| Buchstabe T | ||
Tardive Psychose ist insofern ein ideologischer Begriff, als tardiv wörtlich übersetzt "spät" heißt, tardive Psychosen jedoch bereits nach kurzer Zeit auftreten können. Es handelt sich um Psychosen organischer Natur, die – bewirkt durch die rezeptorenverändernde Wirkung der Psychopharmaka - im Lauf der Behandlung entstehen oder sich verstärken oder beim Absetzen auftreten. Tardive Psychosen gelten als besonderes Risiko clozapinartiger Neuroleptika. Urban Ungerstedt und Tomas Ljungberg, Mitarbeiter der Histologischen Abteilung des Karolinska Instituts in Stockholm, stellten fest, dass Clozapin bei Versuchsratten besonders stark auf die limbischen Dopaminrezeptoren wirkt und zu ihrer Überempfindlichkeit führt. Resultat könne "... somit die Potenzierung von psychotischem Verhalten nach chronischem Clozapin sein! Diese Ergebnisse werfen augenfällig ernste Fragen auf hinsichtlich der Strategie für den Versuch, neue, wirksame antipsychotische Medikamente zu finden. Wird ein Medikament, das 'spezifische' Rezeptoren blockiert, eine 'spezifische' Rezeptorensupersensibilität und somit 'spezifische' Nebenwirkungen verursachen, das heißt die Krankheit selbst potenzieren?” (Ungerstedt / Ljungberg 1977, S. 199) In Schweden, wo man Clozapin intensiv einsetzte, wurden denn auch bei einer ganzen Reihe von Betroffenen nach dem Absetzen des modernen Neuroleptikums psychotische Symptome in einer Stärke festgestellt, die vorher nicht vorhanden war. Auch bei 1988 publizierten Forschungen in den USA wurde auf die Verschlechterung des psychischen Zustands nach dem Absetzen von Clozapin hingewiesen, was auf eine behandlungsbedingte erhöhte Sensibilität der Neurotransmitter zurückgeführt wurde. Supersensibilitätspsychosen enden oft in - nicht einmal mehr mit Neuroleptika unterdrückbaren - chronischen Psychosen organischer Natur (vgl. Lehmann 1996a, S. 100). Peter Lehmann (Antipsychiatrieverlag) |
s.a. | |
Eine Tat ist ein geschichtlicher Akt, eine Arbeit oder die Herbeiführung eines Ereignisses, welcher unmittelbare Wirkung und Wirklichkeit hat. Im marxistischen Geschichtsverständnis ist die Tat die Substanz allen Seins, auch im geistigen Sinn, z.B. als Entdeckung, Erfindung u.a. Siehe hierzu auch Gebrauchswert: "... die mannigfachen Gebrauchsweisen der Dinge zu entdecken ist geschichtliche Tat." (MEW 23, S. 49f). Sie ist unmittelbare Einheit von Geist und Sinn, sowohl als Entdeckung tätig, wie als Tätigkeit ent-deckt. Sie ist die Gewissheit von Tätigkeit und Leiden, ihre unmittelbare Wahrheit, Selbstevidenz des Menschen. |
s.a. | |
Tätigkeit ist die Wendung des Leidens in eine Äußerungsform der Sinne, z.B. durch Kreation, Arbeit, Reisen, Darstellen u.a.. Tätigkeit ist selbstevident durch die Tat, indem sie Gegenstände und Ereignisse erzeugt, alles, was nicht gewohnt und also keine Gewohnheit ist. Wird Arbeit zur Gewohnheit, so ist dies in der Regel die fremd bewirtschaftete Arbeit, die Lohnarbeit, die nicht mehr der Gegenstände wegen betrieben wird, sondern der Reproduktion wegen, objektiv bestimmte Arbeit. Tätigkeit ist der subjektive Gehalt gesellschaftlicher Beziehung, welche die Bedingung dafür ist, dass die Menschen sich in ihrer Gesellschaft leiden können. Wo nur Geld als Kapital die gesellschaftliche Beziehung ausmacht (siehe Dienstleistungsgesellschaft), bestehen alle Tätigkeiten nurmehr in zwischenmenschlichen Verhältnissen als Tätigkeiten der Seelen. |
s.a. | |
Tatsache ist eine Sache, die unmittelbar als Tat sächlich ist, sich also nicht als Sache noch als Tätigkeit für sich bestimmt. Die Tatsache ist so die unzweifelhafte Gegenständlichkeit des Seins, objektiv wie subjektiv: Ein Gegenstand, der sich als Sache unmittelbar sinnlich erweist und beweist, wie auch als Subjekt, welches unmittelbar durch seine Tat bewiesen ist (vergl. z.B. Descart: "Ich denke, also bin ich."). |
s.a. | |
Der Tausch ist das Verhältnis, worin sich Besitz aufeinander bezieht. Die Warenbesitzer vergleichen darin ihre Waren und bestimmen hierdurch ihren Wert. Dieser besteht in seiner konkreten unmittelbaren Form als Gebrauchswert, in seiner abstrakten Allgemeinheit als Tauschwert (siehe Wertform). Der Schein, worin sich die Waren hierdurch als Gesellschaft von Wertdingen geben wird, wird zum Fetisch für die Menschen, die darin ihren gesellschaftlichen Zusammenhang erfahren (siehe Warenfetisch). | s.a. Zur Kritik der politischen Ökonomie:
