| Buchstabe Ma | ||
Macht kommt von Machen, - ist also zunächst die Bestimmung des Subjekts, die durch sein Objekt gegeben ist und sowohl in der Verfügung über dieses als Bestimmungsmacht und in der Abhängigkeit von diesem als Inhalt seines Werdens, also auch der Geschichte des Subjekts besteht (siehe hierzu auch Naturmacht). Solche Macht - als Geschichte begriffen - kann ihre Objekte nicht nutzen, ohne sie zu erneuern, ist also der Begriff einer Beziehung, die Ohnmacht nicht nötig hat. Macht wäre so die einfache Beziehung eines geschichtlichen Subjekts zu seinem Objekt, wäre das Objekt nicht als objektives Mittel gleichgültiger Nutzbarkeiten (siehe Gebrauchswert) existent. Der Nutzen, den Objekte für Menschen haben, wird hierdurch ihnen selbst äußerlich, also Macht für sich und durch sich. Macht ist durch diese Bestimmung des Gemachten deren Bestimmtheit zum Produkt einer Entfremdung und damit zu einem Begriff der Herrschaft fremder Bestimmungen geworden, also zur Bestimmung eines den Menschen entfremdeten Eigentums: Besitz. Darin wird besetzt, was die Menschen erzeugen, besessen, was sie für ihr Leben äußern. Es vollstreckt sich hierdurch also die Besessenheit eines gesellschaftlichen Verhältnises, worin das, was gemacht wird, zum Herrschaftsmittel des Gegebenen über das Werdende gereicht, des Toten über das Leben. Sie ist die Verfügung über Subjekte, welche zur Ohnmacht bestimmt sind. Sie beeinhaltet den Besitz von Mitteln bloßer Gewalt. Solcher Besitz entspringt der Formbestimmung einer Gesellschaft. Deren Subjekte werden hierdurch zu Objekten einer Verfügungsmacht, die sich nur in der Affirmation dieser Gesellschaft bewähren kann. Die Fähigkeit entsteht durch Herrschaftsmittel (z.B. Waffen, Gesetze). In diesen Mitteln waltet eine Kraft als Gewalt eines Willens, welcher sich gegen die wendet, die gegen seine gesellschaftliche Wirklichkeit bestimmt sind, gegen die darin unverwirklichten Menschen. Der herrschende Wille ist der Wille der herrschenden Wirklichkeit und seine Macht wendet sich gegen das hierin unverwirklichte und unverwirklichbare Menschsein, gegen das, was darin nicht gewollt ist und sich also wirklich machen soll, weil es nicht sein darf. Weil und solange Macht nicht ein subjektives Verhältnis zu Objekten ist, also sich als freie Verfügung der Subjekte über ihre Gegenstände bestimmt, wird die Wirklichkeit der Sachverhältnisse zur Macht der Objekte gegen Subjekte bestimmt, die zur Ohnmacht gezwungen werden. Diese ist die Bestimmtheit entfremdeter Macht, welche wirkliche Subjektivität verneint (siehe Negation). Bevor etwas subjektiv sein kann, ist sein Werden als das bestimmt, was sein darf oder nicht. An der Macht sind die Träger einer Wirklichkeit (z.B. Politiker, Agenten, Manager), die nicht aus einer Geschichte der Menschen hervorgeht, sondern diese selbst schon bestimmt. Macht beeinhaltet die Verfügung über das, was werden soll und das, was nicht sein darf. Und wo gesellschaftliche Verfügung im Zweck des Unwesentlichen, des Vergangenen, des Verwesten, des Todes steht, da beherrscht sie alles Leben. Die Verfügungsgewalt kann auch negativ begründet sein: Indem alle anderen verfügen, sind sie mächtig über den, der zu ihnen in einem Verhältnis steht, worin er über nichts verfügt (siehe Gesellschaft). Das Besitzverhältnis selbst bestimmt diese zu Objekten der anderen, die hierdurch Subjekte entäußerter Bestimmtheit werden. Die Fähigkeit zur Verweigerung oder zum Ausschluss aus einem notwendigen Verhältnis (siehe Isolation) ist die gebräuchliche Form von Machtanwendung in der bürgerlichen Öffentlichkeit. So gründet z.B. das Verhältnis von Lohnarbeit zum Kapital darauf, dass der Lohnarbeiter oder die Lohnarbeiterin unter der Bedingung abstrakter Arbeitsteilung besitzlos und gesellschaftlich isoliert und also ohne Lebensmittel sind, so sie nicht an das gesellschaftliche Faustpfand (Geld) durch das Kapital gelangen. Hierfür müssen die Vertragsverhältnisse dieser Gesellschaft eingegangen werden, welche auch das Vertragsrecht als Recht des Besitzverhältnisses sicherstellt. Macht geht immer gegen Subjekte und besteht objektiv durch das, was für Recht gehalten wird, was also für bestimmte Verhältnisse richtig ist. Umgekehrt funktionieren solche Verhältnisse auch nur dadurch, dass die Besitzlosigkeit von Lohnarbeit für recht gehalten wird. Macht ist also die Bestimmtheit einer Verfügung, die objektiv als Notwendigkeit in der Bestimmung eines Verhältnisses gültig ist, subjektiv als Gewalt gegen