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		<author><name>Python</name></author>
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&lt;br /&gt;
(Johann Wolfgang von Goethe – 1770)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmerz ist das [[Leiden]] der [[Empfindung]] einer [[Abtrennung]] von Zugehörigem, zunächst die [[Empfindung]] einer Zerteilung, einer Verletzung seiner [[Natur]], einer unheilvollen Einwirkung auf die [[Gegenwärtigkeit]] eines Menschen in seinem [[ganzen]] [[Leben]]sgefühl, dem darin an [[Identität]] gebricht(siehe hierzu auch [[Verrücktheit]]). Er ist als diese Empfndung zugleich unmittelbares [[Gefühl]], das [[Leiden]] einer [[Trennung]], welches die [[Wahrnehmung]] zu einem [[Zustand]] verschmilzt, in welchem das [[Zerteilte]] den Mangel am [[Ganzsein]] – als seinen Zerfall – leidet, die Wahrnehmung des Zerteilens von Zusammenhängen ist die Zuschneidung von Verbindungen, [[Empfindung]] von [[Isolation]], kurz: die [[Wahrnehmung]] einer gespaltenen [[Beziehung]] und daher das [[Selbstgefühl]] eines durch seine [[Trennung]] gespaltenen [[Wesens]] (siehe auch [[Selbstverlust]]). Es ist gebrochene [[Natur]], ein [[Dasein]], das nicht wirklich [[wahr]] [[sein]] kann, [[Sein]] im [[Anderssein]] zu seiner [[abstrakten]], ihm [[fremden]] Einheit [[getrieben]] ist (siehe auch [[Entfremdung]]). Er wird im Augenblick oder im geschichtlichen Verlauf gelebt als lebende Aufhebung des Wesentlichen, das zur Abspaltung von sich selbst wird. Im Unterschied zu einem [[Trauma]], das aus zugefügten Schmerzen besteht, ist der Schmerz für sich die reine Subjektivität des Widerspruchs, der kein äußeres Wesen hat und keinen Verlust, keine [[Trauer]] kennt. Das einfache [[Wesen]] erkennt sich als gebrochenes Wesen, ohne sein Andersein als sein Sein anzuerkennen. Er ist das Innerste der [[Selbstentfremdung]], die Trennung seiner selbst in sich, aufgehobene [[Identität]], [[Wesen]] in der Wesenlosigkeit. Wenn es nicht in sich schon gebrochen ist, so ist der eine Moment des ungebrochenen gebrochen im anderen Moment des Wesentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmerz ist die absolute Not, in der ein Mensch ist. Mag die [[Empfindung]] relativ sein, der Schmerz selbst ist ihre innerste [[Notwendigkeit]]. Er bedrängt die ganze [[Sinnlichkeit]] eines Menschen, sein ganzes [[Leben]], und enthebt das [[Wesen]] seinem [[Sein]]. Der Schmerz in einem Sein kann nicht sein ohne zu heilen, zu wachsen und sich in der [[Natur]] des Lebens zu erneuern, sich in seinem Leben wesentlich zu erkennen und rückzuführen (siehe [[Revolution]]). Ohne dies wird er entweder aufgehoben durch äußeres Einssein (z.B. durch die Hoffnung auf [[Erlösung]], [[Religion]], [[Glaube]], [[Heil]]serwartung) oder als im Schmerz aufgehobenes Wesen, als seiner Sinne vollständig und total unterworfenes, nichtiges Wesen, das sich wesentlich nur wähnen kann, [[wahnsinnig]] wird. Das Gefühl der wesentlichen [[Nichtigkeit]] ist eins mit dem Gefühl der [[Vernichtung]], Empfindung eines lebenden [[Todes]]. Schmerz ist die [[Wahrnehmung]] der Zerrissenheit, die ein Mensch in vollkommener [[Isolation]] von seinem gesellschaftlichen Wesen wahrhat, [[Erkenntnis]] seines reinen und unmittelbaren Außersichseins, unmittelbare Entfremdung seiner selbst als erkennender und liebender Mensch. Im Schmerz liegt das [[Wesen]] bloß und zeigt in der Blöße seine Gespaltenheit, die offene Wunde seines [[Lebens]], die als [[Zweifel]] am Leben zur Verworfenheit der [[Liebe]], zu seiner [[Verzweiflung]] und [[Selbstaufhebung]] wird, so ihre [[Bestimmtheit]] nicht erkannt ist. Im [[Wahnsinn]] kann er sich an den Schmerz [[gewöhnen]]; in der [[Depression]] leidet er ihn entäußert als Empfindung seiner Wesenlosigkeit, als im [[Selbstgefühl]] untergegangenen Schmerz, sich selbst gleichgültige, [[unbewusste]] Verzweiflung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Gesellschaft]] gedacht ist Schmerz die Grunderfahrung des bürgerlichen Individuums, das darin seine ausschließliche Einzelheit in absolutem Zwiespalt seines [[isolierten]] Menschseins, seines gesellschaftlichen Seins als enteigneter [[Besitzer]] seines [[Reichtums]] erleidet. In dieser Form der Besessenheit versteht sich ein Mensch objektiv: Er sieht sich der Notwendigkeit der[[faktischen]] Verhältnisse unterworfen, damit er keine Not leidet. Um den Schmerz nichts entgegnen zu müssen, flüchtet er sein eines Dasein und tauscht es gegen ein anderes. Auf der Flucht erleidet zwar die Selbsterkenntnis ihre Flüchtigkeit, aber es verbürgt sich ein hiergegen immunes Bewusstsein im [[selbstbewussten]] [[Bürge]] einer [[Heilserwartung]] in dieser Welt, an die er [[glauben]] muss um sich darin bruchlos einzufinden, sich seiner selbst bewusst zu [[empfinden]] (siehe [[Religion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d&amp;#039;honneur [Ehrenpunkt], ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.