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	<title>Seinsgewissheit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<updated>2025-11-04T18:52:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import aus TXT</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:43:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Die Erdschöpfung hat einen gewaltigen Stoß erhalten durch die Geognosie, d.h. durch die Wissenschaft, welche die Erdbildung, das Werden der Erde, als einen Prozeß, als Selbsterzeugung darstellte. Die generatio aequivoca ist die einzige praktische Widerlegung der Schöpfungstheorie. ... Wer hat den ersten Menschen und die Natur überhaupt gezeugt? Ich kann dir nur antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deine Frage ist selbst ein Produkt der Abstraktion. Frage dich, wie du auf jene Frage kömmst; frage dich, ob deine Frage nicht von einem Gesichtspunkt aus geschieht, den ich nicht beantworten kann, weil er ein verkehrter ist? ... Wenn du nach der Schöpfung der Natur und des Menschen fragst, so abstrahierst du ... vom Menschen und der Natur. Du setzest sie als nichtseiend und willst doch, daß ich sie als seiend dir beweise. Ich sage dir nun: Gib deine Abstraktion auf, so gibst du auch deine Frage auf, oder willst du an deiner Abstraktion festhalten, so sei konsequent, und wenn du den Menschen und die Natur als nichtseiend denkend, denkst,so denke dich selbst als nichtseiend, der du doch auch Natur und Mensch bist. Denke nicht, frage mich nicht, denn sobald du denkst und fragst, hat deine Abstraktion von dem Sein der Natur und des Menschen keinen Sinn. Oder bist du ein solcher Egoist, daß du alles als Nichts setzt und selbst sein willst?&amp;quot; [[(siehe MEW Band 40 Seite 545f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heidegger]] begründete seine [[Philosophie]] aus der Frage nach dem [[Sinn]] von [[Sein]] und entwarf das umfassende Monstrum einer [[sprachlichen]] Architektur seiner Seinsproblematik, wie sie allen abgehobenen [[Existenzen]] zu eigen ist. Indem er eine Seinsgewissheit erdachte, die unendlich zu ersuchen und zu befinden sei, konnte er diese allerdings nicht im [[Leben]] selbst finden und [[empfinden]], sondern nur im Jenseits hiervon, in der Konfrontation mit dem [[Tod]] [[Sinn]] [[bewahrheiten]] (&amp;quot;Sein zum Tode&amp;quot;). Er entwickelte diese &amp;quot;Gewissheit&amp;quot; aus einer [[ontologische]] Differenz (siehe [[Fundamentalontologie]]), aus der Unterscheidung von [[Sein]] und [[Seiendem]], worin das [[Sein]] ein [[eigentliches]] [[Dasein]] auch ohne [[Empfindung]], also rein [[objektiv]] finden könne. Dadurch erst könne eine sinnhafte [[Existenz]] in ihrem [[Sein]] zu verstehen sein, das keinerlei sinnhafte [[Substanz]], sondern lediglich mit der [[Zeit]] - auf Dauer seiner [[Existenz]] - zu [[begreifen]] sei. Dieser Verständnishorizont gilt ihm als Grundlage der Dinge in der Welt (siehe [[Verstand]]), das &amp;quot;Seiende&amp;quot; aber nicht etwa als [[Erscheinung]] eines darin erkennbaren [[logischen]] [[Wesens]] in ihrer weltlichen [[Substanz]], sondern als darin grundlos in die Welt geworfene Ungewissheit der [[Existenz]]. So galt er sich als Existenzialist und &amp;quot;Zeuge seiner Zeit&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen, Heidegger setzt [[Verstand]] mit [[Sein]] gleich, was bedeutet: nur was verstanden wird, ist auch, und das, was ist, ist immer schon verstanden, da [[Seiendes]] nur auf dem Hintergrund des [[Seins]] zu verstehen ist. Dass etwas ist, also existiert, und was etwas ist, also verstanden wird, ergebe sich aus dem Nebeneinander von beidem durch eine stets zu erstrebenden Seinsgewissheit, die sich nicht wirklich erweisen kann oder beweisen ließe, weil sie praktisch nur in der philosophischen [[Erkenntnis]] sich &amp;quot;lichten&amp;quot; könne. Diese biete im Handeln als &amp;quot;Vorlauf zum Tode&amp;quot; deren Wahrheit im &amp;quot;Sein zum Tode&amp;quot;. In