selbsterleben]], dessen Strebungen der[[ästhetische Wille]] formuliert und zu realisieren sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo aber dieser[[ästhetische Wille]] das Bindemittel zu einer [[heilen Welt]] geworden ist, kann das [[Schöne]] nicht einfach gut und das [[Gute]] nicht einfach schön sein. Es verpflichtet die Menschen zu einer [[Sittlichkeit]], die sich nicht mehr aus ihren kulturelllen Verhältnissen bestimmt, sondern daraus, dass sie schön und gut sein müssen, um den [[ästhetische Wille]]n als Allgemeinwille zu bestimmen, um das [[Heil]] der Welt zu halten oder dieses durch ihn zu erzeugen und zu bewähren, ihn allseitig gegenwärtig zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Selbstvergegenwärtigung]] hat sich durch die [[Notwendigkeit]] eines gesitteten Allgemeingefühls daher umgekehrt: Nicht das Sich-Einfühlen in einen - wenn auch äußerlichen - Kulturzusammenhang begründet das gesellschaftiche Zusammenwirken der Menschen, sondern die [[Notwendigkeit]], ein [[allgemeines]] Kulturverhalten zu vollziehen, in welchem das Einzelne nurmehr Moment des Ganzen ist, worin das [[Ganze]] zugleich zum Allgemeinwesen des Einzelnen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin sehen sich die [[Kulturbürger]] dann auch folgerichtig über den [[Egoismus]] des [[Nutzen]] erhaben (siehe auch [[Selbstveredelung]]), ohne diesen freilich aufzugeben. In seinem &amp;quot;Garten des Menschlichen&amp;quot; beschreibt dies Carl Viktor von Weizäcker als eine Tatsache der menschlichen Natur, die sich in der Wahrheit des [[Nutzen]], im eigentlich [[Nützlichen]] umtreibt (siehe auch [[Martin Heidegger]], auf den er sich ausdrücklich bezieht). Und darin findet er den [[Grund]] aller [[Schönheit]], wie sie gut sein soll: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es gibt einen Weg, die Frage nach dem wahren Nutzen, dem wahren Interesse zu beantworten; es ist der Weg der Moral, der Ethik. Sein Leitstem ist die Aufhebung des egoistischen Nutzenbegriffs. In Wahrheit nützt mir nicht, was mir allein nützt, sondern was den Mitmenschen, der Gemeinschaft, der Gesellschaft nützt. Dieser Weg führt zu dem zweiten Plateau, zu dem Prinzip, das uns unter dem Titel des Gerechten oder des Sittlichen zu Gesicht gekommen ist. Der Lebensnerv des Sittlichen liegt in einem qualitativ anderen Erlebnis als dem der Nützlichkeit, sei es auch die Nützlichkeit für die Gemeinschaft. ... Der Kern der Sittlichkeit ist eine Erlösungserfahrung: der Erlösung von der Blindheit, die den Namen Ich trägt. ... Das Ich ist tierisches Erbe, wenn auch erst der Mensch, zumal der europäisch-neuzeitliche Mensch, es, vor allem durch das vielgesichtige Werkzeug der Macht, aufs höchste ausgebildet hat. ... Das Ich als seelisches Phänomen ist der Inbegriff und die Steuerung der psychischen Prozesse, die der Erhaltung des Individuums dienen. Nichts ist aber dem Individuum so gewiß wie der Tod. Der Mensch ist das Tier, das weiß, daß es sterben muß. Darum ist die Erlebniswelt des menschlichen Ich gezeichnet von der leise oder ausdrücklich mitwahrgenommenen Vergeblichkeit. ... Das Sinnproblem, das Problem des wahren Interesses stellt sich der Gemeinschaft, wie es sich dem Einzelnen gestellt hat. Ich vermute nun: der uns angeborene und kulturell weitergebildete Schönheitssinn ist eine Wahrnehmung von gewissen Zügen des Sinns, des größeren Zusammenhangs, und zwar gerade von solchen Zügen, die einerseits lebenswichtig sind, andererseits sich dem direkten Urteil über Nützlichkeit entziehen. ... Die Evolution hat vor mehr als hundert Millionen Jahren zur gleichzeitigen Herausbildung zweier organischer Formen geführt, die aufeinander angewiesen sind: der Blütenpflanzen, die durch Farbe, Form und Duft Insekten zur Bestäubung anlocken, und derjenigen Insekten, die von Blütenstaub und Nektar leben. Viel später hat sich der Mensch in dieses Gleichgewicht hineinentwickelt, und als Sammler, Ackerbauer und Viehzüchter ist er auf dessen Produkte, auf diese Pflanzen oder die diese Pflanzen essenden Tiere angewiesen. Wenn er dieses Gleichgewicht als schön wahrnimmt, so nimmt er die Harmonie wahr, im Beispiel der Wiese sinnlich dargestellt, die Harmonie, ohne die er nicht leben könnte.