das Leben von Menschen besteht. Ein Mensch kann über einen anderen Menschen subjektiv nur durch die direkte oder indirekte Verfügung über Gewaltmittel mächtig sein (direkt z.B. als Besitzer von Arbeit, Waffen, Sanktionierungsmittel, indirekt z.B. durch Wissen, Nötigung usw.). Besondere Fähigkeiten (z.B. "Wissen ist Macht") können nur in indirekter Weise mächtig sein (z.B. als Mittel zur Erpressung in bestimmtem Sachverhalt, Informationsbesitz, also ausschließliche und konkurrierende Information). Subjektiv bestimmt sich Macht als Notwendigkeit des unerfüllten, weil unerfüllbaren Bedürfnisses und entsteht daher in Ökonomischen Verhältnissen, in denen Bedürfnisse außer sich bleiben, also keine sachliche Gegenständlichkeit und Verwirklichung erfahren. Objektiv besteht Macht immer politisch, also als Macht im gesellschaftlichen Zusammenhang des bürgerlichen Staates: Direkt durch den politischen Willen (z.B. in der Verfassung, Gesetzgebung und Staatsgewalt), indirekt durch Verlust oder Einschränkung der Lebensbedingung (z.B. wenn die gesellschaftlichen Bedingungen, die Lebensbedingung einer bestimmten Lebensform, nicht erfüllt werden). Macht resultiert in jedem Fall nicht aus menschlichen Beziehungen, sondern aus der Notdurft ihres Verhältnisses. Natürlich kann es nötig sein, einen Verbrecher zu verfolgen, auch wenn diesem wiederum das Verbrechen vielleicht nötig war. Verteidigung und Angriff können direkt oder indirekt nötig sein. Sie begründen sich aber immer nur subjektiv aus Willkür oder objektiv aus der Notwendigkeit, welche ein bestimmtes gesellschaftliches Verhältnis ermöglicht und nötig hat. Macht unmittelbar gibt es nur als Gewalt. Wirklich gesellschaftlich entsteht sie aus den Notwendigkeiten der gesellschaftlichen Lebensform, in welcher Macht verliehen wird und als politischer Wille abstrakt besteht. Nur in einem faschistischen Staat fällt Macht und Wille zusammen (von daher war Nietzsches Leidenschaft für das in Eins gehen von Wille und Macht als "Wille zur Macht" auch Grundlage nationalsozialistischer Ideologie). Die Gesinnung reflektiert dies. Der Besitz ist die allgemeine politische Form, worin sich die Menschen in der bürgerlichen Gesellschaft zu einander verhalten, ökonomisch als Besitzer von Waren und Geld, persönlich über das Willensverhältnis, worin sie zu einander im Austausch von Waren stehen und sich dieses Verhältnis in ihrem Staat allgemein sichern. Die zwei Momente der Macht sind politische Formen, die sich als Besitz und Wille (nicht als Eigentum und Bedürfnis) allgemeine Macht verleihen, indem sie von allen als diese Macht politisch anerkannt und hierdurch gültig sind. Macht drückt also die Geltung eines politischen Verhältnisses aus, worin sie zustande kommt und was sie als gültige Verfassung hat. Macht ist die Wirkung der Verfassung, in der ein Mensch oder eine Gesellschaft ist. Die Gewalt, aus der Macht ihre Kraft bezieht, entspringt der Bestimmung, welche Macht als Aufgabe abstrakt, also negativ zu konkreten Problemen, hat: Abstrakte Notwendigkeit, über Gewaltmittel zu verfügen (um z.B. Kriminalität zu beherrschen, für Gesundheit zu sorgen, ökonomische Krisen abzuwenden usw). Die Welt der abstrakten Allgemeingültigkeiten befindet sich in solcher Wirklichkeit im Widerspruch zu ihren konkreten Wirkungen und Verhältnissen. Es ist der Widerspruch des abstrakt Allgemeinen und des konkret Einzelnen, der die ganze bürgerliche Gesellschaft durchtreibt als Widerspruch von Ware und Geld, Eigentum und Besitz, Wert und Mehrwert, gesellschaftlicher Produktion und privater Aneignung. Die allgemeine Gültigkeit dieser Verhältnisse steht im Widerspruch zu ihren konkreten Lebensinhalten. Daher bedeutet Macht in diesem Verhältnis die Herrschaft des abstrakt Allgemeinen über das konkrete Leben. Macht ist nicht unmittelbar gewalttätig und resultiert auch nicht aus Strukturen, wenngleich sie darin wirksam ist, insofern sie Verfassung repräsentieren. Sie hat ihren Grund in der Notwendigkeit, widersinnige Lebensverhältnisse zu vermitteln, also die Not zu wenden, die sich an den Mächtigen wendet oder die zu beheben die verfassungsgemäße Aufgabe des Mächtigen ist. Die Verfügung über Gewalt setzt ein Besitzverhältnis zu dieser selbst voraus, das sich aus der Verfügung über die gesellschaftliche Lebensproduktion (Ökonomie) und der Notwendigkeit der gesellschaftlichen Reproduktion (Staat) ergibt. Macht ist letztlich pure Verfügung, welche Besitz ausmacht, in ihrer allgemeinen Form und im Widerspruch