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	<title>Wissenschaft Teil1 - Versionsgeschichte</title>
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		<author><name>Python</name></author>
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		<updated>2025-11-02T16:36:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Automatischer Import aus TXT&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;quot;Die Produktion der Ideen, Vorstellungen, des Bewusstseins ist zunächst unmittelbar verflochten in die materielle Tätigkeit und den materiellen Verkehr der Menschen, ist Sprache des wirklichen Lebens. Das Vorstellen, Denken, der geistige Verkehr der Menschen erscheinen hier noch als direkter Ausfluss ihres materiellen Verhaltens. Von der geistigen Produktion, wie sie in der Sprache der Politik, der Gesetze, der Moral, der Religion, Metaphysik usw. eines Volkes sich darstellt, gilt dasselbe. Die Menschen sind die Produzenten ihrer Vorstellungen, Ideen usw., aber die wirklichen, wirkenden Menschen, wie sie bedingt sind durch eine bestimmte Entwicklung ihrer Produktivkräfte und des denselben entsprechenden Verkehrs bis zu seinen weitesten Formationen hinauf. Das Bewußtsein kann nie etwas Andres sein als das bewußte Sein, und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozeß. Wenn in der ganzen Ideologie die Menschen und ihre Verhältnisse wie in einer Camera obscura auf den Kopf gestellt erscheinen, so geht dies Phänomen ebensosehr aus ihrem historischen Lebensprozeß hervor, wie die Umdrehung der Gegenstände auf der Netzhaut aus ihrem unmittelbar physischen. ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Nebelbildungen im Gehirn der Menschen sind notwendige Sublimate ihres materiellen, empirisch konstatierbaren und an materielle Voraussetzungen geknüpften Lebensprozesses.&amp;quot; [[(MEW 3, S. 26 f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideologie ist die [[Verselbständigung]] einer [[Idealisierung]]. Sie betreibt die [[Logik]] einer [[Idee]], wie sie sich unmittelbar schon der Anschauung entnehmen und verstehen lässt. Es ist der [[Verstand]], der sich unmittelbar auf die [[Gegebenheiten]] so bezieht, wie sie [[allgemein]] zu verstehen sind, weil sie allgemein als [[gegeben]] [[erscheinen]]. Von daher sollte nach Hegel die [[Vernunft]] die Einseitigkeit des Verstehens verneinen, sich dem [[Verstand]] einer [[Gedankenabstraktion]]entgegensetzen. Deren Begrenztheit besteht aus der Spekulation auf eine höhere Stufe der Entwicklung zu einer absoluten [[Vernunft]], mit der letztlich ein [[identitäres Denken]] angelegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Spekulative oder Positiv-Vernünftige fasst die Einheit der Bestimmungen in ihrer Entgegensetzung auf, das Affirmative, das in ihrer Auflösung und ihrem Übergehen enthalten ist.&amp;quot; (G. W. F. Hegel: Enzyklopädie, § 82.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade dieses &amp;quot;Positiv-Vernünftige&amp;quot; ist allerdings die Grundlage einer jeden [[Ideologie]], da es die [[Gegebenheiten]] schon durch sich selbst, also an und für sich vernünftig scheinen lässt, sich ihrem [[notwendigen Schein]] kritiklos überlässt. Sie will vernünftig sein, indem sie [[Vorstellungen]] und [[Sehnsüchte]] in Vernunft kleidet. So sind z.B. [[Freiheit]] und [[Gleichheit]] aller Menschen und deren [[Solidarität]] zwar nette [[Abstraktionen]], schöne [[Vorstellungen]] und ihre Verwirklichung mag daher auch als das Regulativ ihrer Verhältnisse als [[vernünftig]] erscheinen (siehe hierzu auch den [[Kategorischen Imperativ]]). Aber eine [[Freiheit]], die als nicht Befreiung, als [[Notwendigkeit]] des [[Lebens]] herausgestellt ist, eine [[Gleichheit]], die nicht als [[Kritik]] des Vergleichens, der [[Gleichgültigkeit]] gegen die [[Konkurrenz]] [[begriffen]] wird, und eine [[Solidarität]], die nicht im Interesse der Verbundenheit eigener Lebenskräfte verstanden wird, entwickelt sich notwendig als bloße [[Idee]], die der Analyse des [[wirklichen]] [[Seins]], der Wirklichkeit