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Tauschringe versuchen, das Wertgesetz zu minimieren, indem Güter oder Leistungen im Quantum einer überschaubaren Einheit (z.B. Talente oder Arbeitsszeit) aufeiander bezzogen werden und hierdurch keine selbständige Kapitalform annehmen können. Sie verstehen sich teils im Gegensatz zum Warentausch mittels Geld, teils als Ergänzung (Verbilligung wechselhafter Brauchbarkeit z.B. von Kinderkleidung, Mode, Tonträger usw). Hervorgerufen wurden sie durch schlechte Geldqualität (z.B. in Argentinien, wo das Geld durch den amerikanischen Devisenmarkt zerstört ist) oder durch eine Subkultur der Armut oder durch das Bedürfnis, eine hohe Fluktuation der geschmacklichen Ausrichtung zu ermöglichen (seihe z.B. Ebay). Für den Kapitalismus insgesamt können sie zumindest teilweise eine Beschränkung sein, insofern sie die Produktion von überflüssigen Bedürfnisreizen frei machen und von daher ihrem Verwertungstrieb (siehe Kapital, Wert) nicht vollständig folgen müssen. Aber sie bleiben eine Art der Armutsverwaltung, die sich vielleicht zeitweise als psychische Bereicherung auftut durch Kontakte, die hierbei entstehen, nicht aber als wirklich fortschrittliche Produktions- und Verteilungsform. Ökonomisch beeinhalten sie vor allem zwei Probleme: Die Ausschaltung von Qualität und die Erzeugung von Konkurrenz auf dem untersten Niveau jenseits aller wirklichen sozialen Kriterien. Qualität unterstellt Ausbildung und Vermittlung von Gütekriterien. Doch in Tauschringen werden nicht die komplexen Ausbildungsprobleme unterschiedlich komplizierter Tätigkeiten berücksichtigt und sogar durch gleichsetzung jeglicher Tätigkeit gekontert, so dass bestenfalls vergleichbare, einfach Handreichungen real Vergegenwärtigt werden. Aber schon bei Tätigkeiten, die einfache Ansprüche einlösen sollen (z.B. eine Wohnung mit einer bestimmten Sorgfalt und Erfahrung weißeln), auf Dauer und allgemein versagen. Außerdem drücken sich auch in Tauschringen die Anbieter auf den Ausgleich unterster Aufwendungen, also minimalster Ansprüche an die Arbeit. Die Konkurrenz der Billig-Anbieter ist hier besonders allgemein. Ohne eine Staatsform der Reproduktion wird es keine Aufhebung von Weret- und Verwertungsbeziehungen geben können (siehe Sozialismus). | s.a. http://www.kbx7.de/list?enter=Tauschformen | |
Täuschung kommt vom Vertauschen, das Versetzen von einer Gewissheit in eine andere oder ihre Verwechslung. Eine Täuschung kann aktiv durch Fälschung oder passiv im Nachvollzug eines Sachverhalts in der Wahrnehmung entstehen oder auch durch Magie und Suggestion betrieben sein. Die Erkenntnis, dass man sich getäuscht hat, ist die Gewissheit, dass etwas anders ist, wie es geschienen hat, dass die Täuschung der Schein von etwas anderem war. Eine allgemeine Täuschung kann eine falsche Verallgemeinerung oder eine Idee sein, die einer Gewissheit überstellt wird (siehe z.B. Bewertung). Sie ist darin möglich, dass das Gewisse in einem allgemeinen Zweck verschwindet, der ihm überstellt wird (z.B. in einer Ideologie). Wahrheit ergibt sich aus der Überwindung von Täuschung. Als unmittelbare Absicht kann Täuschung eine Lüge, z.B. im Zweck eines Betrugs sein, der die Verfälschung einer Interpretation zur Ausnutzung oder Ausbeutung eines Verhältnisses bezweckt, das damit unerkennbar gemacht werden soll. Auch unbewusst wird getäuscht, um eine Selbsttäuschung leben zu können oder in der Absicht, die Wahrnehmung oder die Sprache so abzufälschen, dass sie sich mit andrem Sinn verhält (z.B. objektive Gefühle, Ideologie). Die Wahrnehmung wird durch seelische Täuschung verrückt, weil sie einen Übersinn aufnimmt, der einen Menschen seiner Wahrheit enthebt. Im Denken vollzieht sich eine Täuschung oft auch ohne Absicht durch fehlerhaftes (vielleicht auch voreingenommes) Zusammenführen von Bestimmungen oder in einem Verstand von Zusammenhängen, der ihnen ein Wesen anmutet, das sich nicht unmittelbart erkennen lässt und sich im begrifflichen Nachvollzug des Ganzen der Vermittlung als Täuschung erweist. Im letztren Sinn ist Täuschung ein Begriff der Erkenntnistheorie, der eine Aussage beschreibt, in welcher die Gegenstände als Erscheinung von einem Zusammenhang erfasst sind, dessen Wesen nicht wirklich erkannt und daher nur scheinhaft begriffen ist. Dem hierdurch getäuschten Bewusstsein erscheinen daher die Dinge so, wie sie ihm als Gegebenheit eines Wesens gelten, durch das sie ein zweifelhaftes, gespenstisches oder mystisches Sein bekommen, dessen Identität dem unmittelbaren Wissen verborgen ist. Ihre Faktizität besteht in ihrem Nutzen, den sie für den Menschen haben und dem sich die Menschen wie einem Fetisch überlassen. Ein getäuschtes Bewusstsein hat in seinem Sein den Grund seiner Täuschung. Es ist nicht platter Widerschein (siehe Widerspiegelungstheorie), sondern ein Sinn, den ein solches Sein für den hat, der sich davon täuschen lässt. Ein solches Bewusstsein ist ein Bewusstsein mit eigner Sinnlichkeit, das als Unwissen verborgener Wahrheit sich verhalten