zu jedem eigentümlichen Sein (Eigentum). Macht stellt sich in allen Preisbildungen als Potenz der Ausbeutung (siehe Klassenkampf) des Lebensstandards dar (z.B. in den Mietpreisen, Lebenshaltungskosten, Rente usw.). In der Staatsgewalt hat sie ihre größte Ausdehnung und Wirkung, da sich darin das Kapital politisch als Überlebensnotwendigkeit der bürgerlichen Gesellschaft darzustellen versteht und je nach allgemeiner Wirtschaftlage überzeugen kann. Dies wird in Dienstleistungsgesellschaften sich auch immer wirklich machen lassen, so dass hier die Teilhabe des Großteils der Bevölkerung an der Macht des Kapitals offensichtlich ist. In der bürgerlichen Demokratie geht alle Macht vom Besitz aus, der in einem Volk verteilt ist. Auch wenn es mit der Machtverfügung allgemein nicht einverstanden ist (z.B. Entscheidung zu Krieg), muss es sich der allgemeinen Notwendigkeit der Machtausführung beugen. Es ist die Notwendigkeit des Staats, der sie entspringt, die Notwendigkeit, die Verwertungsverhältnisse zu sichern und die Verteilungsverhältnisse zu festigen, besonders ihrer immanenten Krisenhaftigkeit (Krise) zu begegnen. Indem seine Regierung demokratisch gewählt wird, wird nicht er gewählt. In der Wahl wird seine allgemeine Funktion und Macht bestätigt, indem besondere Urteile für die Ausübung der Staatsgewalt als bestimmter politischer Wille durch die mehrheitliche Meinung der Bevölkerung abgewählt werden können. Die Wahl als solche, nicht der Inhalt des Wählens stellt die Macht dar; sie ist reine Formbestimmung des Staats. Der Staat erscheint als wählbar, während er seinen Notwendigkeit folgt. Dem Volk bleibt alleine die Potenz des Abwählens möglicher Entscheidungsrichtungen (Positionen), deren Grundlage als Notwendigkeit der Entscheidung unberührt ist. Es geht praktisch keine Macht vom Volke aus, sondern alleine von der Notwendigkeit der Problemlösung, welche der bürgerliche Staat betreiben muss, damit die allgemeinen Verhältnisse funktionieren. Indem diese Machtfunktion als politischer Wille ausgeführt wird, kann sie auch als notwendiges Bedürfnis erscheinen und hierdurch das Volk selbst bestimmen, wenn es zur Wahl schreitet (Faschismus). | s.a. | |
Machtpolitik ist eigentlich als Begriff falsch, da Politik immer auf Wille und Macht gründet, auch wenn sie in der bürgerlichen Demokratie durch Wählermeinung bestimmt wird. Machtpolitik kehrt dies nur mit einer ausdrücklichen Formulierung heraus. |
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Magie entsteht durch Ungewöhnlichkeit der Wahrnehmung unter der Bedingung der abstrakten Allgemeinheit einer Wahrheit, die nicht sein kann. Sie besteht aus dem Anderssein des Gewohnten als Wahrheit, die darin als fremde Wahrheit wahrgehabt wird. Dies macht die Anziehung des Ungewöhnlichen aus, welche als Suggestion der Entfremdung erlebtt wird. Es ist die Entstellung, welche magisch ist, die entwirklichte Wirklichkeit eines Ereignisses, die Fortbestimmung einer Wirkung, die nicht sein kann, weil sie nur in der Abwesenheit ihrer wirklichen Sinnlichkeit geschieht, vollkommen abstrakte Sinnlichkeit ist. Sie vollzieht die Anwesenheit einer Masse von Körperlichkeit, die abwesend ist. Von daher ist sie auch ein Moment eines jeden Kults als dessen fetischisierende Macht. Oft wird durch Menschen, die den Widerspruch einer besonders hohen Abstraktion einer Wirklichkeit mit einer besonders dichten Selbstvergegenwärtigung (das ist eine massive und massige Anwesenheit seiner Selbst) aufzulösen vermögen, die Situation auf magische Weise beherrscht, in der die Menschen als einzige Identität die anzunehmen in der Lage sind, die der Magier ihnen bietet (z.B. Halluziantion). Dies kann natürlich auch Spannungen in ihnen auflösen, die ihrem bisherigen Leben entsprechen, unter solcher Bedingung aber vergehen - und hierdurch aus einem zrikulären Spannungsverhältnis herauskommen können. Eine Grundform der Magie gibt es auch in Anwendungen der Psychologie (z.B. in der Hypnose). In einer platteren Form in den "wissenden Felder" des Bert Hellingers, der daraus die Genealogie einer Familienproblematik liest (siehe Familienaufstellung). Wesentlich für die Magie ist die Verrückung von Gewohnheiten durch Vergegenwärtigung einer Entstellung. Entstellung kann sich durch eine fremdbestimmte Handlung ereignen, die für eine Situation dadurch Bedeutung hat, dass sie verbindet und also hierfür verbindlich ist. Magie ist die Verbindlichkeit des Entstellten in einem Augenblick die Menschen fixiert und beschwört, ihnen Anziehung und Abstoßung zugleich vermittelt. So wurde z.B. ein magisches Verhalten der Schamanen von Castaneda beschrieben, das alleine daraus bestand, einen Redefluss dadurch zu irritieren, dass er durch ein rhythmisches Klopfen mit den Füßen begleitet wurde, das für den Redner nicht interpretierbar war. Da er dieses Verhalten nicht deuten konnte, erzeugte es unmittelbar seine Bereitschaft, sich in den Kreis der anderen einlassen zu müssen, wenn auch in Angst vor der ungewissen Beziehung, in die er hierdurch geraten war und der er sich nur unterwerfen konnte. Er war in dieser widersprüchlichen Beziehung magisch angezogen. |