des Lebens ihre [[Kritik]] entwirklicht, die sie begründet hatte, sich also zum Gegenteil ihrer Verwirklichung [[verkehrt]]. Im Grunde vollziehen diese [[Gedankenabstraktionen]] dabei einen [[idealisierten]] [[Widersinn]] der [[Verhältnisse]], der sich in solchen nur [[moralisierenden]] [[Vorstellungen]] nur reproduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben gezeigt daß die Verselbständigung der Gedanken &amp;amp; Ideen eine Folge der Verselbständigung der persönlichen Verhältnisse &amp;amp; Beziehungen der Individuen ist. Wir haben gezeigt daß die ausschließliche systematische Beschäftigung mit diesen Gedanken von Seiten der Ideologen &amp;amp; Philosophen &amp;amp; damit die Systematisirung dieser Gedanken eine Folge der Teilung der Arbeit ist, &amp;amp; namentlich die deutsche Philosophie eine Folge der deutschen kleinbürgerlichen Verhältnisse. [[(MEW 3,504, 32)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte daher - etwas verkürzt - sagen, dass Ideologie nichts anderes als [[Positivismus]] schlechthin ist. &amp;quot;Think positiv&amp;quot; und meide das Negative. Suche das für dich förderlich [[Scheinende]], das [[Ideale]] aus seinem [[zufälligen]] [[Erscheinen]] und nicht aus seinen wirklichen Zusammenhängen, nicht das, was damit im [[Allgemeinen]] sich wirklich bildet und entwickelt. Deine [[Isolation]] in einer nur [[abstrakt menschlichen Gesellschaft]] bekommt damit immerhin einen &amp;quot;höheren Sinn und Zweck&amp;quot;, den du nicht begreifen musst, weil alles so ist, wie es dir scheint und schon von daher in einem hohen Sinn des [[Daseins]] zweckvoll ist. Marx hatte das als [[Selbstbewusstsein]] des &amp;quot;reinen Individuums&amp;quot; beschrieben, das immer wieder den Teil eines [[isolierten]] [[Bewusstseins]] je nach [[zufälligem]] [[Nutzen]] aufblendet, um in der [[Teilung der Arbeit]] zu verharren und ein [[allgemeines]], also [[gesellschaftliches]] [[Bewusstsein]] hierüber - gewollt oder ungewollt, immer aber irgendwie [[beabsichtigt]] - zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Die Individuen gingen immer von sich aus, natürlich aber von sich innerhalb ihrer gegebenen historischen Bedingungen und Verhältnisse, nicht vom &amp;quot;reinen&amp;quot; Individuum im Sinne der Ideologen. Aber im Lauf der historischen Entwicklung und gerade durch die innerhalb der Teilung der Arbeit unvermeidliche Verselbständigung der gesellschaftlichen Verhältnisse tritt ein Unterschied heraus zwischen dem Leben jedes Individuums, soweit es persönlich ist und insofern es unter irgendeinen Zweig der Arbeit und die dazugehörigen Bedingungen subsumiert ist. ... Im Stand (mehr noch im Stamm) ist dies noch verdeckt, z.B. ein Adliger bleibt stets ein Adliger, ein Roturier &amp;lt;Nichtadliger, Bürgerlicher&amp;gt; stets ein Roturier, abgesehn von seinen sonstigen Verhältnissen, eine von seiner Individualität unzertrennliche Qualität. Der Unterschied des persönlichen Individuums gegen das Klassenindividuum, die Zufälligkeit der Lebensbedingungen für das In[dividuum] tritt erst mit dem Auftreten der Klasse [ein], die selbst ein Produkt der Bourgeoisie ist. Die Konkurrenz und der Kampf [der] Individuen untereinander erz[eugt und en]twickelt erst diese Zufälligkeit als solche. In der Vorstellung sind daher die Individuen unter der Bourgeoisieherrschaft freier als früher, weil ihnen ihre Lebensbedingungen zufällig sind; in der Wirklichkeit sind sie natürlich unfreier, weil mehr unter sachliche Gewalt subsumiert.