kann, weil es einen Sinn hat, der zur Nichterkenntnis dessen treibt, was das ganze Wesen dieses Seins in Wahrheit ist. Täuschung verfolgt also immer einen Zweck, sei es subjektiv oder objektiv. Im Gegensatz zur Wahrheit bezweckt die Täuschung eine Störung oder Zerstörung eines bestimmten Sinne. Die Täuschung hat ihren Sinn wie eine Willen, der auf eine Wirklichkeit gerichtet ist, die ihm dient (z.B. den Willen einer Ideologie oder einem seelischen Zweck). Durch ihn wird der Teil der Wirklichkeit für sich genommen, der solchen Sinn erfüllt. Hierdurch wird zugleich der ganzen wirklichen Welt ihre Wirkung in dem genommen, was sie in dem abgetrennten und verselbständigten Sinn nicht ist. Die abgetrennte Ganzheit dieses Sinns beruht also aus dem Ausschluss und der Abtrennung dessen, was ihn wesentlich ausmacht. Es ist die Scheinwelt einer aparten Sinnelichkeit. Das hiervon Isolierte aber enthält die Erkenntnis dessen, was das Aparte ist. Wer in der Täuschung lebt, dem wird seine Wahrheit zum Fluch. Es ist der Fluch des Ganzen, der jedes Moment ereilt. Das Ende einer verfluchten Geschichte ist die Enttäuschung. Sich selbst kann man nur täuschen, wenn man sich selbst als Objekt hat, dem etwas vorgemacht werden soll. In der Selbsttäuschung reflektiert sich eine Beziehung auf anderes, was sein muss, um selbst zu sein, eine Scheinwelt, die mächtiger ist als man selbst sein kann. Selbsttäuschung entsteht aus der objektiven Bedingung, dass Zweifel nicht sein kann. Wo die Bedingtheit seiner selbst zu erkennen unmöglich ist, ist die Selbsttäuschung notwendig. Sie ist aber nicht nur objektiv elendig, sondern betreibt subjektiv Elend fort als Beschränkung jeder Erkenntnis überhaupt (siehe auch Sekte). |
s.a. | |
Der Gebrauchswert hat die doppelte Bestimmung, als Eigenschaft der Dinge, die als Waren auf dem Markt sind, für Menschen nützlich zu sein, und als Produkt des Arbeitsprozesses mit diesen Eigenschaften erzeugt zu sein für irgendwen, für einen Markt, auf welchem sie Nützlichkeit schlechthin darstellen und diese nur durch Abkauf realisieren, Gebrauchswerte für jeden, dessen Bedürfnis hierin geweckt wie befriedigt wird, Gebrauchswerte für andere. Unmittelbar ist der Gebrauchswert also nur eine einzelne Beziehung von Mensch und Sache, welche nur kurzzeitig und im beständigen Wechsel auf dem Markt ist. Mittelbar ist diese Beziehung allgemein, dauerhaft und gleichgültig gegen diese Einzelheit. Der Besitzer von Waren hat dies beides als Form eines Guts, das nicht nur unmittelbar für einen Menschen ist, sondern über das Lebensnotwendige hinaus existiert, als Form von Reichtum. Als einzelnes Ding, wie es auf den Menschen bezogen ist, verschwindet der Gebrauchswert im Leben des Menschen, der das Gebrauchsgut besitzt, und hebt sich in der Befriedigung seines Bedürfnisse als Ding, als Lebensmittel auf und verliert sein Dasein als Form menschlichen Reichtums, um sogleich wieder als neuer Gebrauchswert für ein anderes Bedürfnis aufzutreten und wieder zu verschwinden. Als Gebrauchswert für andere existiert das Gebrauchsgut für den Markt allgemein dazu, gegen andere Gebrauchswerte eingetauscht zu werden. Er ist hierbei nützlich überhaupt, um irgendwann auf ein bestimmtes Bedürfnis bezogen zu werden. Als solcher Gebrauchswert ist er wirklich bestimmter Reichtum, wenn auch allgemein bloß potentiell, also der Form nach. Er ist überschüssig und existiert für eine begrenzte Zeit auf dem Markt, aber allgemein als schlechthin nützlicher Gegenstand. Der Form nach ist dieser Gegenstand bleibender Reichtum, der keine wirkliche gesellschaftliche Substanz hat. Als dieser Gegenstand hat der Gebrauchswert also nur Wert, getauscht zu werden. Er ist geradezu nur hierfür da, weil er Gebrauchswert für andere ist, der nicht gebraucht wird von seinem Besitzer, sondern von anderen, die wiederum überschüssige Gebrauchswerte haben, die zum Tausch verfügbar sind. In der Tat ist der Tausch die Form des Reichtums, welche die bürgerliche Gesellschaft als reines Besitzverhältnis ausmacht und worin das Tauschgut, die Ware also Elementarform ist (vergl. MEW 23, S. 49). Sie ist nicht Gebrauchswert, sie hat ihn als die eine Bestimmung, dass sie den Gebrauchswert für andere bietet und dies reflektiert jede einzelne Ware allgemein in allen anderen Dingen, die - wie ihr eigener Gebrauchswert - solange auf dem Markt bestehen, bis sie von dort durch Kauf verschwindet und andere Waren neu hinzutreten, ohne die Maßgabe eines bestimmten Quantums - nur resultierend aus dem anarchischen Bezug der Produktion der bürgerlichen Gesellschaft auf ihren Markt. Als Ware sind alle diese Dinge des Marktes Produkte nützlicher Arbeit, die nicht verwirklicht ist, also ihre Nützlichkeit noch