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	<title>Sitte - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2025-11-04T18:53:25Z</updated>

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Innerhalb der [[politische Kultur]] ist Sitte ein [[ästhetisches Vorurteil]] des [[Kulturbürgertums]] über das, was als [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;schön und gut&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;]] in den [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihrer [[Veremeinschaftung]] zu [[bewerten]] sei. Es wird auf diese Weise ganz einfach der [[Lebenswert]] eines [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnisses]] der [[Selbstverwertung]] , das allen [[ästhetischen Verhältnissen]] als [[abstrakt allgemeines]] Gebot zugrunde liegt auf ihre [[einzelnen]] [[Beziehungen]] (siehe z.B. [[Gemeinde]], [[Kultur]], [[Subkultur]], [[Sekte]]) übertragen. Sittlich ist dann das, was sich im Zugehörigen Dasein gehört (siehe auch [[Hörigkeit]]), indem es sich als ein gehorsames – weil sittliches – [[Verhalten]] im [[Verhältnis]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] bestimmen lässt. Wo sich darin und im [[Allgemeinen]] die Menschen durch ihre [[Lebensverhältnisse]] auf sich selbst [[beziehen]] (siehe [[Selbstbeziehung]]), solange sie nur in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] sich zueinander [[verhalten]], müssen sie ihr [[Verhalten]] aus Gebotenheiten ihrer in [[Wirklichkeit]] [[abstrakten]] [[Beziehungen]] bestimmen. Doch gerade darin volllziehen sie blind das gesellschaftlich [[Notwendige]], so sehr es ihnen auch verborgen sein mag. Was sich schickt oder schick ist, wird schnell zu einer [[Mode]]. Was man schon immer nötig hatte, der allgemeine [[Gebrauch]], die Art und Weise der gebräuchlichen [[Selbstbeziehung]] wurde zum [[Brauchtum]]. Auf diesem Gedaanken hat Kant seine Idee eines &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;ewigen Friedens&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;entwickelt, der durch seinen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;&lt;/del&gt;Kategorischen ima perativ&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; &lt;/del&gt;zu vollziehen und zu begreifen sei. Die Sitte ist aber sittlich nur durch das, was als gut gilt, was den [[Gewohnheiten]] der Kultur nötig ist, weil es die Güte der Kultur betrifft, [[Kulturgut]] ist. Bestimmend für die Sitte ist die Gewöhnung an die vorgefundenen [[Verhältnisse]], an die [[Gegebenheiten]] der Kultur. Sie ist das für gut Befundene, das Gütesiegel, das als [[Güte]] der Lebensverhältnisse [[bewertete]] und ihrer [[Kultur]] angemessene [[allgemeine]] [[Verhalten]] eines [[Ganzen]], das ethisch erforderlich ersscheint, um eine [[Kultur]] vor [[Nichtung]] und Niedergang zu bewahren. »Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.« (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 1785, BA 67 Von daher entspricht sie einerseits der Geschichte einer [[Kultur]] und bestimmt das [[Brauchtum]] durch ihre [[Ordnung]] und Anordnung zu einem Maß ihrer Verhältnisse, wie zugleich sich andererseits ihrer [[Vernunft]] entsprechend als Zusammenhang einer ungebrochenen [[Ganzheit]] vorzustellt, eines [[Heils]], das aus der artigen Befolgung ihrer Güte resultieren würde. Von daher enthält die Sitte bereits die [[Bestimmung]] einer Art, wie sie auch in der [[Gesinnnung]] verlangt ist. Im Unterschied zur [[Ethik]], welche sich konstitutiv [[bewertend]] und moralisch äußert, gilt als sittlich, was sich in die [[Gewohnheiten]] einer Kultur einfügt und diese als [[Hochkultur]] bestärkt, was im Allgemeinen einfach [[schön und gut]] ist. Als Reflex auf ein schlechtes [[Verhalten]] besteht sie daher meist auch nur aus der [[Gewohnheit]] und [[Bedeutung]], welche die sinnlichen [[Verhältnisse]] der Menschen haben und bilden, ist ihr [[Gewissen]], das ihrer [[Güte]] zum Durchsatz verhelfen soll und von daher wie von selbst eine [[heile Welt]] behauptet. Sittlichkeit bezieht sich daher weniger auf das soziale Verhalten als solches, sondern eher auf dessen [[Ästhetik]]. Allgemein ist sie die Formulierung einer kulturellen Artigkeit, die erst wirklich in einem [[ästhetischen Willen]] aufgeht, welchen eine Kultur [[ästhetisch]] herausgebildet hat und daran im kulturellen [[Verhältnis]] der