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	<title>Selbst - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in kulturkritik</subtitle>
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		<updated>2025-11-04T18:52:56Z</updated>

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		<updated>2025-11-02T16:32:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:43:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Das Selbst ist ... der abstrakt gefa�te und durch Abstraktion erzeugte Mensch. Der Mensch ist [in dieser Auffassung] selbstisch. Sein Auge, sein Ohr etc. ist selbstisch; jede seinen Wesenskr�fte hat in ihm die Eigenschaft der Selbstigkeit. Aber deswegen ist es nun ganz falsch zu sagen: Das Selbstbewu�tsein hat Aug&amp;#039;, Ohr, Wesenskraft. Das Selbstbewu�tsein ist vielmehr eine Qualit�t der menschlichen Natur, des menschlichen Auges etc., nicht die menschliche Natur ist eine Qualit�t des Selbstbewu�tseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das f�r sich abstrahierte und fixierte Selbst ist der Mensch als abstrakter Egoist, der in seine reine Abstraktion zum Denken erhobne Egoismus.&amp;quot; [[(MEW 40, S. 575)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Selbst kann nicht wahr sein. Es w�re als das [[Subjekt]] einer [[allgemeinen]] [[Selbstwahrnehmung]], letztlich eine allgemeine [[Wahrnehmungsidentit�t]], die als das gro�e Versprechen einer allerh�chsten [[Wahrheit]] der [[Philosophie]] bzw. [[Religion]] einer [[allen gemeinen]] [[Wahrnehmungsidentit�t]] sei. Das w�re ein allerh�chster [[Gemeinsinn]], eine �ber alle Menschen erhabene [[Identit�t]], der [[Familiensinn]] einer [[Staatskultur]] die ein unendlich bestimmter [[Zwischenmensch]] zu [[�u�ern]] h�tte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was also soll dieses Selbst wesentlich sein? Dar�ber kann sich eigentlich nur ein Philosoph der &amp;quot;[[Eigentlichkeit]]&amp;quot; [[verst�ndigen]]. Denn &amp;quot;eigentlich&amp;quot; haben wir letztlich ja nur uns selbst als das wesentlich [[Eigene]] der [[Selbsterfahrung]] - zumindest wenn wir von unserer Geburt, unserem [[Leben]] und unserer [[Gesellschaft]], also von allem absehen, was uns wirklich ausmacht. Das Selbst kann daher nichts [[wesentlich]] f�r sich oder durch sich sein. Es ist nur eine abgerichtete [[Reduktion]] auf sich selbst, [[substanziell]] also garnichts. Doch auf der Suche nach dem &amp;quot;Sinn des Seins&amp;quot; konnte es [[Martin Heidegger]] - wenn schon nicht durchdringen - so doch als ein [[allgemeines]] [[Ph�nomen]] eines [[philosophisch]] [[vorgestellten]] [[Wesens]] aus dem &amp;quot;Man&amp;quot; einer [[Massenkultur]], als das [[vereinzelte]] &amp;quot;Man&amp;quot; ihrer [[b�rgerlichen Subjekte]] beschreiben, als das [[Wesen]] seiner [[allgemeinen]] [[Gedankenabstraktionen]] der pers�nlichen [[Selbsterfahrung]], als das &amp;quot;Je-Seinige&amp;quot;, das sich aus dem &amp;quot;eigentlichen Ganzseink�nnen des Daseins&amp;quot; in der &amp;quot;Sorge um die Selbstheit&amp;quot; [[begreifen]] lassen soll (Heidgger im dritten Kapitel aus &amp;quot;Sein und Zeit&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F�r [[Adorno]] ist das Selbst ein Produkt der [[Aufkl�rung]], eine &amp;quot;magische Illusion&amp;quot; die sich aus der &amp;quot;Macht der [[Gewohnheit]]&amp;quot; als &amp;quot;Macht der Wiederholung �bers Dasein&amp;quot; begreifen lasse,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;lange nachdem die Menschen der [[Illusion]] sich [[ent�u�ert]] hatten, durch Wiederholung, mit dem wiederholten [[Dasein]] sich zu identifizieren und so sich seiner Macht zu entziehen. Je weiter aber die magische Illusion entschwindet, um so unerbittlicher h�lt Wiederholung unter dem Titel Gesetzlichkeit den Menschen in jenem Kreislauf fest, durch dessen [[Vergegenst�ndlichung]] im Naturgesetz er sich als freies [[Subjekt]] gesichert w�hnt.