nicht wirklich erwiesen haben. Ihr Wert besteht nur in ihrer Tauschbarkeit so lange, wie sie noch nicht getauscht sind. Allgemein bestehen alle Gebrauchswerte nur in unnützer Relation zueinander als das, worin sie sich in solcher Bestimmung gleich sind, nämlich Produkt menschlicher Arbeit zu sein, die (noch) keinen Nutzen gefunden hat. So sind die Dinge als Waren auf dem Markt nicht nur für die Menschen doppelt bestimmt, sondern auch selbst in doppelter Beziehung zu den Menschen: widersprüchliches Verhältnis. Für die Menschen sind sie in ihrem Nutzen bestimmt und sind zugleich gleichgültig gegen diese Bestimmtheit als allgemene Form von Arbeitsprodukten. Die Menschen, welche sich zu ihren Bedürfnissen verhalten, gelten sich in ihrem Lebenszusammenhang darin gleich, ihre Bestimmung nicht wirklich zu haben, also nur Wert für den Tausch zu haben und somit allgemein nur vermittelst des Tauschwerts Besitzer ihrer Lebensmittel zu sein. Das macht den allgemeinen Schein des gesellschaftlichen Zusammenhangs durch die Waren aus (siehe Warenfetischismus). Der Tauschwert ist die Erscheinungsform der allgemeinen Nützlichkeit der Waren als der Wert, den sie für den Tausch bdarstellen und den sie für ihren Besitzer im Tausch erbringen. Die reine Tatsache ihrer Nützlichkeit macht sie tauschbar - und das ist das Einzige, was den Zusammenhang der Waren im Tausch bestimmt, solange sie auf dem Markt sind. Im Widerspruch zur konkreten Nützlichkeit jeder einzelnen Ware, durch welche sie vom Markt verschwindet, setzt sich das Allgemeine als Drittes, als leere Einheit von beidem, als bloße Abstraktion durch. Als solches wird er zu einem Wert, den die Ware als allgemeines Produkt gesellschaftlicher Arbeit darstellt. Er resultiert daraus, dass in der bürgerlichen Gesellschaft Gebrauchswerte nur privat auf die Menschen bezogen sind und ihre Gesellschaftlichkeit im Warentausch realisieren müssen. Die Gesellschaft der Waren stellt sich so geschichtlich erst im Nachhinein ihrer Produktion heraus, wiewohl sie logisch in der Fähigkeit des Produzierens durch das Zusammenwirken von Geist, Karft und Verstand (siehe auch Produktionsmittel) und daher als Fähigkeit, nützliche Dinge zu erzeugen und auf gesellschaftliche Nützlichkeit zu spekulieren, ihr vorausgesetzt sind. So ergibt sich die allgemeine Nützlichkeit der Sachen, die als Waren existieren, ihr Dasein als menschliches Produkt schlechthin, nur in dem, was eine Ware im Vergleich zu anderer Ware an Wert hat, was sie also in ihrem Tausch als Produkt menschlicher Arbeit schlechthin, als abstrakt menschliche Arbeit realisiert. Darin drückt sich aus, dass ihr Gebrauchswert nicht nur für ihren Erzeuger, sondern als Gebrauchswert für andere sich bewahrheitet, und dass er im Vergleich des Arbeitsquantums auch als Produkt gesellschaftlicher Arbeit - wenn auch nur abstrakt - anerkannt ist. Der Tauschwert ist somit der allgemeine Wertausdruck der Ware, der sich nicht wirklich auf den Gebrauchswert beziehen lässt, aber im Tausch den jeweils einzelnen Gebrauchswert voraussetzt, also beides in der Wertform aufeinander bezogen ist. Die Arbeit der Menschen, die sich in einer Gesellschaft reproduzieren müssen und die zugleich ihren Reichtum bildet, realisiert sich nur in einzelnen, voneinander getrennten Produkten, die zwar insgesamt den Reichtum einer Gesellschaft ausmachen, aber als Arbeitsteile nur im Tausch abstrakt verbunden sind. Die Gesamtreproduktion und Produktion einer Gesellschaft ergibt zwar nützliche Dinge, die sich bewähren, weil und sofern sie gebraucht werden, die aber als Gesamtprodukt nur abstrakt für die Menschen sind, allgemeiner Ausdruck der Tatsache sind, dass sie diese hergestellt haben, weil sie irgendwo und irgendwie gebraucht werden (oder vielleicht auch nicht). Die Arbeitsteile der gesellschaftlichen Arbeit sind abstrakt vermittelt, - im Nachhinein der Produktion auf dem Markt und in dem Maß, wie sie sich allgemein und abstrakt auch als nützlich erweisen. Sie sind damit allgemein nicht menschliches Produkt, nicht Bestätigung bestimmter menschlicher Wesenskraft, nicht menschliches Eigentum, sondern abstraktes Produkt, das lediglich seine Nützlichkeit für die Besitzer der Waren darin erweisen muss, dass es sich tauschen lässt. Der Tauschwert stellt so den einzigen Sinn und Zweck dar, den die Arbeit in der bürgerlichen Gesellschaft hat: Sie geschieht nur für den Tausch. Die Dinge müssen lediglich irgendeinen privaten Nutzen haben; gesellschaftlich haben sie keinen anderen als den, Wert im Tausch zu haben und zu bilden. Der Tauschwert selbst erweist sich darin als Wert und ist letztlich nichts anderes als dies. Er ist die allgemeine Wertform, in welchem sich die relative und zufällige Wertform, der