&amp;quot; [[(MEW 3,75f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist [[Ideologie]] ja auch in der Tat der adäquate Ausdruck [[verkehrter]] Verhältnisse, die noch nicht auf ihren [[Begriff]] gebracht und von daher für die Menschen in ihrer [[Unwirklichkeit]] noch nicht [[wirklich]] [[erkannt]] sind, also grundlos [[erscheinen]] können, auch wenn sie in in der [[Form]] ihrer [[Verhältnissen]] das Gegenteil ihrer [[Inhalte]] bewirken, sich [[verkehren]] und als falsch erweisen (siehe [[Dialektik]] der [[Formbestimmung]]). Im Unterschied zu [[Religion]] oder [[Kultur]] ist Ideologie von da her ein &amp;quot;notwendig falsches Bewusstsein&amp;quot;, ein [[Wissen]] ohne wirkliches [[Sein]] - doch not-wendig, wo Wissen not tut und nicht gebildet ist, weil die [[Erkenntnis]] der [[Entfremdung]] fremd geblieben ist. Ideologie ist so [[verkehrt]], wie es die Verhältnisse sind (siehe [[Warenfetischismus]]), die sie ideal versteht, weil sie in einem unmittelbaren Zusammenhang zu ihrem Grund steht, zur [[Verkehrung]] der Lebensverhältnisse der Menschen zu einem Schein von [[Leben]], den sie idealisiert (siehe auch [[Scheinwelt]]). Sie ist eine positive [[Philsosophie]], eine [[Theorie]] des [[Seins]], die ihm eine [[Idee]] zugrunde legt, die darin sich verwirklichen solle. Eine solche [[Theorie]] lebt von der Bescheidenheit, in allem das [[Gute]] zu finden, in dem, als was es [[allgemein]] durch seine innere [[Notwendigkeit]] erscheinen muss (siehe [[notwendiger Schein]]) zugleich ein idealiertes [[Wesen]] für sich zu finden, darin zu [[empfinden]], was der [[Selbstwahrnehmung]] die Güte eines besseren [[Bewusstseins]] verleihen könnte (siehe auch [[Selbstveredelung]]), als wäre sie einer [[Gewissheit]] und also einem Wissen zu entnehmen wie der Geist aus einer Flasche der gesellschaftlichen Tugenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Ideologie ist nicht nur [[Vorstellung]], sondern das [[Bewusstsein]] einer [[Allgemeinheit]], die so nicht wahr ist, wie sie idealisiert werden kann, auch wenn darin wahr sein kann, welche [[Idee]] darin zu entdecken wäre (vergleiche [[Freiheit]], [[Gleichheit]], [[Solidarität]]). Doch Ideen sind keine [[Wahrheit]], sondern Begründungen, die ihren [[wirklichen]] [[Grund]] verlassen haben, weil sie seiner [[Verkehrung]] im Anschein seiner [[Verhältnisse]] dienstbar sein sollen, selbst so [[verdinglicht]] sind, wie sie sich begründet sehen, sich selbst verobjektivieren, ohne objektives Bewusstsein zu sein. Darin erscheint dann vor allem aufgehoben, was in ihm drängt, der [[Trieb]], der Verhältnisse [[verwirklichen]] muss, die notwendig [[verkehrt]] [[erscheinen]], weil sie im [[Grunde]] [[unwesentlich]] sind, aber [[wesentlich]] [[wirklich]] sein, sich verwesentlichen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verwesentlichung]] ist der Prozess der [[Ideologie]]bildung, die durch die [[Vorstellung]] eines [[Ideals]] - durch [[Idealisierung]] - die [[Wahrnehmung]] beherrscht und die darin enthaltende [[Erkenntnis]] bricht, abtötet und verwesen lässt. Verwesentlichung betreibt die Vertauschung (siehe [[Täuschung]]) einer Besonderung mit ihrer [[Allgemeinheit]], will die [[Besonderheit]] eines [[Wesens]] erzeugen, das in [[Wirklichkeit]] [[nichts]] ist, weil es nichts Besonderes sein kann, ohne schon an seiner [[wirklichen]] Allgemeinheit bemessen zu sein. Es wird daher zum [[notwendigen]] Produkt einer [[Nichtung]], einem [[Sein,]] das nicht sein kann,weil es erst werden muss, wie so sein sollte. In einer Verwesentlichung kommt es nur als vorweggenommene Verwesung dessen vor, was in Wahrheit nicht ist und auch nicht wahr sein kann. Es ist hierdurch der betriebene Verlust seiner [[Wahrheit]], ein [[Zustand]], in welchem sich die [[Gewissheit]], die Gewähr der [[Erkenntnis]] und [[Selbsterkenntnis]], auflöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideologie ist ein notwendig falsches Bewusstsein, weil es seinem [[Grund]], der [[abstrakten Allgemeinheit]] seiner Verhältnismäßigkeit unmittelbar Folge leistet, ohne die [[Verkehrung]] in der [[Vermittlung]] seiner Lebensverhältnisse zu erkennen. Sie ist die Ausrichtung ihrer Ideen, die nur weiter verklären können, was [[Bewusstsein]] erklären sollte. Sie ist zum einen nur eine unnötige [[Philsosophie]], denn wozu sollten Menschen [[Gedanken]] benötigen, die nur das bestätigen wollen, was schon ist? Zum anderen ist sie Teleologie, die darüber hinwegtäuschen soll, dass dieses Sein nicht so ist, wie es sich idealisieren lässt. Ideologie täuscht über ein Sein hinweg, das nicht sein kann, was