&amp;quot; (Adorno in &amp;quot;Dialektik der Aufkl�rung&amp;quot; - &amp;quot;Begriff der Aufkl�rung&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das sogenannte Selbst nur [[abstrakt]], eine blo�e [[Idealisierung]] einer unendlich wiederholten [[Selbstbez�glichkeit]] sein kann, die man aus der [[Analyse]] von allerlei [[Selbstbezogenheiten]] ermitteln kann, ist es nichts f�r sich und nichts durch sich selbst - eben nur eine blo�e [[Tautologie]]. Von daher kann es kein Selbst geben. Im sogenannte &amp;quot;Selbst&amp;quot; herrscht das christliche Prinzip der [[Selbstlosigkeit]], die verewigte Gotteskindschaft derer, die ihren &amp;quot;N�chsten lieben wie sich selbst&amp;quot;. In [[Wahrheit]] gibt es demnach keine [[&amp;quot;selbstishe identit�t&amp;quot;]]. Ein [[Selbst]], das sich einfach nur auf sich selbst [[beziehen]] kann nur die [[Nichtigkeit]] einer [[Ideologie]] darstellen. In [[Wirklichkeit]] k�nnte es nur eine [[widersinnige]] [[Existenz]] durch sich ohne sich haben, k�nnte nichts anderes (siehe [[Anderssein]]) als [[nichts]] [[sein]], weil es sich in der [[Verselbst�ndigung]] seiner zirkul�ren [[Nichtigkeit]] nur selbst zerst�ren, sich unentwegt [[nichten]] m�sste, wo es etwas sein sollte. Ein positiv verstandenes Selbst ist daher schon an und f�r sich ein [[Unding]], weil es nur aus sich selbst, aus seiner [[Einzelheit]] heraus [[allgemein]] zu begreifen w�re und daher nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] haben k�nnte, niemals sich selbst gleichbleiben k�nnte, sich selbst unentwegt allgemein aufheben, sich st�ndig austauschen und sich �ber sich selbst [[t�uschen]] m�sste (siehe hierzu auch [[Tauschwert]]). weil es nur eine [[abstrakte]] [[Substanz]] haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Selbst]] als solches kann es daher nicht wirklich geben, weil es eine blo�e [[Reflektion]] der [[Wahrnehmung]] ist, der Widerschein einer [[Wirkung]], die [[Gef�hle]] auf sich selbst duch andere haben und in Wirklichkeit als [[Selbstgef�hle]] existieren, die sich aus der [[Selbstverwertung]] ergeben und die [[Selbstwahrnehmung]] best�tigen und also reproduzieren. Selbst ist der Mensch daher nur, wenn er sich im Unterschied durch anderes [[bestimmt]], das ihm [[fremd]] ist. Es ist der [[Begriff]] f�r die durch dieses [[vermittelte]] [[Aufhebung]], durch Verdopplung der [[Entfremdung]] seiner Wahrnehmung zu einer [[Selbstentfremdung]], indem Menschen sich durch anderes [[wahrhaben]], das ihnen zukommen und hierdurch [[Identit�t]] stiften soll. Darin ist ein Mensch getrieben (siehe [[Trieb]]), einen [[abwesenden]] Lebenszusammenhang durch sich selbst, durch seine hiervon [[isolierte]] Beziehung auf sich (siehe [[Selbstbeziehung]]) zu ersetzen. Er lebt zwischen sich und anderem und existiert daher in [[zwischenmenschlichen Verh�ltnissen]], worin er sich als anderer [[f�hlen]] und f�r sich [[empfinden]] kann, was er darin als sein [[Selbstgef�hl]] wirklich [[wahr hat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;quot;Selbst&amp;quot; kann eben nur die Verdopplung einer R�ckbeziehung meinen. Man bezieht sich nicht nur auf sich, sondern auf sich selbst, ist damit als [[Subjekt]] einer Beziehung zugleich [[substanzielle]] Reflexion. Man kann sagen, dass das Wort &amp;quot;Selbst&amp;quot; die Substantivierung einer Reflexion von sich und auf sich ist und von daher eine f�r sich substantivierte Macht darstellt und erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch diese wird durch das Selbst nicht wirklich aufgehoben, sondern verinnerlicht, also zum Medium dessen, was [[Adorno]] als &amp;quot;Maske&amp;quot; bezeichnet. Doch