Menschen deren [[Ausdruck]] und Verhalten ver[[gewissert]] und bemisst. Sie bestimmt hierin den Spielraum und die Grenzen, wonach sich die Menschen in ihrem [[zwischenmenschlichen]] Verhalten ästhetisch ausrichten sollen, wo sie sittlich sind und wo nicht. Diese können nur dort sittlich sein, wo sie als Kategorie ihrer Kultur im Alltag des Lebens durch Zustimmung oder Ablehnung bestätigt und funktional sind, wo sie also als [[Repräsentanten]] einer allgemeinen [[Stimmunng]] gelten (siehe auch [[repräsentative Demokratie)]], wo es also keine andere Bestätigung außerhalb ihrer [[Erklärung]] (siehe [[Aufklärung]]) für sie gibt (z.B. als [[Seele]] eines [[Volkes]] (siehe auch [[Rassismus]]) oder [[Wahrnehmung]] oder [[Gefühl]] usw.). Sitte funktioniert daher allgemein nur, wo Wahrnehmung nichts anderes als sich selbst [[wahrhat]] (siehe auch [[Logik der Kultur]] Teil 3c). Unsittliches Verhalten überschreitet daher meist auch die Grenzen dieses Wahrnehmungsverhältnisses und kann partiell durchaus die darin eingebundene Beschränkung der [[Erkenntnis]] aufheben und sie somit aus ihrer Unterwerfung durch die Gewohntheiten der [[Wahrnehmung]] befreien.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Immanuel Kant hat die Gespaltenheit zwischen Himmel und Erde als den Ausgangspunkt seiner Philosophie formuliert: &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir.&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;(Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft, A 289) Die so genannten &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;guten Sitten&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;sollen die bisherige [[Bräuche]] einer vorherrschenden a href=&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;../lex.php?lex=Religion&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039; &lt;/ins&gt;target=&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;info&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&#039;&#039;&lt;/ins&gt;&amp;gt;Religion als [[Kultur]] bewahren und die Sitten einer religiös begründeten Kulturgemeinschft als über die darin entstandenen Sitten einer herrschenden [[Kultur]] bewahren und [[normativ]] also als [[Norm]] gewordene [[Gewohnheit]] im [[Bräuche]], die zur Erhaltung einer [[bestimmten]] [[Zivilisation]] [[nötig]] zu sein [[scheinen]]. 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Wo sich darin und im [[Allgemeinen]] die Menschen durch ihre [[Lebensverhältnisse]] auf sich selbst [[beziehen]] (siehe [[Selbstbeziehung]]), solange sie nur in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] sich zueinander [[verhalten]], müssen sie ihr [[Verhalten]] aus Gebotenheiten ihrer in [[Wirklichkeit]] [[abstrakten]] [[Beziehungen]] bestimmen. Doch gerade darin volllziehen sie blind das gesellschaftlich [[Notwendige]], so sehr es ihnen auch verborgen sein mag. Was sich schickt oder schick ist, wird schnell zu einer [[Mode]]. Was man schon immer nötig hatte, der allgemeine [[Gebrauch]], die Art und Weise der gebräuchlichen [[Selbstbeziehung]] wurde zum [[Brauchtum]]. 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Sie ist das für gut Befundene, das Gütesiegel, das als [[Güte]] der Lebensverhältnisse [[bewertete]] und ihrer [[Kultur]] angemessene [[allgemeine]] [[Verhalten]] eines [[Ganzen]], das ethisch erforderlich ersscheint, um eine [[Kultur]] vor [[Nichtung]] und Niedergang zu bewahren. »Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.« (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 1785, BA 67 Von daher entspricht sie einerseits der Geschichte einer [[Kultur]] und bestimmt das [[Brauchtum]] durch ihre [[Ordnung]] und Anordnung zu einem Maß ihrer Verhältnisse, wie zugleich sich andererseits ihrer [[Vernunft]] entsprechend als Zusammenhang einer ungebrochenen [[Ganzheit]] vorzustellt, eines [[Heils]], das aus der artigen Befolgung ihrer Güte resultieren würde. Von daher enthält die Sitte bereits die [[Bestimmung]] einer Art, wie sie auch in der [[Gesinnnung]] verlangt ist. Im Unterschied zur [[Ethik]], welche sich konstitutiv [[bewertend]] und moralisch äußert, gilt als sittlich, was sich in die [[Gewohnheiten]] einer Kultur einfügt und diese als [[Hochkultur]] bestärkt, was im Allgemeinen einfach [[schön und gut]] ist. Als Reflex auf ein schlechtes [[Verhalten]] besteht