Gebrauchswert, als Reichtum der bürgerlichen Gesellschaft erhält. Dieser Wert hat keine konkrete gesellschaftliche Substanz und wird daher auch nur in dem bemessen, was er ist: Abstrakt menschliche Arbeit. Das macht seine einzige gesellschaftliche Substanz aus. Und als solches hat er als einzig wirkliches Quantum nicht die Menge von bestimmten Produkten, Reichtümern, Produktionsmittel usw. Die Güter, welche Tauschwert darstellen, realisieren sich quantitativ ja nur über ihre Tauschbarkeit. Der Tauschwert hat seine Wertgröße alleine in der gesellschaftlich durchschnittlichen Arbeitszeit, die für die Herstellung dieser Produkte verausgabt wird (siehe Wert). Der Tauschwert drückt aus, was Wert allgemein ist; er ist die allgemeine Wertform. Von da her reflektiert er sich in einer Ware, die gültig sein soll für den vergleich mit allen anderen Waren, die selbst ausdrückt, was sie den anderen gilt: Geld. In der Geldform ist der Tauschwert wirklich und allgemein auf der Welt und benötigt lediglich das Material zur Darstellung dieses Werts, es bedarf einer Ware, welche die optimale Nützlichkeit für den Tausch selbst hat: Gold. Die Deckung des Geldes durch Gold ist erst in jüngster Zeit vollständig aufgehoben worden (siehe Bretton-Wood) und hat zur expolsionsartigen Entfaltung der bis dahin schlummernden Globalisierung geführt. |
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"Die Kultur der Terrors zielt darauf ab, die Hoffnungen der Mehrheit auf Alternativen zu den Vorstellungen der Herrschenden zu zähmen." (Noam Chomsky) Der Begriff Terrorismus (v. französ.: terreur Schrecken) wurde erstmals bei der Geburt des bürgerlichen Staates verwendet. Er war die Bezeichnung einer gewaltsamen Regierungsmaßnahme. Im Zusammenhang mit der französischen Revolution wurde der "Terror des Konvents" von 1783 -1784 ausgerufen, als die Regierung alle als konterrevolutionär eingestuften Personen hinrichten oder inhaftieren ließ. Terror war darauf gerichtet, eine allgemeine Panik zu erzeugen, die sich nicht nur bei seinen Opfern, sondern als allgemeiner Schrecken ausbreitet, um bestehende Verhältnisse zu destabilisieren und Machtverhältnisse zu installieren. Erst im 20. Jahrhundert wurde der Begriff auch im Sinne einer Widerstandstheorie verwendet, besonders im Konzept der Guerilla (Che Guevara) und - daraus entwickelt - dem der Stadtguerilla der Roten Armee Fraktion. Terror, der im Widerstand einer Bevölkerung entsteht, setzt einen Zustand voraus, in welchem sie nichts mehr zu verlieren hat: Die Zerstörung der Grundlagen ihrer Kultur. Und er wendet sich daher gegen eine zerstörerische Gewalt mit der Gewalt des Zerstörens, um sich als Gegenmacht zu installieren, die über die Möglichkeiten der lokalen Bedingungen verfügt, welche als Bevölkerung hierbei unterstellt ist. Terror ist immer eine schlechte Negation, die sowohl von der Seite der Macht, wie auch von der Seite der Ohnmacht vollzogen wird, wenn Machtverhältnisse in ihrem Zweck paralysiert sind und sich aus zerstörter Macht Macht als Potenzial der Zerstörung und Bedrohung herstellen soll. Allerdings kann eine Geschichte selbst schon in solcher Negation angelangt sein (siehe Faschismus), so dass Terror eine bloße Entsprechung der Widerstandsakte an die Methoden der herrschenden Macht ist. Der politische Terror enthält meist die Strategie, eine Macht dadurch zu errichten, dass Gewalt in Verhältnisse gestreut wird, damit sie daran zu Grunde gehen und Macht als reine Funktionalität übrig bleibt, welche die Gewalt als Ordnungsprinzip der Restauration von Machtverhältnissen bietet. Ohnmächtiger Terror will mächtige Systeme in ihrer eigenen Funktionalität zu beschädigen, den Boden ihrer Funktion zerstören (z.B. Geregelte Arbeits- und Besitzverhältnisse, Freizügigkeit der Person, Sicherheit für das Leben). Andererseits enthalten sie auch propagandistische Interessen, die sich an jene wenden, die sich nicht gegen ihre Zerstörung verhalten. Die UN haben eine Anwendung des Begriffs "internationaler Terrorismus" am 12.12.1973 in ihrer Resolution Nr. 3103 definiert, nach welcher missbräuchlicher, also propagandistischer Verwendung entgegengetreten wird: "Völker, die kämpfen, um sich von fremder Unterdrückung und Ausbeutung zu befreien, haben das Recht, alle Mittel zu benutzen, die ihnen zur Verfügung stehen - eingeschlossen Gewalt. Akte von Bürgern, die für ihre nationale Befreiung kämpfen, können nicht als Akte des internationalen Terrorismus betrachtet werden. Demgegenüber sind solche Akte, die von einem Staat gegen ein Volk mit dem Ziel durchgeführt werden, seine nationale Befreiungsbewegung auszulöschen und den Widerstand gegen die Besatzer zu zerbrechen, echte Manifestationen des internationalen Terrorismus in seinem weitesten Sinn." (vergl. UN-Doc 6/4 18, S. 7, 1974) Nach dieser Resolution wären im Irak die USA eindeutig als internationale Terroristen zu bezeichnen, nicht aber die Widerstandsbewegungen dort. Eine Art des Terrors, der sich als praktische Wendung eines zerstörten Lebens gegen das unbeschädigte ergibt und kein anderes Ziel hat, als einen Selbstmord durch Mord an Unbeteiligten zu vergesellschaften, ist Amok. | s.a. | |