indem er das Selbst wie eine durch sich schon m�gliche [[Selbstgewissheit]] im Schein f�r sich begriffen haben will, macht er solche [[Erscheinung]] zu einer &amp;quot;falschen Einheit&amp;quot;, durch welche Natur nicht [[einverleibt]], sondern in [[Wahrheit]] &amp;quot;disqualifiziert&amp;quot;, falsches Leben einer &amp;quot;abstrakten Identit�t&amp;quot; sei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Als Ebenbild der unsichtbaren Macht erst erlangt der Mensch die Identit�t des Selbst, das sich in der Identifizierung mit anderem nicht verlieren kann, sondern sich als undurchdringliche Maske ein f�r allemal in Besitz nimmt. Es ist die Identit�t des Geistes und ihr Korrelat, die Einheit der Natur, der die F�lle der Qualit�ten erliegt. Die disqualifizierte Natur wird zum chaotischen Stoff blo�er Einteilung und das allgewaltige Selbst zum blo�en Haben, zur abstrakten Identit�t.&amp;quot; (Theodor W. Adorno &amp;quot;Dialektik der Aufkl�rung&amp;quot; Fischer 2002 S. 16)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit w�re das Selbst eine abstrakte Identit�t ohne Sinn, also nicht Ausdruck eines [[abstrakt menschlichen Sinns]], sondern ein blo�er Widersinn f�r sich, eine [[abstrakte]] Wesensbehauptung, eine schlichte Anma�ung. Aber ein &amp;quot;Selbst&amp;quot; dr�ckt eine urspr�nglich nur subjektive R�ckbeziehung zugleich als [[objektive]] [[Tatsache]] durchaus sinnlicher [[Lebensverh�ltnisse]] aus und bleibt von daher auch von dieser abh�ngig, auch wenn es &amp;quot;nur&amp;quot; [[zwischenmenschliche Verh�ltnisse]] sind. Dass ein Selbst sich dadurch versichert, dass es sich objektiv festh�lt, erkennt man schon in der umgangssprachlichen Verwendung des Wortes: &amp;quot;Ich selbst meine ...&amp;quot;. Es dient der Unterscheidung von anderem, das nicht dem Menschen zugeh�rig ist und das sich in der Entfaltung eigener [[Substanz]] seiner substanziellen Wesenskr�fte zu vergewissern sucht. Es betont das Vorhandensein seiner Selbst in einer eigenen [[Ganzheit]], welche die Unterstellung dieses Wortes zu einem [[Begriff]] macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Ableitungen hiervon entsprechen sich in der Reflexionsform. Es kennzeichnet die [[Ausschlie�lichkeit]] der eigenen [[Beziehung]], die damit als [[Selbstbeziehung]] substantiviert ist. Mit dieser wird eine sinnliche Tatsache impliziert, die ohne dies schon [[selbstverst�ndlich]] w�re: Die [[Anwesenheit]] von Haut und Haaren, wenn ich �berhaupt in Beziehung trete. Das Selbst wird daher nur durch diese Tatsache zum Subjekt einer Beziehung, zur Grundlage einer [[zwischenmenschlichen Beziehung]], in welcher sich Subjekte entfalten, die sich selbst objektiv auffassen und [[wahrnehmen]], ihre Subjektivit�t objektiv begreifen und sich nur dadurch emanzipieren k�nnen, dass sie ihre Objekt-Objekt-Beziehung in Subjekt-Objekt-Beziehungen zu umkehren verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Selbstentfaltung]] ist daher ein wesentlicher [[Sinn]] des [[Lebens]] �berhaupt, das sich darin in seiner Stofflichkeit entwickelt und auf anderes als [[Subjekt]] bezieht (siehe auch [[Stoffwechsel]]). Darin �u�ert sich alle nat�rliche [[Intelligenz]], die sich im [[Leiden]] an der rein stofflichen Selbstbeschr�nktheit begr�ndet. Auf sich selbst gibt es nur eine Beziehung �ber und durch anderes (siehe [[Objekt]]), also immer zugleich �ber sich selbst hinaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Substantiv, als blo�es &amp;quot;Selbst&amp;quot;, war als ein solcher Begriff lediglich die Unterstellung einer objektiven Seinsweise seiner selbst. Seine Nutzung kam im deutschen Idealismus zu Tragen. Mit dieses Wort lieferte sich die [[Philosophie]] und [[Psychologie]] allerlei Substanzen f�r [[Vorstellungen]] und [[Ideologien]]. Dort stellt &amp;quot;das Selbst&amp;quot; eine gedankliche Konstruktion, also auch einen Begriff der [[Selbstwahrnehmung]] dar: Das [[Prinzip]] einer [[Selbstbeziehung]] im Ausschluss von aller Objektivit�t. Diese Beziehung vollzieht sich als [[Abstraktion]] selbstbez�glicher [[Eigenschaften]], die damit zum [[Wesen]] einer [[Pers�nlichkeit]] werden - z.B. [[Seele]], [[Geist]], psychische Funktionen und Kr�fte (Selbstschutz) usw. Von daher ist &amp;quot;das Selbst&amp;quot; die zur [[isolierten]] Selbstbestimmung eingegrenzte Abstraktion einer [[Beziehung]]. Verwirklichen kann sich diese als [[Selbstwert]] und in dessen Beziehungsformen in den Wahrnehmungsverh�ltnissen der Menschen (siehe [[Selbstverwirklichung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der idealistischen Philosophie ist es das [[Wesen]] der [[Erkenntnis]] f�r sich, [[Identit�t]] des Erkennens, wie es sich unabh�ngig von der wirklichen Lebenswelt bestimmt als [[Subjekt]] im Sinne von Einheit und R�ckbeziehung aller menschlichen [[Erkenntnis]], letztlich als reine [[Selbsterkenntnis]], welche sich frei und unabh�ngig jenseits aller [[Wahrnehmung]] einfindet (Fichte). Bei [[Hegel]] gibt es diese als philosophisches [[Selbstbewusstsein]], worin sich der werdende [[Geist]] zur Welt wendet, darin seine [[Vernunft]] findet und den Mangel seiner Selbstbeziehung �berwindet. Diesem Gedanken ist ein Selbstentdeckungsprozess des Geistes unterstellt, der vor Allem ist und auf den Alles zur�ckkommt: [[Gott]] als sich selbst und wirklich entfaltende [[Idee]], welche in jedem einzelnen Menschen sich bildet und ausbreitet und sich in seiner [[Kultur]] und [[Sitte]] [[birgt]]. Dieses [[Denken]] wurde vor allem durch den Materialismus von Ludwig Feuerbach als Konstruktion idealisierter Beziehungen kritisiert und von [[Karl Marx]] als [[verkehrte]] Gedankenform der [[Wirklichkeit]] begriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Psychologie wird der [[Begriff]] oft synonym f�r die [[Identit�t]] der Selbstreflexion verwendet, nach welcher die [[Seele]] strebt. W�rde diese das Selbst aber wirklich sich zum Gegenstand machen k�nnen, so w�re sie eine Tautologie, Ausdruck einer [[Selbstentfremdung]]. Die b�rgerliche [[Psychologie]] insgesamt scheitert wesentlich daran, dass sie sich nicht die Frage stellen kann, was [[Seele]] �berhaupt ist und wodurch sie in einem Selbst (oder [[Ego]]) zu einer Lebensform der [[Selbstbeziehung]] wird. Psychologie h�lt wie alle [[b�rgerlichen Wissenschaften]] Selbstbezogenheit f�r die nat�rliche Lebensbedingung �berhaupt und sieht darin den Grund allen subjektiven Strebens. Dass dieser Grund als private Erscheinung gesellschaftlicher Entwicklung l�ngst vor jeder Individualit�t als gegebener [[Lebensstandard]] [[gegenst�ndlich]] im [[Reichtum]] einer [[Gesellschaft]] ist, um den sich das b�rgerliche Individuum [[Besitz]] heischend bem�hen muss, entzieht sich ihrem Horizont. Sie kann ein gesellschaftliches Individuum nicht von einer selbstbezogen Pers�nlichkeit unterscheiden und verwechselt daher die Individualit�t gesellschaftlicher Subjekte mit der pers�nlichen Subjektivit�t einer Gesellschaftsform. Seele und Selbst sind darin dann einerlei. Das Selbst gibt es aber nur in der [[b�rgerlichen Kultur]] als Beziehungsform des [[Geldbesitzes]], auf welchem eine v�llig verselbst�ndigte, eine &amp;quot;freie Individualit�t&amp;quot; gr�ndet. Allerdings stellt es darin auch das [[Wesen]] b�rgerlicher [[Subjektivit�t]], das Wesen der [[privaten]] [[Pers�nlichkeit]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im praktischen Leben dieser Kultur ist das Selbst in der [[Tat]] die f�r sich bestimmte Form der [[Selbstwahrnehmung]], worin der in sich selbst reflektierte Mensch die Einheit