sie daher meist auch nur aus der [[Gewohnheit]] und [[Bedeutung]], welche die sinnlichen [[Verhältnisse]] der Menschen haben und bilden, ist ihr [[Gewissen]], das ihrer [[Güte]] zum Durchsatz verhelfen soll und von daher wie von selbst eine [[heile Welt]] behauptet. Sittlichkeit bezieht sich daher weniger auf das soziale Verhalten als solches, sondern eher auf dessen [[Ästhetik]]. Allgemein ist sie die Formulierung einer kulturellen Artigkeit, die erst wirklich in einem [[ästhetischen Willen]] aufgeht, welchen eine Kultur [[ästhetisch]] herausgebildet hat und daran im kulturellen [[Verhältnis]] der Menschen deren [[Ausdruck]] und Verhalten ver[[gewissert]] und bemisst. Sie bestimmt hierin den Spielraum und die Grenzen, wonach sich die Menschen in ihrem [[zwischenmenschlichen]] Verhalten ästhetisch ausrichten sollen, wo sie sittlich sind und wo nicht. Diese können nur dort sittlich sein, wo sie als Kategorie ihrer Kultur im Alltag des Lebens durch Zustimmung oder Ablehnung bestätigt und funktional sind, wo sie also als [[Repräsentanten]] einer allgemeinen [[Stimmunng]] gelten (siehe auch [[repräsentative Demokratie)]], wo es also keine andere Bestätigung außerhalb ihrer [[Erklärung]] (siehe [[Aufklärung]]) für sie gibt (z.B. als [[Seele]] eines [[Volkes]] (siehe auch [[Rassismus]]) oder [[Wahrnehmung]] oder [[Gefühl]] usw.). Sitte funktioniert daher allgemein nur, wo Wahrnehmung nichts anderes als sich selbst [[wahrhat]] (siehe auch [[Logik der Kultur]] Teil 3c). Unsittliches Verhalten überschreitet daher meist auch die Grenzen dieses Wahrnehmungsverhältnisses und kann partiell durchaus die darin eingebundene Beschränkung der [[Erkenntnis]] aufheben und sie somit aus ihrer Unterwerfung durch die Gewohntheiten der [[Wahrnehmung]] befreien.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Python</name></author>
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Innerhalb der [[politische Kultur]] ist Sitte ein [[ästhetisches Vorurteil]] des [[Kulturbürgertums]] über das, was als [[&quot;schön und gut&quot;]] in den [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihrer [[Veremeinschaftung]] zu [[bewerten]] sei. Es wird auf diese Weise ganz einfach der [[Lebenswert]] eines [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnisses]] der [[Selbstverwertung]] , das allen [[ästhetischen Verhältnissen]] als [[abstrakt allgemeines]] Gebot zugrunde liegt auf ihre [[einzelnen]] [[Beziehungen]] (siehe z.B. [[Gemeinde]], [[Kultur]], [[Subkultur]], [[Sekte]]) übertragen. Sittlich ist dann das, was sich im Zugehörigen Dasein gehört (siehe auch [[Hörigkeit]]), indem es sich als ein gehorsames – weil sittliches – [[Verhalten]] im [[Verhältnis]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] bestimmen lässt. Wo sich darin und im [[Allgemeinen]] die Menschen durch ihre [[Lebensverhältnisse]] auf sich selbst [[beziehen]] (siehe [[Selbstbeziehung]]), solange sie nur in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] sich zueinander [[verhalten]], müssen sie ihr [[Verhalten]] aus Gebotenheiten ihrer in [[Wirklichkeit]] [[abstrakten]] [[Beziehungen]] bestimmen. Doch gerade darin volllziehen sie blind das gesellschaftlich [[Notwendige]], so sehr es ihnen auch verborgen sein mag. Was sich schickt oder schick ist, wird schnell zu einer [[Mode]]. Was man schon immer nötig hatte, der allgemeine [[Gebrauch]], die Art und Weise der gebräuchlichen [[Selbstbeziehung]] wurde zum [[Brauchtum]]. Auf diesem Gedaanken hat Kant seine Idee eines &quot;ewigen Friedens&quot; entwickelt, der durch seinen &quot;Kategorischen ima perativ&quot; zu vollziehen und zu begreifen sei. Die Sitte ist aber sittlich nur durch das, was als gut gilt, was den [[Gewohnheiten]] der Kultur nötig ist, weil es die Güte der Kultur betrifft, [[Kulturgut]] ist. Bestimmend für die Sitte ist die Gewöhnung an die vorgefundenen [[Verhältnisse]], an die [[Gegebenheiten]] der Kultur. Sie ist das für gut Befundene, das Gütesiegel, das als [[Güte]] der Lebensverhältnisse [[bewertete]] und ihrer [[Kultur]] angemessene [[allgemeine]] [[Verhalten]] eines [[Ganzen]], das ethisch erforderlich ersscheint, um eine [[Kultur]] vor [[Nichtung]] und Niedergang zu bewahren. &lt;/ins&gt;»Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.