Theologie ist die Wissenschaft vom menschlichern Leiden, das sie jedoch vorwiegend unsinnlich und unwirklich als Metaphysik oder Symbolik fasst, von daher Theorie der Religiosität bleibt. | ||
Ein Theorem ist ein vorgestelltes Wesen als Allgemeinheit eines Zusammenhangs, ein prinzipielles Allgemeinwesen, dessen Wirken und Wirklichkeit nur theoretisch beschreibbar, aber (noch) nicht abgeleitet ist. Darin ist vor allem die Vorstellung von einem logischen Ablauf erfasst, worin dessen Wirkung auf den Menschen als Beziehung beschrieben ist, als vorgestellte Beziehung, wie sie eine Sache für Menschen noch vor aller analytischen Auffassung beinhalten kann (siehe theoretisches Bewusstsein). |
s.a. | |
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"Nicht nur im Denken, sondern mit allen Sinnen wird ... der Mensch in der gegenständlichen Welt bejaht." (MEW EB I, S. 241f.) Das theoretische Bewusstsein ist Bewusstsein, das sich aus der Identitätsfrage des Wissens ergibt, also aus der Frage nach einem Grund dessen, was ungewiss ist. Solches Bewusstsein setzt das praktische Bewusstsein eines Undings voraus, das die Befragungung seines Seins nötig macht, also die Befragung der Notwendigkeit seiner Existenz. Solche Frage ist zunächst nur eine Frage der Vorstelllbarkeit und also theoretisch. Aber zugleich ist dies nicht irgendeine Vorstellung und nicht irgendeine beliebige Theorie, sondern eine Frage um das Wissen des Seienden, und damit eine Frage des Bewusstsein. Sie kann sich erst dadurch enlösen, dass die Befragung des Grundes in einer Gewissheit des praktischen Seins aufgehoben wird, praktisches und theoretisches Bewusstseins also zu einem Bewusstsein, einem bewusstsen Sein gelangen. Im theoretischen Bewusstsein ist eine Sinnfrage aufgeworfen, die nicht durch unmittelbares Wissen beantwortet ist - nicht als Frage nach seinem Sinn, sondern als Grund der Befragung des Seienden, als Frage nach dem Wesen der vielfältigen Erscheinungen (siehe auch Entfremdung). Es verweist jedes Theoremen in die Philosophie, von der sie sich als praktische Theorie unterscheidet, indem sie sich selbst philosophisch aufzuheben im Begriff ist. Wie das praktische Bewusstsein unmittelbar praktisches Wissen des Gegebenen als wirkliche Gegebenheit ist, die einen Gedanken nötig hat, so ist das theoretische Bewusstsein reines Wissen des "Gedankens, der zur Wirklichkeit drängt" (Marx). In diesem Verständnis stellt die Entzweiung des praktischen und des theoretischen Bewusstseins selbst unmittelbar die Selbstentfremdung des Menschen dar, um deren Aufhebung es dem dialektischen Denken geht. In seiner Selbstständigkeit verkommt theoretisches Bewusstsein leicht zu einer Gedankenabstraktion, zu einer Ideologie, wenn es sich nicht an "das Studium der wirklichen Welt" macht und darin seine gedanklichen Vorstellungen, seine theoretische Begriffssubstanz ausfüllt. Im zweifelnden Bezug auf das praktische Bewusstsein entwickelt sich diese theoretische Substanz in der Erkenntnis der inneren Zusammenhänge ihres Gegenstandes zu einem wirkllichen Bewusstsein, wenn sie im Studium der wirklichen Welt, in deren Analyse aufgeht und sich als wahr erweist. Dies setzt vorraus, dass praktisches Wissen bezweifelbar ist und dass theoretisches Wissen zum Selbstzweifel fähig ist und überprüfen kann, was es wahrzuhaben glaubt. Zu wirklickem Wissen wird es nur über die bewiesene Schlussfolgerung, das in seiner Einzelheit und Allgemeinheit als Ganzes, als Begriff gewiss ist. Gerne wird theoretisches Bewusstsein gegen das praktische überhoben, nämlich dann, wenn es seine Schlussfolgerung nicht wirklich vollzieht oder vollziehen muss, wenn es also bei seiner der Wirklichkeit analogen Reflektion bleibt. Der Vorwurf, dass Menschen selbst praktisch nur einem Fetisch unterliegen, wenn sie nicht so denken, wie sich theoretisches Bewusstsein weiß, verdeckt gerade die Notwendigkeit der Vorstellung, sich zu einer Analyse der wirklichen Welt entwickeln zu müssen (siehe hierzu z.B: die Antideutschen). | s.a. | |