s.a. | |
Der lateinische Ursprung des Wortes manus agere ("Hände führen") ist mit der deutschen Übersetzung des Hantierens oder "Handlings" spürbar verfremdet. Natürlich ist Management Führung, soll aber wier ein Hantieren mit Sachnotwendigkeiten erscheinen. Der Manager wird hierin selbst zum Objekt der Notwendigkeit, ohne dass darin seine Subjektivität als Führer oder Anführer oder Anleiter erkennbar sein soll. Von daher ist Management ein ideologischer Begriff der modernen Betriebsführung, die den allgemeinen Sachzwang hervorkehrt, unter dem sich die Menschen darunter treffen. |
s.a. | |
Einen Begriff für Mann kann es ebenso wenig geben, wie einen für Frau. Mann ist die Benennung von Geschlechtseigenschaften, die ohne den Geschlechtspartner unwesentlich sind, kein Wesen haben. Allerdings ist dies auch das Problem: Wo Mann und Frau ohne einander leben, weil sie durch ihre Existenz voneinander getrennt sind, ihr gesellschaftlicher Arbeitsteil getrennt vom anderen besteht, da treiben ihre Geschlechtseigenschaften wirklich sonderbare Unwesen hervor, die Verrücktheiten entstellter Naturempfindungen. Aber auch nur für sich und abstrakt genommen, also in der Abtrennung ihrer Beziehungen zu Frauen, verselbständigt sich für Männer ihre Wirklichkeit zu einer allgemeinen Wirkung ihrer Abgetrenntheit. Das männliche Unwesen hat sich besonders darin hervorgetan, in der Entwicklung der Industrie (und damit als Organ des Kapitals) sich wesentlich selbständig verwirklicht zu begreifen und somit die Frau als darin unterordnetes Wesen anzusehen, quasi als "Opfer" einer geschichtlich notwendigen Entwicklung. Mit der Verselbständigung des Weltmarktes (siehe Globalisierung) kommt dieses Verständnis zum Ende. Hierfür sind eher Eigenschaften gefragt, die bisher eher als weiblich angesehen wurden: Kommunikative Kompetenz, Haushaltungswissen, Wissen über Körperbedürfnis und Konsum u.a.m.. Es zeigt sich, wie geschichtsabhängig die Verwendung von Geschlechtsbegriffen ist, eben abhängig vom Verhältnis der Gattung (s.a. Mensch) überhaupt: Gesellschaft. Ursprünglich, d.h. in der Epoche der Naturunterworfenheit und der beginnenden Erhebung des Menschen aus der Natur war die Wortbedeutung für Mann gleich Mensch (mhd "man": Mensch; Krieger, Mann). Urbedeutung "Mensch" ist erhalten in "jemand", "niemand", "man". Auch Frauen waren damit in den alten Sprachen gemeint (vergl. engl. "woman"). Ausgangsbedeutung war hierbei möglicherweise indogermanisch men = denken, geistig erregt sein - oder: men = hervorragen, aufrecht gehendes Wesen (lat. mons, Berg). In dieser Bedeutung gibt es heute noch viele Worte, die für für beide Geschlechter verwendet werden (wie z.B. "man", "Manns genug sein", "mit Mann und Maus", "eine Ware an den Mann bringen", "alle Mann an Bord"). Die geschichtliche Trivialität der Wortherkunft sollte nicht zu einem Wesensverständnis werden. Der Gott der Germanen hieß eben mannus (aus dem Germanischen: Stammvater) und war der Allgemeinbegriff für alles, was Sinn macht. Vielleicht hat sogar der Begriff der Manufaktur mit der Wortbedeutung im Sinne von Umsetzung, Verwirklichung, Handhabung, Technik auch noch damit zu tun. Es ist das Wort für sich nur das, was seine Geschichte herbringt. Und deshalb ist seine Negation nicht unbedingt ein geschichtlicher Fortschritt. Es ist vielleicht besser darauf hinzuwirken, dass Begriffe für angeblich weibliche Eigenschaften in gleicher Weise (oder auch origineller) zur allgemeinen Bedeutung gelangen (z.B. die Liebe, die Erkenntnis, die Leidenschaft, die Fürsorge). |
s.a. | |
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Männerkultur ist die kulturelle Verselbständigung von männlichen Geschlechtseigenschaften zu einem Kulturzusammenhang, in welchem diese als Wesenszüge behauptet und sozial bestärkt werden. Von daher sind solche Kulturen auch die Grundlagen zur Selbstbegründung des Patriarchats. |