« (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 1785, BA 67 &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Von daher entspricht sie einerseits der Geschichte einer [[Kultur]] und bestimmt das [[Brauchtum]] durch ihre [[Ordnung]] und Anordnung zu einem Maß ihrer Verhältnisse, wie zugleich sich andererseits ihrer [[Vernunft]] entsprechend als Zusammenhang einer ungebrochenen [[Ganzheit]] vorzustellt, eines [[Heils]], das aus der artigen Befolgung ihrer Güte resultieren würde. Von daher enthält die Sitte bereits die [[Bestimmung]] einer Art, wie sie auch in der [[Gesinnnung]] verlangt ist. Im Unterschied zur [[Ethik]], welche sich konstitutiv [[bewertend]] und moralisch äußert, gilt als sittlich, was sich in die [[Gewohnheiten]] einer Kultur einfügt und diese als [[Hochkultur]] bestärkt, was im Allgemeinen einfach [[schön und gut]] ist. Als Reflex auf ein schlechtes [[Verhalten]] besteht sie daher meist auch nur aus der [[Gewohnheit]] und [[Bedeutung]], welche die sinnlichen [[Verhältnisse]] der Menschen haben und bilden, ist ihr [[Gewissen]], das ihrer [[Güte]] zum Durchsatz verhelfen soll und von daher wie von selbst eine [[heile Welt]] behauptet. Sittlichkeit bezieht sich daher weniger auf das soziale Verhalten als solches, sondern eher auf dessen [[Ästhetik]]. Allgemein ist sie die Formulierung einer kulturellen Artigkeit, die erst wirklich in einem [[ästhetischen Willen]] aufgeht, welchen eine Kultur [[ästhetisch]] herausgebildet hat und daran im kulturellen [[Verhältnis]] der Menschen deren [[Ausdruck]] und Verhalten ver[[gewissert]] und bemisst. Sie bestimmt hierin den Spielraum und die Grenzen, wonach sich die Menschen in ihrem [[zwischenmenschlichen]] Verhalten ästhetisch ausrichten sollen, wo sie sittlich sind und wo nicht. Diese können nur dort sittlich sein, wo sie als Kategorie ihrer Kultur im Alltag des Lebens durch Zustimmung oder Ablehnung bestätigt und funktional sind, wo sie also als [[Repräsentanten]] einer allgemeinen [[Stimmunng]] gelten (siehe auch [[repräsentative Demokratie)]], wo es also keine andere Bestätigung außerhalb ihrer [[Erklärung]] (siehe [[Aufklärung]]) für sie gibt (z.B. als [[Seele]] eines [[Volkes]] (siehe auch [[Rassismus]]) oder [[Wahrnehmung]] oder [[Gefühl]] usw.). Sitte funktioniert daher allgemein nur, wo Wahrnehmung nichts anderes als sich selbst [[wahrhat]] (siehe auch [[Logik der Kultur]] Teil 3c). Unsittliches Verhalten überschreitet daher meist auch die Grenzen dieses Wahrnehmungsverhältnisses und kann partiell durchaus die darin eingebundene Beschränkung der [[Erkenntnis]] aufheben und sie somit aus ihrer Unterwerfung durch die Gewohntheiten der [[Wahrnehmung]] befreien.&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmenden Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir.&quot; (Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft, A 289)&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&quot;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;So wenig &lt;/del&gt;die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Dampfmaschinen &lt;/del&gt;zu &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dämpfen sind, so wenig &lt;/del&gt;ist &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dies auch im Sittlichen möglich; die Lebhaftigkeit &lt;/del&gt;des &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Handels, &lt;/del&gt;das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Durchrauschen des Papiergeldes&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;das Anschwellen &lt;/del&gt;der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Schulden, um Schulden zu bezahlen&lt;/del&gt;, das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;alles sind die ungeheuern Elemente, &lt;/del&gt;auf &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die gegenwärtig ein junger Mann gesetzt ist&lt;/del&gt;.&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot; (Johann Wolfgang Goethe&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Wilhelm Meisters Wanderjahre&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;letzte Fassung 1829&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bd&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;8&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;S&lt;/del&gt;. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;313)&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Die so genannten &quot;guten Sitten&quot; sollen die bisherige [[Bräuche]] einer vorherrschenden a href=&quot;../lex.php?lex=Religion&quot; target=&quot;info&lt;/ins&gt;&quot;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&amp;gt;Religion als [[Kultur]] bewahren und &lt;/ins&gt;die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sitten einer religiös begründeten Kulturgemeinschft als über die darin entstandenen Sitten einer herrschenden [[Kultur]] bewahren und [[normativ]] also als [[Norm]] gewordene [[Gewohnheit]] im [[Bräuche]], die zur Erhaltung einer [[bestimmten]] [[Zivilisation]] [[nötig]] &lt;/ins&gt;zu &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;sein [[scheinen]]. Innerhalb der [[politische Kultur]] &lt;/ins&gt;ist &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sitte ein [[ästhetisches Vorurteil]] &lt;/ins&gt;des &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Kulturbürgertums]] über &lt;/ins&gt;das, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;was als [[&quot;schön und gut&quot;]] in den [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihrer [[Veremeinschaftung]] zu [[bewerten]] sei. Es wird auf diese Weise ganz einfach der [[Lebenswert]] eines [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnisses]] &lt;/ins&gt;der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Selbstverwertung]] &lt;/ins&gt;, das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;allen [[ästhetischen Verhältnissen]] als [[abstrakt allgemeines]] Gebot zugrunde liegt &lt;/ins&gt;auf &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ihre [[einzelnen]] [[Beziehungen]] (siehe z.B&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Gemeinde]]&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Kultur]]&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Subkultur]]&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Sekte]]) übertragen&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sittlich ist dann das&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;was sich im Zugehörigen Dasein gehört (siehe auch [[Hörigkeit]]), indem es sich als ein gehorsames – weil sittliches – [[Verhalten]] im [[Verhältnis]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] bestimmen lässt&lt;/ins&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Die so genannten &quot;guten Sitten&quot; sollen die bisherige [[Bräuche]] einer herrschenden &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kultur&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bewahren und &lt;/del&gt;die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sitten einer Kulturgemeinschft als über die darin entstandenen Sitten einer herrschenden &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kultur&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bewahren und als &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;normativ&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;als &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;normativ&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gewordene &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gewohnheiten&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;der &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Bräuche&lt;/del&gt;]], &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die zur Erhaltung einer &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bestimmten&lt;/del&gt;]] [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Zivilisation&lt;/del&gt;]] [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;nötig&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zu sein &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;scheinen&lt;/del&gt;]]. &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Innerhalb der &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;politische Kultur&lt;/del&gt;]] ist &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sitte ein &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ästhetisches Vorurteil&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;des &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kulturbürgertums&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;über das&lt;/del&gt;, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;was als [[&quot;schön &lt;/del&gt;und &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gut&quot;]] in den &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zwischenmenschlichen Beziehungen&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ihrer &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Veremeinschaftung&lt;/del&gt;]] zu [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bewerten&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;sei. Es wird auf diese Weise ganz einfach &lt;/del&gt;der [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Lebenswert&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;eines &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gesellschaftlichen&lt;/del&gt;]] [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verhältnisses&lt;/del&gt;]] der &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Selbstverwertung]] &lt;/del&gt;, das &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;allen [[ästhetischen Verhältnissen]] &lt;/del&gt;als [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;abstrakt allgemeines&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gebot zugrunde liegt auf ihre &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;einzelnen&lt;/del&gt;]] [[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Beziehungen&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(siehe z.B. &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gemeinde&lt;/del&gt;]]&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kultur&lt;/del&gt;]]&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Subkultur&lt;/del&gt;]], &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Sekte]]) übertragen. Sittlich ist dann &lt;/del&gt;das, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;was sich im Zugehörigen Dasein gehört (siehe auch &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Hörigkeit&lt;/del&gt;]]&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;), indem es sich als ein gehorsames – weil sittliches – &lt;/del&gt;[[&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verhalten&lt;/del&gt;]] &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;im [[Verhältnis]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] bestimmen lässt&lt;/del&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Wo sich darin und im &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Allgemeinen&lt;/ins&gt;]] die &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Menschen durch ihre &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Lebensverhältnisse&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;auf sich selbst &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;beziehen&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;(siehe &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Selbstbeziehung&lt;/ins&gt;]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;), solange sie nur in &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zwischenmenschlichen Beziehungen&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;sich zueinander &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;verhalten&lt;/ins&gt;]], &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;müssen sie ihr &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verhalten&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;aus Gebotenheiten ihrer in &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Wirklichkeit&lt;/ins&gt;]] [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;abstrakten&lt;/ins&gt;]] [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Beziehungen&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bestimmen&lt;/ins&gt;. &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Doch gerade darin volllziehen sie blind das gesellschaftlich &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Notwendige&lt;/ins&gt;]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, so sehr es ihnen auch verborgen sein mag. Was sich schickt oder schick &lt;/ins&gt;ist&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, wird schnell zu einer &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Mode&lt;/ins&gt;]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Was man schon immer nötig hatte, der allgemeine &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gebrauch&lt;/ins&gt;]], &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;die