es ist. Sie spendet Trost durch Vertauschung des Seins mit seiner Form, dem [[Sosein]], das [[Wesen]] des [[Seienden]] mit seiner [[Erscheinung]], durch die es nur durch das sein kann, was es gewesen, bzw. was am Verwesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in diesem [[Widerspruch]] von [[Form]] und [[Inhalt]] vollkommendste Ideologie ist die Hegelsche Philosophie, die darin das Prinzep des Lebens und der [[Geschichte]] überhaupt entdeckt haben will. Darin ist das Bestreben des Lebens in seiner [[Negation]] selbst als [[Notwendigkeit]] einer [[Idee]] verfasst, die als unvollkommene [[Wirklichkeit]] zu verstehen sei, also sich als [[Interpretation]] des Lebendigen zugleich darüber hinwegsetzt, dass die [[Wirklichkeit]], die sie unvollkommen sieht, zugleich [[unwirklich]] ist, ihren Widerspruch, der in der Wirklichkeit seibst zur [[Kritik]] treibt, als Ideologie aber eben die Bestrebung eines immer absoluter werdenden Geistes wahrmachen soll, der zu bewahren versteht, was nicht [[wirklich]] wahr sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von daher kann die Antwort der [[Ideologiekritik]] letztlich immer nur die Analyse der wirklichen [[Verhältnisse]] sein, denn darin ist die [[Verkehrung]] zu beweisen, die sich in der Ideologie lediglich vereinseitigt hat (siehe auch [[Warenfetischismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ganz im Gegensatz zur deutschen Philosophie, welche vom Himmel auf die Erde herabsteigt, wird hier von der Erde zum Himmel gestiegen. D.h., es wird nicht ausgegangen von dem, was die Menschen sagen, sich einbilden, sich vorstellen, auch nicht von den gesagten, gedachten, eingebildeten, vorgestellten Menschen, um davon aus bei den leibhaftigen Menschen anzukommen; es wird von den wirklich tätigen Menschen ausgegangen und aus ihrem wirklichen Lebensprozeß auch die Entwicklung der ideologischen Reflexe und Echos dieses Lebensprozesses dargestellt. Auch die Nebelbildungen im Gehirn der Menschen sind notwendige Sublimate ihres materiellen, empirisch konstatierbaren und an materielle Voraussetzungen geknüpften Lebensprozesses. Die Moral, Religion, Metaphysik und sonstige Ideologie und die ihnen entsprechenden Bewußtseinsformen behalten hiermit nicht länger den Schein der Selbständigkeit.&amp;quot; [[(MEW 3, S. 26 f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bewusstsein]] ist die [[Wahrnehmung]] als [[Gewissheit]] gegenwärtig, die zunächst dem entspricht, was im [[Sein]] gewiss sein kann, aber nicht unbedingt dem, was es auch [[wirklich]] [[wahr hat]]. Eine Ideologie verlangt nach dessen Isealisierung, nach einer Wahrheit für sich, einer Identität, die sein soll, weil sie nicht ist. Und dass der gute Wille der Menschen sie herzustellen habe. Und so verlangt Ideologie als erstes das Verhalten des guten Willens als ein Bewusstsein, das die Verhältnisse sich anzugleichen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist die alte Illusion, dass es nur vom guten Willen der Leute abhängt, die bestehenden Verhältnisse zu ändern ... Die Veränderung des Bewusstseins, abgetrennt von den Verhältnissen, wie sie von den Philosophen als Beruf, d. h. als Geschäft, betrieben wird, ist selbst ein Produkt der bestehenden Verhältnisse und gehört mit zu ihnen.[[(K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, S. 363]][[)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt ist es aber auch Ideologie, durch eine Veränderung des Bewusstseins den guten Willen in Gang zu setzen, sich die Verhältnisse anzugleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forderung das Bewusstsein zu verändern, läuft auf die Forderung hinaus, das Bestehende anders zu interpretieren, d. h. es vermittelst einer anderen Interpretation anzuerkennen. [[(K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, S. 20)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewusstsein kann eben nur Wissen sein, das sich der Idealisierung entledigt hat (siehe Ideologiekritik) und von daher sich nicht selbst widersprechen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Bewusstsein kann nie etwas anderes sein als das bewusste Sein, und das Sein der Menschen ist ihr wirklicher Lebensprozess.