s.a. |
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Marktwirtschaft gründet auf dem freien Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Die Vorstellung neuer Ideen und Produkte wird hierbei zu einem tragenden Moment der Entwicklung. Unter der Vorraussetzung, dass Nachfrage sich nicht aus der Notdurft der Reproduktionsnotwendigkeiten erklären kann (es wäre keine Frage), ist die Marktwirtschaft das Kommunikationsmittel in der Entwicklung von gesellschaftlichem Reichtum. Sofern eine Grundsicherung durch Planwirtschaft gewärleistet ist, hat die Marktwirtschaft im Sozialismus eine notwendige Bedeutung: Sie bewirtschaftet die Anteilnahme an der Entwicklung neuer Bedrüfnisse und damit die Anteilnahme an der gesellschaftlichen Entwicklung, sofern der Anteil an der Erzeugung des Mehrprodukts dem Anteil an der Entwicklung der Befriedigung neuer Bedürfnisse entspricht, sofern also Geld nur als Zahlungsmittel zwischen Produktion und Konsumtion fungiert.. Die Frage, ab der Sozialismus den menschlichen Bedürfnissen überhaupt gerecht werden könne, resultiert aus Vorstellungen und auch Verwirklichungen von Sozialismus, die der Darstellung des Sozialismus im Werk von Karl Marx ebenso widersprechen wie den Menschen, die unter dem Linksfaschismus und der kulturellen Barbarei in den ehemaligen Ostblockländern gelitten hatten (siehe hierzu auch "Diktatur des Proletariats").. |
s.a. | |
„Meine Untersuchung mündete in dem Ergebnis, daß Rechtsverhältnisse wie Staatsformen weder aus sich selbst zu begreifen sind noch aus der sogenannten allgemeinen Entwicklung des menschlichen Geistes, sondern vielmehr in den materiellen Lebensverhältnissen wurzeln, deren Gesamtheit Hegel, nach dem Vorgang der Engländer und Franzosen des 18. Jahrhunders, unter dem Namen ‚bürgerliche Gesellschaft‘ zusammenfaßt, daß aber die Anatomie der bürgerlichen Gesellschaft in der politischen Ökonomie zu suchen sei“ (MEW 13, S. 8). Karl Heinrich Marx war deutscher Philosoph und Revolutionär, Begründer des Marxismus, * 5. 5. 1818 in Trier, † 14. 3. 1883 in London; studierte in Bonn und Berlin Rechtswissenschaften und Philosophie und schloss sich in Berlin dem Kreis der radikalen Junghegelianer an. 1842/43 war er Chefredakteur der liberal-oppositionellen "Rheinischen Zeitung" in Köln; nach ihrem Verbot ging er nach Paris. In Abgrenzung zu den französischen utopischen Sozialisten befasste er sich mit der Kritik der Ideologie überhaupt, besonders auch mit der deutschen. In der Auseinandersetzung mit Hegel und Feuerbach entwickelte er seine Kritik des philosophischen Materialismus als Krtitik des metaphysischen Denkens überhaupt (siehe Philosophie, Theologie, Religion). Die Hegelsche Dialektik kehrte er um zu einer historischen Dialektik, also einer Forschungsmethode und Logik, die sich selbst im geschichtlichen Sein der Menschen praktisch begreift und der die materielle Notwendigkeit der Lebensproduktion zugrunde liegt. Nur von da heraus lassen sich ihre Epochen und deren Entwicklung erklären und auch die jeweilige Überkommenheit ihrer historischen Form. Hieraus ergab sich die Erkenntnis, dass gesellschaftliche Fortentwicklungen als Revolutionen der menschlichen Lebensproduktion sich vollzogen, als Überwindung überkommener Lebensformen. Die geschichtlich entwickelte Lebensform der bürgerlichen Gesellschaft beschrieb er von da her als das Lebensverhältnis einer Waren tauschenden Gesellschaft, worin sich die Logik des Kapitals entfaltet vom Tauschmittel Geld zum Kapital als gesellschaftliche Macht vergangener, also toter Arbeit, die sich gegen die lebende Arbeit der Menschen kehrt (siehe Ausbeutung). In der Entfaltung der lebenden Arbeit als gesellschaftlichen Lebenszusammenhang sah er die geschichtliche Notwendikeit, für welche die überkommene Form des Kapitalismus aufzuheben sei. Zusammen mit Engels beschrieb er diese materialistische Geschichtsauffassung als Kommunismus und entwickelte zusammen mit ihm den revolutionären Sozialismus. Aus Paris ausgewiesen, lebte Marx 1845-1848 in Brüssel. 1847 traten er und Engels dem Bund der Kommunisten bei und verfassten als dessen Programmschrift das "Kommunistische Manifest" 1848, in dem die proletarische Revolution als geschichtliche Notwendigkeit der gesellschaftlichen Emanzipation aus der bürgerlichen Gesellschaft begriffen wurde. Die Revolution von 1848 erlaubte Marx die Rückkehr nach Deutschland. 