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Zitate zu Kapitalzirkulation

"Dreifache Bestimmung oder Weise der Zirkulation. - Capital fixe und capital circulant. - Umschlagszeit des in zirkulierendes und fixes Kapital gesonderten Gesamtkapitals. - Durchschnittsumschlag eines solchen Kapitak - Einfluß des capital fixe auf die Gesarntumschlagszeit des Kapitals. - Zirkulierendes fixes Kapital.

Im Ganzen betrachtet erscheint die Zirkulation also dreifach: 1) der Gesamtprozeß - der Verlauf des Kapitals durch seine verschiednen Momente; danach ist es als im Fluß gesetzt; als zirkulierend; soweit in jedem der Momente die Kontinuität unter brochen ist virtualiter und sich befestigen kann gegen das Übergehn in die nächste Phase, erscheint das Kapital hier ebenfalls als fixiert in verschiednen Beziehungen und die verschiednen Weisen dieses Fixiertseins konstituieren verschiedne Kapitalien, Warenkapital, Geldkapital, Kapital als Produktionsbedingungen.

2) Die kleine Zirkulation zwischen Kapital und Arbeitsvennögen. Diese begleitet den Produktionsprozeß und erscheint als Kontrakt, Austausch, Verkehrsform, unter deren Voraussetzung sich der Produktionsprozeß engagiert. Der in diese Zirkulation eingehende Teil des Kapitals - das Approvisionnement - ist das capital circulant. Es ist nicht nur der Form nach bestimmt; sondern sein Gebrauchswert, d. h. seine stoffliche Bestimmung als konsumierbares und direkt in die individuelle Konsumtion eingehndes Produkt macht selbst einen Teil seiner Form. bestimmung aus.

3) Die Große Zirkulation; die Bewegung des Kapitals außer der Produktionsphase, wo seine Zeit im Gegensatz zur Arbeitszeit als Zirkulationszeit erscheint. Aus diesem Gegensatz des in der Produktionsphase begriffnen Kapitals zu dem aus derselben heraustretenden, ergiebt sich der Unterschied von flüssigem und fixem Kapital. Das letztre ist das, welches an den Produktionsprozeß fixiert ist und in ihm selbst konsumiert wird; zwar aus der großen Zirkulation herkommt, aber nicht in sie zurückkehrt und, soweit es zirkuliert, nur zirkuliert, um im Produktionsprozeß konsumiert zu werden, gebannt zu werden." (Marx, Grundrisse, S. 570)

"Durch die Identität des Mehrwerts mit der Mehrarbeit ist eine qualitative Grenze für die Akkumulation des Kapitals gesetzt: der Gesamtarbeitstag, die jedesmal vorhandne Entwicklung der Produktivkräfte und der Bevölkerung, welche die Anzahl der gleichzeitig exploitierbaren Arbeitstage begrenzt. Wird dagegen der Mehrwert in der begriffslosen Form des Zinses gefaßt, so ist die Grenze nur quantitativ und spottet jeder Phantasie.

Indem zinstragenden Kapital ist aber die Vorstellung vom Kapitalfetisch vollendet, die Vorstellung, die dem aufgehäuften Arbeitsprodukt, und noch dazu fixiert als Geld, die Kraft zuschreibt, durch eine eingeborne geheime Qualität, als reiner Automat, in geometrischer Progression Mehrwert zu erzeugen, so daß dies aufgehäufte Arbeitsprodukt, wie der "Economist" meint, allen Reichtum der Welt für alle Zeiten als ihm von Rechts wegen gehörig und zufallend schon längst diskontiert hat. Das Produkt vergangner Arbeit, die vergangne Arbeit selbst, ist hier an und für sich geschwängert mit einem Stück gegenwärtiger oder zukünftiger lebendiger Mehrarbeit. Man weiß dagegen, daß in der Tat die Erhaltung, und insoweit auch die Reproduktion des Werts der Produkte vergangner Arbeit nur das Resultat ihres Kontakts mit der lebendigen Arbeit ist; und zweitens: daß das Kommando der Produkte vergangner Arbeit über lebendige Mehrarbeit grade nur so lange dauert, wie das Kapitalverhältnis dauert, das bestimmte soziale Verhältnis, worin die vergangne Arbeit selbständig und übermächtig der lebendigen gegenübertritt." (MEW 25, S. 412)