&amp;quot; [[(MEW 3, S. 26 f)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist ebenso [[widersprüchlich]], wie sein [[Gegenstand]], hebt sich aber im Unterschied zu diesem auf, wenn es für sich selbst so widersprüchlich bleibt, wie dieser. Der [[Verstand]] gerät in Not, wenn er sich nicht [[erklären]] kann, was ihm begegnet (siehe [[hermeneutischer Zirkel]]). Und wo die [[Wirklichkeit]] nicht ist, als was sie [[erscheint]], herrscht eine [[Notwendigkeit]], die nur bewusst wird, wenn der [[Grund]] ihrer [[unwirklichen]] [[Wirkungen]] erkannt und sie hierdurch begriffen werden (siehe [[Begriff]]). Das [[Bewusstsein]], das ihren [[Erscheinungen]] einfach nur im Nachvollzug folgt ist damit notwendig falsch, weil es kein [[Bewusstsein]] ist, sondern lediglich ihrer [[Vernunft]] , also ihrer [[Logik]] folgt. Dessen einziges Wissen aus in der [[Gedankenabstraktion]], die den [[Gegebenheiten]] blind in deren [[Logik]] als ihre [[Idee]] (Telos, Ziel) für sich versteht und damit sich selbst zu einem &amp;quot;notwendig falschen Bewusstsein&amp;quot; (Marx) idealisiert (siehe auch [[notwendiger Schein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ideologie ist ein Prozess, der zwar mit Bewusstsein vom so genannten Denker vollzogen wird, aber mit einem falschen Bewusstsein. ... Weil es ein Denkprozess ist, leitet er seinen Inhalt wie seine Form aus dem reinen Denken ab, entweder seinem eignen oder dem seiner Vorgänger. Er arbeitet mit bloßem Gedankenmaterial, das er unbesehen als durchs Denken erzeugt hinnimmt und sonst nicht weiter auf einen entfernteren, vom Denken unabhängigen Ursprung untersucht, und zwar ist ihm dies selbstverständlich, da ihm alles Handeln, weil durchs Denken vermittelt, auch in letzter Instanz im Denken begründet erscheint. [[(Friedrich Engels, MEW 39, S. 97)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideologie ist als [[Logik]] einer [[Idee]] die [[Theorie]] eines [[Ideals]], das Befolgung verlangt, um einer [[Wirklichkeit]] die [[Güte]] zu verleihen und zu bewahren, die sie den Menschen in ihren [[gewohnten]] [[Verhältnissen]] dienlich erscheinen lässt, indem sie das [[Denken]] zur Afffirmation dieser Verhältnisse [[bestimmt]]. Folgt man aber in seinem [[Leben]] einer [[Theorie]], so theoretisiert man das [[Leben]], das deren Voraussetzung ist, lebt man in einem subjektiven Zirkel seiner [[Erkenntnis]] (siehe auch [[Hermeneutischer Zirkel]]), die sich hierdurch selbst [[nichtet]]. Es ist das Geschäft der [[Ideologie]], diesen zu betreiben und zu nähren und sich in [[Selbstgerechtigkeiten]] zur Wirkung zu bringen, indem verkehrte Verhältnisse zu positiven [[Abstraktionen]] idealisiert und der darin reflektierte Zusammenhang hierdurch entstellt wird. Von da her ist Ideologie nicht nur ein theoretisches Verhalten, sondern auch das Werkzeug zur Legitimation einer [[Selbstbezogenheit]], die sich mit deren [[Verallgemeinerung]] durch ihre [[Logik]] zur [[Moral]] veredelt (siehe auch [[Populismus]]) und ihre dem entsprechenden Lebensverhältnisse [[kulturalisiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten, einen Verhalt oder Zusammenhang zu entstellen, liegen in der Vermengung gegensinniger [[Inhalte]], die ideell verdichtet werden. So ist schon im [[Möglichkeitsdenken]] das Mittel angelegt, eine Gegensinnigkeit zum [[Subjekt]] einer [[Geschichte]] zu machen. Das gelingt als Ideologie, in welcher deren in Ziel als [[Grund]] für ihre [[Vorstellungen]] so wirksam gemacht werden, dass sich darin die [[Wirklichkeit]] gedanklich, also in einer [[Gedankenabstraktion]] auflösen lässt. Diese wirkt darin als ideal, das von seiner Wirklichkeit enthoben ist und hierdurch als Gegenposition gegen sie absolut auftreten kann. So wird z.B. Freiheit von ihren inneren Notwendigkeiten abgetrennt, oder Gleichheit ohne Unterschiedenheit, Solidarität ohne [[Konkurrenz]] zu einem