1848/49 war er Chefredakteur der radikaldemokratischen "Neuen Rheinischen Zeitung" in Köln. 1849 musste Marx wieder emigrieren; er ging für den Rest seines Lebens nach London. Anfangs in sehr bedrängten Umständen lebend und stets materiell von Engels unterstützt, arbeitete er journalistisch für mehrere Blätter, widmete sich aber vor allem historischen und ökonomischen Studien. So entstanden seine ökonomischen Hauptwerke "Zur Kritik der politischen Ökonomie" 1859 und "Das Kapital" 1867, von welchem Band II und Band III unvollendet blieben; wesentliche Teile wurden erst aus seinem Nachlass durch Engels veröffentlicht. Der praktischen Politik wandte sich Marx erst wieder 1864 zu: Er war maßgebend an der Gründung der Internationalen Arbeiterassoziation (Internationale) beteiligt, entwarf ihr Programm, bestimmte weitgehend ihre Politik und veranlasste 1872 ihre faktische Auflösung. Auf die deutsche Sozialdemokratie nahm Marx mit seiner "Kritik des Gothaer Programms" 1875 starken Einfluss. | s.a. siehe auch Falk & Pfreundschuh: siehe auch Pfreundschuh:
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„Alles, was ich weiß, ist, dass ich kein Marxist bin.“ Mit Marxismus werden alle subjektiven wie objektiven Positionen umschrieben, die auf das Werk von Karl Marx bezogen werden. Wesentlich meint der Begriff eine Geisteshaltung und politische Haltung, die Marx zugeschrieben wird, namentlich seinem Verständnis von Philosophie, Leben, Geschichte, Eigentum, Besitz, Entfremdung und Gesellschaft, aus dem sich seine Kritik der bürgerlichen Gesellschaft und des Kapitalismus überhaupt ergeben hat. Elementar für marxistisches Denken ist das Bewusstsein der Geschichtlichkeit von Gesellschaftsepochen aus der natürlichen und materiellen Entwicklung des Menschen heraus, dem historischen Materialismus. Alle Geschichtsepochen sind hiernach in ihrem jeweiligen Begriff ein Schritt im Entfaltungsprozess menschlicher Geschichte, die als Sinnbildung des Menschen verstanden wird, worin sich menschliches Leben verwirklicht und entwickelt, worin sich also seine Lebensvielfalt als sein Lebensreichtum ausbreitet. Der Marxismus beruht auf der Erkenntnis der subjektiven und objektiven Dialektik menschlicher Geschichte als das Heraustreten des Menschen aus der Beschränktheit seiner stofflichen Natur, die Materialisierung seines Geistes in einem Produktivvermögen, das ihn zunehmend aus der Unterwerfung unter materielle Notwendigkeiten seines Stoffwechsels zu einem sich selbst erzeugenden Subjekt seiner Geschichte werden lässt, zur Verwirklichung seiner Natur als Natürlichkeit seines Geistes, als wirkliches Produktivvermögen menschlicher Intelligenz im gesellschaftlichen Arbeitsvermögen und den gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen. Dieses positive Geschichtsbewusstsein fasst sich negativ zusammen im Bewusstsein der Beschränkung, der Erkenntnis, dass menschliches Leben in seinen historischen Formen durch die Mächte seiner Wirklichkeit auch beherrscht wurde, dass die in der bisherigen Geschichte herrschenden Verhältnisse noch niemals menschliche Verhältnisse als Gesellschaft menschlicher Wesen waren, sondern Verhältnisse der Herrschenden, welche das notwendige gesellschaftliche Sein der Menschen durch Macht und Gewalt über sie zu nutzen verstanden hatten. Die bisherige Geschichte verlief immer in der Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft, hatte Knechte nötig, um den Reichtum der Herren zu schaffen. Aber soweit eine Geschichtsepoche das ausgebildet hatte, was sie zu bilden vermochte, zerbrach ihre jeweilige Form, weil ihre Lebenserzeugung über das Vermögen ihre Wirklichkeit hinausgekommen, diese anachronistisch geworden war. In dem Verständnis der bisherigen Geschichte der Menschheit als eine Geschichte von Klassenkämpfen war nicht die Notwendigkeit des Klassenkampfes betont, sondern dessen unnötig werden, wenn die Menschen die Entfremdung ihres Reichtums von seiner Erzeugung, die Entfremdung des Produkts von der produzierenden Tätigkeit der Menschen aufzuheben in der Lage sind. Die Aufdeckung des historischen Anachronismus im Erzeugungsprozess eines ungeheueren menschlichen Reichtums, der sich nicht wirklich als menschlicher, also gesellschaftlicher Reichtum entfalten kann, verlangt nach einer menschlichen Gesellschaft, die in der Lage ist, ihre Arbeit zur Bereicherung des menschlichen Lebens zu erbringen, Produktion und Produkte unmittelbar durch das menschliche Leben in freier gesellschaftlicher Beziehung (Kommunismus) bestimmt sein zu