“Die Theorie wird in einem Volke immer nur so weit verwirklicht, als sie die Verwirklichung seiner Bedürfnisse ist. ... Werden die theoretischen Bedürfnisse unmittelbar praktische Bedürfnisse sein? Es genügt nicht, daß der Gedanke zur Verwirklichung drängt, die Wirklichkeit muß sich selbst zum Gedanken drängen.“ (MEW l, S. 386). Theorie ist die Formulierung einer Vorstellung, einer Interpretation oder eines Gedankens, ohne dass die darin reflektierte Sache sich schon praktisch und wirklich als wahr erwiesen hätte. Es kann sich hierbei um die Mutmaßung eines Zusammenhangs oder einer Relation (Hyphothese) oder auch um ein Moment des theoretischen Bewusstseins handeln. Theorie bezieht sich immer auf die Welt, gleich, ob sie sich darin verwirklichen will oder eine Theorie ihrer Wirklichkeit ist. Darin unterscheidet sie sich von Religion: Gott ist keine Theorie; er ist Subjekt wie Objekt des Glaubens an die Unendlichkeit des Menschen. Von der Moral unterscheidet sich Theorie darin, dass sie nicht wertet, sondern Zusammenhänge sucht, ent-deckt oder er-öffnet oder sich auch selbst verwerfen kann. Natürlich setzt dies Praxis, menschliche Subjektivität voraus, aber eine solche, die sich von der Objektivität unterscheidet und sich hierzu in einen bestimmten Unterschied von Inhalt und Form des Lebens begreift (Formbestimmung). Theorie setzt also auch die Selbstunterscheidung des Menschen in der Welt und von der Welt voraus. Sie enthält so die Notwendigkeit einer Selbstverständigung (Philosophie) und ist in diesem Sinne implizit immer kritisch. Der Pulsschlag der Natur bedarf keiner Theorie; was sich von selbst versteht ist selbstverständlich und bedarf keiner Selbstverständigung. Alle Theorie bleibt aber reine Interpretation, wenn sie nicht aus der Entfremdung des Menschen von seinem Leben hervorgeht. Sie hat notwendig die abstrakte Vermittlung menschlichen Lebens als Logik der Lebensverhältnisse zu ihrem Gegenstand und Begriff, um ein Bewusstsein dieser Entfremdung zu schaffen und dem Entschluss der Menschen zur Ergreifung ihres Lebens zur Tat zu verhelfen. Theorie kommt durch Begriffsbildung dann über die Interpretation hinaus, wenn sie ihren Gedanken als Begriff einer Analyse praktisch wirksam erkennt, also wirklich erweisen und beweisen kann - nicht also, weil sie praktisch eine Wirkung hat (das hat auch Religion), sondern weil sie praktisch einen Begriff der Wirklichkeit hat und Gedanke und Wirklichkeit darin auch praktisch einig sind. "Nicht nur im Denken, sondern mit allen Sinnen wird daher der Mensch in der gegenständlichen Welt bejaht." (MEW EB I, S. 241f.) Eine Theorie der Praxis ist für sich genauso unsinnig, wie die Praxis einer Theorie. Für sich ist solche Theorie nur Interpretation, vielleicht vorgestellter Gedanke, vielleicht Fantasie, jedenfalls ohne Wahrheit. Im Leben der Menschen selbst muss der Gedanke seine Wahrheit in dessen Wirklichkeit finden. Gedanke und Wirklichkeit müssen einander nötig haben, um wahr zu werden, das praktische Bedürfnis mit dem theoretischen Bedürfnis eins sein. In dieser Einheit erst ist Täuschung unmöglich und Interpretation überwunden. Darin erfüllt sich die 2. Feuerbachthese von Karl Marx: "Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme, ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, d. h. die Wirklichkeit und Macht, die Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit eines Denkens, das sich von der Praxis isoliert, ist eine rein scholastische Frage." (MEW 3, Seite 533 ff.) Wesentlich für die Analyse der Theorie ist daher, dass sie ihren Gegenstand zuerst als Gegenstand kritischen Denkens erkannt hat, als Gegenstand, von dem sie sich selbst unmittelbar unterscheidet, weil er ihr als Unding erscheint. Indem sie ihren Gegen-Stand denkt, erkennt sie ihre eigene Objektivität ols Vernunft einer Sache (siehe Logik). Gegenständlich ist, was Theorie außer sich ist und was dadurch Gegenstand ist, dass es auch für das steht, was ihm zu entgegenen ist. Es ist schon darin doppeltes Sein, dass es diese doppelte Beziehung auf Menschen enthält: objektiv gewordene Subjektivität und subjektiv wirksame Objektivität. Theorie für sich ist daher die doppelte Beziehung auf die Sache, die sie zu erkennen sucht und sich in ihr bewahrheiten will nicht durch theoretischen oder experimentellen Beweis, sondern als Bewährung des Denkens in der Erklärung gegenständlicher Zusammenhänge. Sie stellt ihr Wissen dar, das sie in seinem Zusammenhang beweist und ist darin eins mit ihrem Gegenstand, eben in der Subjektivität der Kritik, die sich in jener Objektivität auch gebeugt weiß. Sie unterscheidet sich von der Objektivität, weil sie auf sie bezogen ist. Nur darin kann Theorie auch wirkliches Wissen werden. Sie ist also nicht dadurch krtitisch, dass sie das Objekt ihres Denkens als unwahrhaftig oder als mangelhaft gegenüber einem eigentlichen Lebenswillen abtut – das wäre die Behauptung eines allgemeinen Lebenssinns: Gesinnung. | s.a.