Entwicklungsmaßstab, der von den wirklichen [[Bedingungen]] absieht, denen durch Idealitäten ihre [[Wahrheit]] einfach implizit abgesprochen und selbst zum [[Inhalt]] einer Erneuerung gemacht wird. Was in den [[Bedingungen]] selbst schon als [[Verkehrung]] menschlicher [[Verhältnisse]] existiert, wird unumkehrbar, wenn das [[Bewusstsein]] solcher Ideologie verfällt. Ganz allgemein ist Mystifikation eine [[Täuschung]], welche sich aus verkehrten Lebensbedingungen ergibt, die als Bedingung der [[Wahrnehmung]] geduldet werden (siehe [[Wahrheit]]) und damit ihre [[Erkenntnis]] abgewendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Handlung steht in der Wirklichkeit des praktischen Lebens. Von daher verlangt sie auch deren [[Erkenntnis]], um sie zu begreifen, um so zu handeln, wie sich ein Ziel, der subjektive [[Wille]] zur Herstellung eines Produkts oder einer Veränderung realisieren lässt. Besteht dieser Wille allerdings nur daraus, dass etwas sein soll oder sein muss, weil es nicht so sein darf, wie es ist, so kann er nur aus einer [[Absicht]] bestehen, dies zu erreichen. Darin tritt die [[Notwendigkeit]] des Handelns nicht im Begreifen der mannigfaltigen Beziehungen seiner Zusammenhänge auf, wird nicht aus ihrer [[Analyse]] gewonnnen, sondern als objektiver Wille fixiert. Für dessen Umsetzung ist es notwendig, von den vielfältigen Bestimmungen und [[Widersprüchen]] abzusehen, die mit ihm verbunden sind, davon zu [[abstrahieren]], um das Ziel frei für sich verfolgen zu können. Solche Absichten sind daher notwendig einseitig und suchen die Verwirklichung von etwas Idealem, einer [[Idee]], die ganz für sich genommen ihren [[Zweck]] ausmacht, um ihn zu ihrem [[ausschließlichen]] Ziel zu erheben. Ihre Grundlage ist eine Behauptung über das [[Wesen]] dessen, was nicht sein darf, damit also die [[Bestimmung]] seiner [[Negation]] als etwas, was [[ideal]] sein muss, um besser zu sein. Es ist im [[Allgemeinen]] die Seinsbehauptung einer Idealisierung, eine [[Ontologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideologie ist im engeren Wortsinn das Prinzip (logos = Wort im Sinne von Gesetz) einer [[Idee]], also die [[Logik]] einer Idee, der Systemzusammenhang einer [[Idealisierung]]. Sie setzt damit eine [[Gedankenabstraktion]] voraus, welche einen Verhalt - die Erscheinung eines [[Verhältnisses]] - idealisiert und dieses [[Ideal]] als Zielbestimmung des Verhaltens durch eine [[Interpretation]] betreibt, die sich daraus begründet und also eine [[schlechte Unendlichkeit]] vollzieht. Ideologie bestimmt daher die [[Interpretation]] eines [[Verhältnisses]] zum Verhalten einer [[Idee]], die für sich nichts sein könnte, wäre sie nicht das [[Ideal]] eines wirklichen Verhältnisses als vorgestellte Einheit ihrer Gegensätze, in welcher das aufgehoben ist, was sie in Wirklichkeit betreiben. Nicht ihre wirkliche Selbstaufhebung wird damit begriffen, ihre Nichtung, sondern ihre &amp;quot;gute Auflösung&amp;quot; in einer bloße Vorstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist also eine Gedankenform, die das darstellt, was nicht [[wirklich]] sein kann, was zwiespältig und also im [[Zweifel]] wäre, aber dem Anspruch nach wirklich sein soll (siehe z.B. [[Freiheit]], [[Gleichheit]], [[Solidarität]]). Von daher hat diese [[Form]] eine ideelle [[Abstraktion]] wahr, aber eben nur als die [[Wahrheit]] einer [[Abstraktion]], welche ihre [[Wirklichkeit]] in sich [[aufgehoben]] hat (siehe [[Realabstraktion]]), indem sie sich gedanklich gegen diese verhält, also über sie hinweg [[täuscht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt [[idealisiert]] Ideologie aber auch eine [[Bestimmung]] der [[Wirklichkeit]] und gibt ihr hierdurch eine ideelle Substanz, macht aus dem [[Ideal]] ein Substantiv, das von seinen wirklichen Eigenschaften abstrahiert. Aus etwas Gleichem wird die Gleichheit, aus einer Befreiung die Freiheit usw. Dadurch wird ein Handeln begründet und bestärkt wird, das sich seiner konkreten Inhalte entzieht. Weil es durch die Ideologie als Vorstellung positiv