lasssen. Bisher waren die Produkte zwar gesellschaftlich erzeugt, aber vorwiegend nur privat angeeignet und als Geschichtsgewalt des Kapitals gegen die Bedürfnisse und Interessen der Menschen fortbestimmt worden. Mit dem entwickelten Kapitalismus rächt sich die Entfremdung und Verselbständigung des Kapitals von der menschlichen Gesellschaft durch die Krisen, die es in seinen eigenen Kreisläufen entwickeln muss, weil sich seine Masse notwendig gegen ihre gesellschaftliche Realisierbarkeit verhält (siehe Fall der Profitrate). Daher haben die Menschen die reale Chance, durch die Aufhebung der gesellschaftlichen Form des Privateigentums als Kapital ihre Geschichte in einer Gesellschaft menschlicher Eigentümlichkeiten zu begründen. Gesellschaft bedarf immer der Vermitttlung und Beziehung der Menschen und diese kann nur in dem Maße ohne Gewalt sein, wie die Menschen darin offen, konkret und materiell ihre individuell unterschiedlichen Fähigkeit kollektivieren und ihr gesellschaftliches Kollektiv individualisieren können. Dies verlangt eine Vermittlungsform, welche den bürgerlichen Staat ablöst und eine allgemein kommunale Gesellschaftform einnimmt, den Kommunismus. Das Wissen um das kommunistische Wesen der menschlichen Geschichte unterscheidet den Marxismus deutlich von den linkshegelianischen Frühsozialisten und den Anarchisten, die ihre Selbstbegründung ihrem unmittelbaren Menschsein entnehmen und demzufolge jede gesellschaftliche Vermittlung, jede Struktur als solche ablehnen. Der Marxismus bezieht sich in seiner Kritik am Bestehenden nicht auf Strukturen als solche, sondern nur auf die Formbestimmtheit der bürgerlichen Gesellschaft, welche die Potenziale ihrer eigenen Fortentwicklung politisch unterdrückt, daher in unaufgelösten Widersprüchen sich fortbewegt (zwischen Reichtum und Armut, zwischen gesellschaftlicher Arbeit und privater Aneignung, zwischen toter Arbeit und lebendiger Arbeit, zwischen Produktion und Zirkulation und zwischen den Klassen überhaupt, den Besitzern von Grund, Arbeit und Kapital - siehe Logik des Kapitals). Von daher fixiert die bürgerliche Gesellschaft das, was sie geschichtlich als menschliche Gesellschaft hervorgebracht hat, den Reichtum in der Form von Waren durch die Industrialisierung der Produktion, an seine reaktionäre Form, das Kapital, und die Probleme, die es mit sich hat und an den Menschen austrägt. Bürgerliche Politik folgt alleine den allgemeinen Notwendigkeiten im Kapitalismus ist immer die Politik des Kapitals, auch wenn sie durch Meinungsbildung (siehe Wählermeinung) gewählt ist und demokratisch erscheint (siehe bürgerliche Demokratie). Aber sie verkehrt ihre Geschichte zwangsläufig im Verlauf immer heftiger werdenden Krisen in die Selbstunterwerfung der Menschen unter ihre eigenen Verhältnisse, weil sie die Form dieser Verhältnisse und daher ihre Formbestimmtheit nicht angeht und niemals verändert, weil die Kapitalbesitzer ihr immer als Entwicklungsträger erscheinen - je krisenhafter, desto nötiger. Bürgerliche Politik gibt daher in ihrem Geschichtsverlauf immer wieder ihren Ursprung aus menschlichen Lebensverhältnis und steigert sich in Krisenzeiten zu ihrer höchsten Potenz, der faschistischen Barbarei (siehe Kritik der politischen Ökonomie). In diesem Wissen unterscheidet sich der Marxismus auch wesentlich von der Sozialdemokratie, die sich für eine politische Immanenz im Kapitalismus darin ausgesprochen hat, dass sie an dessen selbsttätiges Ende durch die Fortschritte der Arbeit und damit an eine bürgerliche Entwicklung des menschlichen Lebensstandards zu einer immer "großzügigeren Gesellschaft" glaubt. Da Marxisten die Überwindung der bürgerlichen Gesellschaft über die Aufhebung des Privateigentums durch Subjekte begreift, die in den Grundlagen der gesellschaftlichen Selbsterzeugung und der Erzeugung des gesellschaftlichen Reichtums konkret eingebunden sind (das so genannte Proletariat), hat er auch das zentrale Problem, eine Gesellschaftsform schaffen zu müssen, in welcher die individuelle und die gesellschaftliche Selbsterhaltung und Entwicklung als Selbsterzeugung der Menschen möglich ist. Darin ist der Marxismus noch nicht weit fortgeschritten. Die bisherigen marxistischen Staatstheorien endeten im Fiasko des Stalinismus, der dem Fiasko der bürgerlichen Demokratie ähnelt, die im Faschismus aufgegangen war. Eine marxistische Gesellschaftstheorie muss vor allem die Einheit von Produktionsform und Reproduktionsform der Gesellschaft als Verhältnis eines