&amp;quot; [[(MEW 1, S. 378f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst indem ich den [[Schmerz]] meiner [[Wirklichkeit]] als meine wesentliche [[Not]] erkenne (siehe [[Wesensnot]]), werde ich zum [[Subjekt]], zu einem Menschen, der darin [[tätig]] ist, und dessen [[Leben]] sich darin erfüllt, die eigene Not zu einem [[notwendigen]] Verlangen zu machen, zu einem [[Bedürfnis]], kein [[Verhältnis]] anzuerkennen, das den Menschen unter seine [[v]] stellt. Dieses [[Bedürfnis]] enthält die [[Erkenntnis]], dass der [[besessene]] [[Reichtum]] den Menschen selbst [[besitzt]], ihn zu einer [[Sache]] herabsetzt, ihn zu einem beherrschten [[Wesen]] macht, das keine [[Selbstachtung]] mehr haben kann und darob [[Geltung]] gegen jede Verachtung also auch gegen seine [[Selbstverachtung]] gewinnen muss. In diesem Sinne bezeichnet [[Adorno]] solches Leben als &amp;quot;beschädigtes Leben&amp;quot;, das ihm als verwundet vorkommt. Es ist die Auffassung der [[Negativen Dialektik]], das Anderssein der Welt aus der Verwundung des Menschen zu begründen als gänzlich anderes Wesentlichsein. Sie wendet sich allerdings in solcher Begrifflichkeit vom [[Grund]] des Schmerzes dadurch ab, dass sie lediglich seiner Heilung, seiner [[Erlösung]] sich hinwenden kann, zum [[Glauben]] wird. Darin wird er veräußert und als [[trauma]]tische Welterfahrung für eine anderen Welt geheilt, d.h. zum [[Heil]] gewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bürgerliche Individuum folgt der abstrakten gesellschaftlichen [[Notwendigkeit]], durch die sein [[Dasein]] bewegt wird. Sich selbst erfährt es daher konkret nur im Ausschluss, abgetrennt von seinem gesellschaftlichen Zusammenhang. Die Güter seines Lebens, die Gegenstände der Reproduktion und Kultur sind wie sein [[subjektives]] Wesen in der Trennung von konkreter Einzelheit und abstrakter Allgemeinheit. So hat es zwar nützliche Dinge, aber nur einen abstrakten gesellschaftlichen Zusammenhang durch sie. Seine Gesellschaft hat die Form eines Verhältnisses von Sachen, welche von Menschen erzeugt, aber nicht wirklich für die Menschen da sind. Das Verhältnis der Menschen erscheint wie ein Verhältnis der Sachen, unter deren Kontrolle sie stehen ([[Warenfetisch]]) und das ihnen solange unwandelbar gilt, wie sie darin ihren Schmerz gelöst sehen und ihre [[Wirklichkeit]] als wechselwirkende Menschen für sich grundlos leben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze [[bürgerliche Gesellschaft]] kann als eine Aufhebung des Schmerzes verstanden werden, der sich in den [[Notwendigkeiten]] der Existenz, in der Anerkenntnis ihrer Faktizität verliert. [[Besitz]] ist die Form, worin diese Aufhebung existiert und sich über die schmerzhaften Eigentümlichkeit des Lebens stülpt, es verfremdet und als fremdes [[Eigentum]] hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektiv stellt sich die [[Seele]] gegen den Schmerz der [[Erkenntnis]], gegen die Unauflösbarkeit der Trennung von [[Empfindungen]] und [[Gefühlen]] in der [[bürgerlichen Kultur]] (siehe [[Logik der Kultur]]). Sie verfolgt und beabsichtigt in ihren [[Selbstgefühlen]] deren Überwindung durch [[zwischenmenschliche Beziehungen]]. Darin nimmt sie das wahr, was sie unter Menschen wahrhat, als Geist von sich, als entäußerten [[Geist]]. Und darin empfindet sie, was sie fühlt als ihre innere Wesenheit, als ausschließliches Wesen ihrer kultivitierten Individualität. In den Gefühlsverhältnissen gewinnt sich die [[Selbstwahrnehmung]] in einem [[Sinn]], den es weder in der [[gegenständlichen]] Welt, noch im Menschen gibt, sondern nur zwischen den Menschen als ihr [[abstrakt menschlicher Sinn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein durch die Seele selbst erzeugter Schmerz ist die Umkehrung des Schmerzes, weil er sich in der Aufhebung seiner Sinnlichkeit vollzieht, im [[Grauen]], welchem [[Grausamkeit]] zur [[Absicht]] wird. Wo sie [[isolierte]] Lebensbedingung ist, erzeugt sie die [[Traumata]], welche in der [[Kultur]] selbst aufgehoben sind. Es wird dies daher zu einer [[verrückten]] Aufhebung von Kultur, also zu einer Aufhebung, die gegen sich selbst geht. Doch steckt darin eine wesentliche [[Kraft]] der [[Kritik]], wenn sie sich ihrer [[Scham]] entledigt hat und sich als vollständig negiertes Wesen [[erkennt]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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