gesetzt, aber [[negativ]] zu den bestimmten Verhältnissen bestärkt ist, kann es nicht wirklich aufgehen, und so erfordert solche Idealisierung früher oder später Gewalt, um sich als Legitimationsmacht zu erhalten. Deren Zweck ist daher die [[Sinn]]gebung für ein an und für sich praktisch unsinniges [[Sein]], eine [[Gedankenabstraktion]] als Legitimation für ein Lebens[[verhältnis]], dessen [[Beziehungen]] [[abstrakt]] formalisiert werden - eben weil es auch nur real abstrakt abstrakt vermittelt ist (siehe [[Realbstraktion]]). Darin soll der [[Wirklichkeit]] dort, wo sie [[unwirklich]] ist, ein höherer [[Sinn]] als das [[Prinzip]] einer [[Idee]] [[vermittelt]] werden, welche darin als unverwirklicht behauptet wird, also implizit verlangt, dass Wirklichkeit an diesem Ideal gemessen werden soll. Ideologie erzeugt politische [[Idole]] des Handelns, die Abstraktionen zu verwirklichen suchen, also wirkliche Zusammenhänge auflösen bzw. in ihrer Abstraktion bestärken. Sie finden sich in den verschiedenen Parteiprogrammen der [[repräsentativen Demokratie]] als Grundlage ihrer Ausrichtungen, als Grund ihrer Abgrenzung von anderen Entscheidungs- und Handlungsrichtlinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind z.B. die großen bürgerlichen Ideen [[Ideale]], die einerseits für das [[Leben]] in der [[gegenwärtigen]] Welt nötig sind, zugleich aber auch [[Vorstellungen]] eines bestimmten Geschichtsverständnisses, durch welches sie zu einem besseren Sein, welches sich von den Mängeln der Wirklichkeit abhebt, zu emanzipieren wäre. So stellt z.B. der Liberalismus ein Freiheitsprinzip vor, das sich völlig unbestimmt als Zielvorgabe für jedwede Konfliktlösung eignet, die der Tendenz nach einen Fortschritt darstellen soll, in Wirklichkeit aber nur ein Fortschritt der Märkte und des Kapitalverkehrs sein kann, da nur hierin [[bestimmung]]slose [[Freiheit]] als Selbstbestimmung möglich ist. Mit der Zielbestimmung einer Ideologie wird das [[Bewusstsein]] auf ein Dasein fixiert, welches zwar konfliktreich - weil widersprüchlich - ist, aber in der gedanklichen Absehung (siehe [[Abstraktion]]) von den wirklichen [[Widersprüchen]] zugleich immer auch in dem höheren Sinn einer vorgestellten [[Emanzipation]] hin zur Freiheit an sich anerkannt werden soll. Ideologie will sich durch [[Idealismus]] verwirklichen, ist dessen [[Fixation]], die sich in der entsprechenden Fiaxtion des [[Bewusstseins]] [[wahr macht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinhin ist Ideologie eine Lebensvorstellung, der die [[Wahrnehmung]] der [[Wirklichkeit]] unterordnet wird. Sie entsteht jedoch nicht zufällig, wie es der [[Vorstellung]] entspricht, sondern aus einer [[Notwendigkeit]], sich der Welt in der Weise zuzuwenden, wie sie idealiter oder ihrer [[Idee]] nach zu verstehen sei, wie sie selbst sich also notwendig erscheint (siehe [[notwendiger Schein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Philosophisch]] ist Ideologie eine Seinsvorstellung, die aus der Wirklichkeit als ein ihr zugrunde liegender [[Gedanke]] abstrahiert ist und sich als deren notwendiges [[Prinzip]] versteht. Sie entspringt von da her einer Anschauung der Welt, die sich in einer Vorstellung oder Idee als ihre wesentliche Interpretation absolut und abstrakt zusammenfasst und sich in ihren Grund stellt. Sie vollzieht sich nicht als Idee, sondern in der [[Bewertung]] von Wirklichkeit durch eine implizite Lebensvorstellung, die sich an [[Begriffen]] festmacht, unter welchen die Menschen ihr [[Leben]] allgemein idealisiert so verstehen können, wie es ihnen allgemein und unmittelbar erscheint. Die bürgerlichen Ideale zeigen darin, für was sie allgemein stehen sollen (z.B. [[Freiheit]], [[Gleichheit]], Menschlichkeit), auch wenn und gerade weil sie im einzelnen unmittelbar keine konkrete Wirklichkeit und Wirkung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee entspringt praktisch einer bestimmten Lebensposition, die sich in der [[Abstraktion]] von ihrem Lebenszusammenhang selbst begründet erscheint und sich