&amp;quot; (Carl Viktor von Weizäcker&amp;quot;Garten des Menschlichen&amp;quot;, Hanser Verlag 1977, S.140 f)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Abtrennung, in der Vereinzelung fühlen sich die Menschen daher jetzt wirklich allgemein und verstehen sich aus ihrem [[ästhetischen Willen]] heraus als Allgemeinwille, gegen den jeder, der ihn nicht teilt gefährlich, als &amp;quot;Nestbeschmutzer&amp;quot; begriffen wird. Was bis dahin nur [[Heile Welt]] war, wird jetzt zu einer übermächtigen [[Selbstgerechtigkeit]], worin die Menschen sich allgemein wiedererkennen und hieraus die Macht ihrer Bildung als [[Edelmut]] ihrer [[Selbstverwirklichung]] beziehen. Im [[Kult]] der [[Medien]] von &amp;quot;[[Schön und Gut]]&amp;quot; wird sie jetzt [[prominent]] und soll verbinden, wo keine [[Beziehung]] mehr möglich ist und wo die Bilder zum Medium des herrschenden [[ästhetischen Willens]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kulturelle [[Prominenz]] wird durch ihre Kultubildung, durch ihren Einklang mit den [[Moden]] der Kultur verbindlich, so dass sie nun Personen, die bis dahin sich trotz aller Gemeinschaftlichkeit noch als einzelne Individuen sehen und fühlen konnten, nun über die Versicherung ihrer allgemeinen Wahrnehmung zu einer positiven [[Prominenz]] von guter Wahrnehmung verbunden werden. In diesem Zusammenhang verbindet sich ihre Selbstwahrnehmung zu einer Ganzheit mit der medialen Wahrnehmung, worin deren wirkliche Bezogenheit zu einer Großartigkeit des Fühlens herausgesetzt wird. Nicht, was die Menschen wirklich verbindet, treibt diese [[Entwicklung]] voran, sondern was einer Verbundenheit des [[Guten]] nahe steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Allgemeine hat keinen anderen Grund, als allen gemein zu sein, hier also eine allen gemeine Güte zu verkörpern. Aber [[Güte]] kann sich nicht selbst begründen und entwickeln; sie ist in dem, was im Gebotenen, in den Gegebenheiten der Kultur als gut erscheint, was ihre besonder Qualität als qualitative Gegebenheit ausmacht, in der Form, wie es sich begibt. Die nahestehende Begebenheit ist daher die [[Substanz]] der Prominenz des Guten, deren Bedeutung sich alleine in der [[Dichte]] zur Wahrnehmungaus ihrer [[Masse]] heraus ergibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es bedroht scheint, vollzieht das [[Selbstgefühl]] in seiner massenhaft [[ausschließlichen]] Individualität ein[[ästhetisches Urteil,]] wonach das [[Eigene]] als das einzig Bewährte, das [[Fremde]] als das einzig Bedrohliche gilt. War dies schon eine Grundlage zur Errichtung eines abgeschlossenene [[Lebensraums]], einer [[Lebensburg]], so wird es in der öffenlichen Kultur, dort wo sie unsittlich wird, wo sie also sich gegen die gewohnten [[Sitten]] und das [[Brauchtum]] verhält, zu einem politischen [[Prinzip]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was darin gewohnt, ist schön und gut, denn [[Gewohnheit]] selbst ist nichts anderes, als das bewährt Gute, das deshalb schön ist, weil es bewohnt ist, also auch wohnlich und bequem. Es ist dies keine [[Sch�nheit]], welche aus dem [[Ganzen]] einer [[Sache]] spricht, sondern die Eigenschaft eines [[Umstands]] f�r Menschen, die das f�r sie Gute bewohnen und als Gewohnheit sich aneignen. Dies macht den [[Eigend�nkel]] ihres [[Besitzstands]] aus und vollzieht die [[heile Welt]], die sie suchen und in der sie leben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Bestreben, das aus dem Niedergang kultureller Zusammenhänge erwächst, wird das Gute und Schöne zum Inhalt eines politischen Willens werden lässt , der seiner Bewahrung dient und hierdurch zu einem [[ästhetischen Willen]] wird. Er begründet sich subjektiv aus einem Ekel vor dem Zerfall und der persönlichen Abgrenzung hierzu. Objektiv wird hierbei der [[Reiz]] der Schönheit zum Gütesiegel schlechthin, zum [[Design]] einer höheren Kulturform gegen die zerfalende, Grundlage jeder [[Selbstveredelung]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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