Ganzen zu seinen Teilen herstellen. Bisher wurden aber hierfür nur Gegensätze und damit die Fortsetzung der Klässenkämpfe auf höherem Niveau geliefert (vergl. die Theorie von der Diktatur des Proletariats). Wegen falschen politischen Ansätzen und wegen der barbarischen Reaktion auf Seiten der Kapitalmächte (z.B. 2. Weltkrieg) musste der Marxismus trotz internationalistischer Ambitionen in nationalstaatlichen Arbeitswelt-Kategorien verharren und sich selbst in der Form eines Staatskapitalismus desavouieren. Das ließ den Marxismus auf eine geschichtsphilosophische Logik zurückfallen, die er gerade überwinden wollte. In ihrem verheerende Geschichtsobjektivismus) versackten die "ewigen Wahrheiten" des "Marxismus-Leninismus" und seine Resultate zerstörten jede Hoffnung auf eine Überwindung des Kapitalismus. Doch das Kapital entwickelte daraufhin sich zur Globalisierung und hatte die weltmarktlogische Internationalisierung nötig, die dem imperialistischen Kapital noch unnötig schien (dort entwickelten sich nur die Inlandsmärkte der Imperialisten). Die zunehmende Disfunktionalisierung der Nationalstaaten durch das Finanzkapital hat zur Kehrseite auch die Notwendigkeit einer Weltgesellschaft gegen das Kapital: Die weltweite Kooperation der Konzerne hat nach wie vor ihre Schranke in der Konsumierbarkeit ihrer Produkte. Die Verbindung der Menschen wächst in dem Maß der Absatzprobleme auf dem Weltmarkt und der Notwendigkeit der Bewerbung der Produkte (z.B. Internet, Kulturtransfer). Eine Weltgesellschaft wird unumgänglich sein, will die Menschheit sich nicht selbst dem Kapital opfern und an seinen Kultstätten (siehe Logik der Kultur) versiechen (siehe Barbarei). Sie kann aber nur die Föderation von Kulturgesellschaften sein, also von Gesellschaften, die ihre Produktionskreisläufe als ihre jeweilige Kulturen vollziehen und aufeinander frei beziehen und darin ihre Lebensformen als ihren weiteren Geschichtsprozess im nötigen Wechsel des Produktionsbedarfs konstituieren, als Verhalten von Ursachen und Wirkungen, als weltweite Wirklichkeit, in der die Menschen über die Gründe für alle Entwicklung sich streiten und zusammenfinden, wie es ihrem eigenen Werden entspricht. Eine Kulturgesellschaft fördert den Menschen als einzelnes wie allgemeines Wesen seiner Selbsterzeugung und Selbstentfaltung - in der gesellschaftlichen Erzeugung seiner Art (Gattungswesen), einer gesellschaftlichen Form der Arbeitsteilung, die das Individuum so gesellschaftlich versteht, wie sich die Gesellschaft auch in ihm individualisiert (vergl. z.B. Brotkorbsozialismus). Wo eine solche Gesellschaft gelingt, da findet die Aufhebung aller Momente abstrakt menschlicher Beziehungen statt. | s.a. siehe auch Pfreundschuh: siehe auch Pfreundschuh:
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Material ist zunächst reine Materie, aus der etwas ist. Dieses ist nicht als Materie bestimmt, hat sie aber zu ihrem Stoff, zu dem, was ihre natürliche Substanz ausmacht. Oft wird Material als Mittel begriffen, Substanz von Vermittlung. Dies ist aber nicht möglich, weil es kein Mittel als solches und für sich in der Abstraktion von einem Zweck gibt. Gleich, ob es in einem Mittel oder einem Zweck gegenwärtig ist: Material macht die bloße Beschaffenheit von etwas aus, ist seine allgemeine Eigenschaft. |
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Materie wäre für sich der leblose Stoff, reines stoffliches Sein, das für den Menschen nicht so sein kann, weil es nicht außer dem Menschen wirklich für sich ist. Die modernen Naturwissenschaften behaupten eine Materie, die voraussetzungslos von ihrem Erkenntnisinteresse bestünde, ja dieses selbst sogar begründen könne (vergl. z.B. die Neurophysiologie oder die Psychiatrie). Dies ist ein Widerspruch in sich, eine Behauptung, die sich ausschließt, weil sie selbst schon durch etwas bestimmt wäre, was sie zu bestimmen sucht, also als das sprechen müsste, für was sie spricht: Sprechende Materie. Auch wenn die Sprache einen Stoff zum Material hat, unterscheidet sie sich doch in ihrem Grund wesentlich von diesem dadurch, dass sie Tätigkeit des Bewusstseins, praktisches Bewusstsein ist. Materie ist nichts Lebendes, aber Grundlage und Voraussetzung alles Lebenden. Daher mag sie für sich tot sein, aber nicht als Totes im Leben sein können. Sie ist immer bloße Substanz, die für sich genommen nichts ist. Daher ist jedes Ding zwar materiell, aber Materie nichts Dingliches, immer schon vom Leben verdingt. |
s.a. | |