in der Vorstellung zu sich selbst, also sich zu nichts anderem in [[Beziehung]] (relativ) verhält. Hierdurch ist sie Weltanschauung und Lebensauffassung und Lebenspraxis in einem, Eigentlichkeit ohne [[Sein]], im Zweck eines politischen [[Willens]], ihre konkrete Wirklichkeit durch diese Scheinbarkeit aufzuheben, z.B. durch die Ideologie der Freiheit ihre Gebundenheit, durch die Ideologie der Gleichheit ihre ausgeschlossene Besonderheit, durch die Ideologie der Brüderlichkeit die Konkurrenz der Privatsubjekte zu negieren Daher ist Ideologie objektiv, insofern sie Welterfahrung als Wert für sich aufgreift und subjektiv, indem sie eine Interpretation des Lebens als abstrakten [[Sinn]] hierfür hat und bestätigt haben will (siehe auch [[Fetischismus]]). Sie vermengt beides zu einem Prinzip, das sich Menschen in ihren Entscheidungen zu eigen machen, wenn und solange sie es nicht besser [[wissen]]. Praktisch wird sie vor allem in der [[Politik]] und in der Anwendung von [[Wissenschaft]]. Eine Ideologie wirkt darin als Erklärungsmuster, durch welches Bewertungen nach einem Ideal umgesetzt werden und Handlungen einen eigenen und selbständigen Grund bekommen in einem prinzipiellen Ziel, einem Telos. Das gültige (verifizierte) Ideal ermittel sich in den modernen Wissenschaften meist in der [[Durchschnittsbildung]] von Idealisierungen (siehe auch [[Statistik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideologie entspricht dem allgemeinen [[Schein]] der Verhältnisse und vermittelt ihnen ein abstraktes [[Wesen]], macht sie dadurch zu einer Naturerscheinung (siehe auch [[Warenfetischismus]]). Darin haben sie den Schein einer Ganzheit, die dem Streben des Idealen inne ist, verklären den notwendigen Schein der Verhältnisse zum absoluten Sinn ihres Sein-Sollens. Für sich hätte dieser Schein keinen Bestand, hätte er nicht durch die Ideologie einen Lebenswert erhalten, eine Größe von etwas, das zum Erhalt der bestehenden Kultur notwendig scheint. Darin werden die desparaten Seinsweisen der bürgerlichen Gesellschaft zu begeisterten Seinsweisen separater Ereignisse, weil ihre Form selbst zu dieser Ganzheit wird, auch wenn sich dabei andere Inhalte einfinden (siehe [[Begriffssubstanz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im theoretischen Verhalten, also z.B. in den Wissenschaften, verfolgt Ideologie die Logik einer Idee, welche dem theoretischen Willen Allgemeinheit in ihrem Heil verleiht. In diesem ist die Idee ein allgemeingültiges Gedankenprinzip, das sich in Tätigkeiten zu verwirklichen sucht, die sie sich darin dem Ziel eines Ganzen und zu einer Ganzheit beugen. Dies setzt vorraus, dass die Ideologie eine Wirklichkeit hat. Das unterscheidet sie von der Theologie. Sie ist wesentlich praktisch und nutzt Gedanken (z.B. aus der Philosophie), um ihrem Willen Grund zu geben. Der geht als Gedankenabstraktion, welche implizite Forderungen nach Allgemeinheit enthält, in das Denken über die Wirklichkeit ein (z.B. Menschenrechte, Freiheit, Gleichheit als Forderung auf das Recht und die Pflicht dazu). Soweit ihre Abstraktionen Wirklichkeit haben können, lässt sie sich Ideologie als Handlungsanleitung verwenden und sich bestärken (z.B. als abstrakte Versöhnung in Auseinandersetzungen oder auch zum Zweck der Gleichschaltung). Somit richtet sich Ideologie auch gegen bestimmte Wahrnehmungen von Wirklichkeit, die damit unkenntlich gemacht werden soll (vergleiche die Ideale der bürgerlichen Gesellschaft und ihere Ideologisierung). In diesem Sinn wird sie zur Grundlage von Moral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis tritt Ideologie jedoch meist in der wissenschaftlichen Begriffsbildung als [[ideologische Begriff]]sbildung auf, als idealisiertes Erkenntnisinteresse. Das hatte den Streit um das richtige [[Erkennen]] und die Erkenntnistheorie hervorgebracht, die Frage, was denn an einer Aussage ohne [[interessierte]] Voraussetzung wahr sein, also [[objektive]] [[Wahrheit]] haben kann.&lt;/div&gt;</summary>
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