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Tittytainment ist ein zynischer Begriff der Konzernmanager zu einer tragenden Zukunftsvorstellung der Globalisierung. Es ist die Vorstellung eines Konsumkapitalismus (an den Titten des Kapitals hängen und dabei unterhalten werden), die für sie eine Entwicklungsvorstellung zu einem Kapitalismus auf technologisch hoher Stufenleiter ist. Dieser besteht aus einer hohen Wertmasse, die von einer Elite bewegt und betrieben wird, von einer Intelligenzia im politischen, technischen und biochemischen Bereich, und die in den Menschen eine hohe Anwendungsmasse für ihre Entwicklungen sieht. Die Masse der Nutzer, Verbraucher und Anwender muss hierfür auf unterstem Niveau am Leben gehalten werden und auch die Grundernährung so billig wie möglich sein, am besten durch eine Art Existenzgeld oder Bürgergeld mit bestimmten Arbeitsverpflichtungen abgedeckt. Alles andere sei dann ein Hort der Verwertungsexperimente, das Herausschälen des Besonderen, des Prominenten oder des Kicks überhaupt. Die Masse sei dann eine Art Reagenz auf dem Nährboden einer "gesicherten Grundversorgung", in der die besten Kämpfer im Sozialdarwinismus sich zur Elite hocharbeiten und die Produkte für den täglichen Kick produzieren. Es ist die Vorstellung von einer allseitigen Herrschaft der Kapitalmnasse als solche durch die Abhängigkeit einer unersättlichen Konsumentenmasse als solche. Angesichts der inzwischen auch wissenschaftlich belegten Tatsache, dass sich die Automation soweit fortgebildet hat, dass unter gegebene gesellschaftlichen Verhältnissen der Produktion und Warenzirkulation eine Arbeitslosigkeit von vier Fünftel der Weltbevölkerung (bis Mitte des Jahrhundert) sich ausbreiten wird, suchen die Kapitalmanager nach einer Perspektive für ihren Selbsterhalt, denn der ist auch weiterhin nur möglich, wenn den Menschen möglichst viel Arbeitszeit entwunden wird, indem sie in breiter Masse unter einem Basislohn oder Bürgergeld mit einer Arbeit beschäftigt sind, die nicht unbedingt sinnvolle Gegenstände herstellt, eher Dinde, mit denen die Menschen über ihre Sinnentleerung hinwegkommen, ohne aufzubegehren, eine Art Schnuller oder Titten für den Hausgebrauch. Von daher sind die Kapitalagenten interessiert, die Menschen bei Billigjobs und mit hohem Suchtpotential der Konsumgegenstände in Betäubung und bereitwillig und gefügig für alles zu halten. Um das Wertwachstum zu sichern, sind die Agenten des Kapitalismus bereit, eine Weltgesellschaft von Süchtigen zu entwickeln und die private Habgier des Kapitals durch die gesellschaftliche Not der Menschen im Kapitalismus zu legitimieren und über sie durch einen Verkehrwert zu verfügen.. Die kapitalistischen Krisen, wie sie schon Marx vor 150 Jahren durchdacht und beschrieben hatte (siehe tendenzieller Fall der Profitrate), werden also dort bereits als chronisch und unaufhaltbar wahrgenommen. Um die somit vollkommen überkommenen Verteilungsverhältnisse in der Masse, Allgemeinheit und Macht auf ihrer Seite zu sichern, wird ihnen tatsächlich auch nur die Erzeugung von Sucht und mit gleichzeitig hochgradiger sozialer und persönlicher Kontrolle (Großer Bruder) übrig bleiben, die bis in die Manipulation der Natur, das sind Pflanzen, Tiere und Menschen, hineingreift (siehe Gentechnik). Misslingen wird ihnen das nur, wenn sich die Masse, Allgemeinheit und Macht auf der anderen Seite besinnt, sich gegen die Diktatur der Konsumtion stellt und die Verteilungs- und Arbeitsverhältnisse ändert (s.a. Sozialismus). Dies wird höchstwahrscheinlich nur im Widerstand gegen eine Reaktion möglich sein, welche mit Gewalt und Krieg den Globus überzieht, um ihre Besitz- und Besatzungsmacht zu sichern und zu erweitern. Die Basis jedes menschlichen Widerstands gegen die Formationen überkommender Lebensverhältnisse können keine Waffen, sondern nur die unmittelbar konkreten eigenen Lebensverhältnisse sein (Eigentum), die in einem permanenten Aneignungsprozess gegen die Besitzstände des Kapitals als konkreter Arbeits- und Kulturzusammenhang gebildet werden - als Verweigerung von Besitzbildung unter fremdem Interesse jeglicher Art (moralisch, materiell, geistig, sinnlich, seelisch, biologisch usw.). Hieraus wird sich auch eine andere Art von Gemeinwesen bilden müssen, welches Arbeit und Kultur konkret vermitttelt (also nicht nur über Wählermeinung, aber auch nicht im Widerspruch hierzu). | s.a. | |
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Trauma >> Weiterleitung zu TR | ||
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s.a.
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