aller [[Selbstbeziehungen]] in sich f�hlt, [[wahrmacht]] und zu einem [[Verhalten]] in seinen [[Beziehungen]] auf andere entwickelt und betreibt und dem allen seinen [[Selbstwert]] entnimmt. Dies ergibt sich aus der [[Erleben]]swelt vereinzelter Individuen in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]], welche sich als Lebensformen der [[Seele]] entfaltet, aus dem Prozess ihrer [[Selbstverwirklichung]] die eigentt�mliche b�rgerliche Pers�nlichkeit in ihren [[Charakter]]gestalten entwickelt (siehe hierzu z.B. den [[autorit�ren Charakter]] den [[esoterischen Charakter]] oder die [[flexible Pers�nlichkeit]]). Dadurch, dass sie zu einer abstrakten Einheit durch das [[Wahrhaben]] in der [[Anwesenheit]] anderer Menschen gelangt, gibt es das Selbst als Beziehungsform von und f�r Menschen wirklich, d.h. Wirkung habend. Es ist damit aber so ziemlich genau das Gegenteil von dem, was die Philosophen und Psychologen hiervon begriffen haben wollen: Das Resultat der Vermittlung von [[Selbstwahrnehmungen]] durch andere, also ein Reflexion aus einem zwischenmenschlichen gesellschaftlichen Verkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst ist das allgemeine Substantiv f�r die [[Substanz]] der Beziehung auf sich selbst, die ein Unding w�re, w�re sie nicht tats�chlich als Beziehung auf andere, als [[zwischenmenschliche Beziehung]] m�glich. Nur in diesem Zusammenhang hat ein solcher Begriff seinen Sinn. Ihn als Reflexion einer [[Isolation]] von zwischenmenschlicher Bezogenheit durch die [[Seele]] zu erkl�ren schlie�t eine Kritik der Psychologie ein, die genau dies in ihren Begriffen leugnet und das Selbst gerne (z.B. als &amp;quot;[[Ich]]&amp;quot;) als eine positive Selbstbestimmung der Realit�tst�chtigkeit oder des Selbstbewusstseins einf�hrt, negiert vielleicht durch verselbst�ndigte Selbstbezogenheiten wie &amp;quot;Narzissmus&amp;quot;, &amp;quot;Egozentrik&amp;quot;, &amp;quot;Egoismus&amp;quot; usw. Solche Begrifflichkeit f�hrt zu Begriffen der reinen Subjektivit�t, einer [[Subjektivit�t]], die es gar nicht geben kann, weil sie keine andere Substanz als das Selbst haben, die wohl aber subjektiver Ausdruck objektiver [[Beziehungen]] als Formen der Selbstbesessenheit (siehe auch [[Besitz]]) sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Selbst ist die [[Wirklichkeit]]sform der [[Seele]] und damit [[Verwirklichung]] von seelischen [[Absichten]], wie sie sich im Lauf des [[Lebens]] gebildet und verwirklicht haben und auch im [[Ged�chtnis]] erhalten sind. Es kennt kein anderes Prinzip als das der seelischen [[Identit�t]]. Doch diese ist nicht wirklich seelisch m�glich, sondern nur unwirklich [[wirksam]], wirkt also in den [[Lebensr�umen]] der Seelenwelten durch den [[Eindruck]], den diese auf die [[Selbstwahrnehmung]] machen. Diese Welten sind eine Realit�t f�r sich, haben also dadurch [[Wirkung]], dass sie die Entfaltungsm�glichkeiten des [[Erlebens]] in diesem [[Raum]] aussch�pfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als selbst�ndige Beziehung auf andere bildet sich das Selbst aus [[Selbstgewinn]], der sich allerdings immer auch im [[Selbstverlust]] [[relativiert]], als [[bestimmte]] [[Beziehung]] durch Andere erfahren muss. Beides sind Momente abstrakter [[Selbstwahrnehmung]], der es gelingt, sich in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] als Lebenszusammenhang in [[Selbstgef�hlen]] zu verwirklichen (siehe [[Selbstverwirklichung]]), indem sie diesen per [[�sthetik]] und [[Design]] vermittelt, [[wahrhat]] und [[wahrmacht]] - dies allerding setzt die [[Selbstentleibung]] anderer Menschen voraus und ist damit die Existenzform entfremdeter [[Selbstachtung]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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