Art &lt;/ins&gt;und &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Weise der gebräuchlichen &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Selbstbeziehung&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wurde zum &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Brauchtum&lt;/ins&gt;]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Auf diesem Gedaanken hat Kant seine Idee eines &quot;ewigen Friedens&quot; entwickelt, der durch seinen &quot;Kategorischen ima perativ&quot; zu vollziehen und &lt;/ins&gt;zu &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;begreifen sei. Die Sitte ist aber sittlich nur durch das, was als gut gilt, was den &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gewohnheiten&lt;/ins&gt;]] der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kultur nötig ist, weil es die Güte der Kultur betrifft, &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kulturgut&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ist. Bestimmend für die Sitte ist die Gewöhnung an die vorgefundenen &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verhältnisse&lt;/ins&gt;]]&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, an die &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Gegebenheiten&lt;/ins&gt;]] der &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kultur. Sie ist das für gut Befundene, das Gütesiegel&lt;/ins&gt;, das als [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Güte&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;der Lebensverhältnisse &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bewertete&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;und ihrer &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kultur&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;angemessene &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;allgemeine&lt;/ins&gt;]] [[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verhalten&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;eines &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Ganzen&lt;/ins&gt;]], das &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ethisch erforderlich ersscheint&lt;/ins&gt;, &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;um eine &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Kultur&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;vor &lt;/ins&gt;[[&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Nichtung&lt;/ins&gt;]] &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;und Niedergang zu bewahren&lt;/ins&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;/table&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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		<title>Python: Automatischer Import</title>
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		<updated>2025-05-07T21:43:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;»Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.« (Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, 1785, BA 67&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;So wenig die Dampfmaschinen zu dämpfen sind, so wenig ist dies auch im Sittlichen möglich; die Lebhaftigkeit des Handels, das Durchrauschen des Papiergeldes, das Anschwellen der Schulden, um Schulden zu bezahlen, das alles sind die ungeheuern Elemente, auf die gegenwärtig ein junger Mann gesetzt ist.&amp;quot; (Johann Wolfgang Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, letzte Fassung 1829, Bd. 8, S. 313)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die so genannten &amp;quot;guten Sitten&amp;quot; sollen die bisherige [[Bräuche]] einer herrschenden [[Kultur]] bewahren und die Sitten einer Kulturgemeinschft als über die darin entstandenen Sitten einer herrschenden [[Kultur]] bewahren und als [[normativ]] als [[normativ]] gewordene [[Gewohnheiten]] der [[Bräuche]], die zur Erhaltung einer [[bestimmten]] [[Zivilisation]] [[nötig]] zu sein [[scheinen]]. Innerhalb der [[politische Kultur]] ist Sitte ein [[ästhetisches Vorurteil]] des [[Kulturbürgertums]] über das, was als [[&amp;quot;schön und gut&amp;quot;]] in den [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] ihrer [[Veremeinschaftung]] zu [[bewerten]] sei. Es wird auf diese Weise ganz einfach der [[Lebenswert]] eines [[gesellschaftlichen]] [[Verhältnisses]] der [[Selbstverwertung]] , das allen [[ästhetischen Verhältnissen]] als [[abstrakt allgemeines]] Gebot zugrunde liegt auf ihre [[einzelnen]] [[Beziehungen]] (siehe z.B. [[Gemeinde]], [[Kultur]], [[Subkultur]], [[Sekte]]) übertragen. Sittlich ist dann das, was sich im Zugehörigen Dasein gehört (siehe auch [[Hörigkeit]]), indem es sich als ein gehorsames – weil sittliches – [[Verhalten]] im [[Verhältnis]] ihrer [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] bestimmen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo sich darin und im [[Allgemeinen]] die Menschen durch ihre [[Lebensverhältnisse]] auf sich selbst [[beziehen]] (siehe [[Selbstbeziehung]]), solange sie nur in [[zwischenmenschlichen Beziehungen]] sich zueinander [[verhalten]], müssen sie ihr [[Verhalten]] aus Gebotenheiten ihrer in [[Wirklichkeit]] [[abstrakten]] [[Beziehungen]] bestimmen. Doch gerade darin volllziehen sie blind das gesellschaftlich [[Notwendige]], so sehr es ihnen auch verborgen sein mag. Was sich schickt oder schick ist, wird schnell zu einer [[Mode]]. Was man schon immer nötig hatte, der allgemeine [[Gebrauch]], die Art und Weise der gebräuchlichen [[Selbstbeziehung]] wurde zum [[Brauchtum]]. Die Sitte ist aber sittlich nur durch das, was als gut gilt, was den [[Gewohnheiten]] der Kultur nötig ist, weil es die Güte der Kultur betrifft, [[Kulturgut]] ist. Bestimmend für die Sitte ist die Gewöhnung an die vorgefundenen [[Verhältnisse]], an die [[Gegebenheiten]] der Kultur. Sie ist das für gut Befundene, das Gütesiegel, das als [[Güte]] der Lebensverhältnisse [[bewertete]] und ihrer [[Kultur]] angemessene [[allgemeine]] [[Verhalten]] eines [[Ganzen]], das ethisch erforderlich ersscheint, um eine [[Kultur]] vor [[Nichtung]] und Niedergang zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Von daher entspricht sie einerseits der Geschichte einer [[Kultur]] und bestimmt das [[Brauchtum]] durch ihre [[Ordnung]] und Anordnung zu einem Maß ihrer Verhältnisse, wie zugleich sich andererseits ihrer [[Vernunft]] entsprechend als Zusammenhang einer ungebrochenen [[Ganzheit]] vorzustellt, eines [[Heils]], das aus der artigen Befolgung ihrer Güte resultieren würde. Von daher enthält die Sitte bereits die [[Bestimmung]] einer Art, wie sie auch in der [[Gesinnnung]] verlangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zur [[Ethik]], welche sich konstitutiv [[bewertend]] und moralisch äußert, gilt als sittlich, was sich in die [[Gewohnheiten]] einer Kultur einfügt und diese als [[Hochkultur]] bestärkt, was im Allgemeinen einfach [[schön und gut]] ist. Als Reflex auf ein schlechtes [[Verhalten]] besteht sie daher meist auch nur aus der [[Gewohnheit]] und [[Bedeutung]], welche die sinnlichen [[Verhältnisse]] der Menschen haben und bilden, ist ihr [[Gewissen]], das ihrer [[Güte]] zum Durchsatz verhelfen soll und von daher wie von selbst eine [[heile Welt]] behauptet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sittlichkeit bezieht sich daher weniger auf das soziale Verhalten als solches, sondern eher auf dessen [[Ästhetik]]. Allgemein ist sie die Formulierung einer kulturellen Artigkeit, die erst wirklich in einem [[ästhetischen Willen]] aufgeht, welchen eine Kultur [[ästhetisch]] herausgebildet hat und daran im kulturellen [[Verhältnis]] der Menschen deren [[Ausdruck]] und Verhalten ver[[gewissert]] und bemisst. Sie bestimmt hierin den Spielraum und die Grenzen, wonach sich die Menschen in ihrem [[zwischenmenschlichen]] Verhalten ästhetisch ausrichten sollen, wo sie sittlich sind und wo nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese müssen dort sittlich sein, wo sie bestätigt sein müssen, wo es also keine andere Bestätigung für sie gibt (z.B. als [[Seele]] oder [[Wahrnehmung]] oder [[Gefühl]] usw.). Sitte funktioniert daher allgemein nur, wo Wahrnehmung nichts anderes als sich selbst [[wahrhat]] (siehe auch [[Logik der Kultur]] Teil 3c). Unsittliches Verhalten überschreitet daher meist auch die Grenzen dieses Wahrnehmungsverhältnisses und kann partiell durchaus die darin eingebundene Beschränkung der [[Erkenntnis]] aufheben und sie somit aus ihrer Unterwerfung durch die Gewohntheiten der [[Wahrnehmung]] befreien.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Python</name></author>
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