ihm kann Philosophie allerdings auch nur noch soldatisch begriffen sein, eben als Gewissheit des Handelns im Antlitz des [[Todes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinsgewissheit ist ein Pleonasmus, der [[Seiendes]] durch Vergewisserung seines [[Seins]] verdoppeln soll. Die Aussage, dass etwas ist, dass z.B. dies ein Baum ist, was da ist, lässt sich nicht bezweifeln, wenn [[Sprache]] als [[praktisches Bewusstsein]] begriffen wird, die den Infragestellungen der [[Philosophie]] immer schon vorausgesetzt war. Lediglich [[Martin Heidegger]] setzte hier seine Kritik an, indem er [[Sprache]] und [[Bewusstsein]] selbst mit dem [[Dasein]] identifizierte, und ihre Identität zum [[Begriff]] einer [[Eigentlichkeit]] entfaltete, die er zur Grundlage seines Vorwurfs gegen die [[Seinsvergessenheit]] der Menschen machen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Sein als solches habe nämlich keine [[Substanz]], wie es die klassische Metaphysik seit Aristoteles meint, sondern lediglich ihr [[Dasein]] in der [[Zeit]], das immer wieder erneut zu befragen sei. In seinem Hauptwerk &amp;quot;Sein und Zeit&amp;quot; thematisiert Heidegger dies in der Zuspitzung: &amp;quot;Was meinen wir, wenn wir sagen, der Himmel ist blau?&amp;quot; Die Beantwortung einer solchen Frage setze die Destruktion der bestehenden Bedeutungen voraus, die durch eine analytische Beweisführung über den [[Sinn]] des [[Seins]] immer wieder zu erneuern wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die phänomenologische Philosophie arbeitet sich an der Seinsgewissheit in der darin logisch implizierten Unendlichkeit ab. Den Pleonasmus der Seinsgewissheit betreibt explizit ja auch schon der [[Nominalismus]], aber auch jeder andere [[Existenzialismus]], der sich seiner selbst durch sein &amp;quot;in die Welt geworfen sein&amp;quot; [[gewiss]] werden will, indem er [[Sein]] und [[Existenz]] ineinander und durch einander identifiziert. Seinsgewissheit unterscheidet eben schon vor aller Erfahrung ein [[Sein]], das ungewiss ist, von dem, was sich gewiss sein oder werden kann und deshalb gewiss gemacht werden muss, um auch [[wahr]] zu sein - im Grunde nur, weil es sich damit philosophieren lässt, weil der [[Zweifel]] über das Sein überhaupt selbst schon [[übersinnlich]], der höchste Zweifel ist, den man vorbringen kann, wenn und wo [[widersprüchliches]] Sein nicht begriffen wird. Es ist die Grundlage einer jeden [[Religion]], welche die Menschen ihres [[Daseins]], dem Sinn eines Lebens vergewissern soll, das nicht aus seiner Evidenz (siehe [[Selbstevidenz]]), sondern durch eine höhere [[Gewissheit]] begründet gelten soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die damit theoretisch versicherte Ungewissheit eröffnet ein weites Spektrum [[willkürlicher]] [[Gedanken]], die vor allem einer rechten [[Gesinnung]] zugrunde gelegt wird. Die Behauptung, dass man seines Seins nicht gewiss sein könne, ist z.B. die Grundlage für den Vorwurf von [[Martin Heidegger]], die Moderne würde sich aus der [[Seinsvergessenheit]] der Menschen begründen. Die Vorhaltung einer Seinsvergessenheit impliziert immerhin schon die Behauptung, dass Menschen eine eigentliche Ursprünglichkeit ([[Eigentlichkeit]]) in ihrem Sein hätten, die sie vergessen können (siehe [[Ursprungstheorien]]). Sie wurde von [[Heidegger]] formuliert, um seine [[Fundamentalontologie]] zu begründen und wurde zur innigsten Begründung von [[reaktionärem Bewusstsein]], das sich im deutschen [[Nationalsozialismus]] praktisch umgesetzt hatte. Letztlich ist sie die Wendung einer [[Untergangsangst]] in eine theoretisch überhobene [[Heilserwartung]], die qua philosophischen Input verewigt werden und in eine politische Heilslehre, in eine [[politische]] [[Religion]] gewendet werden kann, welche die [[ästhetischen]] Ressourcen der [[Religion]] aufzubrauchen versteht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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